Lesch lügt liederlich

Harald Lesch hat dem Klimawandel-Narrativ mit seinem peinlichen Fehler einen Bärendienst erwiesen. Die „Fehler“ haben in seiner Klimawissenschaft nämlich System.

Der große Fernseh-Wissenschaftler Harald Lesch ist (schon wieder) beim Lügen erwischt worden. In seiner Sendung Leschs Kosmos hatte er zum Klima folgende Grafik gezeigt:

Harald Leschs falsche Grafik zu Hitzetagen in Deutschland

Richtiges Nachrechnen ergibt aber folgende Grafik:

Korrigierte Grafik zu Hitzetagen in Deutschland

Das ZDF hat den Fehler inzwischen zugegeben, ein bisschen zumindest:
„An unseren Aussagen ändern diese Zahlen jedoch nichts. Der Trend der Entwicklung zu mehr Hitzetagen bleibt davon unberührt.“

So kann man natürlich eine extreme Überzeichnung (Vervielfachung des Anstiegs) auch beschönigen. Der Fehler war aber so groß und unplausibel, dass es schwer fällt, nicht mindestens einen Hang zur Schlamperei darin zu sehen. Allein im heißen Sommer 1976, an den sich viele Ältere noch erinnern dürften, gab es nämlich mehr Hitzetage als im entsprechenden 20-Jahres-Zeitraum angegeben.

Wiederholungstäter

Vor fast 4 Jahren ist mir ein anderer Unfug aufgefallen, den Harald Lesch in einem Terra-X-Beitrag zum Thema Klima präsentiert hat. Es geht um diese Grafik des Meeresspiegelanstiegs:

Meeresspiegelanstieg laut Harald Leschs Terra-X aus dem Jahr 2019

In einem ausführlichen Blogbeitrag hatte ich damals festgestellt, dass diese Grafik unter keinem Blickwinkel das belegen kann, was Harald Lesch mit ihr zeigen wollte. Es war mein Einstieg in die Erkenntnis, dass Medien zum Thema Klimawandel womöglich mehr Pseudowissenschaft als solides Wissen verbreiten.
Diese Einsicht hat sich seit Jahren nur verstärkt: sie liefern einen Hype nach dem anderen und unterschlagen die wichtigen Fakten, die dem Narrativ widersprechen.

Kein Einzeltäter, wieder breite Medien-Kampagne

In diesem Jahr ist eine erste Medienkampagne mit Warnungen vor einem Dürrejahr 2023 bereits im kalten und nassen April buchstäblich abgesoffen.

Im Juli haben sich diverse Medien auf der Basis einer Verwechslung von Boden- und Lufttemperatur in eine Hitzewelle bis 48°C in Südeuropa vergaloppiert. Angeführt wurde die Panik-Kavallerie wieder einmal vom Lügenbaron Karl Lauterbach, der diese Rolle auch in der Corona-Zeit schon glänzend gespielt hatte.

Dass auch die neue Klimapanik-Kampagne international wieder hervorragend abgestimmt ist, zeigt dieser franz. Bericht mit Foto aus Korsika:

Macht ja nichts, dass das Thermometer 10°C weniger anzeigt, als der Text behauptet!

Lesch weiß es besser

Das Besondere an Harald Lesch, der sich inzwischen für jede unwissenschaftliche Panikmache einspannen lässt, ist, dass von ihm bekannt ist, dass er es eigentlich besser weiß. Dieses Video von Gunnar Kaiser stellt Leschs frühere und heutige Aussagen zum Klimawandel gegenüber:

Ich ziehe den jungen und unbestochenen Lesch vor

Corona + Klima = dieselbe Strategie

Dieses Video von ArgoNerd stellt die Corona- und Klima-Suggestion nebeneinander:

Corona und Klima jeweils im selben Lückentext untergebracht: große Show

Die Show überzeugt aber nicht mehr, seit klar ist, dass sie bei Corona keine Wissenschaft war, sondern skrupellose Marktschreierei auf Kosten Dritter.

Ausblick

Mit dem warmen Sommer ist es zunächst vorbei. Nord- und Westeuropa werden erst einmal frösteln:


An der Nordseeküste gibt es wohl keinen Badesommer mehr, zumindest nicht bis Anfang August und auch in Italien fällt die Klimapokalypse (mal wieder) aus:

Trotzdem wird irgendwann wieder eine Gelegenheit kommen, bei der Medien und Politik einen neuen Versuch starten werden, uns ordentlich in Klima- und Hitze-Panik zu versetzen. Der nächste Sommer kommt bestimmt!

Klimaskeptiker im Aufwind

Diesen mäandrierenden Jetstream, der kalte Luft weit nach Süden und warme Luft weit nach Norden bringt, interpretieren manche aber schon lange als Begleiterscheinung einer Abkühlung, nicht einer Erwärmung:

Es bleibt also spannend, nein, es wird immer spannender, denn auch David Dilley fühlt sich bestätigt.
Den Kälterekord in der Antarktis von 2021 hat er zu Recht auf seinem Habenkonto verbucht. Und wie er beschreibt, ist die Kälte vom Südpol in diesem Jahr in nördlichere Breiten gewandert und hat in Australien einem sehr nassen und kalten Winter verursacht. Hier die Temperaturanomalie für heute:

Nachtrag 24.7.2023
Ausgerechnet der ZDF Fernsehgarten stellt überrascht fest, dass es kalt ist in Australien:

Es ist nicht nur Winter, sondern ein kalter Winter in Australien

Die Zahl der Hitzetage in der linken Säule (1970-1989) der korrigierten Grafik ergibt sich zu 83 (statt 89), wenn die Neuberechnung korrekt durchgeführt wird. Im ersten Wurf wurde dort das Jahr 1990 fälschlich noch addiert.

Dieser Beitrag bringt die Desinformation gut auf den Punkt. Hört sich an wie eine Zusammenfassung meines Blogbeitrags. Es fällt eben immer mehr Leuten auf:

Klima-Schwurbelei im Sommer 2023 gut zusammengefasst

Gegen besseres Wissen

Seit Mitte 2021 war klar, dass die Herzmuskelentzündung nach Corona-Impfung vor allem für jüngere Menschen ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt.
Politik und Medien haben trotzdem ignoriert, geleugnet, gedrängelt und gezwängelt.

Eine chronologische Faktensammlung:

Dezember 2020
Entzündungen sind vor Impfbeginn als „klassische“ Nebenwirkung der C-Impfung bekannt:

Januar 2021
Breiter Impfbeginn im deutschsprachigen Raum

April 2021
Es wird plötzlich vermehrt nach „Myokarditis“ gegoogelt

Erste brisante Berichte dazu tauchen auch in Medien auf.

Mai 2021
Myokarditis nach Impfung, darunter auch Todesfälle, wird in einigen Medien thematisiert:
Frankfurter Rundschau, NDR, Gesundheit.de, Schweizer Fernsehen SRF, Sicherheitsbericht der Paul-Ehrlich-Instituts

Juni 2021
Dänischer Nationalspieler Eriksen kollabiert während der Fussball-EM.
Er bekommt einen Herzschrittmacher gegen Herzrhythmusstörungen.
Diese sind eine häufige Folge einer Myokarditis.
Sein Impfstatus ist recht eindeutig, wird aber international beachtetes Geheimnis.
Myokarditis als Nebenwirkung der Impfung wird aus Israel gemeldet.
Stiko zögert öffentlich mit Impfempfehlung für Kinder.
Uniklinik Heidelberg betrauert in mehreren Anzeigen überraschende Todesfälle unter ihren Mitarbeitern, nicht nur sehr jungen
Signifikanter Zusammenhang zwischen Corona-Impfung und Myokarditis ist jetzt grundsätzlich klar erwiesen. Nur die Häufigkeit ist noch unklar.

Juli 2021
Markus Söder spricht von „sogenannter Impfung

August 2021
Prof. Schirmacher (Uniklinik Heidelberg, s.o.) alarmiert wegen lautlosem Tod nach Impfung im Bett. Der ein Jahr später veröffentlichte wiss. Artikel dokumentiert pathologische Untersuchungsergebnisse am Herzmuskel von Verstorbenen und vergleicht sie mit solchen vom Oberarmmuskel des Impfarms: gleiches Schädigungsbild. In den Fallbeispielen lassen sich im Juni 2021 verstorbene Mitarbeiter der Uniklinik Heidelberg aus Traueranzeigen identifizieren.
Stiko-Chef Mertens zögert weiter bei Impfempfehlung für Kinder, spricht über Myokarditis und wird doch von der Politik (letztlich erfolgreich) gedrängt:

Fantastischer Zusammenschnitt, Kudos an @tomdabassman

September 2021
Ein Bericht im britischen Guardian zitiert vorsichtig eine US-Studie, dass für gesunde Jungen im Alter 12-15 Jahre das Myokarditis-Risiko 4-6 Mal höher sei als das Risiko, mit Corona ins Krankenhaus zu kommen:

Stiko-Mertens hat also nicht nur zur Recht gezögert, sondern die Impfung von Jungen ist damit klar kontraindiziert aka verantwortungslos.
Das haben aber zu diesem Zeitpunkt nur als Schwurbler verleumdete Ärzte laut und deutlich gesagt.

Oktober 2021
Obwohl in Skandinavien wegen des Myokarditis-Risikos junge Menschen unter 30 nicht mehr mit Moderna geimpft werden, empfiehlt in Deutschland das RKI weiter die Corona-Impfung für Jugendliche. In verschiedenen Medien wird auch die Einschränkung in England und Norwegen auf eine Impfdosis für Kinder wegen des Myokarditis-Risikos kritisch besprochen.

November 2021
Zusammenbrüche von Fussballern (und anderen Sportlern) fallen seit Wochen vermehrt auf und erinnern viele an den Dänen Christian Eriksen.
Faktenchecker reden herunter, was Millionen Zuschauer mit eigenen Augen und Entsetzen beobachten. Noch so ein Faktenfick: „keine Belege“

Dezember 2021
Medien, die im November über Herzanfälle von Fußballern berichtet hatten, liefern für Weihnachten Beruhigungspillen aus.
Der FC Bayern hat seine Kicker in der Weihnachtspause geboostert.

Januar 2022
Bayern-Spieler Davies fällt mit Herzmuskelentzündung aus, und nicht allein.
Wiener Gerichtsmediziner Johann Missliwetz berichtet aus einer Obduktion von Myokarditis als Todesursache eines jungen Sportlers:

Trotz allem bekannten Wissen über erwiesenermaßen tödliche Nebenwirkungen wird die Impfpflicht in Österreich beschlossen.

April 2022
Die Impfpflicht ab 18 Jahren scheitert in Deutschland bereits vorher, die Impfpflicht ab 60 erst am geschlossenen Nein von Union und AfD in der Abstimmung im deutschen Bundestag.

Mai 2022
Bill Gates erklärt öffentlich:
Wir verstanden nicht, dass es eine ziemlich niedrige Sterblichkeitsrate1 gab und dass es eine Krankheit hauptsächlich bei Älteren2 war, ein bisschen so wie die Grippe, aber auch wieder ein wenig anders3

Faktencheck: „Schwurbler“ wussten das schon lange:
1 spätestens Sommer 2021: C-Pandemie in einer Grafik
2 seit April 2020: „Corona-Todesopfer wären auch ohne das Virus gestorben“
3 seit April 2020 bekannt aus Ioannidis-Studie, von Konzern- und Staatsmedien nach Kräften geleugnet:

Folgerung: Impfung der Jungen war in jedem Fall unnötig / unverhältnismäßig.

Juni 2022
Dänische Gesundheitsbehörde erklärt Impfung von Kindern für „rückblickend falsch“, nur ein Jahr nach Auftauchen der Fakten.

Epilog

Juli 2023
Eine israelische Veröffentlichung zeigt den drastischen Anstieg der Fälle von Herzversagen in den Jahren 2021 und 2022, jeweils etwa mit einer Verdoppelung zum Vorjahr:

Die Herausgabe der Daten musste erzwungen werden. Der Impfstatus der Betroffenen ist erfasst, wurde aber nicht herausgegeben.

Die schottische Covid-Untersuchungskommission stellt fest:

  1. Covid war nie eine Gefahr für junge gesunde Menschen
  2. es bleibt ‚unklar‘ ob die Impfung wirklich am Ende Todeszahlen reduzierte


US-Vizepräsidenten Harris spricht darüber, dass Bevölkerungsreduktion das Leben ‚besser‘ machen könnte:

Fazit

(Ein Fazit schenke ich mir. Das kann jeder selbst ziehen)

Nachtrag 23.7.2023
Eine Studie der Uni Basel zur Vollerhebung zeigt, dass Myokarditis nach Booster sehr viel häufiger auftritt als z.B vom PEI zugegeben: bei 2,8% der Geboosterten.
Gleichzeitig geben Medien Tipps zur Prävention bei Jüngeren:

Nachtrag 25.7.2023
Im US-Militär gab es nach Impfbeginn 2021 offiziell 275 Fälle von Myocarditis – ein 151% Aussschlag gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2016-2020. Offizielle führen das auf Corona zurück, nicht auf die Impfung. Gleichzeitig gibt es um die Herausgabe korrekter Daten immer wieder Gezerre.

Nachtrag 27.7.2023
Dr. John Campell diskutiert die Basler Vollstudie:

1 von 35 mit verletztem Herzmuskel nach Booster

Nachtrag 1.8.2023
Weiterer schockierender Beitrag zur Verbreitung von Myokarditis nach Impfung:

Die genauen Zahlen sollte man nicht so ernst nehmen. Sie sind keineswegs eine absolute Wahrheit. Wahrheit ist aber, dass Impfung nichts Gutes bewirkt hat.

Nachtrag 24.9.2023
Myokarditis und Perikarditis werden seit 31.8.2023 von Pfizer offiziell angegeben:

Das hat ja nur fast 2,5 Jahre gedauert seit den ersten Berichten im April 2021.

Nachtrag 12.12.2023
NTV hat mal wieder einen Artikel mit extragroßem Rätselraten über Herzprobleme, jetzt bei Radsportlern:

Steil und lang abwärts

Strukturelle Probleme, Energiemangel und eine brutale Neuordnung der Welt treffen die deutsche Wirtschaft schwer.
Max Otte erklärt seine Sicht der Dinge und Strategie.

Wie steil es mit der deutschen Wirtschaft abwärts geht, zeigt das 25%-Umsatzminus bei der BASF im 2. Quartal 2023. BASF ist als Grundstoff-Produzent doppelt interessant für die deutsche Wirtschaft, weil der Konzern erstens stark von Gas(preisen) abhängt, die in Deutschland seit 2022 explodiert sind, und zweitens stark von der Konjunktur für alle seine Kunden.
Und dieser Indikator hat jetzt mit -25% endgültig gezeigt, wohin die Reise geht: in eine sehr schwere Rezession besonders für die deutsche Wirtschaft.

Max Otte mit Rundumblick

Warum die wirtschaftlichen Perspektiven auch längerfristig nicht gut sind für Deutschland erklärt Max Otte gut in diesem Video:

Wie immer sehr ruhig und moderat: Max Otte

Max Otte hat ein paar große Stärken:
1. Krisen erkennen auch mit einem politischen und historisch geschulten Blick
2. Nicht die Krisen-Sensation, sondern das Überleben und Lösungen suchen
3. Lösungen mit Interessierten fair teilen und diskutieren.
Punkt 3 füge ich an, weil ich in kurzen Kontakten davon profitiert habe. Er hat sehr konstruktive Tipps gegeben, was man als Normale(r) tun kann und soll: z.B. (Obst-)Garten anlegen, praktische Fähigkeiten und pers. Netzwerk ausbauen.

Genauso ruhig und moderat, wie er spricht, schreibt er auch Bücher. Man kann nach nicht einmal vier Jahren sagen, dass Max Otte auch mit seinem Buch von 2019 einen Volltreffer gelandet hat:

Inhaltsverzeichnis

Natürlich wurde das Buch damals im ÖRR in der Rezension verrissen.
Aber das ändert nichts daran, dass er die große Krise treffend beschrieben hat: Kampf der USA um die Weltmacht, kommende Konflikte mit Russland und China, die langsame Aushöhlung Deutschlands und seine prekäre politische und wirtschaftliche Lage mitten in Europa.
Von Merkels Beruhigungspille „Uns geht’s ja so gut“ ist nichts stehen geblieben, von Ottes Prognose so ziemlich alles.
In einem Interview hat er lediglich sehr bedauert, dass er nicht vorausgesehen habe, dass der große Crash mit einer Pandemie eingeleitet werden würde, das habe nach den ersten Versuchen mit Vogel- und Schweinegrippe eigentlich nahegelegen. Nun ja.

Die ökonomischen Aspekte vertiefen

Daniel Stelter beschreibt ebenfalls (schon lange) die ungelösten Probleme Deutschlands:

Nachteile von Daniel Stelter:

  • mehr Pessimismus, weniger Lösungen
  • rein ökonomische Analyse, (geo)politisches Umfeld und Machtverhältnisse bleiben eher unbesprochen (immer schon)
  • weniger Blick auf die Frage, wie der Mensch sich durch die Krise wirtschaften kann (der mir wichtiger ist als die offizielle Wirtschaft und ihre Zahlen, die ja nie gut genug sind)

Fazit

Es wird hart, aber es gibt Hoffnung für Menschen, die nicht alles glauben, was ihnen von der Regierung, Konzernen und ihren Medien erzählt wird. Ohne ein Minimum an Selbstvertrauen, Tatkraft und Risikobereitschaft ist es immer schwerer.

Nachtrag 13.7.2023
Der Produktionsrückgang der deutschen Chemieindustrie (Quelle) ist rasant, aber nicht überraschend:

Nachtrag 11.8.2023
Währungspolitischer Hintergrund für den deutschen Wirtschaftsabschwung:

Mehr Diktatur wagen

Die Süddeutsche Zeitung hat 2021 eine lausige Forderung nach mehr Diktatur veröffentlicht.
Das könnte viel mit dem Nachfolger von Heribert Prantl zu tun haben.

Sind Sie erschrocken über diesen Titel? Haben Sie sich gefragt, was sich wohl dahinter verbergen mag? Ob der Blogbetreiber jetzt durchgedreht ist, zugibt, dass er ein Antidemokrat ist? Weil früher oder später alle „Populisten“ damit um die Ecke kommen?

Nein, alles halb so wild, es hat nur in der Süddeutschen Zeitung gestanden:
(den ganzen Text ohne Paywall hier)


Der Autor Thomas Brussig hat diesen Käse geschrieben in der großen Zeit der Corona-Psychose in Deutschland, im Jahr 2021. Es steht auch in seinem Wikipedia-Eintrag.
Es steht nicht drin, dass Brussig ein bekennender Antidemokrat ist, sondern:

Der Essay löste in den sozialen Medien Empörung aus„.

Warum hat er nicht in allen Medien Empörung bzw. einhellige Verdammnis ausgelöst, vor allem in der Süddeutschen Zeitung?
Wäre das auch so gewesen, wenn ein „Essay“ derselben Stoßrichtung, sagen wir mal, von Uwe Tellkamp in der „Jungen Freiheit“ veröffentlicht worden wäre? Sicherlich nicht, es kommt aber auch auf das Thema an. Zum Thema Corona wäre er damit vielleicht sogar auch durchgekommen („Tellkamp wird vernünftig“), bei anderen Themen mit einem Ermiitlungsverfahren beim „Staatsschutz“ überzogen worden. Weil da jemand einen Umsturz legitimiere, ein Schreibtischtäter Hand an unsere Demokratie“ lege! Unsere Demokratie!
Wenn aber eine plumpe Hand an eure Demokratie gelegt wird, liebe Oppositionelle, dann ist das nur ein Essay, also einen gepflegten Versuch wert.

Ganz schwacher Versuch

Schon in Titel, Bebilderung und Bildunterschrift verrät der „Essay“ seine inhaltliche Schwäche: „Mehr Diktatur wagen“. Wenn ich von etwas „mehr“ fordere, dann muss zum Zeitpunkt der Forderung bereits etwas davon vorhanden sein. Anfang 2021, das wird sprachlich klar zugegeben, war schon ein wenig Diktatur im Spiel gewesen. Und dazu passt ja auch das Bild mit dem Rücken-Plakat. Dann aber zieht der Autor sofort die Trumpfkarte: weil die „Corona-Leugner“ (auch) eine Diktatur im Spiel sehen, muss man sie die jetzt schmecken lassen! Der primäre Impuls zur Begründung einer Diktatur kommt nicht daher, dass die Diktatur überlegene Lösungen bieten könnte, sondern daher, dass Oppositionelle sie am Werk sehen. Das Thema wird am Ende des Textes nochmals aufgenommen:
„Dass ausgerechnet die Corona-Leugner eine ‚Corona-Diktatur‘ heraufziehen sehen, sollte erst recht Grund sein, sie zu wollen. Die Leugner sind außerstande, die Gefahr durch das Virus einzuschätzen, aber sie ahnen, wie ihr beizukommen ist“
Kann man noch mehr Schwachsinn schreiben? Ja, man kann eine ganze Argumentation auf falsche Fakten aufbauen:

Fake Facts als Basis

„Angenommen, es gäbe ein Virus, so hervorragend übertragbar wie das Coronavirus, aber so tödlich wie der Tollwut-Erreger“
Das Virus war ihm (leider) noch nicht tödlich genug, um eine schöne Diktatur zu rechtfertigen. Also argumentierte er mit einem hypothetischen Virus.

„obwohl es einige wenige Länder vermochten, das Virus auszuschalten“
„Zwar gibt es Demokratien, die der Pandemie Herr wurden (zum Beispiel Australien, Neuseeland, Taiwan und Südkorea)“
So ging es in diesen Ländern im Vergleich zu den deutschsprachigen Weiter:

Ein langfristiger Vorteil für die vermeintlichen Vorbilder war nicht erkennbar

Speziell in Neuseeland führte die schlechte Entwicklung ab Sommer 2021 in eine Regierungskrise und Anfang 2023 zum Ende der für Corona vielgelobten Ministerpräsidentin Ardern. Die Liste der Länder zeigt aber im Rückblick, dass Brussig der gescheiterten totalitären ZeroCovid-Ideologie auf den Leim gegangen ist. Er hat sie für eine Wissenschaft gehalten, von der er sich die Rettung ohne Widerspruch diktieren lassen wollte, ein gefährlicher Irrweg mit historischen Vorbildern. Kurz vor Brussigs Pamphlet, im Januar, wurde ZeroCovid in der Süddeutschen auch in anderen Artikeln gepusht.

leider findet sich – wieder mit China, ausgerechnet – auch ein Beispiel, dass ein autoritär verfasstes Land das Virus schnell loswurde“ – es ging auch in China noch lange weiter. Von „Loswerden“ konnte also keine Rede sein.

Genauso traurig sieht es bei den Lösungsideen aus:

Lächerlicher (Er-)Lösungsglaube

„Wollen wir das Virus loswerden, sind wir gezwungen, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen“
„Dank der Wissenschaft wissen wir, welche Maßnahmen nötig sind, wir wissen sogar, welchen Preis wir zahlen müssen, wenn sie ausbleiben“
Und welche sollten das konkret sein?

Scharfstellen der App

🤡 Hahaha! Die App war teuer und hat keinen messbaren Beitrag zur Lösung des Problems geleistet. Die Süddeutsche selbst nannte sie 2023 bei der Verabschiedung eine Nervensäge:



Brussigs Glaube an bekannte Lösungen hatte mit Wissenschaft wenig zu tun, mit einem absurden Technikglauben aber vielleicht sehr viel. Vor allem halfen sie, Demokratieverachtung schriftstellerisch auszuleben:

Demokratie und Freiheit sind Mist

Die Zitate aus dem „Essay“ sprechen für sich:

„Dabei war vor nicht mal dreißig Jahren das liberale Selbstbewusstsein auf dem Höhepunkt“
„Der Brexit hingegen machte Demokratie zur Karikatur
„Impotenz der Demokratie“
„der effektive Pandemiebekämpfer muss auf der Höhe der Forschung sein. Der demokratische Pandemiebekämpfer hingegen muss eine Mehrheit gewinnen, einen Konsens bilden und einen Kompromiss finden“

Brussig fand Demokratie blöd und ein Auslaufmodell und träumte von der allmächtigen Hand eines Staates, der absolute Wahrheiten kennt. Bei anderen als ihren Autoren nennt die Süddeutsche Zeitung das „Sehnsucht nach Stärke“:

Merkwürdigerweise hat „der autoritäre Orban“ zu keinem Zeitpunkt eine so autoritäre Corona-Politik praktiziert wie in Deutschland, vor allem aber, wie in der Süddeutschen gefordert. Davon konnte ich mir ab 2021 persönlich einen Eindruck verschaffen.

Stefan Kornelius‘ Furcht vor autoritärer Politik muss zwischen 2019 und 2021 stark nachgelassen haben, denn kurz vor Brussigs autoritärem Erguss stieg er vom Leiter Außenpolitik zum Leiter Politik auf. Er ersetzte damit Heribert Prantl, der die Corona-Politik exakt im Januar 2021 scharf kritisierte.

Wie wäre es mit der Theorie, dass Prantls Ausscheiden, das gerade einen Monat her war, etwas mit seinem Widerstand gegen die Corona-Politik zu tun hatte, und dass das Erscheinen von Brussigs Essay etwas mit dem Amtsantritt von Kornelius zu tun hatte?

Fazit

Die Süddeutsche Zeitung pflegt eine merkwürdige Doppelmoral im Umgang mit antidemokratischen Äußerungen: Kleinigkeiten der Wortwahl bei politischen Gegnern anprangern und offene Demokratieverachtung von genehmen Autoren und zu genehmen Themen veröffentlichen.

Forderungen nach mehr Demokratie etwa sind Brandstiftung,
Forderungen nach mehr Diktatur aber wichtige Debattenbeiträge.

Dieser Kurs, der mit dem Thema Corona viel Fahrt aufgenommen hat, hat viel mit dem neuen Ressortleiter Politik und ehemaligen Leiter Außenpolitik Stefan Kornelius zu tun. Und über Publikationen dieses Verantwortlichen, lässt sich ganz gut auflösen, wo das letztlich alles herkommt: Corona, Klima und die Liebe zu mehr Diktatur. Viel mehr Diktatur!

In die Goldgrube gefallen

Schauen Sie sich mal diesen Bericht über Klagen wegen Impfschäden von heute im ZDF an:

3.7.2023: heute-journal berichtet über Impfschadensprozesse

Nur ein Zitat daraus:
„Über das Risiko wurde jede und jeder vor der Impfung aufgeklärt. Deshalb besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Schadenersatz“

Und dann vergleichen Sie den heutigen mit diesem ZDF-Bericht von November 2021:

ZDF am 17.11.2021: Ideologisches Warmlaufen für die Impfpflicht

Ist es nicht widerlich, dass dieselben Medien, die damals Impfskeptiker im Kern zu unbelehrbaren, wissenschaftsfernen, psychisch auffälligen Idioten erklärt haben,

  • heute (verlogen) das Schicksal bedauernswerter Impfopfer bejammern?
  • frech mit Lügen begründen, warum sie nicht entschädigt werden (können)?

Es gibt nämlich keine seriösen wissenschaftlichen Beweise dafür, dass die Impfung insgesamt mehr Nutzen als Schaden gestiftet hat. Mag sein, dass Richter „davon ausgehen“, dass es so sei, aber diese Behauptung ist nicht belastbarer als die frühere Behauptung von Karl Lauterbach, dass die Impfung kostenlos und vor allem nebenwirkungsfrei sei: das war nicht mehr als eine (geschützte) Meinung von Herrn Lauterbach.
Sie hat tatsächlich Unsummen gekostet und tut es weiterhin in vielen Kassen. Die Nebenwirkungen standen schon im Sommer 2021 in vielen Zeitungen, wurden aber völlig unglaubwürdig als „sehr selten“ deklariert, obwohl sie in aller Munde waren. Der Nutzen war auch schon 2021 mehr als zweifelhaft.
Es gibt aber heute Evidenz, dass Kontrollgruppen, die weder bei Corona-Maßnahmen noch Impfung mitgemacht haben, im Vergleich sehr gut durch die „Pandemie“ gekommen sind, viel besser als die Bevölkerungen, die mit Maßnahmen und Impfdruck drangsaliert wurden.
Und es gibt tatsächlich auch solide wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Impfstoff-Chargen so verschieden sind, dass sie sehr wohl gezielt so entwickelt worden sein könnten.

Nachtrag 4.7.2023
Die Medien können natürlich nichts dafür:

Anlass für diese gelungene Replik war dieser Tagesthemen-Kommentar ebenfalls vom gestrigen Abend:

„zum Glück sind es ja nur wenige…angesichts einer Pandemie von historischem Ausmaß

Wie kommt es eigentlich, dass alle diese „unabhängigen“ Medien ständig ins selbe Horn blasen, denselben Spin verbreiten, egal ob er „die Impfung ist sicher“ heißt, „Impfgegner sind doof“ oder „die wenigen Impfopfer müssen entschädigt werden„?
Es gibt darauf nur eine Antwort: sie sind eben nicht unabhängig, sondern im Kern verpflichtet, dieselben Narrative zur selben Zeit zu verbreiten.

Dieses kleine Best-Of-Impfhetze sollte nicht fehlen bei der Frage, warum sich Menschen impfen ließen, die es eigentlich nicht wollten:

Achtung, der Impf-Faschismus spricht frei von der Leber weg: puren Blödsinn

Nachtrag 5.7.2023
Sehr gute Replik auf das weinerliche „Wir hatten keine rechte Wahl“ von Gigi Deppe aus den Tagesthemen:

So ist’s richtig:
Sie hatten genauso viele Wahlmöglichkeiten wie wir, haben sich aber sofort für die rechte entschieden: Propaganda, Hetze, Druck und Zwang.

Die fiese Impf-Lotterie

Durch eine ordentliche, peer-reviewte dänische Studie wurde nachgewiesen, dass die Chargen des Biontech-Impfstoffs extrem unterschiedlich gefährlich waren. „Impfgegner“ hatten das früh festgestellt, verbreitet und Recht behalten

Milena Preradvic hat sich mit den Professoren Gerald Dyker und Jörg Matysik über eine peer-reviewte dänische Studie unterhalten, die die Abhängigkeit der Impfnebenwirkungen von der Charge der Biontech-Corona-Impfung untersucht hat. Das Ergebnis ist extremer als von Kritikern seit langem vermutet und berichtet:


Hier nochmals die entscheidende Grafik, die das Wesentliche zusammenfasst:

Nach rechts ist für jede Produktionscharge (= ein bunter Punkt) die Anzahl der verimpften Dosen aufgetragen. Nach oben ist die Zahl der gemeldeten Nebenwirkungen zu den Impfungen dieser Charge aufgetragen.
Die Steilheit der an die drei Gruppen von Chargen angepassten Interpolationsgeraden gibt ein Maß für die mittlere Schädlichkeit dieser 3 Chargengruppen:
🟡 Praktisch keine Meldungen von Nebenwirkungen: wie bei einem Placebo
🟢 Relativ viele gemeldete Nebenwirkungen: 1 Meldung auf 400 Impfungen
🔵 Extrem viele Nebenwirkungen: 1 Meldung auf höchstens 10 Impfungen. u.a. auch die Hälfte aller gemeldeten Todesfälle nach Impfung

Dagegen zu halten ist die Häufigkeit, mit der diese Chargen verimpft wurden:
🟡 Etwa 30% der Impfungen erfolgte aus völlig ungefährlichen Chargen.
🟢 50% der Impfungen erfolgten mit mittelschlechten Chargen.
🔵 Nur 5% der Impfungen waren ganz, ganz mies.

Folgerungen

Bei durchschnittlich 3 Impfungen sollten etwa 86% aller Geimpften eine blaue Charge vermieden haben.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geimpfter aber jeder grünen und jeder blauen Charge entkommen ist, war sehr gering. Deshalb hat man insgesamt relativ viel gehört und gelesen über unschöne Nebenwirkungen nach der Impfung, von denen ja auch nicht alle gemeldet wurden.

Die Zahlen zeigen aber, dass sehr viele Geimpfte an einer meldeverdächtigen Nebenwirkung vorbeigekommen sind. Als Folge können sie gar nicht verstehen, warum es andere so schwer erwischt hat: Simulanten? Querdenker-Lügen?

Die Zahlen zeigen aber vor allem, dass die als Nebenwirkungen gemeldeten Beschwerden nicht zufällig und fälschlich der Impfung zugeordnet worden sind. Denn solche Beschwerden hätten sich dann ja auch zufällig und damit etwa gleichmäßig auf die vielen Chargen verteilen müssen. Die starke Chargenabhängigkeit beweist damit, dass die Beschwerden auch ursächlich meist der Impfung zuzuweisen, also echte Nebenwirkungen sind.

Die sehr ausgeprägten Unterschiede zwischen den Chargen sprechen gegen die Vermutung, dass die Chargen durch Qualitätsmängel im Produktionsprozess oder einen Verfallsprozess bis zur Impfung „schlecht“ geworden sind.
In beiden Fällen würde man nämlich erwarten, dass die Qualität der Chargen eher breit streut, als in 3 klar getrennte Gruppen zu clustern. Wurden die Unterschiede etwa gezielt hergestellt, z.B. für ein bewusstes Experiment?

Kritiker haben darauf hingewiesen

Eine (mögliche) Chargenabhängigkeit war schon lange ein Thema im Kreis der seriösen Kritiker dieser Impfung. So hat etwa der Qualitätssicherer Prof. Werner Bergholz auf einer Konferenz diese Grafik vorgestellt:

Hier war die stark unterschiedliche Gefährlichkeit der Chargen bereits (in chronologischer Reihe) gut ausgearbeitet und auch mit einem Einzelfall in Verbindung gebracht.

Und jetzt ist diese „Querdenker“-Analyse eben in einer peer-reviewten wissenschaftlichen Studie aus einem anderen Land bestens bestätigt worden.

Noch viel früher, nämlich bereits im Mai 2021 hatte Wolfgang Wodarg die Vermutung geäußert, dass in verschiedenen Impfstoff-Chargen nicht Dasselbe enthalten sein müsse. Das konterte der Bayerische Rundfunk bald darauf mit einem sogenannten Faktencheck:

Die wissenschaftliche Studie belegt nun, dass sich 30% der untersuchten Chargen bei den gemeldeten Nebenwirkungen wie ein Placebo verhalten haben. Ob es nun tatsächlich Kochsalzlösung war, ist für diese Frage nur Nebensache, denn jedes Placebo wäre dafür geeignet, die Zahl der gemeldeten Nebenwirkungen zu kontrollieren und zu begrenzen.
Und was die vom Faktencheck und dem PEI behaupteten Kontrollen angeht, beweist die oben vorgestellte und wissenschaftlich anerkannte Studie, dass die Kontrollen nicht geeignet waren, eine tatsächlich einheitliche Qualität der Impfstoffchargen sicherzustellen. Dass festgelegt wurde, „wie der Impfstoff konzentriert sein muss“ bzw. müsste, mag ja sein, aber es ist jetzt bewiesen, dass das Ergebnis nicht gestimmt hat. Die Professoren gehen in dem Video pikanterweise ja auch ausführlich darauf ein, dass auch viele der untersuchten dänischen Chargen ausgerechnet von diesem famosen Paul-Ehrlich-Institut freigegeben wurden. Genützt hat es halt wenig!

Die Sache mit der Kochsalzlösung

Und man kann ja auch darauf hinweisen, dass erwiesenermaßen bereits im Sommer 2021 festgestellt wurde, dass Kochsalzlösung verimpft wurde:


Da wurde behauptet, dass sich „Querdenker“ über das Verimpfen von Kochsalzlösung freuen würden. Dabei hatten Impfkritiker nur geäußert, dass Kochsalzlösung verimpft werden könnte, um die Nebenwirkungen zu begrenzen. Die beschuldigte Krankenschwester sollte auch „Coronaverharmloserin“ sein.

Nun, in dem Fall ist inzwischen das Urteil gesprochen:


Von ideologischen Gründen für die Tat war hier keine Rede mehr:
Auch seien bei den Betroffenen durch die unwirksamen Impfungen keine Schäden entstanden. Die Verteidigung hatte auf eine geringe Geldstrafe plädiert. Der Anwalt der Angeklagten hatte argumentiert, dass nicht mehr nachgewiesen werden konnte, ob die Spritzen mit der Kochsalzlösung überhaupt benutzt worden sind…
Die damalige Krankenschwester hatte im April 2021 nach eigener Aussage eine Ampulle mit Impfwirkstoff fallen lassen, so dass diese zerbrach. Um ihr Missgeschick zu vertuschen, zog sie sechs Spritzen mit fast ausschließlich Kochsalzlösung auf, die sie zum Verimpfen an Kollegen weitergab. Das Gericht folgte in weiten Teilen dieser Argumentation und sah keine Anhaltspunkte dafür, dass die Frau aufgrund einer möglichen kritischen Haltung gegenüber dem Impfen die Impfkampagne sabotieren wollte. Vielmehr sei von einem Versehen auszugehen. Die Tat habe sie begangen, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz gehabt habe

Fazit

„Querdenker freuen“ sich nicht über eine Chargen-Abhängigkeit oder über Kochsalzlösung an sich, sondern darüber, dass sie auch bei den Vermutungen über die Impf-Chargen gar nicht so falsch lagen, wie sogenannte Faktenchecker behauptet haben.

Faktenficker zu sein, bedeutet dagegen, alles Unschöne, was denkbar und möglich ist, für unmöglich und wissenschaftlich widerlegt zu erklären, obwohl es zu diesem Zeitpunkt wissenschaftlich gar nicht widerlegt werden kann. Wissenschaftlich widerlegt werden können hätte es vielmehr erst nach dem Impfen, und in dieser dänischen wissenschaftlichen Studie ist es dummerweise in wesentlichen Punkten so weit bestätigt worden, wie es überhaupt denkbar war:

  • Placebo-ähnliche Chargen sind ebenso wissenschaftlich belegt wie unglaublich schädliche (mit bis zu 1 NW-Meldung pro 6 Impfungen, darunter Todesfälle!)
  • es ist nachgewiesen, dass es sich bei den Meldungen überwiegend um echte Impfnebenwirkungen, nicht um zufällig nach der Impfung auftretende und unabhängige Gesundheitsprobleme handelte

Ich freue mich persönlich besonders über diesen Satz vom November 2022:
Es geht in schwieriger Zeit für jede einzelne Person nur um die Frage, ob es eine gute Idee ist, sich (ein weiteres Mal) gegen Corona impfen zu lassen. Es geht nicht um die Frage, ob alle Geimpften sterben werden. Für beides gibt es nach fast 2 Jahren Impfkampagne wenig Evidenz

Nachtrag 3.7.2023
Jeder Geimpfte kann versuchen, seine eigene Charge hier zu finden: https://www.howbadismybatch.com/ und dann erfahren, wie viele Nebenwirkungen dazu gemeldet wurden.
Es scheint so zu sein, dass ausgerechnet die harmlosen, Placebo-ähnlichen Chargen NICHT vom Paul-Ehrlich-Institut geprüft wurden:

Das wurde bereits im Video diskutiert, aber in diesem Artikel nochmals besonders betont.

Nachtrag 27.7.2023
Dr. John Campbell diskutiert diese Studie:

Das Paper sei „viral“ gegangen, z.B. auf mein Blog

Und hier sein Interview mit einer der Autorinnen dieser Studie:

Klimawissen mit Prof. Ganteför

Prof. Gerd Ganteför hat in seiner Vorlesungsreihe zum Klimawandel einige interessante Vorträge versammelt, die sich ernsthaft am Thema Klima Interessierte mal anschauen sollten

Eigentlich muss ich dankbar sein für die Wühlaktivitäten grüner Aktivisten im Wikipedia-Eintrag von Prof. Gerd Ganteför.
Denn so bin ich dazu gekommen, mir seine Vorlesungsserie mal etwas gründlicher anzuschauen. Ich hatte einen Vortrag schon vorher mit großem Interesse gesehen, aber es gibt sehr viele und die Qualität ist meist ziemlich gut.
Einige fundamentale Vorlesungen sollte man kennen, wenn man mehr wissen will als der durchschnittliche Klima-Nachplapperer:

Planetenbewegung und Milankovic-Zyklen

Der Titel ist eine Provokation: „Die nächste Eiszeit kommt bestimmt„.
In diesem Vortrag erklärt Ganteför die astronomischen Ursachen der Eiszeiten und die Temperaturgeschichte der letzten Hunderttausende von Jahren: sehr empfehlenswert!

Merke:

  • Eem-Warmzeit (Zwischeneiszeit) vor 120.000 Jahren war einige Grad wärmer als heute (Flusspferde in der Themse), Meeresspiegel war einige Meter höher
  • Die aktuelle Zwischeneiszeit des Holozän war auf dem Optimum vor 8000 Jahren wärmer als heute, aber weniger warm als Eem
  • Diese beiden warmen Zeiten und die dazwischenliegende Eiszeit sind nur die letzten einer langen Reihe und von dem serbischen Mathematiker Milankovic seit ca. 100 Jahren erklärt durch:
    – ungleiche Landmassenverteilung auf Nord- und Südhalbkugel
    – variable Exzentrizität der Erdumlaufbahn um die Sonne: Umlaufbahn ist kein exakter Kreis, sondern eine Ellipse mit kleiner, variabler Abweichung vom Kreis, verursacht vor allem durch die Anziehungskräfte der direkten Nachbarplaneten Venus und Mars
    – Präzessionsbewegung der Erdrotationsachse um ihren Mittelwert von ~23°
  • In den warmen Zeiten ist die Temperatur an der Erdoberfläche recht stabil, in den Eiszeiten gibt es große Temperatursprünge
  • Wir befinden uns am Ende der wärmeren Holozän-Zwischeneiszeit und würden eigentlich in die nächste Eiszeit laufen
  • Besonders gut arbeitet er heraus, dass das CO2 in der Vergangenheit die großen Temperaturänderungen nicht verursacht hat, sondern ihnen gefolgt ist. (vgl. hier). Hier zeigt er auch ziemlich deutlich, dass Al Gore in seinem Film „An inconvenient truth“ diesen Zusammenhang falsch / verdreht dargestellt hat.
  • Und dieser astronomisch zu erwartenden Abkühlung überlagert sich nun (angeblich) eine durch CO2 verursachte neue Erwärmung.

Das Holozän

Klimaoptimum der letzten 10000 Jahre: Grüne Sahara und Weinberge in England.
Das war die Phase der Klimageschichte, in der sich das menschliche Leben stürmisch entwickelt hat:

Nach vielen Ausführungen über warme Phasen in den letzten 10000 Jahren (die für den Menschen sehr günstig waren) und die kleine Eiszeit, aus der es viele Zeugnisse einer starken Abkühlung gab, geht er am Schluss auf eine letzte „Überarbeitung“ der Klimadaten durch die zeitgenössische Klimaforschung ein.

Über die dort abgeleitete sehr glatte Temperaturentwicklung bis ins 20. Jahrhundert („Hockey-Stick“) zeigt er sich angesichts der zuvor gezeigten Fakten sehr überrascht und lässt Zweifel durchblicken.
Zu diesem Widerspruch hatte er schon einmal ein separates Video gemacht:

Er wundert sich darüber, dass die großen Klimaschwankungen der letzten 2000 Jahre aus den Lehrbüchern durch „neuere Forschungen“ plötzlich überholt sein sollen, vor allem die Kälte der Kleinen Eiszeit, die ja auch in Texten und Bildern gut überliefert ist.
Da ist er sehr nahe dran an einer erheblich beunruhigenderen Erklärung.

Sonnenaktivität und -flecken

Neben den Schwankungen der astronomischen Parameter der Erdbewegungen gibt es auch Schwankungen der Sonnenaktivität (Kernfusion+Abstrahlung) selbst, die durch Sonnenflecken beschrieben werden:

Klimakatastrophe in Oklahoma

Ein interessantes Beispiel für eine Klimakatastrophe mit menschlichem Beitrag:

Die außergewöhnliche Dürre der 1930er Jahre in Oklahoma ist vorbei. Es gibt wieder Grün dort und die lokale Landwirtschaft hat dazugelernt. Dürren sind nichts komplett Neues, und es wird auch nicht alles immer nur schlimmer.

Fazit

Ganteförs Reihe enthält eine Menge lehrreicher Vorlesungen. Mit 70000 Abonnenten, die sich für mehr als Schlagworte, Weltuntergangsgesänge und alternativlose Lösungen interessieren, hat er eine erhebliche Reichweite. Ganteför zitierte in älteren Vorträgen gerne Wikipedia. Nach seinen Erfahrungen in den letzten Wochen mit der diffamierenden Darstellung seiner eigenen Person dort hat der Wissenschaftler, der sich ernsthaft um unaufgeregte Wissensvermittlung bemüht, wohl ganz neue, unangenehme Erfahrungen gemacht.

Nachtrag 14.7.2023
Die bekannten astronomischen Anteile an der Klimaentwicklung sind auf dieser Seite des geophysikalischen Dienstes (jetzt GeoSphere) in Österreich knapp und gut erläutert und zusammengestellt.

Grüne Wühlarbeit

Prof. Gerd Ganteför wird von Wikipedia fälschlich als Klimaleugner diffamiert. Zwei anonyme (aber enttarnte) Mitglieder der Grünen bearbeiten federführend zahllose Wikipedia-Einträge zum Thema Klimawandel und steuern so geheimdienstlich wirksam die Klimadebatte. Ein dritter ist noch nicht enttarnt.

Markus Fiedler und Dirk Pohlmann haben sich mal wieder mit der Wikipedia beschäftigt, genauer: mit der Frage, wer denn eigentlich den Wikipedia-Eintrag des Physik-Professors Gerd Ganteför so gestaltet hat, wie ihn Prof. Quaschning zitieren konnte, um Ganteför in ein schlechtes Licht zu rücken. Methodisch und im Ergebnis sehr spannend:

M. Fiedler zeigt, wer den Wikipedia-Eintrag von Gerd Ganteför fast alleine manipuliert

Das Ergebnis sieht so aus: Der grüne Kreisrat Andreas Lieb aus Großostheim im Landkreis Aschaffenburg und der grüne Gemeinderat und 2. Bürgermeister Ulrich Leiner aus Haar bei München haben die Passagen in Ganteförs Lebenslauf hineingeschrieben , die Prof. Quaschning am 21.4.2023 verwenden konnte, um Ganteför als Exxon-inspirierten Klimaleugner hinzustellen.

Dabei sind sowohl die Postdoc-Tätigkeit (für ein Jahr und vor 32 Jahren!) als auch das (Falsch-)Zitat („Weltenretter-Hysterie jedenfalls bringt niemanden ernsthaft weiter“: nicht auf konkrete Personen bezogen!) nicht Teil einer wissenschaftlichen, sondern einer politisch-moralischen Debatte.

Mehr von Ganteförs Argumenten

Nach aktuellem Wikipedia-Eintrag (Stand 18.6.2023) leugnet Ganteför nicht den menschengemachten Klimawandel, hält ihn aber nicht für einen Weltuntergang:

Er leugnet ihn also nicht, sondern „verharmlost“ ihn nur.
Und vor allem zweifelt er massiv an der Lösbarkeit durch Erneuerbare Energien.
Nicht nur in seinem von Quaschning kritisierten Beitrag zum Windenergie-Potenzial:

Ganteför hält die Ausbaupläne Wind für überzogen gemessen am vorhandenen Potenzial

In einem anderen Video macht er auch auf den enormen Rohstoffbedarf für die Dekarbonisierung aufmerksam:

Wenn auch nur die Hälfte von dem stimmt, was er hier angibt (seine Quellen sind vielfältig und seriös), dann kündigt das ein Desaster für die sog. Energiewende an.
Und der riesige Rohstoffbedarf ist plausibel, wenn man sich nur den enormen Beton- und Stahlbedarf für eine einzige Windkraftanlage anschaut:

Die Änderungsgeschichte in Wikipedia geht weiter

Zeitablauf:

03.03.2023Ganteför veröffentlicht sein Video Ist Wind eine unerschöpfliche Energiequelle?
14.04.2023 Letzter Stand von Ganteförs Wikipedia-Eintrag vor Quaschnings Antwort enthält noch ‚Weltenretter-Hysterie‘
21.04.2023Quaschning zitiert im Video gegen Ganteförs Thesen diese Stelle
21.04.2023Ganteförs Eintrag wird von Wikipedia-Sichter ‚bigbossfarin‚ stark umgestaltet mit neuem großem Abschnitt „Haltung zum Klimawandel“, ausdrücklich inspiriert durch Quaschnings Video. Ganteför wird umfassender als Klimaleugner dargestellt, aber die Weltenretter-Hysterie fliegt raus.
22.4.2023‚bigbossfarin‘ fügt ein, dass Ganteför seit einem Jahr emeritiert (im Ruhestand) ist.
23.04.2023 Ganteför veröffentlicht seine Antwort „Bin ich ein Klimaskeptiker?“
23.04.2023Ein Edit-War auf Ganteförs Wikipedia-Eintrag bricht aus: >80 Änderungen bis heute 18.6.2023, davon 13 wieder durch ‚bigbossfarin‘, der vor allem verhindert, dass seine eigenen grundlegenden Änderungen rückgängig gemacht werden
05.06.2023Fiedler & Pohlmann veröffentlichen ihr Wikihausen-Video

Wer ist der Dritte im Bunde: ‚bigbossfarin‘?

‚bigbossfarin‘ kommentiert zu seinem Kampf um die eigenen Änderungen, unterstützt u.a. von ’nillurcheier‘, also Ulrich Leiner aus Haar, am 25.04.2023:
Weltuntergang irreführend, das sieht auch sonst keiner und ‚ähnlich wie bei früheren Klimaveränderungen‘ klingt beschwichtigend und undetailliert
Er besteht also auf einer möglichst negativen Beschreibung von Ganteför als Klimaleugner: keine Beschwichtigung bitte, Ganteför ist und bleibt böse.

Da stellt sich die Frage: Wer ist ‚bigbossfarin‘?
Sein Benutzerprofil gibt Antworten in der Rubrik ‚Haltung‘:


Unterstützung erneuerbarer Energien ist 2x genannt, Kernkraft ist ‚bäh‘. Er hat kein Auto und ist Vegetarier. Er hält außerdem „Die Ärzte“ für die beste Band der Welt, kommt aus Stuttgart und will auch noch ein ‚Big Boss‘ sein.
Er ist also mit großer Wahrscheinlichkeit ein Anhänger der Grünen, der 3. Grüne, der dafür sorgt, dass der Wikipedia-Eintrag des ‚Klimaleugners‘ und Physik-Professors Ganteför nicht zu sachlich wird. Und als fleißiger Sichter hat er am 21. Mai auch drei Änderungen am Wikipedia-Eintrag von Bündnis90/Die Grünen überprüfen dürfen: Da wird schon nichts Negatives reinkommen.

Mehr Klimaleugner als Gerd Ganteför

Ich bin früher auch sehr viel und gerne Eisenbahn gefahren und hatte kein Auto, war bis 2011 gegenüber der Kernenergie zu kritisch eingestellt, aber seit dieser ersten Recherche bezweifle ich den CO2-gemachten Klimawandel und den Sinn der Energiewende sehr viel grundsätzlicher als Gerd Ganteför.

Ich halte die in den Medien ankommende Klimaforschung für schlechte Wissenschaft, vielleicht sogar für eine Pseudowissenschaft, die mit massiver Unterstützung durch Medien sogar Temperaturmessungen bearbeitet oder wegdiskutiert, wenn sie das übertriebene Bild einer katastrophalen und ungebremsten Erwärmung nicht bestätigen. Insbesondere beobachte ich die Medien seit Jahren sehr genau, wenn sie Kälte leugnen oder verschweigen, weil sie dem CO2-Narrativ widerspricht.

Ich bin also für Grüne ein viel schlechterer Mensch als Gerd Ganteför und seit 2022 als CO2-Leugner vom Bayerischen Rundfunk offiziell anerkannt:


Der Tweet war von mir:

Die im Ausgangstweet beschworenen 45°C sind natürlich damals nicht eingetreten: inzwischen alltägliche Panikmache.
Ich führe deshalb mein Argument gegen die CO2-gemachte Klimaerwärmung nochmals aus:

Nachttemperaturen meist klar unter 20°C reichen im Juli nicht für eine echte Hitzewelle in unseren Breiten, auch wenn diese in Medien beschworen wird, und 10°C sind sogar für die Jahreszeit zu kalt. Fragen Sie Ihre Gurken! Die sind weder voreingenommen, noch bestechlich, nur egoistisch:

Die Gurken haben 2022 keine Erwärmung festgestellt gemessen an ihren gewohnten Ansprüchen. Und die sind schon lange bei uns im Garten heimisch.
Und es ist tatsächlich ein physikalisches Argument, dass mehr CO2 die Abstrahlung von der Erde mindern sollte laut CO2-Theorie. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall.

Beobachten Sie selbst und achten sie im Sommer auf die Nachttemperaturen!

Es gibt eine physikalisch viel einfachere Erklärung für heiße Tage mit kalten Nächten als CO2: Wolkenlosigkeit / klarer Himmel

Und die ist sogar einfach messbar, z.B durch die jährliche Anzahl von Sonnenstunden:

Man erkennt sehr schön das Hoch in den letzten 20 Jahren und auch das tief in den kalten 1970er Jahren. Nun ist es aber so, dass die Klimamodelle der Klimaforschung ausgerechnet die Wolkenbedeckung nur sehr schlecht modellieren können:
„Physikalisch modellieren lassen sich Wolken wegen des groben Modellrasters nicht, im Klima spielen sie jedoch eine wichtige Rolle. ‚Wolken beeinflussen den Strahlungstransfer, also wie viel Sonnenlicht reflektiert wird und wie viel die Atmosphäre passiert‘, sagt der Max-Planck-Forscher Giorgetta. So wird jedem Gitterpunkt zu jedem Simulationszeitpunkt ein Bewölkungsgrad zugewiesen, der als Parameter in den Gleichungen auftaucht. Ein Rechentrick, ohne den Klimamodelle kaum funktionieren würden – und den einzelne Forscher deshalb auch kritisieren.“

Nebenbei sei bemerkt, dass der SPIEGEL vor 14 Jahren noch kritischer (ich sage: sachlicher) über die CO2-Forschung berichtet hat als heute.

Und es gibt auch Artikel, ausgerechnet beim BR, auf der Basis von wiss. Veröffentlichungen, die einen Zusammenhang sehen zwischen sauberer Luft und milderen Wintern:

Saubere Luft bedeutet im Winter weniger Nebel und mehr klaren Himmel.
Von einem Sender, dessen ‚Faktenchecker‘ sich ständig auf „die Wissenschaft“ und einen angeblichen 90%-Konsens berufen, ohne diesen im Detail argumentativ nutzen zu können, noch nicht einmal die Veröffentlichungen des eigenen Senders, sollte man sich nicht beeindrucken lassen.
Faktenchecker können überhaupt sehr dummes Zeug schreiben. Manchmal scheitert es schon an den Englisch-Kenntnissen solcher Faktenficker, am Textverständnis, bevor Wissenschaft überhaupt beginnen kann also.

Nachtrag 19.6.2023
Aus heutiger Sicht hat der Deutschlandfunk 2015 einen Artikel über Ganteför kurios und treffend betitelt:

Und der Inhalt hat es auch in sich:
Zum Beispiel künstlich mehr Wolken zu erzeugen. Also wir brauchen nur ein Prozent mehr Wolken. Dann würden wir die von Menschen gemachte Klimaerwärmung durch die Rückstrahlung durch die weißen Wolken, also die Sonnenstrahlung wird reflektiert, kompensieren…
Ich bin ein Querdenker! Und da solle es noch viel mehr geben. Und die sollten auch viel mehr Gehör finden. Denn das ist Demokratie. Wenn alle dasselbe denken, dann stimmt etwas nicht“

OK, an einem der wichtigsten Parameter ist er dran. Aber die technische Lösung ist fast 1:1 eine von Bill Gates. Niemand würde damit heute noch Querdenker genannt werden (wollen). So drastisch haben sich die Gemüter verändert.

Nachtrag 20.6.2023
Noch ein hochinteressantes Video von Gerd Ganteför:
„Die nächste Eiszeit kommt bestimmt“

Die Milankovic-Zyklen, die die Eiszeiten und Zwischeneiszeiten verursachen, sind sehr gut erläutert. Ebenso die Ergebnisse der Eisbohrkernmessungen, die eben beweisen, dass die CO2-Konzentration früheren Erwärmungen immer um 500-1000 Jahre nachgelaufen ist, keineswegs ihre Ursache war. Die Ursache war die Erwärmung durch mehr Sonneneinstrahlung auf die Landmassen auf der Nordhalbkugel nach Milankovic.
Ganteför bewegt sich sehr vorsichtig zwischen dem, was er sicher verstanden hat und weiß, und dem, was nicht ganz so klar ist und vielleicht andere nur vermuten oder befürchten. Und mit 70000 Abonennten auf seinem Youtube-Kanal hat er eine ganz schön große Reichweite mit doch recht komplexen Vorträgen. Und er hält recht deutlich Abstand zum apokalyptischen Sendungsbewusstsein der Klima-Politiker. Er ist damit eine Loose Canon, eine Risiko, für die politische Klimawissenschaft.

Lehrbeispiel Erding

Berichterstattung überregionaler Medien über einen Protest wie in Erding gegen das Heizungsgesetz sollte immer mit O-Tönen abgeglichen werden. Medien zeigen ihren Lesern oft nur einen engen Ausschnitt des Ereignisses, und überregionale Medien stellen sich schützend vor Interessen, die in diesem Fall von den Grünen vertreten werden.

O-Töne und -Bilder

Rede des Bäckermeisters Jarno Hutterer aus Cham in der Oberpfalz:

Bäckermeister Jarno Hutterer aus Cham

Rede von Kaminkehrermeister (und CSU-Landtagsabgeordnetem) Hans Ritt:

Ritt von der CSU wurde (im Gegensatz zu MP Söder) nicht ein Mal ausgepfiffen: zuhören!

Rede des Vorsitzenden des bayerischen Waldbesitzerverbands Josef Ziegler:

Josef Ziegler zeigt die Widersprüche in der Überregulierung von Holz als Brennstoff auf

Die Waldbauern verteidigen ihre legitimen Interessen an der Weiternutzung ihres Besitzes. Ich unterstütze viele Punkte in Zieglers Rede. In meinem persönlichen Energiekonzept spielt der Holzofen (auf dem Land) eine wichtige Rolle als Ergänzung elektrischer Wärmepumpen. Die Überregulierung in deutschen Detail-Vorschriften behindert leider diese technisch und wirtschaftlich sinnvolle Kombination. Demnächst mehr dazu.

Rede des Vorsitzenden der Freien Wähler und bayr. Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger:

Rede des CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Söder:

Das war offensichtlich ein unerwartet schwieriger Beginn für und eine sehr ungeschickte Reaktion von Markus Söder. Es bleibt sein Geheimnis, wo er unter den 13000 Menschen auf dem Platz die vielen AfD-Anhänger gesehen haben will. Die Rede von Hans Ritt (s.o.) und anderen haben dieselben Zuhörer sehr freundlich aufgenommen.
Nachdem er die Zuhörer zunächst fast pauschal als AfD gegen sich positioniert hatte, hatte er danach große Mühe, (mit durchaus validen Punkten) nochmals zum Publikum durchzudringen und wieder ein wenig Zustimmung zu erarbeiten, die den Vorrednern mit teilweise gleichen Inhalten noch leicht zugeflogen war.

Rede des bayerischen FDP-Vorsitzenden Martin Hagen:

Hagen, der einen ähnlich unfreundlichen Start hat wie Söder, lässt sich nicht so aus dem Konzept bringen und widmet sich ganz sachlich dem Heizungsgesetz und streut (viele korrekte) Informationen.
Offensichtlich hatte er seinen Empfang und seine Möglichkeiten realistisch eingeschätzt. Hagen wird oft unterschätzt und leidet im Wahlkampf unter dem Gegenwind aus Berlin, zieht sich hier aber besser aus der Affäre, indem er sich mit einem Vorschlag an Söder wendet:
Wir bremsen Robert Habeck in Berlin und Sie Ursula von der Leyen in Brüssel
Damit hat er den Finger aus einer schwierigen Position tief in die Wunde von Söders und Merzens Union gesteckt.

Medienecho

Die Medien konzentrierten sich stark auf die Reden von Söder und Aiwanger, u.a. auch dieser Bericht der Münchner tz, der die Reden und die Resonanz ziemlich korrekt, wenn auch knapp wiedergibt:

Hitzige Demo gegen Heizungsgesetz in Erding: Aiwanger bejubelt, Söder ausgebuht

Die Münchner Abendzeitung stellt zusätzlich die Rolle von Monika Gruber besonders (übertrieben?) heraus:

Kritik an den Grünen sorgt selbst bei Söder für Beifall
Gegen Ende seiner Rede schafft Söder es dann doch noch, seine Position mitzuteilen
Insgesamt versucht die Abendzeitung, den schweren Stand von Markus Söder in einem milderen Licht zu zeigen als die tz.

Die Süddeutsche Zeitung stellt die Probleme Söders in ihrem Bericht stärker in den Vordergrund als die beiden lokalen Boulevard-Blätter:

Alle anderen oben gezeigten und von der AZ einzeln erwähnten Redner werden in dem Bericht gar nicht erwähnt.
Dafür sammelt die SZ in einem anderen Artikel kritische CSU-Stimmen zur Rede von Hubert Aiwanger, wenig bekannte aus allen Ecken Bayerns. Das offensichtliche Ziel der SZ scheint es zu sein, Söder maximal unter Druck zu setzen und die CSU zur Distanzierung von scharfer Kritik an grüner Politik zu zwingen.
Diese Linie wird auch überwiegend von überregionalen Blättern transportiert, z.B. der FAZ.
Grundsätzlich konträre Interpretationen dazu finden sich in Medien wie dem Cicero, die allgemein oppositioneller auftreten als die großen Medienhäuser.

Fazit

Grüne Politik ist in Deutschland nur schwer im Grundsatz angreifbar, egal, wie groß der Unmut in der Bevölkerung dagegen tatsächlich ist. Dann ist das eben Populismus.
Die Veranstaltung in Erding zeigt, dass das wichtigste Werkzeug dafür immer die Abgrenzungspflicht von jeder Kritik ist, die auch von der AfD geäußert wird oder geäußert werden könnte:
Morgen wird der Gauland sagen, wir sollen in Lederhose aufs Oktoberfest gehen, dann dürfen wir nimmer in Lederhose aufs Oktoberfest gehen. Wir räumen hier der AfD viel zu viel Macht ein und geben denen die Deutungshoheit über gewisse Sätze„.
Tatsächlich hat natürlich nicht die AfD die Deutungshoheit, sondern diejenigen, denen es gelingt, politische Positionen passend zu framen. Und das sind nun einmal Medien.
Auf diesem Weg soll praktisch die ganze Gesellschaft, Wähler von SPD, FDP, Union und FDP dazu genötigt werden, die Positionen von ~15% Grünwählern zu teilen oder doch mindestens als etwas grundsätzlich Gutgemeintes zu schonen.
Auf diese Weise werden grüne Positionen geschickt zu einem Goldstandard gemacht, den „anständige“ Menschen in ganz Deutschland niemals hart kritisieren und politisch wirksam bekämpfen dürfen.
Monika Gruber und Markus Söder kommen diesem Standpunkt schon freiwillig entgegen, indem sie die Bedeutung des Klimaschutzes betonen, den sie auf keinen Fall in Frage stellen wollen. Es dürfe nur um den besten Weg zu einem unantastbaren Ziel gestritten werden. Die Möglichkeit, dass es sich beim vorwiegend menschengemachten Klimawandel um ein pseudowissenschaftliches Angst-Narrativ handeln könnte, ist grundsätzlich tabu.
Als Parallele hat der Bäckermeister Jarno Hutterer in seiner Rede auch Corona genannt, wo Experten mit anderen Meinungen früh aus dem Diskurs ausgeschlossen worden seien. Er sei ja auch geimpft. Heute wisse man aber, dass diese Experten in vielem nicht so falsch lagen. Für seine Bäckerei und andere Betriebe kommt die Verbreitung dieser Einsicht über den geringen gesundheitlichen Nutzen der Maßnahmen aber zu spät. Und die Gefahr ist sehr real, dass es bei den bereits jetzt erkennbaren Problemen der aktuellen Energiepolitik am Ende nicht besser sein wird, sondern schlimmer.

Nachtrag 13.6.2023
Vor der Landtagswahl in Bayern 2018 war Robert Habeck übrigens der Meinung, dass es keine Demokratie in Bayern gebe und diese nur durch die Wahl der Grünen wiederhergestellt werden kann:

Hier der Tweet im Webarchive. 3 Monate später hat Habeck dann sein Twitter-Profil aufgegeben.
Der Vergleich mit der Empörung über Aiwangers Aussage von Erding über das „Zurückholen der Demokratie“ illustriert sehr schön die doppelten Standards, die Altmedien an Politikeraussagen anlegen.

Kommentar und Analyse zum Umgang der Grünen mit Kritik an ihrem Heizungsgesetz und ihrer Politik allgemein:

Nachtrag 14.6.2023
Spannender, überraschender Kommentar im BR:

Ich halte es für eine Fehlberatung an Söder, einen Wahlkampf primär gegen die Freien Wähler zu führen.
Besser wäre es, den missratenen Auftritt in Erding souverän abzubuchen und die aktuellen 50%+x für die Koalition ruhig in die Scheune zu fahren.
Außer vielleicht noch die SPD kann er am Ende der CSU-Basis keinen anderen Koalitionspartner zumuten als Aiwanger. Warum sich vorher in einen Wahlkampf ziehen lassen, der viel Porzellan zerschlägt. Natürlich wird er sich abgrenzen (müssen), aber ein Wahlkampf gegen die FW würde zuallererst der CSU schaden.

Größer als Graichen

Es gibt viele Wechselwirkungen zwischen der Klimawendepolitik und dem Immobilienmarkt.
Die Aktivitäten des „gemeinnützigen“ Rechercheteams von Correctiv liefern wertvolle Puzzlesteine

Staatssekretär Graichen musste gehen, in den Urlaub, wegen gewohnheitsmäßigem Nepotismus (zu Deutsch: Vetterleswirtschaft) wie Reuters ganz trocken feststellt. Habeck ist angeschlagen, denn es ist auch seine Niederlage. Das fordert derbe Scherze heraus, ist aber nur ein Detail in einem viel größeren Plot.

Die erfolgreiche und berechtigte Kampagne gegen Drehtürenwirtschaft und Spezl-Förderung zwischen dem Wirtschaftsministerium und diversen Klima-NGOs ist zu einem guten Teil das Verdienst einer langfristigen Recherche von TichysEinblick und seinem Autor Marco Gallina. In der Liste seiner Einblick-Artikel ist einiges drin, was sich zu lesen lohnt. Es geht ja weiter.

Das größere Bild

Nach einem vorbereitenden Artikel im April finde ich, dass vor allem dieser neuere das größere Bild zeichnet, das wichtiger ist als Graichen und Habeck:

Einleitung in einen interessanten Hintergrund der Klimapolitik: Immobilien

Zitat:
„Diese Fonds konzentrieren sich auf die Vergabe von Ersthypotheken und erstrangig besicherten Krediten auf hochwertige Vermögenswerte an erstklassigen Standorten mit einem Schwerpunkt auf Großstädten in Nordamerika und Europa.“ Dass das Heizungsgesetz von Habeck, das von seinem Einflüsterer Graichen aus der Agora stammt, die wiederum von der ECF, und die wiederum von der CIFF finanziert wird, durchaus ganz andere Gründe haben könnte als bloßes klimapolitisches Engagement, gehört zumindest hinterfragt – vorsichtig ausgedrückt.

Die im Artikel auch erwähnte Rede der AfD-Abgeordneten Beatrix von Storch führt diesen Zusammenhang zwischen der Energiepolitik und Immobiliengeschäften ebenfalls aus:

Beatrix von Storch im Bundestag

Zitat:

„Christopher Hohn verdient 2 Millionen – am Tag…Für die Klima-Agenda gibt er sein Geld aus, aber richtig spannend ist die Frage: Womit verdient er sein Geld?…Da, wo seine Klima-Agenda besonders hohl dreht, da verdient der Finanzier der Klima-Agenda mit Hypotheken und Immobilien sein Geld

Die Idee ist klar:

  • Die Habeck’sche, Graichen’sche Agora-„Wärmewende“ zwingt die Immobilienbesitzer in Deutschland zu großen, schnellen Investitionen
  • Wer das Geld nicht flüssig hat, muss es sich über Hypotheken besorgen und seine Immobilie beleihen
  • Wer nicht kreditwürdig oder -willig ist, muss seine Immobilien verkaufen
  • Beide Male kommen Hedgefonds wie der von Hohn ins Geschäft
  • Und das ganz funktioniert eben nur deshalb so sicher, weil die Politik über CO2-Preise und Vorschriften den nötigen Druck macht.

Immobilienmarkt transparent machen

Vor 3 Jahren hatte mich ein Freund darauf aufmerksam gemacht, dass der Bayerische Rundfunk eine merkwürdige Umfrage unter Mietern in den 3 Bayerischen Großstädten durchführte:

Die Frage lag auf der Hand:

Das Ziel ist angeblich auch hier wieder das Gemeinwohl, aber die Finanzierung von Correctiv, des Partners des Bayerischen Rundfunks, durch Finanzkonzerne ist schon lange bekannt: Quelle, Quelle, Quelle.

Der Bayerische Rundfunk verwies auf seine FAQ. Dort steht:
„BR und Correctiv möchten gemeinsam mit den Bürger*innen in Augsburg, München und Würzburg für mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt sorgen…
 Die Verantwortung für den sorgfältigen Umgang mit den Informationen im Rahmen der Recherchen liegt bei uns. Nur ein kleines Team von ausgewählten Datenjournalisten des Bayerischen Rundfunks und von Correctiv hat darauf Zugriff. Die Daten bilden für uns die Grundlage für weitere Recherchen. Namen oder Adressen werden wir nur veröffentlichen, wenn die Recherchen ergeben, dass ein berechtigtes, öffentliches Interesse vorliegt“

In der Veröffentlichung zu den Ergebnissen wurden natürlich keine Details zu individuellen Verträgen bekanntgemacht. Niemand kann aber garantieren, dass Beteiligte solche Informationen nicht an Dritte weitergegeben haben, zum Beispiel an Geldgeber und ihr Netzwerk.
Es ist nämlich naheliegend, dass ein Hedgefonds, der helfen will, den deutschen Immobilienmarkt in eine Klemme zu bringen, um ihn dann selbst gewinnbringend abzugrasen, frühzeitig Informationen über die Eigentümer sammeln will, mit denen er es dabei zu tun bekommt.
Transparenz auf dem Wohnungsmarkt“ (Bayerischer Rundfunk) ist nämlich für den normalen Zeitungsleser und Mieter uninteressanter als für diejenigen, die noch vor 2 Jahrzehnten von Sozialdemokraten als ‚Heuschrecken‘ bezeichnet wurden:
„Immer wieder geht es bei den Recherchen auch darum, die tatsächlichen Eigentümer hinter Zweckfirmen für eine Immobilie zu recherchieren“
Passt doch prima!

Schlussfolgerungen

Die Spenden von Milliardären in die Aktivitäten der Klima-NGOs sind eine sehr langfristige Investition. Eine Zielrichtung u.a. auf den Immobilienmarkt ist recht plausibel. Damit diese erfolgreich sein kann, braucht es zwei Dinge: beste Informationen und politische Unterstützung.
Nach dem, was dazu öffentlich bekannt ist, hatte sich eine ‚journalistische‘ GmbH wie Correctiv in den letzten Jahren sehr gute Voraussetzungen erarbeitet, um die Informationsgewinnung erstklassig unterstützen zu können.

Aber auch für die politische Unterstützung ist Correctiv hervorragend aufgestellt:
Einerseits hat Correctiv Material veröffentlicht und wahrscheinlich noch viel mehr gesammelt zur Verwicklung von Spitzenpolitikern in die Cum-Ex-Affäre. Besonders Olaf Scholz hat die regen gemeinnützigen Aktivitäten von Correctiv intensiv kennengelernt.
Andererseits hat das Rechercheteam von Correctiv in kleineren Angelegenheiten auch gezeigt, dass es sich schützend vor den Bundeskanzler stellen kann, wenn es will.

Die Macht eines solchen Rechercheteams würde auch für einen kleinen Geheimdienst reichen. Fragen Sie den Geschäftsführer!

Nachtrag 10.8.2023
In Frankreich wird die Vermietung energetisch nicht sanierter Wohnungen verboten und damit die doppelte Krise am Immobilienmarkt (Wertverfall + Mietsteigerung) aktiv verstärkt.