Dada, Dussel: die Wissenschaft™️

Sensation: die Wissenschaft™️, die nie hinterfragt werden darf, ist persönlich bei Plasbergs ‚Hart aber Fair‘ aufgetreten. Sie heißt Anke Richter-Scheer und ist keine einfache Hausärztin.
Und wie schon länger zu vermuten, leidet diese Wissenschaft™️ an ziemlich schlichten, aber hartnäckigen Logik-Problemen. Wer es noch nicht gesehen hat, kann es sich hier ansehen und hören:

Hausärztin Anke Richter-Scheer plappert über die Wirksamkeit der Impfung

Sogar die Bild-Zeitung hat den ersten Lapsus sofort verstanden und verbreitet:

Die Logik, in der diese Schlussfolgerung Sinn macht, müsste erst noch erfunden werden.
Und der Gastgeber erkennt das ja und interveniert ganz sanft mit den Worten:
„Ich kann es Ihnen nicht ersparen. Jetzt sehe ich den einen oder anderen vor dem Fernseher sitzen, der sagt ‚Siehste, zwei Mal geimpft und gestorben. Was soll denn der ganze Scheiß!'“

Und Recht hat er, sowohl der vor dem Fernseher als auch Plasberg. Die Reaktion ist vernünftig, und die Frage muss gestellt werden.
Aber Frau Dr. Richter-Scheer tut im Grunde etwas Ungeheuerliches und geht auf die allzu berechtigte Frage gar nicht ein:
Ja, umso wichtiger ist es ja, dass wir uns alle impfen lassen, boostern lassen, und da geben Sie mir gleich das Wort in die Hand: die 4. Impfung“
Diese Wissenschaft™️ ist grotesk unsinnig: man darf ihr auf keinen Fall folgen.
Und als wäre das nicht schon Unsinn genug, legt sie gleich nochmals nach:
„Ich habe gerade ein anderes Beispiel erzählt, Altenheim, habe ich höchstpersönlich im September geboostert. Da ist jetzt eine Station zur Hälfte Corona-positiv“
Das ist so abgrundtief unsinnig, weil die einzig sinnvolle Schlussfolgerung ist, dass die Impfung wohl nicht so toll wirkt, dass man sie mit Wissen um die unerwünschten Nebenwirkungen unbedingt haben muss.

Keine Wissenschaft nirgends

Niemand in der Runde ist entsetzt über den Unfug. Niemand interveniert nochmals ernsthaft. Auch Plasberg macht sich das nicht wirklich zu eigen, sondern lässt den Unsinn einfach durchlaufen wie einen Glaubenskult, bei dem es auf die Details der Argumentation nicht wirklich ankommt. Es war ja nicht seine Frage, sondern nur die eines Fernsehzuschauers. Sarkastisch könnte man sie eine ‚populistische‘ Frage nennen.

Aber schon Plasbergs einmaliges Nachhaken hat ein Presseorgan, das das Corona-Narrativ stützt, gar nicht erfreut:

‚Unsensibel‘ war es also von Plasberg, eine naheliegende Frage zu stellen, weil die Frau doch vom Tod ihres Kollegen noch betroffen war:
Betroffenheit geht hier vor jeder Wissenschaft.

Rückblende

Anke Richter-Scheer ist schon im April 2021 bei ‚Hart aber Fair‘ als ‚Impfärztin‘ und Leiterin des Impfzentrums aufgetreten:

‚Lichtblick impfen‘ war im April die einhellige Erwartung der Runde

Der Immunologe Carsten Watzl formulierte am Ende dieser Runde:
Der Impfstoff, der jetzt da ist, wirkt auch gegen die Mutanten…
Wir werden erst im Herbst die meisten Leute mit einer Impfung geschützt haben und dann ist der große Test, dass im Herbst keine 4. Welle auf uns zurollt

Plasberg: „Was Sie ausschließen?“

Carsten Watzl: „Was ich sehr positiv bin, und ich bin Optimist. Das werden wir durch die Impfungen verhindern können

Nüchtern betrachtet ist dieser Test nicht bestanden worden. Keiner in der Runde hat eine skeptische Position vertreten. Alle gemeinsam haben einen falschen Optimismus verbreitet. Warum führen solche Fehlschläge nicht zu einem Übderdenken der eigenen Positionen, wie es wissenschaftlich notwendig wäre?
Es gibt genug Wissenschaftler, die die gesamte Corona-Strategie inklusive des Impfens für verfehlt halten und die durch solche Entwicklungen nur bestätigt wurden. Jüngstes Beispiel ist der Tel Aviver Mikrobiologe Ehud Qimron, der das Scheitern insbesondere der radikalen israelischen Impfstrategie feststellt und damit international stark beachtet wurde, aber nicht in den Medien, die Pseudowissenschaftlern wir Anke Richter-Scheer und Karl Lauterbach pausenlos eine Bühne für ihre einseitige Position geboten haben und weiter bieten. Genau diese extreme Einseitigkeit hat mit einer wissenschaftlichen Grundhaltung nichts zu tun.

Fazit

In dieser Talkshow hat sich die vielbeschworene Wissenschaft, der jeder folgen soll, besonders deutlich als eine Leerstelle erwiesen: Hier wurde nichts gezeigt, was wissenschaftliche Standards erfüllt, noch nicht einmal elementar logische.
Die Wissenschaft™️ in den Medien besteht fast vollständig daraus, dass sie postuliert wird, dass ihr Referenz erwiesen wird und dass der Zuschauer oder Leser ihren Folgerungen folgen soll. Die Talkshow bestätigt aber:

Glaube an die Wissenschaft ist Glaube, keine Wissenschaft

Gleichzeitig gilt der Politiker, der in der Talkshow anwesend war, und mit dem Dr. Richter-Scheer immer wieder Einigkeit demonstriert hat, vielen als einer mit wissenschaftlichem Hintergrundwissen, dem zu vertrauen sei:

Dabei ist er von Anfang nichts anderes als ein Panikmacher, der bereits x-fach widerlegt wurde.

Samira, Samira

Samira Y. dürfte dem einen oder anderen noch bekannt sein von ihrem Video aus der Pathologie der LMU, das zu medialem Wirbel und ihrer Kündigung geführt hat. Hier einige Infos zum rechtlichen Kontext ihrer Kündigung.

Dieses Video gefällt mir so viel besser (viel mehr Inhalt + erkennbare Person), dass ich es hier bringe:

„Samira Y. auf dem Spaziergang in Landshut“

Sehr schön ist die wunderbare Mischung aus einer gleichzeitig migrantischen und bayrischen Sprachfärbung, aber hier soll es jetzt um die Inhalte gehen.

Die Frau ist gleichzeitig mutig, ansteckend optimistisch und intelligent. Sie verbindet nämlich die Ablehnung der Impfpflicht mit einer ziemlich harten Warnung:
„Wenn sie wirklich wollen, dass die Leute am 15.3. entlassen werden, dann wird das dazu führen, dass am 15.3. ganz viele ohne Job dastehen und dann alle auspacken werden. Und wenn dann alle auspacken aus den Krankenhäusern und dem Gesundheitswesen, dann ist die Suppe am Dampfen…
Das ist natürlich vor allem dann ein guter Punkt, wenn man davon ausgeht, dass aktives medizinisches Personal (im Gegensatz zu den Pensionierten) mit der Angst um den Arbeitsplatz im Schweigen gehalten wird.

Der Arzt im Video nach ihr spricht übrigens von denselben Tausenden von Impf-Toten, über die auch Lisa Fitz gesprochen hat, woraufhin ihr Auftritt aus der Mediathek gelöscht wurde.

Mainstream-Berichterstattung dreht sich etwas

Samira Y. beschreibt auch manipulierte Totenscheine im Zusammenhang mit Corona-Toten, die häufig nicht an, sondern nur mit Corona gestorben seien.
Dieses Thema der Datenmanipulationen wird in den letzten Tagen auffällig häufig und breit auch in etablierten Medien behandelt, nicht nur in der WELT, sondern auch in anderen Zeitungen und im Fernsehen. Hier etwa bei SAT1:

Auch die anhaltend lausigen Daten („Datastrophe“) bei RKI & Co. wurden wieder einmal im ÖRR (ZDF Berlin-direkt) thematisiert:

Jeder aufmerksame Beobachter kann eigentlich schon seit fast 2 Jahren sehen, dass hier fachlich so lausige Arbeit abgeliefert wird, dass es eigentlich kein „Fehler“ mehr sein kann, sondern Methode haben muss: Die Politik lügt hemmungslos und lässt hemmungslos lügen, um durchzubringen, was sie anders nicht durchbringen kann.

Wenig überraschend haben sich deshalb die auch von Lauterbach verbreiteten Warnungen vor einer „unsichtbaren“ Omikron-Wand wieder als haltlos herausgestellt:

Hier der ZEIT-Artikel mit der kläglich falschen ‚Modellierung‘ einer ‚Wand‘. Und hier die Entschuldigung, warum es bisher doch anders gekommen ist. Dabei ist das Versagen solcher Panik-Prognosen keine Überraschung, sondern schon bisher der Normalfall gewesen. Diese Modelle sind in der Regel nicht gut genug für eine Prognose und systematisch auf schlimme Szenarien getrimmt. Jeder mathematisch Gebildete weiß, dass Wachstumsprozesse nur relativ kurze Zeit exponentiell bleiben können. Das wiederkehrende Geschwafel vom ‚Präventionsparadox‘ dient lediglich dazu, die gezielte Panikmache und Täuschung zu kaschieren.

Leider haben gelegentliche Einsichten, dass die Behauptungen von Regierung, Behörden und interessengeleiteter Wissenschaftler keinesfalls wahrheitsgetreuer und zuverlässiger sind als die einer Samira, bisher keine praktischen Konsequenzen. Beim nächsten Mal werden sie trotzdem wieder allein in den großen Medien verbreitet. Umso wichtiger bleibt es, Gegendarstellungen ebenfalls zur Kenntnis zu nehmen.

Unabhängige Medien und Köpfe sind wichtig

Solche zum Beispiel wie Johann Missliwetz und seine Warnung vor der Häufigkeit der impfverursachten Myokarditis bei jungen Menschen:

Was Missliwetz am Schluss über Übersterblichkeit und schwere Herzkrankheiten von (viel zu) vielen Sportlern sagt, habe ich hier bereits dokumentiert.

Rätselraten um Übersterblichkeit

Es rauscht im Blätterwald. Nach Monaten, in denen nur ‚Schwurbler‘ darüber berichtet haben, ist jetzt in größeren Medien angekommen, dass es 2021 (im auffälligen Gegensatz zu 2020) eine andauernde Übersterblichkeit gibt.

2021 mehr Sterbefälle als 2020

Der ‚Standard‘ bringt in einem bemerkenswerten Artikel die Fakten für Österreich:

Die Zahlen sind nämlich eindeutig: im Herbst 2021 liegen die Zahlen der Corona-Toten um etwa 1/3 niedriger als 2020:

Tägliche Corona-Tote in Österreich 2020 und 2021

Noch deutlicher wird das, wenn man nicht die täglichen Todesfälle plottet, sondern die Summe aller Todesfälle seit 1. Oktober:

Corona-Tote seit 1. Oktober in Österreich 2020 und 2021

Entgegen allen anderslautenden Meldungen sterben im Herbst 2021 also viel weniger Menschen mit Corona als 2020.
Gleichzeitig liegen die Zahlen aller Toten, also ursachenunabhängig, 2021 höher als 2020:

Alle Toten in Österreich 2020 und 2021

(Der letzte Datenpunkt in KW 46 fällt mutmaßlich deshalb aus der Reihe, weil es für 2021 noch Nachmeldungen geben wird, für 2020 aber nicht, KW 46 liegt schließlich nicht einmal 3 Wochen zurück)

Der Artikel spekuliert über einige mögliche Ursachen, ohne zu einem Schluss zu kommen. Eine Möglichkeit diskutiert er aber ausdrücklich nicht:
Die Möglichkeit, dass die Impfung evtl. zwar die Zahl der Corona-Toten reduziert, aber dieser Effekt durch Tote wegen der Nebenwirkungen mehr als aufgehoben wird.

Übersterblichkeit 2021 ist unbestritten

Der Effekt einer Übersterblichkeit in 2021 gegenüber 2020 und noch mehr gegenüber allen anderen Vorjahren wird nicht nur aus Österreich berichtet, sondern z.B auch aus Deutschland und aus Großbritannien.

Für Deutschland entnimmt man dieselbe Tatsache einem Bericht des Statistischen Bundesamtes vom 30.11.2021:

Die Grafik zeigt, dass 2021 seit KW 16 die Sterblichkeit über allen Vorjahren 2017-2020 liegt mit Ausnahme weniger Sommerwochen, in denen 2021 die Hitzewelle ausgefallen ist, die in den Vorjahren regelmäßig zu einer erhöhten Sterblichkeit geführt hat. Die Grafik zeigt auch (rote Linie unten), dass die Übersterblichkeit 2021 insbesondere gegenüber 2020 nicht durch Corona-Tote erklärt werden kann. Das zeigen auch andere Datenquellen. Diese Zahlen waren nämlich 2020 und 2021 sehr ähnlich:

Corona-Tote Deutschland nach Johns-Hopkins-Universität

Wie kommt also die deutliche Übersterblichkeit 2021 zustande, wenn nicht durch Corona-Tote?

Noch deutlicher fällt die Übersterblichkeit in Schottland aus, vor allem in KW40-KW45:

Gesamtsterblichkeit in Schottland 2021 (rote Kurve) im Vergleich zu den Vorjahren

Auch in England und Wales lag die Sterblichkeit in KW46 16,9% über dem 5-Jahres-Durchschnitt, etwas mehr als in den Vorwochen, im Trend aber ähnlich.
Und auch hier ist die Übersterblichkeit nur zum Teil durch Corona-Tote zu erklären:

Die gesamteuropäische Sicht auf die regionale Übersterblichkeit von KW40-KW47 gibt es bei Euromomo:

Neben Österreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich fallen auch die Niederlande, Belgien, Slowenien, Ungarn, Estland, die Ukraine und zuletzt Spanien durch hohe Übersterblichkeit (mittelblaue oder dunkelblaue Färbung) auf.

Herzprobleme?

In keinem der oben verlinkten Artikel wird die Ursache der Übersterblichkeit in Österreich, Deutschland oder dem Vereinigten Königreich überzeugend geklärt.

Aber dem aufmerksamen Zeitungsleser fallen natürlich die vielen Fußballer, sonstigen Sportler und Normalos ein, die plötzlich und unerwartet irgendwo umfallen wie Christian Eriksen mit Herzproblemen. In der Berliner Zeitung gab es zum Beispiel eine lange Liste mit Fußballern, die auf dem Platz oder danach umgefallen sind. Manche sind wieder aufgestanden, andere haben aber zur Statistik der Todesfälle 2021 beigetragen. Und zu einer Übersterblichkeit geführt?

Und solche Fälle gibt es auch im Vereinigten Königreich nicht selten. Der Telegraph zählte 3 in einer Woche, vermied aber die Antwort auf die Frage nach der Ursache.
Dem britischen PoC, Ex-Fußballer und Sportkommentator Trevor Sinclair wurde kurzerhand die Sendung gekappt, als er nach einer möglichen Ursache für den Kollaps von John Fleck fragte:

Deshalb war er so frei die Frage nochmals selbst auf Twitter zu stellen und mehr als 10000 Likes einzusammeln:

„Jeder, mit dem ich über diese Herzprobleme von Fußballern spreche (die beunruhigenderweise zur Zeit häufiger aufzutreten scheinen), [will wissen], ob sie mit COVID-Impfstoffen zu tun haben oder nicht“

Britische Zeitungsberichte bestätigen inzwischen, dass es eine starke Zunahme von Herzproblemen in der Breite der Bevölkerung gibt. Von bis zu 300000 Fällen ist im ‚Evening Standard‚ die Rede:

„Bis zu 300000 Menschen stehen vor Herzkrankheiten wegen Stress-Störungen nach der Pandemie“

Die angegebene Ursache wirft Fragen auf:
– ist die Pandemie denn in UK schon vorbei? (In Deutschland nicht)
– warum traten diese Stress-Störungen erst 2021 auf und nicht schon 2020?
– und was ist mit der Frage von Trevor Sinclair nach einer anderen Ursache?

Und auch in Deutschland gibt es eine Häufung u.a. von Notfällen mit Herzproblemen:

Der RKI-Bericht dazu enthält u.a. folgende Grafik über das erhöhte Niveau von Herzkreislaufproblemen in Notaufnahmen ab Mai in 2021:

Einen ähnlichen zeitlichen Verlauf zeigen die Notaufnahmen aus neurologischen Gründen:

Herzprobleme durch Impfung

Dabei ist ein Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und Herzproblemen gerade junger Männer sehr wohl bekannt.

Das gilt sowohl für Großbritannien:

als auch für Deutschland:

„Allerdings sind auch nach der Impfung mit Biontech/Pfizer Fälle von Myokarditis oder Perikarditis aufgetreten, jedoch deutlich seltener. Betroffen sind vor allem junge Männer und männliche Jugendliche – warum es den Geschlechterunterschied bei dieser Nebenwirkung gibt, ist noch nicht geklärt“

Also grundsätzlich ist der Zusammenhang sehr wohl bekannt. Es könnte sich also lohnen, etwas genauer nach einem rein quantitativen Fehler zu suchen.

Fazit

  1. In einigen europäischen Ländern gibt es in 2021 eine markante Übersterblichkeit gegenüber den Vorjahren und auch gegenüber dem Pandemie-Jahr 2020
  2. In großen Medien und offiziellen Verlautbarungen gibt es zur Ursache zwar Rätselraten, aber keine überzeugende Antwort
  3. Ein Zusammenhang mit den 2021 gerade im Sport häufiger als normal zu beobachtenden Herzproblemen scheint auch zahlenmäßig naheliegend
  4. Ein Zusammenhang zu den in 2021 durchgeführten Corona-Impfungen ist tabu und wird nur von ‚Schwurblern‘ und unvorsichtigen Teilnehmern des medialen Betriebs zur Diskussion gestellt, aber nicht gerne diskutiert.

Nachtrag 6.12.2021
Sehr informatives, knappes Video über die deutschen Zahlen und die selektive Berichterstattung:

Zusammenfassung in einer Grafik:

und einem kurzen Text des ’subjektiven Studenten‘:
Die prozentuale Übersterblichkeit in Deutschland nimmt von Woche zu Woche zu.
Im letzten Jahr gab es zu dem Thema (selber Zeitraum) zig Artikel – damals ca. 8%.
Heute liest man nichts dazu. Jemand eine Idee warum?

Der Blogger Peter F. Mayer hat heute einen Beitrag über die dubiose Erklärung des „Evening Standard‘ durch das ‚postpandemic stress disorder‘ veröffentlicht:
Postpandemische Belastungsstörung soll Impfschäden vertuschen

Gestern schrieb ich, dass der Zusammenhang zwischen der Impfung und Herzproblemen und damit der Sterblichkeit eine rein quantitative Frage sei, also keine des Ob, sondern nur des Wieviel.
Heute bestätigt ein Artikel der Frankfurter Rundschau, dass Bewegung in der Sache jederzeit möglich ist:

Die dramatische Bebilderung eines Problems, das immer noch klein geredet wird, finde ich außerdem problematisch.
Offensichtlich werden die Leser mit einem Problem aufgeputscht, das einerseits verharmlost wird, von dem aber hinterher niemand behaupten kann, er habe davon nichts wissen können, weil er gar nicht darüber informiert wurde. Strategie einer anderen Art von Spannung!

Der Autor Alex Berenson behauptet, die Impfung würde auch in Schweden eine Übersterblichkeit verursachen. Die Impfquote ist dort etwas höher als in Deutschland oder Österreich. Allerdings lässt sich diese im Vergleich zu den oben diskutierten Ländern bei Euromomo praktisch nicht erkennen:

Das Problem scheint also wesentlich weniger ausgeprägt bis kaum relevant zu sein, aus welchem Grund auch immer.

Nachtrag 9.12.2021
Das statistische Bundesamt hat die Sterbefallzahlen am Dienstag aktualisiert. Das Problem besteht in KW 47 unvermindert fort. Die Übersterblichkeit ist durch Corona-Tote nicht erklärbar:

Ganz besonders deutlich wird das im direkten Vergleich mit demselben Zeitraum in 2020 (rot gestrichelte Kästen) und mit farblicher Markierung der Flächen von Über-(rot) und Untersterblichkeit (grau) gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2016-2019:

Nachtrag 15.12.2021
Wenn eine Information ein großes Publikum erreicht und für Zweifel an einem offiziellen Narrativ weckt, muss ein ‚Faktencheck‘ her, der die Fakten in ein besseres Licht rückt. In ganz wichtigen Fällen kommt der von der Tagesschau:

Wie es in einem solchen Faktenfick leider häufig vorkommt, ist der wissenschaftlich dünn und logisch ungenügend. Alle Einzelargumente laufen darauf hinaus, dass ein Zusammenhang zwischen Impfung und häufigeren Herzkreislaufproblemen nicht nachgewiesen sei oder nicht zwingend, weil es auch andere mögliche Ursachen oder Zufälle gäbe. Die Nichtnachweisbarkeit, sofern man sie denn akzeptiert, beweist aber keinesfalls die Nichtexistenz eines Zusammenhangs („Es gibt keinen Zusammenhang“).
Auch in den Detailanalysen stecken zahlreiche Fehler und Lücken. So argumentiert z.B. der Kardiologe Stephan Baldus, dass der Anstieg der Herzprobleme im Mai zeitlich nicht zur Impfung von jüngeren Männern passt und zur Myokarditis, die diese auslösen kann. Das mag stimmen, aber niemand hat behauptet, dass diese Notfälle vor allem bei jüngeren Männern auftreten und immer auf eine Myokarditis zurückzuführen sind. Schnelle Herzinfarkte auch bei älteren Männern und Frauen zählen da nämlich auch dazu:

Dann passt das nämlich zeitlich sehr gut, wovon dieses „überspezifische Dementi“ ablenkt.

Die Übersterblichkeit hat sich übrigens in KW 48 weiter verschärft: auf 28% gegenüber dem Medien der Jahre 2017-2020.

Nachtrag 4.1.2022
Aus unerwarterer Ecke gibt es jetzt Zahlen dazu auch aus den USA, und die sind brutal. Der Chef eines regionalen Lebensversicherung hat erklärt:
„(Versicherte) Todesfälle bei Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren sind 2021 um 40% gestiegen“
Dazu sagt er noch:
“Um ihnen klarzumachen, wie schlimm das ist: ein 3Sigma- oder Einmal-in -200Jahren-Ereignis wäre ein Anstieg um 10% im Vergleich zu vor der Pandemie…Deshalb sind 40% ganz außerhalb von dem, was man je gehört hat“

Medien-Wissenschaft grotesk

Selten wurde der Stumpfsinn dessen, was in Medien den Menschen als zweifelsfreie Wissenschaft verkauft wird, so grotesk demonstriert wie in diesem Ausschnitt aus einer ORF-Sendung:

Hier wird offensichtlich nicht sachorientiert beraten, sondern es werden Vorurteile gepflegt, die keineswegs in Frage gestellt werden dürfen.
Zu den Vorurteilen gehört es, dass Schlaganfälle nach Impfung extrem selten sind und sowieso nur bei AstraZeneca auftreten. Dagegen steht:

  1. Ein Einzelfall kann mit einem Seltenheitsargument aus der Ferne nicht entschieden werden. Dafür sind Details in jedem Fall Voraussetzung.
  2. Schlaganfälle treten nicht nur mit AstraZeneca auf. Hier ein ebenfalls in einem Medium verschwurbelter Fall mit Moderna:

Diskussion dieser ebenfalls grotesken Medien-Wissenschaft hier.

Und natürlich sind auch Schlaganfälle nach Pfizer-Impfung bekannt, sogar in ÖR-Medien:
„nach einer Impfung mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech war ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall durch Gehirnblutungen zu beobachten“

Wissenschaftliche Tatsache ist, dass Schlaganfälle bei einer COVID-Erkrankung durch das Spike-Protein verursacht werden können. Entsprechend können sie auch bei jeder Impfung auftreten, die mit dem Spike-Protein arbeitet, sei es eine mRNA- oder eine Vektor-Impfung. Das ist keine Frage des Ob, sondern der Häufigkeit: durch Ferndiagnose wissenschaftlich nicht seriös ausschließbar, aber eben politisch unpassend.

Weitere Fakten zu dem peinlichen ‚Experten‘-Auftritt im ORF.

Schlaganfall im Pressestübchen

Ein absurdes Stück Journalismus wurde uns neulich im Münchner Merkur serviert (Sicherungskopie hier).
Nach der Schlagzeile (s.o.) mit dem Mini-Schlaganfall konnte man nur gespannt sein auf den Artikel: wie winzig war denn der kleine Schlaganfall?

Klar, schwere Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung sind extrem selten. Deshalb wird diese Behauptung unten auch mehrfach widerlegt. Immerhin hat es eine Dorfnerin, also quasi eine Frau vom Dorf, schlimm getroffen. Ganz oben war sogar von krass die Rede, sie hatte nämlich einen kleinen Schlaganfall. Einen kleinen nur.

Bevor es aber zur Sache geht, nämlich zur Winzigkeit dieses Schlaganfalls, muss nochmals eindringlich betont werden, dass sich das Opfer unbedingt wieder impfen lassen würde. Und diese Wiederholung soll auch nicht die letzte bleiben in diesem Artikel:

Sie würde es wieder tun, aber mit etwas mehr Vorsicht, wie immer die auch aussehen mag: schließlich hat sie sich nur eine Piks geben lassen. Den aber vorsichtiger beim nächsten Mal!
Nein, nein, nein, mit Verschwörungstheorien will sie nichts zu tun haben, mit der Verschwörungstheorie zum Beispiel, dass die Impfung manchmal echt krasse Nebenwirkungen haben kann. Die nimmt sie einfach nicht ernst.

Wie alle normalen Menschen hat sie sich anfangs natürlich impfen lassen:

Und dann kamen die ganz normalen Nebenwirkungen, von denen jeder schon gehört hat: Schüttelfrost, Fieber und Kopfweh, mehr nicht. Nichts Krasses jedenfalls.
Und dann war alles wieder vorbei, bis zum zweiten Piks. Da wurde es aber richtig krass ernst:

Hier ist es jetzt richtig rot geworden: Schlaganfall, mini zwar, aber doch ganz schön voll krass: Ich habe total verwaschen geredet… Erinnerungslücken und Probleme mit der linken Körperhälfte. Man fragt sich schon, was daran „mini“ sein soll bei einer 33-Jährigen. Es sind dieselben Symptome wie beim alten, weißen Mann. Aber das vergeht, wenn auch nicht immer, so doch bei ihr.

Und dann noch die Lehren daraus. Zunächst einmal scheinen solche Nebenwirkungen ja gar nicht so selten zu sein, wie eingangs behauptet, denn im Krankenhaus gab es am selben Tag vorher schon drei andere Fälle mit heftigen Nebenwirkungen. Heftig, aber nicht ernst? Und dann, oh Zufall, hat vor ihr noch ein ähnlich gelagerter Fall im Rettungswagen gelegen? Zufälle gibt’s, auch wenn das natürlich extrem selten ist:

Dann wird alles aber ganz grün:Sie hat schon gesagt, dass sie sich unbedingt wieder impfen lassen würde, aber vorher würde sie gerne mehr über die Nebenwirkungen REDEN.
Man fragt sich: Wozu reden?, wenn doch das Ergebnis schon vorher feststeht, aber gut: wir wollen mal nicht kleinlich sein. Das Reden ist natürlich schön, wenn man gerade bei einem Mini-Schlaganfall dem Tod von der Schippe gesprungen ist. 😁 Das darf doch kein Grund sein, sich nicht impfen zu lassen!

Fazit

Dieser Artikel widerspricht sich selbst vom ersten bis zum letzten Satz. Der Leser erfährt gleichzeitig von total krassen Nebenwirkungen, die bei einer 33-Jährigen kaum so schlimm werden würden, wenn sie die Krankheit bekommt statt die Impfung.
Aber, hey, diese Impfung ist das total wert, weil die Nebenwirkungen zwar total selten sind, aber am selben Tag am selben Ort doch mehrmals so ähnlich aufgetreten sind. Und überhaupt in Erding, größer als Dorfen, gibt es dafür gar keine Nebenwirkungen, sagen die Ärzte im Krankenhaus. Was will man mehr?

Entweder will der Journalist den Leser mit diesem Artikel total verwirren, bis er nichts mehr weiß und krasse Nebenwirkungen nicht mehr von Null-Risiko unterscheiden kann. Oder er will entgegen seinen Vorgaben (alles total sicher!) dem Leser eine hochgeheime Botschaft zukommen lassen, dass die Impfung doch voll krass gefährlich ist. Das ist ähnlich wirr, wie der Herr Söder über die sogenannte Impfung spricht.

Heidelberg calling

Im fernen Heidelberg hat der Chefpathologe Erkenntnisse, die schrecklich gut zu den Erfahrungen von Mini-Dorfen passen:

Mehr als 40 Menschen habe man bereits obduziert, die binnen zwei Wochen nach einer Impfung gestorben sind. Schirmacher geht davon aus, dass 30 bis 40 Prozent davon an der Impfung gestorben sind
40 alleine in Heidelberg und davon 12 bis 16 an der Impfung gestorben.
Nun, was heißt dann hier noch schwere Nebenwirkungen sind extrem selten?
Ist der Tod, dem die Dorfnerin nun nicht wirklich bequem von der Schippe gesprungen ist, etwa keine schwere Nebenwirkung?
Wenn so wenig zusammenpasst, sollte man einfach von Desinformation sprechen.
Und wenn Hubert Aiwanger, dem von den Nebenwirkungen die Spucke wegbleibt, was ihm ahnungslose Journos vorwerfen, ein schönes Beispiel braucht, muss er nur nach Dorfen schauen, 56 km von seinem Heimatort entfernt und nur 50 km von seinem Ministerium in München.
Oder eben zum Pathologen Schirmacher in Heidelberg. Über dessen Obduktionsergebnisse und Forderung wurde immerhin auch im Münchner Merkur berichtet: Er geht von einer beträchtlichen Dunkelziffer an Impftoten aus. Aber die sind nun wirklich extrem selten! Extrem viel seltener noch als die vielen Blutgerinsel.

„Alle Ärzte sind sich einig“

Im Netz kursiert ein Video, in dem ein gestandener Chefarzt (Chirurg) kurz nach der Pensionierung so ziemlich alles in Frage stellt, was uns die Politik als medizinisch-wissenschaftliche Wahrheit zu Corona verkaufen will.

Prädikat: absolut hörenswert!

Dr. Sarnes ist ein weiterer Arzt, der nicht zum großen Konsens gehört, auf den sich die Politik, ihre Hofvirologen und Pandemie-Simulanten berufen. Einer von vielen.

Authentizität

Es ist ein Leichtes, sich mit Texten und Fotos zu vergewissern, dass Dr. Thomas Sarnes derjenige ist, der zu sein er behauptet. Er war bis Ende 2019 Chefarzt der Chirurgie und Leitender Chefarzt der Oberhavel-Klinik in Oranienburg nördlich von Berlin.

Beiträge zeichnen Entwicklung nach

Seit seiner Pensionierung, also durch die ganze Corona-Zeit hindurch, hat Dr. Sarnes eine schöne Serie von Beiträgen im Rügener Inselreport veröffentlicht, die eine bemerkenswerte Entwicklung nachzeichnen:

Mai 2020: Warum Angst ein schlechter Ratgeber ist
Diese Bundesregierung hat energisch reagiert und ich sage, das war richtig so…
Das Handeln der Medien ist aus meiner Sicht unverantwortlich

Oktober 2020: Dr. Sarnes zu Maskenpflicht, Statistik und Politikern
„Das ganze Thema der Masken ist ja eine Posse. …Es wird eine Menge an Unsinn geredet und es wird immer wieder versucht, einer Maske eine positive medizinische Bedeutung zuzumessen. Da fällt immer gerne der Begriff der Studien, die das angeblich klar belegen würden. Man muss aber zur Kenntnis nehmen: es gibt nicht eine einzige Studie, die eine positive Wirkung oder einen Effekt einer Mund-Nasen-Maske belegen kann. Im Gegensatz dazu gibt es unzählige Studien, die die Wirkungslosigkeit wissenschaftlich belegen. In meinen Augen als Arzt ist die Verpflichtung für Kinder, eine Maske zu tragen, eine Form von Körperverletzung. Hier kann ich nur zu energischem elterlichen Widerstand gegen diese Verantwortungslosigkeit aufrufen“

November 2020: Was sind PCR-Tests und RNA-Impfstoffe?
„Das, was das RKI meldet sind keine Infektionen, sondern es sind positive Testergebnisse…
Die gegenwärtige Anwendungsweise steht der eigentlichen Benutzung und dem Sinn und Ziel dieses Tests völlig entgegen
Medizin ist genau das Gegengesetzte von dem, was wir hier gerade erleben. Es macht mir Angst, dass auch unsere Amtsärzte scheinbar Probleme haben, hier frei zu arbeiten. Gerade sie wissen sehr genau, was Inzidenzen bedeuten. Ich habe kein Verständnis dafür, dass Impfungen, wenn sie denn überhaupt erforderlich sind, nicht von den behandelnden Ärzten gemacht werden, sondern in anonymisierten „Impfzentren“ durchgeführt werden sollen“

Dezember 2020: Hommage an meine Lehrer
Es wurde aber behauptet, es gäbe Kranke, also Infizierte, die keine Beschwerden hätten, selbst nichts von ihrer Erkrankung spüren oder wüssten, dennoch aber andere anstecken und so in Lebensgefahr bringen könnten. Dazu als Arzt meine feste Überzeugung aus Wissen und langer Erfahrung bestehend, das gibt es nicht. Hier ist auch nicht der Virologe gefragt. Diese Themen bearbeiten die Wissenschaftler auf dem Gebiet der Infektionsbiologie. Dazu gibt es auf höchster wissenschaftlicher Ebene klare Positionen. Man hätte den Sommer nutzen können, hier zur Vernunft zu kommen, alle inneren und äußeren Verstrickungen zu lösen und zur Normalität zurück zu finden. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Menschen in diesem Land ohne Frage den Politikern verziehen“

Februar 2021: Warnung: „Versucht so etwas nie wieder!“
Sofortige Änderung der Teststrategie. Testzentren schließen, Routinetestungen unterlassen, Eingangstestungen in Kliniken beenden. Testungen werden nur noch in den Arztpraxen durchgeführt im Rahmen der Diagnostik und zwar nach Ermessen des Arztes. …Ich nenne das „Rückführung von Kompetenz“ vom Politiker zum Arzt. Dann werden wir auf ganz einfache Art nur noch die Kranken haben. Und dann dürfen wir auch diese Zahl, die wir ermitteln, Inzidenz nennen. Die Letalität von COVID-19 hat die WHO beziffert mit rund 0,14 %. Das ist nicht weltbewegend, weil wir diesen Wert dann ermitteln von den Kranken, nicht von den positiv getesteten Menschen. Abkehr von der 0-Covid-Strategie. Das ist so absurd und realitätsfern, dass ich mir Sorgen mache

März 2021: Wissenschaft oder Politik? Impfschutz oder Impfrisiko?
„Es gab früher, als Medizin noch von Ärzten gemacht wurde den Grundsatz, niemals in eine aktive bzw. laufende Krankheitswelle hinein zu impfen. Aber gut, vielleicht hat sich ja auch hier, seit Medizin von Politikern gemacht wird, die „Erkenntnis“ geändert
Was mir persönlich Angst macht, ist diese Leichtigkeit und Hemmungslosigkeit, mit der sie unsere Grundrechte nehmen und diese dann, wenn wir artig machen was sie sagen, als Privilegien angeboten werden“

Auf der ‚Schwarzen Liste‘

Ein bemerkenswertes Interview beschäftigt sich damit, dass und wie Dr. Sarnes auf eine ‚Schwarze Liste‘ des Bundesgesundheitsministeriums geraten ist, weil er angeblich ‚unrichtige Gesundheitszeugnisse‘ ausgestellt haben soll:
Ich war ein klinisch tätiger Chirurg und Orthopäde und komme schon aus diesem Grund gar nicht in den Verdacht, Atteste zu derartigen Problemen auszustellen. Ich würde sehr erstaunt sein, wenn man mir ein solches, von mir ausgefülltes und unterzeichnetes Attest als Begründung zu dem Vorwurf auf den Tisch legen könnte

Nachtrag 16.7.2021

Stiko gegen die Politik

Ein sehr schönes Beispiel von Ärzten mit Amt, die mit der Politik nicht übereinstimmen und das auch öffentlich äußeren, haben in den letzten Wochen Mitglieder der Stiko (Ständige Impfkommission) gegeben. Stiko-Chef ging mit einem Interview in der taz voran:

Die wichtigsten Aussagen (mit Überschriften von mir):
Gesunde Kinder sind durch Corona nicht ernsthaft gefährdet
Für gesunde Kinder und Jugendliche der Altersgruppe ist das Risiko an Covid-19 zu sterben derzeit rein statistisch gleich null
Long-Covid ist mehr ein Gerücht
Zusammenfassend kann man jedenfalls sagen, dass es zu Long Covid in dieser Altersgruppe einfach keine verlässlichen Daten gibt“
Impf-Risiken sind nicht ausreichend untersucht
„Da lässt sich schon mit Hilfe der Mathematik ableiten, dass die Studie keine Risiken abbilden kann, die seltener als 1:100 sind“
Sehr geringes Krankheitsrisiko und unklare Impfrisiken sprechen gegen die Impfung von Kindern
Wenn die Kinder und Jugendlichen ein sehr geringes Krankheitsrisiko haben, dann müssen wir auch verdammt sicher mit der Impfung sein“

Im Ergebnis gibt es bis heute keine Stiko-Empfehlung für die Impfung von Kindern und Jugendlichen.

Politischer Druck

Und dagegen gibt es offensichtlich Druck aus der Politik:

Klar ist hier nur eines: Die Politik übt Druck auf Ärzte aus, damit Empfehlungen so ausfallen, wie sie es will.
Und wenn die Stiko nachgibt, dann wird die Politik sagen, dass sich „die meisten Ärzte“ und „die Wissenschaft“ einig sind, dass die Impfung richtig ist. Und das ist dann auch sehr schnell die Basis für einen Impfzwang oder für Schikanen gegen Ungeimpfte.

Noch halten viele Ärzte dagegen

Dabei steht Stiko-Chef Mertens mit seiner Haltung unter Medizinern keineswegs allein. Prof Hübner vom Hauner’schen Kinderspital:


Und Prof. Kremsner hat gestern Abend bei Markus Lanz praktisch dieselbe Argumentation vertreten wie Mertens:
„Die Impfstoffe haben derzeit bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zur Krankheit noch zu viele Nebenwirkungen“

Das hat er auch bei Lanz gesagt, und Habeck saß daneben und hat es sogar noch zusammengefasst

Der Streit vor allem zwischen Söder und der Stiko spitzt sich derweil weiter zu:

Und am gestrigen Abend hat Stiko-Chef Mertens bei Lanz selbst gesagt, dass er seine Enkel im Moment nicht impfen lassen würde:

Norbert Walther-Borjahns war regelrecht empört.
Man wird jetzt sehen, wie die Politik damit umgeht, dass sie beim Kinderimpfen auf geballten und anhaltenden Widerspruch von Ärzten stoßen.

Sehr faire Zusammenfassung von Mertens‘ Position in den Stuttgarter Nachrichten: Nur einmal verliert Thomas Mertens die Ruhe

Fazit

Die Politik versucht vorzugeben, was richtige Wissenschaft ist, und diejenigen Ärzte zu dirigieren oder auszusortieren, die dem noch widersprechen.

Nachtrag 20.07.2021
Die Politik lässt nicht locker. Der sächsische Ministerpräsident erklärt sogar öffentlich, warum er eine Empfehlung der Stiko in den nächsten Tagen erwartet:

Im Klartext:
Die Stiko muss liefern, damit die Politik Sicherheit und Akzeptanz bekommt.
Die Frage, ob das Chance/Risiko-Verhältnis der Impfung bei Kindern in Ordnung ist, ist da zweitrangig. Die Notwendigkeit der Impfung auch von Kindern scheint für die Politik a-priori festzustehen. Wodurch?

Auch Stiko-Chef Mertens hat bereits für Wirbel gesorgt und die Berichte über LongCovid bei Kindern als wissenschaftlich unbelegt dargestellt. Das ist für das in Medien häufig bemühte Narrativ äußerst unangenehm:

Nachtrag 25.7.2021
Söder will ein Impfprogramm für Schüler unabhängig vom Votum der Stiko auf den Weg bringen:
„Wir müssen uns für den August auf ein gemeinsames Impfprogramm für Schülerinnen und Schülern festlegen – und zwar unabhängig von der Stiko“
Zur Not lässt die Politik inzwischen auch das Feigenblatt vom medizinischen Konsens fallen, der hinter ihren Maßnahmen stehe.

Dabei geht es nicht nur um die Stiko, sondern zB auch um eine aktuelle Studie der Uni Heidelberg, die nachweist, dass Kinder ohne Impfung und auch ohne starke Erkrankung eine gute Immunität gegen COVID-19 ausbilden:
„Trotzdem zeigten die Kinder 11 bis 12 Monate nach der Infektion stärkere und länger anhaltende spezifische Antikörperspiegel als Erwachsene“
Die Wissenschaftsleugner sitzen in der Politik.

Nachtrag 1.8.2021
Politik will Impfangebote für Jugendliche ausweiten – schon ohne Empfehlung der Stiko. Das ist ein deutlicher Hinweis, dass die Ergebnisse von Wissenschaft und die Meinung von Ärzten zwar willkommen sind, wenn sie passen, die Entscheidungen aber unabhängig von ihnen bereits zuvor feststehen:

Nachtrag 2.8.2021
Karl Lauterbach stellt der Stiko eine ärztliche Bescheingung über ihre Aussagen zur Impfung aus.
Die Mechanismen, mit denen Politiker in einem großen Konsens festlegen, was „die Wissenschaft“ sagt, ist also denkbar einfach:
Wer bisher die lautesten und schlechtesten Prognosen abgegeben hat, darf den Ton vorgeben.


Nachtrag 8.8.2021
Sogar im ZDF sind schon Aussagen von Ärzten gesendet worden, die so gar nicht zum politisch erzeugten Druck zur Impfung der Kinder passen:

ZDF: Freiburger Ärzte gegen Kinderimpfung und LongCovid-Hype

Geradezu beiläufig räumen sie am Ende noch LongCovid bei Kindern als Gerücht vom Tisch.
Wie ist es möglich, dass die Politik trotzdem mit ihrer Panikmache durchkommt?

Nachtrag 21.11.2021
Dieses neue Video von Dr. Thomas Sarnes hat zu einer Flut von Zugriffen vor allem über Suchmaschinen auf diesen Blogbeitrag geführt:


Nachtrag 21.12.2021
Noch ein Video von Dr. Thomas Sarnes, in dem er auch noch über die Rolle der Stiko und den politischen Druck auf sie spricht:

Über Karl Lauterbach:
„Er behauptet von sich, er sei Epidemiologe, hat aber gar keinen Abschluss. Das ist Hochstapelei. Arzt und Epidemiologe…ich habe mit beidem ein Problem.
Das was er so von sich gibt, diese ganze Rhetorik, das ist so weit weg von jedem ärztlichen Verhalten“

Die Verwandlung

einer akzeptablen Hypothese in „Verschwörungstheorie“ und wieder zurück ist für die „Wahrheitssysteme“ machbar.

Die Hypothese

um die es hier als eindringliches Beispiel geht, ist die Hypothese, dass das Coronavirus nicht natürlich bzw. zufällig entstanden, sondern in einem Labor künstlich erzeugt worden ist.
Diese These ist früh aufgekommen und hat zunächst ihren wichtigsten Vertreter im französischen Medizin-Nobelpreisträger Luc Montagnier gefunden. Montagniers begründete Vermutung schaffte es aber im April/Mai 2020 im deutschsprachigen Raum nur in eine entlegene Provinzzeitung (aus der sie später auch wieder gelöscht wurde) und z.B. in eine anständige Agrarzeitung:


Beide randständigen Artikel stellten zwar die These einigermaßen sachlich dar, aber vorsichtig mit Diskussion der Möglichkeit von ‚Fake News‘.

Widerlegungsversuche

Wenn auch die Laborthese kaum irgendwo auf Deutsch wissenschaftlich neugierig und korrekt diskutiert wurde, so wurde sie doch prominent und polemisch bekämpft, z.B. im Ärzteblatt schon vor Montagniers Äußerung im März 2020:

Auffällig ist, dass niemand konkret genannt wird, der schon bis zu diesem Zeitpunkt das Gegenteil behauptet hätte, also widerlegt werden sollte, nur ganz namenlos ‚mancher Verschwörungstheoretiker‚.
Und es bleibt festzuhalten, dass es rein logisch von einem echten Gegenbeweis keinen Weg zurück zur Hypothese geben kann. Kommt die Hypothese doch wieder ins Spiel, dann war der ‚Beweis‘ erwiesenermaßen falsch und derjenige, der ihn so genannt hat, hat sich grob getäuscht.

Und beim Faktenerfinder Correctiv wurde später speziell auf Montagniers HIV-These gezielt:

Alice Echtermann von Correctiv ist vorsichtiger als das Ärzteblatt, denn sie erklärt nicht die Laborthese in voller Allgemeinheit für widerlegt, sondern nur speziell Montagniers HIV-These. Aber ihre Argumente waren nicht wissenschaftlich valide, denn weder wird eine These dadurch schon widerlegt, dass andere Wissenschaftler ihr widersprechen, noch dadurch, dass jemand ein Paper zurückzieht.
Zusätzlich sei erwähnt, dass Alice Echtermann eine Kommunikationswissenschaftlerin ist und auf Fake News spezialisiert. Das ist nun allerdings hier keine vertrauenswürdige Qualifikation, denn in einer solchen Debatte unter Naturwissenschaftlern ist ja nicht a priori klar, was wahr ist und was Fake News: natürliche Entstehung ist grundsätzlich genauso eine Möglichkeit wie die Entstehung im Labor. Und die Entstehung im Labor ist ja heute noch (oder wieder) eine Option.
Nicht nur, dass Frau Echtermann hier zu freigiebig mit dem FakeNews-Begriff hantierte, ist ihr aus heutiger Sicht auf die Füße gefallen, sondern auch die Berufung auf den deutschen Virologen-Halbgott Christian Drosten am Ende ihres Artikels:.

Drosten bekleckert sich mit Rum

Drosten hat sich nämlich gegen Montagniers These erstaunlich weit aus dem Fenster gehängt, mit erstaunlich wenig wissenschaftlichen Argumenten. Der Focus berichtete prominent darüber:

Anmerkung: wenn es wirklich „nur eine Antwort“ darauf hätte geben können, hätte es auch nie wieder eine Debatte darüber geben können. Die gibt es aber inzwischen wieder! Der überhebliche Ton, den dieser Focus-Bericht transportiert, ist also in jedem Fall bereits heute als unangemessen identifiziert. Und hier wird nicht nur die HIV-These ausgeschlossen, sondern ganz allgemein jede Entstehung im Labor.

Die (recht kurze) Originalstelle mit Drosten findet sich im Interview mit Drosten beim NDR am 12. Mai 2020:

Auffällig an den Aussagen von Drosten ist zweierlei:
– sie sind sehr emotional und arbeiten stark mit Wiederholungen: erledigt, erledigt, erledigt (bedeutet wohl: geh doch bitte weg!)
– er beruft sich auf einen Konsens, sogar einen lateinischen ‚Konsensus‘, der heute so nicht mehr existiert und damit viel weniger wert war, als er damals hoffte
– nur eines der Argumente hat überhaupt einen wissenschaftlichen Inhalt.
Dieses (grün markierte) statistische Argument ist aber strenggenommen nur ein Argument gegen die Stichhaltigkeit von Montagniers Begründung, nicht aber gegen die Laborherkunft als solche. Montagniers Argument war, dass die Mutation wegen ihrer statistischen Unwahrscheinlichkeit künstlich hergestellt sein MUSS. Auch wenn sie nicht überzufällig wäre, KÖNNTE sie aber immer noch künstlich hergestellt worden sein, denn auch kleine Änderungen können natürlich im Allgemeinen künstlich hergestellt werden.
Zwischenfazit: Drostens Attacke gegen Montagniers These war auffällig emotional und stand gleichzeitig wissenschaftlich auf ziemlich dünnen Beinen. Er hat sich hier für jeden Naturwissenschaftler erkennbar nicht mit Ruhm für eine hochwissenschaftliche Argumentation bekleckert.

Dunkler internationaler Verdacht

Während in Deutschland im Frühjahr 2020 die natürliche Entstehung des Virus eisern als absolute Wahrheit verteidigt wurde, gab es international, vor allem in angelsächsischen Medien wie Newsweek bereits drastische Nachrichten und Vorwürfe zu den Laboraktivitäten in Wuhan:

Im Labor in Wuhan sollte angeblich bis kurz vorher an genau dem geforscht worden sein, was 2019 ausgebrochen ist: ein neues Coronavirus mit schärferen Eigenschaften.
Das aus heutiger Sicht besonders Interessante war aber, dass diese chinesischen Forschungen angeblich aus den USA finanziert wurden mit Geldern vom amerikanischen Virologen-Papst Anthony Fauci, der damals noch Präsident Trump beriet und mit ihm über Corona im Clinch lag. Seine ‚leadership‘ in der Pandemie kann dabei durchaus doppeldeutig verstanden werden.

Was damals ausgerechnet in US-Medien berichtet wurde, in deutschen aber gar nicht, passte wiederum ganz hervorragend zu dem, was Montagnier und andere sich als angebliche Hirngespinste ausgedacht haben sollten, warum auch immer.

Große deutsche FakeNews-Wende

Es kommt nicht oft vor (aber in den letzten Jahren immer öfter), dass die deutsche Medienlandschaft fast einstimmig eine 180°-Kehrtwende hinlegt und plötzlich eine These diskutiert und teilweise rehabilitiert, die sie zuvor tief im FakeNews-und „ekligen“ Verschwörungssumpf entsorgt hatte: so eine Aktion ist ja auch immer oberpeinlich, aber manchmal unvermeidlich, wenn sich Medien zu einstimmig und zu weit aus dem Fenster hängen, um unerwünschte Ansichten zu diffamieren.
Genau das ist aber mit der Laborthese im Februar 2021 passiert. In mehr Medien als sie zuvor diffamiert wurde, wurde sie jetzt offen diskutiert, teilweise zustimmend, teilweise ablehnend, aber jedenfalls nicht mehr außerhalb jeder Diskussion:

Auffällige Punkte:

  • Bilder untermauern oftmals die Laborthese, auch wenn der Text ihr vehement widerspricht
  • Der NDR, der ein Jahr zuvor noch Drostens Unsinn-Verdikt über die Laborthese verbreitet hatte, berichtet erstaunlich positiv über Wiesendangers „neue“ Erkenntnisse
  • Der SPIEGEL, der zunächst kein gutes Haar an Wiesendanger ließ („krude Corona-Studie“) legte erst kürzlich („aktuelle Recherchen befeuern die Theorie“) zugunsten der Laborthese nach und gab dem ganzen noch einen gruseligen, anti-chinesischen Oberton („Todesschreie der Marderhunde“)

Der Medienjournalist Stefan Niggemeier, der an gekonnter Medienkritik selbst ganz gerne eine Meinung serviert, kritisierte einerseits die Qualität der Studie und die Medien:

und garnierte das Ganze damit, dass er ebenfalls und entschieden die Laborthese rehabilitierte:
„Dabei ist die Frage nach dem Ursprung des Virus zweifelsohne brisant und offen: Selbst die WHO räumte nach einigem Hin und Her ein, dass sie die These, dass das Virus aus einem Labor kommen könnte, nicht ausgeschlossen hat

Mit diesem höchsten Segen hat der Medien-Mainstream in Deutschland eine heikle Operation abgeschlossen:
Seine eigenen starken Meinungen über die Laborthese abgefrühstückt und das Tor in eine Zukunft geöffnet, in der die Laborthese offensichtlich noch eine Rolle spielen wird.

Gut gealtert

sind meine Kommentare zum Thema Laborthese. Ich habe:

Mit dem Ende der pauschalen, unwissenschaftlichen Verleumdung der Labortheorie als „FakeNews“ oder „Verschwörungstheorie“ endet allerdings nicht das Lügen insgesamt, sondern:

Fragen werden bleiben, der Spin auch

Selbst, wenn die Laborthese sich als richtig erweisen würde, wären folgende wichtigen Fragen immer noch offen:

  • Wurde das Virus absichtlich oder durch einen Unfall freigesetzt?
    (Bisher wurde und wird in erster Linie die Unfallthese ins Gespräch gebracht)
  • Sind die Orte der Entstehung und der Freisetzung dieselben?
    (Bei der Unfallthese ist das fast zwingend erforderlich, bei einer absichtlichen Freisetzung keineswegs, denn das Virus kann dafür an den Freisetzungsort transportiert werden)
  • Waren die Viren, die zunächst in Wuhan/China und dann in Bergamo/Europa auftraten, wirklich identisch?
    (Ein Nein könnte gut erklären, warum China so viel weniger Tote hatte als Europa und Amerika. Chinesische Medien berichteten 2020 von einem Reimport des Bergamo-Virus als Ursache einer neuen kleineren Infektionswelle)

Diese Fragen, die naturgemäß in China ganz anders beantwortet werden als in den USA sind vor allem interessant im Zusammenhang mit dem Nebel, der sich um die Finanzierung der Aktivitäten in Wuhan rankt, siehe den oben erwähnten Newsweek-Beitrag von 2020: Nebel aus chinesischen Forschern und amerikanischem Geld. Internationaler Nebel, sehr undurchsichtig.

Weitere offene Fragen und Möglichkeiten zwischen natürlicher Entstehung und Erzeugung in einem chinesischen Labor behandelt dieser interessante Artikel:

Er behandelt 4 verschiedene Thesen:

Die These Nr. 2 betrifft die Wuhan-Militärspiele kurz vor dem Ausbruch – und ist eine (immer noch) unaussprechliche Verschwörungstheorie.

Vom selben Autor gibt es auch einen schönen Beitrag über die Hofvirologen Drosten und Fauci:

Sehr interessant ist auch dieser Artikel des britischen Autors Jonathan Cook:

Ausblick

Eine Prognose ist mit dieser Vorarbeit leicht:
Die Laborthese wird mehr Fahrt aufnehmen, häufiger und dringlicher vorgebracht werden. Kritik daran wird in den Mainstream-Medien weiter zurückgedrängt werden.

Und gerade heute kam das neue Cicero-Heft ins Haus:

Der Artikel ist nicht ganz plump, erwähnt immerhin einmal auch die Geschichte, dass Faucis Organisation die Forschung an Fledermausviren in Wuhan finanziert hat, aber es geht doch um China, China und China.

Das Editorial dazu gibt es online hier.
Recht amüsant liest sich die Passage über Trump und Biden:
„Doch der ehemalige US-Präsident war ein denkbar schlechter Gewährsmann. Denn einem notorischen Lügner wie ihm konnte man leicht unterstellen, dass er mit seinem Geraune lediglich ablenken wollte vom eigenen Versagen im Kampf gegen Corona. Und so war die Sache, zumindest in der Öffentlichkeit, schnell abgehakt.
Doch siehe da: Auch unter Trumps Nachfolger Joe Biden ist plötzlich wieder von der Laborthese die Rede. Und zwar mit reger Beteiligung amerikanischer Geheimdienste, die nach und nach gezielt Indizien lancieren, wonach das Virus keineswegs von einem Markt in der chinesischen Metropole Wuhan stammt, sondern aus dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Wuhan Institute of Virology“

Zwei Anmerkungen dazu:
– die Schuldzuweisung für das voreilige „Abhaken“ der Laborthese geht vor Trump an die Medien. Das ist oben recht breit ausgeführt.
– Ich für mein Teil bin nicht überzeugt, dass ich einem dementen Greis wie Biden mehr Vertrauen entgegenbringen sollte als einem „notorischen Lügner“ wie Donald Trump. Nein, Trump war wenigstens noch in der Lage, selbstständig zu lügen.

Lautsprecher Lauterbach

Zwei hervorragende Beiträge von Bernhard Kirner zu Karl Lauterbach und seiner Narrenfreiheit in den Medien. Heute das glatte Gegenteil von gestern erzählen? Karl Lauterbach muss dafür vor allem in den öffentlich-rechtlichen Medien mit kaum einer kritischen Frage rechnen.
Er geniesst nämlich völlige Narrenfreiheit:

Er habe schon im Januar gewusst, dass wir einen guten Sommer haben werden und Ende Mai werde Deutschland endgültig durchstarten. Ach ja, die verschwundene dritte Welle – wo es exponentiell aufwärts gehe, da gehe es eben auch wieder exponentiell abwärts
So ist er, der Fliegen-Karle: Frechheit siegt!
Zu den vorher erkennbaren Fehlprognosen zur „3. Welle“, die jetzt eben klein geredet oder auch komplett unter den Teppich gekehrt werden, vergleiche auch diesen Beitrag.

Zuvor hatte Bernhard Kirner bereits weitere Horror-Prognosen Lauterbachs aufs Korn genommen und als völlig gegenstandslos enttarnt:

Es ist, als seien solche Horror-Visionen, raffiniert und intelligent konstruiert, um panische Angst zu schüren, niemals abgegeben worden.
Das funktioniert nur deshalb, weil Medien einem Gauner wie Lauterbach volle Rückendeckung geben, wenn ihre Geschichten zu Staub zerfallen, während sie andere nicht mehr einladen, weil sie sich (angeblich) geirrt hätten:

Nachtrag 9.7.2021
Oskar-Lafontaine hat in einem Facebook-Beitrag Lauterbach explizit als ‚Covid-Heulboje‘ bezeichnet:


Nachtrag 26.7.2021
Beitrag zu Karl Lauterbach bei kla.tv

Von Brüssel nach Waterloo

Heute ging eine Szene durch die sozialen Medien, bei der gestern in Brüssel eine junge Frau von einem Polizeipferd umgeritten und schwer verletzt wurde:

Offensichtlich nicht gewalttätige junge Frau wird von einem Polizeipferd von hinten umgeritten: alles nur für ihre Gesundheit

Die Szene ist ab Sekunde 28 auch in diesem längeren Video des belgischen Sportsenders DHSports enthalten, der auch andere Berichte und auch Fotos von verletzten Polizisten auf seiner Website bereithält:

Übersetzung des französischen Tweets:
„Heute in Brüssel viele zehn Polizisten, zu Pferde oder zu Fuß, mit Aufstandsausrüstung + Wasserwerfern, um eine Versammlung im Bois de la Cambre aufzulösen, 1 Frau schwer verletzt durch ein Pferd! Diese ganze Armee ist mobilisiert im Namen der Epidemie“

Und folgende längere Szene von hinter den Polizeilinien habe ich ebenfalls im Netz gefunden:

Deutsche Medienberichte

Die Auseinandersetzungen waren der Tagesschau einen Bericht wert:

Das in den Bericht eingebettete Video zeigt die Szene mit der umgerittenen Frau nicht, aber einige Szenen, die die Gewalt gegen die Polizei dokumentieren.

Die ZEIT betont die Illegalität der Veranstaltung:

berichtet aber im Gegensatz zu anderen Zeitungen nur von 3 verletzten Polizisten (siehe auch belgische Berichte unten).

Einen langen, ziemlich guten und um Objektivität bemühten Artikel hat die Frankfurter Rundschau:

Hier ist auch der Vorfall mit der umgerittenen Frau enthalten.

Belgische Medienberichte

In Le Soir gibt es einen Bericht mit vielen Fotos und Videoausschnitten.

Die Anwesenden sind (gegen 17 Uhr) offensichtlich nicht so betrunken wie in dt. Berichten behauptet und rufen „Freiheit! Freiheit! Freiheit!“

Ein belgischer Medienbericht von Sudinfo ist besonders informativ zu dem Vorfall mit dem Polizeipferd, enthält nicht nur das Video, sondern auch zahlreiche Fotos und eine Zusammenfassung des Polizeiberichts:

Demnach wurden 26 Personen verletzt, davon nur 3 Polizisten. (Über den Zustand der umgerittenen Frau ist nichts bekannt)
6 Polizeifahrzeuge wurden beschädigt, 5 hatten die Scheiben eingeschlagen und die Reifen zerstochen. Mehrere Polizeipferde müssen zum Tierarzt.
Ca. 20 Personen wurden am Donnerstagabend in Gewahrsam genommen, gegen 4 ein Haftbefehl erlassen und eine Person steht bereits am 22 April vor Gericht.

La Libre Belgique berichtete dagegen am Freitag von 23 verletzten Polizisten unter insgesamt 26 Verletzten. Mit 3 bis 23 Polizisten gibt es doch eine erhebliche Bandbreite. Von den verletzten 8 Teilnehmern seien 2 ins Krankenhaus gekommen.
DHNet berichtet, dass nur ein Polizist ins Krankenhaus gekommen sei und dieses bereits wieder verlassen habe. Auch zwei leichtverletzte Teilnehmer seien ins Krankenhaus gekommen.

Über die umgerittene Frau findet man keine spezifischen Berichte.

Der Kanal 7sur7 hat ein Interview mit einer anonymen Organisatorin des Events im Park, das ‚La Boum‘ genannt wird. Sie sagt mehr oder minder, dass es eine Gaudi hätte werden sollen, um aus dem Alltag auszubrechen und die Leute zum Lachen zu bringen. Der Veranstaltungssektor habe seit einem Jahr alles verloren. Sie spricht von einem ‚Boisson d’Avril‘, einem Aprilscherz bzw. einer April-Gaudi, die sie im Park veranstalten wollten.
Im Nachrichtenteil berichtet der Sender von erneut 11 Verhaftungen am Freitag, davon nur eine mit Haftbefehl wegen Schlägen gegen ein Pferd. Kuriosum: zwei Pferde seien reiterlos in ihre Kaserne zurückgekehrt.

Alles in allem kann ich jetzt nicht behaupten, dass belgische Medien besser und umfassender über die Vorfälle im Park berichtet hätten als deutsche Medien, aber sie stellten definitiv mehr Fotos und Videos online, die zeigen, dass die jungen Leute keineswegs so betrunken oder generell gewalttätig waren, wie in manchen Berichten behauptet.

Lage: auf dem Weg nach Waterloo

Der Stadtpark ‚Bois de la Cambre‘ liegt an der Nationalstraße von Brüssel nach Waterloo:

Corona-Lage in Belgien ist jetzt unkritisch

Nicht ganz so schlecht ist die Corona-Lage in Belgien, das anfangs das am schwersten betroffene Land in Europa war. Belgien zählt derzeit weniger „Fälle“, also positive Tests, als Frankreich oder Schweden, aber mehr als Deutschland:

Bei den Corona-Toten sieht es noch besser aus. Belgien liegt etwa auf dem Niveau von Schweden und Deutschland, aber deutlich unter Frankreich:

Und diese relativ entspannte Lage spiegelt sich auch im Sterblichkeitsmonitor Euromomo wieder, der alle Todesfälle unabhängig von der Ursache misst:

In Belgien liegt die Sterblichkeit derzeit auf normalem Niveau, in Deutschland herrschte in den letzten Wochen sogar Untersterblichkeit.

Maßnahmen unrechtmäßig

Die Corona-Maßnahmen in Belgien sind nach einem Gerichtsurteil unrechtmäßig erlassen.
Das bestritt auch die Tagesschau am Tag vor den Auseinandersetzungen nicht:

Die Maßnahmen sind unrechtmäßig, aber was nicht passt, kann und wird noch passend gemacht werden, so die Tagesschau.
Rechtmäßigkeit hin oder her, das Ergebnis steht in jedem Fall fest.
Lockerungen sind jedenfalls nicht in Sicht. Ob das etwas mit der Gewalt in Belgien zu tun haben könnte?

Nachtrag 12.4.2021
Gute Nachricht: die umgerittene Frau aus dem Park ist zwar K.O. gegangen, aber nicht gefährlich verletzt worden. Es hätte aber natürlich böse ausgehen können.

Vorsicht, Covid-Gehirnnebel!

Unter anderem durch Karl Lauterbach verbreitet sich ein gefährlicher Covid-Gehirnnebel

Eigentlich ist das nur normaler Promi-Blödsinn aus dem Relotius-Magazin, aber Lauterbach interpretiert es leicht sexistisch, indem er den Gehirnnebel, das #MadCovSyndrom, speziell mit Frauen in Verbindung bringt

Mutante bei der Polizei?

Eine mutmaßliche Mutante von MadCov lässt sich inzwischen bei der Polizei häufiger beobachten und verursacht das #MadCopSyndrom.
Gerade in Hamburg gab es am Wochenende mehrere Ausbrüche, etwa bei einer (für den Verfolgten und die Kollegen) lebensgefährlichen Verfolgungsjagd mit dem Dienstwagen. Der Verfolgte soll Bekannte umarmt, also heilige Corona-Regeln gebrochen haben:

Später am Tag dann wieder das inzwischen eher Alltägliche:
Alten Mann wegen Wenig bis Nichts zu Boden bringen

Kein Grund zur Besorgnis?

Zumindest im Fall Gwyneth Paltrow gibt es schon Entwarnung, dass die Hirnnebel-Symptome, obwohl sehr stark, gar nichts mit Corona zu tun haben:

Ungelogen, kein Fake von B oder mir!
Es gibt keine Hinweise, dass der SPIEGEL weniger Blödsinn über oder mit Gwyneth Paltrow berichtet als der Musikexpress: ganz normaler Medien-Promi-Bullshit eben.

Ob sich für den Gehirnnebel bei Polizisten, die wohl von gefährlichen Corona-Dienstanweisungen befallen sind, eine ebenso harmlose Auflösung findet, steht leider noch in den Sternen.