Die strategische Trump-Karte

Anlässlich von Trumps gestriger Amtseinführung (und des immer rein moralischen Medien-Buheis in Deutschland und großen Teilen der westlichen Welt) wollte ich nochmals auf eine intelligente geostrategische Erklärung von Norbert Häring für das Phänomen Trump hinweisen:

Trump – Ein geostrategischer Erklärungsversuch

Trumps Rolle sei es, dem geostrategischen Wechsel vom Buhmann Russland (alias Putin) zum Hauptgegner China ein populistisches Gesicht zu geben. Die Hauptverlierer dieses Schrittwechsels seien die Europäer, weil sie auf einen Wink Washingtons (der gleichzeitig in Preußen auf besonders fruchtbaren Grund gefallen ist) die Last der Sanktionen gegen Russland getragen haben und jetzt düpiert sind. Das ist nicht unplausibel, denn es würde insbesondere die heftigen europäischen Abwehrreaktionen im Vorfeld von Trumps Wahl erklären. Auf die stark verschlechterte geostrategische Lage des amerikanischen Imperiums hatte vor Norbert Haering schon Emmanuel Todd drastischer in diesem Interview hingewiesen: „Das amerikanische System existiert nicht mehr. Sie tun nur noch so als ob“.
Auch Todd plädiert am Ende desselben Interviews für einen anderen Blick auf Russland und geißelt die „russische Obsession“ insbesondere der US-Demokraten. Er vertritt diese Position zu Russland schon mindestens ebenso lange wie er der Meinung ist, dass die amerikanische Hegemonie ihre beste Zeit hinter sich hat. Unter anderem hat er früh darauf hingewiesen, dass die einfache US-Bevölkerung objektiv an der Globalisierung leidet. Hier trifft sich die neue Geostrategie mit den legitimen Interessen normaler Amerikaner.

Deutschland könnte ein Hauptverlierer sein

Wenn aber Norbert Haering sagt, dass die Europäer die Leidtragenden dieses Strategiewechsels seien, dann wird es innerhalb Europas doch enorme Unterschiede geben. Er selbst vermutet, dass der Brexit dabei helfen soll, den Schaden für Großbritannien gering zu halten, einen privilegierten (und natürlichen) Verbündeten der USA.

In Frankreich haben Kommentatoren unmittelbar nach Trumps Wahl darauf hingewiesen, dass Berlin der Hauptverlierer von Trumps Schwenk sein würde:
„Deutschland hat unter dem Strich die amerikanischen Wahlen verloren. Während die französischen Aristokraten bei ihrer betretenen Mimik von erstaunten Männern von Welt bleiben, müssen sich die Deutschen ein wenig Sorgen machen: sie sind die großen Verlierer der Wahl von Trump in den USA“.
Er nennt mehrere Gründe:

  • Die bisherige Russland-Politik sei am Ende. Diese hält er eher für einen preußischen Plot, um alte Einflussgebiete in Osteuropa wieder gegen Russland zu behaupten. Die Preußen hätten es bisher geschafft, die USA als Schild gegen Russland einzusetzen und dabei Frankreich dazu zu bringen, dass es entgegen seinem traditionellem Interesse an einem starken Russland mitmacht.
    Eine steile These: war die Atlantik-Brücke vielleicht gar nicht so sehr eine Einbahnstraße, wie in Deutschland viele vermuten?
  • Trump würde die Europäer nötigen, mehr für Verteidigung auszugeben und das beträfe Deutschland mehr als Frankreich. Letztlich verlange Frankreich von Deutschland schon länger nichts anderes.
  • Trumps Vorgehen gegen einen ungezügelten Freihandel würde nicht nur China treffen, sondern auch Deutschland, den wichtigsten Netto-Exporteur in Europa.

Exakt dieser letzte Punkt ist diese Woche auch endlich in Deutschland angekommen. Drei Ökonomen haben darauf hingewiesen, dass Trump natürlich auch Deutschland meint und damit Recht hat: Heiner Flassbeck, Daniel Stelter und Jochen Fricke.
Wenn Trump behauptet, dass die EU nur noch deutschen Interessen diene, wird er in Südeuropa und Frankreich zweifellos Verbündete finden (die nur die berechtigten Interessen ihrer Länder vertreten) und Europa mit diesem Konflikt effektiv kontrollieren können.

Nicht Moral, sondern Interessen

Es ist also wohl gar kein Zufall, dass die deutschen Medien seit fast einem Jahr wie die Wutbürger auf Trump einschlagen, dass der deutsche Außenminister den diplomatischen Ton zwischenzeitlich hat fahren lassen. Die gewaltigen Interessengegensätze sind relativ klar zu erkennen.
Das hochmoralische Geschwätz kaschiert diese Interessenkonflikte und dient gleichzeitig dazu, eine weitgehend blind moralisierte deutsche Öffentlichkeit hinter einer nationalen Agenda zu versammeln, u.a. der Verteidigung der heiligen Exportindustrie. Das sollte man immer im Kopf behalten, wenn wieder allzu heftig auf die Moraldrüse gedrückt wird. Und vor allem sollten wir als kleine Bürger ernsthaft darüber nachdenken, welche Interessen wirklich legitim und zu wahren sind und welche so zweifelhaft oder unhaltbar sind, dass wir sie lieber freiwillig aufgeben sollten: Billiglöhner haben wenig vom Export, auch wenn er noch so boomt. Dass im Zweifel eher mehr Billiglöhner herangeschafft als Löhne erhöht wurden, konnte jeder seit mindestens 10 Jahren verfolgen. Binnennachfrage ist besser als Export.
Hochmoral ist in der Regel dazu da, Menschen von solchen schlichten Einsichten abzuhalten und für die Interessen von echten Profiteuren einzuspannen.

2017 wird ein spannendes Jahr.

Nachtrag 23.01.2017:
Sehr schöner Kommentar über den moraltriefenden Größenwahn in der Wirtschaftswoche: Deutschland soll die Welt retten? Lächerlich
Ferdinand Knauß ist immer wieder lesenswert.
Matthias Heitmann im Cicero: Das Trumpeltier ist nicht das Problem
„Niemand würde indes einen Abrissunternehmer für einen Architekten halten, auch wenn er zuerst zum Zug kommt.“
Die Gegenrede von Christoph Schwennicke: Das Trumpelstilzchen
„Nicht alle Ansätze von Donald Trump sind falsch. Doch sie werden überschattet von seinem Wesen, das offenbar nie der Pubertät entkommen ist.“
Und Makroskop: Der Trumpf des kleinen Mannes?
„In der Tat, das ist radikal, das ist gefährlich. Wäre er kein Milliardär, würde man glauben, er sei ein Sozialist. Der Mann klagt die Armut an und macht dafür das Establishment verantwortlich. Da dreht das deutsche Establishment vollkommen durch, vergisst sogar seine große Liebe zu Amerika und geifert in einer Art und Weise gegen den gewählten amerikanischen Präsidenten wie man es noch nie zuvor gesehen hat.“

Nachtrag 24.01.2017:
Aber Makroskop sieht Trump keineswegs unkritisch: Trumps Rede zur Vereidigung
Jan Fleischhauer im SPIEGEL: Wie man sich auf einen Handelskrieg vorbereitet
„Rechnen wir mit dem Naheliegenden. Rechnen wir damit, dass er meint, was er sagt, und das auch durchsetzt…Man kann Trump nur zustimmen, wenn er sagt, dass Handel keine Einbahnstraße sein sollte. Das gilt auch für Handelsdrohungen. Fangen wir mit Facebook an.“
Mit Facebook könnte man zum Beispiel so anfangen, dass man es mit unerfüllbaren Forderungen zur Zensur von „Fake News“ aus Deutschland vertreibt. Mit einer Klappe könnte  die Bundesregierung also zwei Fliegen schlagen: „Kampf gegen Rechts “ und Vergeltungs-Protektionismus gegen einen US-Konzern. Ähnlichkeiten mit realen Ereignissen sind natürlich rein zufällig.
ZEIT: Darauf war China nicht vorbereitet: Das Feindbild heißt China
Es sieht so aus, als liege der Blogger Norbert Häring nicht so ganz falsch. Die ZEIT braucht eben immer etwas länger (Als 1993 der Arbeitsmarkt für Chemiker ein tränenreiches Desaster war, hat es nur 2 Jahre gedauert, bis die ZEIT einen großen Artikel darüber gebracht hat. Zu dem Zeitpunkt war das Schlimmste bereits wieder überstanden!)

Nachtrag 27.01.2017:
Don Alphonso hat heute einen wunderbaren Text: Die Trump-Familie in Nepotentradition
Liebe Leser, merken Sie eigentlich auch, wie viele alternative Medien und Blogs ganz verschiedener Ausrichtung ihr Bestes geben, um zu verstehen, was Trump darstellt, während der Mainstream regelrecht unfähig ist zu irgendeiner Analyse, die Sie weiterbringen könnte? Spüren Sie auch die totale Ratlosigkeit?

Nachtrag 28.01.2017:
Mathias Bröckers hat auch eine Serie zu Trump: Real Game of Thrones: Der Mafia-Don

Nachtrag 1.2.2017:
Sehr gut zu Norbert Härings Theorie passt dieser aktuelle Beitrag bei Zerohedge und auch dieser zynische alte Kommentar von John Kornblum: Mach weiter so, Kanzlerin!

Nachtrag 5.2.2017:
Die irrsinnige Konfrontation zwischen Trump-Gegnern und -Anhängern kritisiert Fritz Goergen. Wolfgang Herles distanziert sich deutlich von der Trump-Begeisterung eines Teils der Rechten.
Ganz ähnlich wie Herles äußert sich auch erneut Matthias Heitmann im Cicero: Politische Amnesie und hysterische Paranoia
Alle unterstützen meine Ansicht, dass es töricht ist, sich durch die völlig entgleiste deutsche Trump-Berichterstattung in eine Trump-Unterstützung treiben zu lassen. Trumps Wahl ist ein Krisensymptom, nicht die Ursache, aber auch noch keine Lösung.

Nachtrag 7.2.2017:
In Makroskop gibt es eine vernichtende Kritik von Obamas Regierungszeit:
Der Präsident der Liberalen: Acht Jahre mit Barack Obama

Nachtrag 10.4.2017:
Makroskop: Trump – Freund oder Feind?

Nachtrag 18.05.2017:
Ein interessanter Beitrag, der exakt zu Norbert Härings Hypothese passen würde:
Der große britische Brexit-Raubzug: Wie unsere Demokratie gekapert wurde
Ist da etwas dran oder ist es ein Mindfuck von Leuten, die die Welt nicht mehr verstehen? Schwierige Frage. Was dagegen spricht: Nigel Farage, Donald Trump, Steve Bannon, Peter Thiel und Robert Mercer sollen die „Köpfe“ dieser Verschwörung sein. Farage? Really? Und dann auch noch die Russen im Boot? Hm. Ungewöhnlich, dass die Nachdenkseiten eine solche Theorie verbreiten. Zu viel für mich, das glaube ich vorerst nicht, behalte es aber im Hinterkopf.

Nachtrag 31.7.2017:
Paul Schreyer über die wachsende Rolle der Militärs in der US-Administration unter Trump. Eine Oligarchie von Bankern und Militärs.

Nachtrag 13.08.2017:
Christoph Schwennicke: Trump hat eine kurze Zündschnur

Nachtrag 6.10.2017:
Großartiger Vortrag von James Corbett über Kriegsvorbereitungen gegen China:
Echoes of WWI: China, the US, and the Next “Great” War

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Charlie, Reiser und der Pferdefreund

Charlie Hebdo in Deutschland

Die französische Satirezeitung Charlie Hebdo ist im Dezember nach Deutschland gekommen. Kann das gutgehen? Alexander Marguier meint im Cicero, dass das erste Heft langweilig, eine  Enttäuschung gewesen sei. Er moniert insbesondere „lieblos zusammengekehrte Merkel-Cartoons“. Als langjährigen Merkel-Fresser hat mich das natürlich neugierig gemacht: Schafft es Charlie Hebdo tatsächlich nicht, Merkel in einigen Karikaturen ordentlich vorzuführen? Also habe ich mir das Heft gekauft, um nach guten Merkel-Karikaturen zu suchen. Ein Fund:

merkelobenauf

Das ist doch schon einmal ein guter Anfang: Merkel benutzt Flüchtlinge, um sich zu erhöhen. Nicht schlecht. Es gibt nur ein Problem: das ist aus meiner Sicht schon der beste Merkel-Cartoon im ganzen ersten Heft. Ansonsten hatte Marguier recht: ein wenig lieblos. In der zweiten Nummer war eine sehr lustige Karikatur über den Kandidaten Fillon enthalten. Zeichnet sich da schon ab, dass Charlie Hebdo sehr viel besser mit französischen Themen und seinem heimischem Publikum umgehen kann als mit deutschen?
Nach Durchsicht beider Hefte muss ich sagen, dass es nicht leicht, wahrscheinlich zu viel verlangt ist, Woche für Woche ein Satiremagazin mit guten Cartoons zu füllen. Man kann da nicht mehr erwarten als meist mäßige oder mittelprächtige Karikaturen. Charlie Hebdo dürfte sich in Deutschland nicht halten können. Es gibt hierzulande schon den guten Postillon.

Das Attentat und der Ökonom Bernard Maris

Anfang 2015 ist Charlie Hebdo auf traurige Weise berühmt geworden durch das furchtbare Attentat auf seine Redaktion in Paris. Der Grund sollen die Mohammed-Karikaturen gewesen sein, die die Zeichner von Charlie Hebdo vor Jahren veröffentlicht haben.
Weniger bekannt ist, dass bei diesem Attentat neben vielen Zeichnern auch der populäre und populistische französische Ökonom  und Mitgründer von Charlie Hebdo Bernard Maris ums Leben gekommen ist. Maris hat in seinen Arbeiten zentralen Theoremen der Ökonomie die Wissenschaftlichkeit bestritten, war trotzdem seit 2011 offiziell Berater der französischen Nationalbank.
In Charlie Hebdo hatte er eine Serie von Beiträgen veröffentlicht, in denen er seine Ansichten popularisiert hat, unter anderem mit Karikaturen. Obwohl im linken politischen Spektrum zuhause, war er auch ein Bewunderer und Freund von Michel Houellebecq, dem er ein Buch gewidmet hat. Eine hervorragende mehrstündige Dokumentation des Fernsehkanals Public Sénat ist leider nicht mehr im Netz verfügbar. Ein recht gutes Radio-Feature über Maris gibt es aber weiterhin auf Deutsch beim SWR.
Wer Argumente gegen das bedingungslose Grundeinkommen sucht, wird übrigens unter anderem hier fündig und hier und hier. Dieses Blog plädiert nicht dafür, sondern für eine offene, ergebnisoffene Debatte über interessante Denkansätze.

Reiser

Seit mehr als 25 Jahren hüte ich zwei Bändchen mit Arbeiten von Jean-Marc Reiser, einem lothringischen Zeichner:
fousdamourviedesbetes
Liebestoll                    Das Leben der Viecher    (auch auf Deutsch als Tierleben erhältlich)

Wunderbare Karikaturen, oft äußerst derb, oft urkomisch, immer respektlos (Beispiele folgen). Das ist eines seiner berühmtesten Cartoons:

erloseuns

Die religionskritische Karikatur zeigt ganz entscheidende Wesensmerkmale von Reisers Sicht auf die Welt:

  • er macht sich über die eigene Welt lustig, nicht die der anderen
  • seine Perspektive ist komplex und tiefsinnig, geradezu philosophisch
  • er erhebt sich nicht über die dargestellten Figuren

Reiser hat in den 70er Jahren für Charlie Hebdo gezeichnet, und hat sich viele Klagen mit seinen Werken eingehandelt. Alle Karikaturen sind absolut politisch inkorrekt, sobald sie gesellschaftliche Themen betreffen. Man kann eigentlich nicht mehr offen herzeigen, was er zum Beispiel über das Geschlechterverhältnis: lessignes oder über die Homosexuellenbewegung gezeichnet hat:
grandemanif

Frivol, respektlos, anarchisch: dieser Humor ist nicht mehr aus unserer Zeit. Was früher unter  „Erregung öffentlichen Ärgernisse“ lief, läuft heute unter „Diskriminierung“. Es bleibt aber sehr lustig. Alice Schwarzer ist übrigens eine große Verehrerin von Reiser. Ein sehr sympathischer Zug von ihr! Auch die SZ hat bei dieser Gelegenheit Reisers Karikaturen besprochen.

Keine Karikaturen über „Ziegenficker“

Alle Ziegenficker-Karikaturen, die ich bisher gesehen habe, sind schäbige Machwerke, in denen Männern aus einem bestimmten Kulturkreis (also den anderen) unterstellt wird, dass sie gerne Ziegen ficken. Das ist niedrig und widerlich und soll hier weder gezeigt noch verlinkt werden. Sogar Greser & Lenz haben sich bei ihrem Versuch, sich diesem Motiv zu nähern, nicht mit Ruhm bekleckert. Ein weiterer großer Autodidakt unter den Zeichnern, Tomi Ungerer, erläutert, wo die Grenzen der prallsten Satire überschritten werden.
Hätte Reiser jemals eine Ziegenficker-Karikatur gezeichnet? Ich glaube es nicht. Er hätte wahrscheinlich auch keine sehr mäßig lustigen Mohammed-Karikatur gezeichnet, wie sie Charlie Hebdo später veröffentlicht hat. Der Grund: weil er sich nicht sicher gewesen wäre, welche und wieviel Emotionen sie bei Anhängern einer fremden Religion auslösen würden. Eine Frage des Fingerspitzengefühls, das man in der eigenen Welt hat, in der fremden Welt aber nicht.
Reisers oben gezeigter Cartoon über den christlichen Glauben würde heute nach meiner Meinung noch nicht einmal mehr einen frommen Katholiken auf die Palme bringen. Der Glaube hält es locker aus, so auf die Schippe genommen zu werden. Es ist ja auch etwas dran an dem Gezeigten.
Reiser hat aber sehr wohl Zeichnungen gemacht, in denen er die Sitten des Orients aufs Korn genommen hat, hier den Harem:

effectif

oder auch den Beweis der Jungfräulichkeit:

lachiasse

Er hat das genau so gemacht, wie er die Gebräuche seiner Heimat aufs Korn genommen hat: anarchistisch zeichnet er die geheimen Gedanken der Leute, die mit diesen Sitten leben (müssen).  Sehr schön.

Reisers Pferdeliebhaber

Das Motiv „Ziegenficker“ hat Reiser näherungsweise in seinem Cartoon „Fou de Cheval“ (Verrückt nach Pferd) bearbeitet. Urteilen Sie selbst, wieviel lustiger das ist:foudechevalSelbstverständlich findet er das Motiv in der eigenen Kultur, denkt es köstlich bis zu Ende und lässt den moralischen Zeigefinger weg. Reiser bleibt der Beste.
Der Deutsche Bernd Zeller ist zwar sehr gut, aber Reisers pralle Welt ist nicht seine Sache. Der  kulturelle Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland bleibt real, worüber wir uns nicht beschweren wollen.

Allen Lesern ein frohes 2017! Und dass es nicht schlechter wird als 2016.

Nachtrag 6.1.2017:
2 Jahre nach dem Attentat soll bei Charlie Hebdo der Haussegen schief hängen.

Nachtrag 10.2.2017:
Beim Lesen dieses Beitrags aus der ZEIT ist mir folgende Frage in den Sinn gekommen:
Was hätte Alice Schwarzer über Reisers Schuld gedacht und geschrieben, wenn er wie Kachelmann der Vergewaltigung beschuldigt worden wäre? Wenn ihm nichts hätte bewiesen werden können, dem mutmaßlichen Opfer aber Lügen? Wenn Zeitungen geschrieben hätten, wer solche „Schweinereien“ zeichne, dem sei alles zuzutrauen?