Kindermund

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Nüßlein, CSU, Neu-Ulm, eröffnete seinen Debattenbeitrag heute so:

Freud’scher Versprecher: sprachliche Fehlleistung, bei der angeblich ein eigentlicher Gedanke oder eine Intention des Sprechers unwillkürlich zutage tritt

Hier die ganze Rede des wackeren Mannes:

Vielen Dank, Herr Abgeordneter, jeder weiß, dass Ihnen das Wort ‚Impfpflicht‚ vorne auf den Lippen lag, weil sie es leugnen wollten oder sollten, aber hilft ja nichts……
Es gibt dafür eine Vorgeschichte, die das alles in den richtigen Kontext setzt:

Vorgeschichte

Bundeskanzlerin Merkel hat in Vorbereitung der heutigen Zustände bereits am 8. Mai 2019, also um ihre Zitterphase herum, gesagt, dass die Diskussion um die Impfpflicht wichtig ist:

Natürlich ging es damals „nur“ um die Masern, aber das inspirierende Personal hatte doch erstaunliche Ähnlichkeiten mit dem, das in der Corona-Krise mitmischt.
Der „Star-Virologe“ mit der merkwürdigen akademischen Vita war da:

Der offizielle WHO-Chef, Dr. Tedros, war da (der heimliche damals nicht):

Jens Spahn, der die Impfpflicht gegen Masern prompt durchgesetzt hat, war präsent im Thema #GlobalHealth „Globale Gesundheit“:

Und das heute noch präsentere Thema der internationalen Kooperation bei der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen war ebenfalls vertreten:

Alle Corona-Themen waren also bereits da am 8. Mai 2019, Tag der deutschen Kapitulation, und auch Dr. Georg Nüßlein war anwesend:

Es ist also nur allzu verständlich, dass Georg Nüßlein weiß, wie wichtig die Impfpflicht ist und sie ihm deshalb ganz vorne auf der Zunge liegt, auch wenn er sie eigentlich leugnen soll und will.

Nachtrag 24.11.2020
So geht Impfpflicht ohne Impfzwang:

Nachtrag 29.11.2020
Georg Nüßlein ist in der Materie drin. Hier ein Gespräch mit Markus Haintz: