Andere Welt II: Nicola Sturgeon

Nach einem Aufstieg mit harten Bandagen hat Nicola Sturgeon ihre politische Karriere mit Gender-Gaga verstolpert.
Wie kann so etwas passieren?

Zwei Vorzeige-Politikerinnen – aus dem Weltall gekommen und über Nacht dorthin zurückgebeamt

1. Jacinda Ardern

2. Nicola Sturgeon

Die schottische Erste Ministerin ist nach 8,5 Jahren im Amt zurückgetreten.
In ihrem Fall ist es nicht schwer, die Ursache zu identifizieren:
Sie hat sich mit einem woken Transgender-Prinzip vergaloppiert, meint the theAtlantic:

Sturgeon und ihre Partei, die schottische SNP, wollten ein Gesetz durchbringen, dass ein Mann nur zu erklären braucht, er fühle sich als Frau, um einen Rechtsanspruch auf die Behandlung als Frau zu haben. Missbrauch sei nicht zu erwarten, sondern eine homophobe, transphobe und mysogyne Obsession.
Dann kam Adam Graham (links) daher, verurteilt wegen zweifacher Vergewaltigung, und erklärte sich noch während des Prozesses zu einer Frau names Isla Bryson, Perücke inklusive (rechts):


Entsprechend ihrer eigenen Regel wollte ihn Nicola Sturgeons Regierung in einem Frauengefängnis unterbringen, musste aber nach einem Sturm der Entrüstung im ganzen Land den Rückwärtsgang einlegen. Mit jedem Strampeln, mit Umentscheidungen und Neuerklärungen versank sie tiefer in einem Sumpf, aus dem es kein Entrinnen gab.
Damit war die woke Idee öffentlich als realitätsferner Unsinn vorgeführt und Nicola Sturgeons Reputation als seriöse Politikerin irreparabel im Eimer.
Er hier fasst das Drama bitterböse zusammen:

„Der Traum der Gender-Ideologen von der SNP
stieß auf die harte Realität von Isla Brysons Schwanz“

Wie kommt man auf solchen Unsinn?

Wie sagte doch ein Kommentar so schön unter dem Video:
Es hat mir einen lustigen Monat verschafft, Nicola Sturgeon dabei zuzuschauen, wie sie versuchte, diesem Unsinn einen Sinn zu geben“

Sturgeon, die einfach bieder gewirkt hatte und trotzdem dem Strom ihrer Partei bei diesem Thema brav gefolgt war, fand sich plötzlich vor einer kopfschüttelnden Mehrheit der Schotten auf einer absurden Position wieder, an der sich mit keinem Winkelzug mehr etwas für sie reparieren ließ.
Andererseits hätte sie es nicht an die Spitze geschafft und sich dort fast 8,5 Jahre gehalten, wenn sie nicht eine geschickte Politikerin wäre, die solche Fallen normalerweise wittert und umschifft. Warum hat sie den Unfug nicht einfach schneller geopfert, um ihre Macht zu erhalten?

Nicola Sturgeon ist seit langem (wie viele Politiker, die etwas werden wollen) mit dem WEF verbandelt:

Solche merkwürdigen Initiativen für kostenlose Hygieneartikel sind ja nicht zufällig einige Jahre später auch nach Deutschland gekommen, durch die Grünen. Sturgeon und die Regierung von Schottland haben dabei also tatsächlich „die Welt angeführt“ und das World Economic Forum hat das freundlich begleitet.
Und in diesem „progressiven“ Führen sah Sturgeon sich auch gerne mit Jacinda Ardern in einem Boot:

Hier gibt es einen interessanten ideologischen Dreiklang in einem Tweet: Frauen+Gender+Klima.
Wo kommt der her? Dazu mehr im nächsten Blogbeitrag:

Rolle und Ideologie des WEF

Nicola Sturgeons Weg zur Macht

Wenn man sich ihren Weg zur Macht anschaut, kommt man an ihrem Vorgänger und Förderer nicht vorbei, Alex Salmond.
Sie war seine Stellvertreterin und dann kam das Unabhängigkeitsreferendum von 2014. Wikipedia schreibt darüber:
„Beim Unabhängigkeitsreferendum 2014 nahm sie eine führende Rolle in der Kampagne der SNP für die schottische Unabhängigkeit (Yes!) ein. Trotz der Niederlage schnitt das Yes!-Lager besser als erwartet ab, und Sturgeon wurde für ihre Kampagne gelobt. Nach der Niederlage beim Referendum trat Salmond zurück“

Interessant: Vorgänger Salmond trat wegen der Niederlage beim Referendum zurück, aber sie wurde seine Nachfolgerin, weil sie eine so gute Kampagne dafür gemacht hatte. Das klingt in meinen Ohren bereits deutlich nach einem politischen Ränkespiel.

Die Geschichte wurde aber in den nächsten Jahren für Salmond noch schmerzlicher: er wurde überraschend wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt und erst 2020 nach 2 Jahren von allen Vorwürfen freigesprochen.
Ein Publizist, der aus dem Verfahren berichtet und die Verlogenheit der Vorwürfe gegen Salmond entlarvt hatte und die Anklage bis heute für eine Intrige hält, wurde selbst zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er angeblich Details veröffentlicht hatte, die die Identifikation der Opfer erlaubten, die aber laut Urteil gar keine Opfer waren.

Salmond seinerseits hält sich ebenfalls für das Opfer einer Intrige und hat Sturgeon und ihrem Mann vorgeworfen, darin eine sehr aktive Rolle gespielt zu haben:

Wenn es Sturgeons Aufgabe war, Salmond aus Amt und Öffentlichkeit zu entfernen, ist diese Aufgabe erfüllt. Umso besser, wenn ihre Entbehrlichkeit auch dadurch noch unterstrichen werden kann, dass sie sich hat auf absurde ideologische Positionen locken lassen, die den Zorn der Wähler geweckt haben.
Durchaus möglich, dass sie, die 2014 scheinbar einen Erfolg für die schottische Unabhängigkeit errungen hat, letztlich diese Unabhängigkeit durch ihre Amtsführung in weitere Ferne gerückt hat, als damals irgendjemand ahnte. Und der WEF war immer an ihrer Seite.

Ohne Lobhudelei geht nichts

Auch wenn Nicola Sturgeon an ausgemachtem politischem Blödsinn gescheitert ist und ihrem ehemaligen oder scheinbaren Ziel, der schottischen Unabhängigkeit, einen gewaltigen Bärendienst erwiesen hat, kann sie sich natürlich der Huldigungen deutscher Illusionisten sicher sein:

Nein, Sturgeon und Ardern mussten nicht gehen, weil sie „kompetente Frauen“ sind. Wie auch viele Männer mussten sie gehen, weil sie politisch gescheitert waren.
Dass aber beide Frauen mit starken WEF-Verbindungen gemeinsam die Liebe der taz entgegennehmen dürfen, lässt auch noch tiefer blicken, in den Raum hinter der taz nämlich, dahin, wo auch die Männer mit dem vielen Geld stehen. Man inszeniert sich gleichzeitig noch als Kämpfer gegen sie.

Nachtrag 28.02.2023
Das Thema beschäftigt die Schotten. Köstlich:

Should we let rapists into women’s prisons?

Originally tweeted by Francis Foster (@francisjfoster) on Januar 27, 2023.

Nachtrag 1.3.2023
Der Unsinn lässt sich natürlich immer noch eine Runde weiterdrehen:

Nachtrag 2.3.2023
Kaum ist Sturgeon aus dem Amt gestolpert, ist sie auch schon schuld daran, dass das Tory-Kabinett in Westminster unter Brexit-Hero Boris Johnson the Liar eine Maskenpflicht für Schüler eingeführt hat:

Die sogenannte „demokratische“ Politik ist oft nur ein Spiel um die dreisteren Lügen. Denn praktisch zur selben Zeit wie dieser Artikel im Telegraph wurde öffentlich wie Tory-Gesundheitsminister (und Remainer) Matt Hancock um Maßnahmen gekämpft hat:

Nachtrag 19.3.2023
Nicola Sturgeons Ehemann, Peter Murell, ist zurückgetreten. Er war so etwas wie ein deutscher Generalsekretär seiner Partei: erstaunliche Machtfülle in einer Familie.
Noch interessanter ist allerdings der Grund für den Rücktritt: Die Partei musste unter seiner Führung nach öffentlichem Abstreiten zugeben, dass sie in den letzten 2 Jahren (seit der Wahl) fast ein Drittel ihrer Mitglieder verloren hat: von 104.000 auf 72.000. Den Peak hatte die Partei schon 2019 mit 125.000 Mitgliedern erreicht.
Sturgeon und Murrel haben also seit längerem den Niedergang der Partei verantwortet. Die Wahlergebnisse werden mit den Grabenkämpfen folgen.

Nachtrag 6.4.2023
Nach Verhaftung und Freilassung von Peter Murell wegen eines Verdachts um die Parteifinanzen wird jetzt das gemeinsame Haus von ihm und Nicola Sturgeon durchsucht. Merkwürdige Geschichte.

Politik aus einer anderen Welt I

Jacinda Ardern ist (nicht ganz freiwillig) zurückgetreten, weil sie überfordert und politisch gescheitert war, vor allem an ihrer radikalen Covid-Politik.
Manche deutsche Medien verschweigen das und machen aus ihr ein überirdisches Politik-Idol

Zwei Vorzeige-Politikerinnen – aus dem Weltall gekommen und über Nacht dorthin zurückgebeamt

1. Jacinda Ardern

Premierministerin Neuseelands seit Oktober 2017 hat am 19. Januar 2023 ihren Rücktritt angekündigt. Hier ein Video ihrer Rücktrittserklärung mit Analyse ihrer Körpersprache:

Sie sagte, dass es das Größte war, das Land zu führen, aber „ihr Tank jetzt leer“ sei, so dass sie selbstbestimmt zurücktrete.
Der Beobachter ihrer Körpersprache kommt zum Schluss, dass von Freiwilligkeit keine Rede sein könne. Dagegen sprächen unter anderem die Schulterbewegung eines „angeketteten Elefanten“ und die in Widerspruch zum Wortlaut heftig geschürzten Lippen: nicht freiwillig, sondern gezwungen und schnaubend vor Ärger!

Expressive Mimik und Gestik

Ardern fiel immer durch eine extreme Mimik und Gestik auf, die teilweise dem Inhalt ihrer Worte nicht angemessen war. Worüber spricht sie hier in offensichtlich sehr angeregter Weise?

Jacinda spricht beim WEF über das lustige Selbstmord-Problem in Neuseeland

Noch auffälliger sprach sie, als sie im Zuge ihrer radikalen ZeroCovid-Politik im Oktober 2021 verkündete, dass es jetzt ab sofort eine wunderbare Zweiklassen-Gesellschaft in Neusseland geben würde für Geimpfte und Ungeimpfte:

Jacinda freudig über die Impf-Apartheid

Auffällig ist auch das affige Anfassen des eigenen Kopfes oder demonstrative Aufstützen des Kinns beim Sprechen, sehr ungewöhnlich in einem Interview einer Regierungschefin: ungezogen und dem Amt unangemessen.
Ihre ZeroCovid-Politik, Vorbild auch für deutsche Corona-Hardliner, war zu diesem Zeitpunkt schon in Bedrängnis:

Ein Jahr später hob Neuseeland fast alle Maßnahmen auf. Alles Gerede über den guten Schutz durch Maßnahmen und Impfung hatte sich mit einem letzten Knall in Luft aufgelöst.

Zurück blieben Ardern für den Wahlkampf keine Vorteile mehr, sondern nur noch die Erinnerung an ihr brutales Gesundheitsregiment. Das lastete auf den Wahlaussichten ihrer Partei, die Konservativen holten Ende 2021 kräftig auf und lagen fast das ganze Jahr 2022 vorne:

Ihre Corona-Politik drohte zum Mühlstein bei den Wahlen 2023 zu werden:

Das war letztlich der Grund, warum Ardern gehen musste, ob sie nun wollte oder nicht. Und was war das mit dem „leeren Tank“?

Nichts mehr im Tank

Welche Substanz fehlte in ihrem Tank und was hat sie hier mit ihrer Nase:

Könnte es die extrem extrovertierte Mimik und die Bilder eines schnellen Verfalls bei Ardern erklären, die aktuell doch erst 42 (!) Jahre jung ist?

Lobhudeleien von dt. Politikern und Medien

In manchen deutschen Medien war sehr wenig zu lesen über Arderns Kämpfe, Fehler und Niederlagen:

Hier geht es nicht darum zu verstehen, woran sie gescheitert ist und was wir davon lernen könnten, sondern um schöne Bilder, große Gesten und große Illusionen über Stilfragen ohne Inhalte.

Dabei gäbe es durchaus auch Positives für Deutschland zu lernen: es gab schlimmere Länder als Deutschland, zum Beispiel Neuseeland, mit einer weniger offenen Debatte und autoritärerem Durchregieren charismatischer Führer:innen.
Als ihr Charisma auf Steroiden verbrannt war, blieb von ihrer Politik schneller nichts mehr übrig, als sie selbst gucken konnte. Damit das schnell wieder vergessen werden kann, musste sie, ein WEF-Gewächs, möglichst schnell entfernt werden, bevor auch andere Elemente der Agenda Schaden nehmen konnten.

2. Nicola Sturgeon

Nachtrag 5.6.2023
König Charles III. hat Jacinda Ardern geadelt:

Freispruch für Andreas Sönnichsen

Der Mediziner Dr. Andreas Sönnichsen wurde vom Bezirksgericht in Salzburg freigesprochen. Die Ärztekammer hatte ihn angezeigt, weil er Befreiungen von der Covid-Impfung ausgestellt hatte. Außerdem:
„Es wurde ihm von Verteidigern der Regierung und der CoV-Politik auch unterstellt, er sei ein ‚Schwurbler'“
Die Vorwürfe scheinen ja präzise und juristisch sattelfest gewesen zu sein.

Hier seine Stellungnahme im Interview nach dem Urteil:

Dr. Andreas Sönnichsen ruft dazu auf, die Covid-Impfung aus dem Verkehr zu ziehen, warnt aber gleichzeitig vor Panikmache gegenüber Menschen, die die Impfung gut vertragen haben

Beide Punkte kann ich nach meinem Kenntnisstand nur unterstützen:

  1. Die Impfung hat zu oft tödliche Nebenwirkungen, die weiterhin in ihrem Ausmaß vertuscht werden: Impftote: Obduktionen unerwünscht
  2. Gleichzeitig ist es durch die Fakten nicht gedeckt, allen Geimpften Angst zu machen. Das geben die Zahlen nicht her: Rätselraten ohne Ergebnis?

Andreas Sönnichsen hat sich klar ausgesprochen gegen die Impfung der Kinder, die ab Sommer 2021 massiv von der Politik betrieben wurde:

Seine moderate, aber unnachgiebige Haltung in solchen Fragen hat ihn kurz nach dem letzten Prozessgewinn die Professur an der MedUni Wien gekostet. Offensichtlich sollte er durch Serienklagen und solche Schikanen fertiggemacht werden. In der Sache wurde er jedoch nur bestätigt.

Nachtrag 7.4.2023
Andreas Sönnichsen ist in einem weiteren Verfahren freigesprochen worden:
„Die Ärztekammer wollte Professor Sönnichsen mit 5.000 Euro disziplinieren, weil er dem Covid-Narrativ widersprochen hatte. Doch das oberste Gericht sah eine unverhältnismäßige Einschränkung der Meinungsfreiheit. Das Urteil ist rechtskräftig“

Nachtrag 14.6.2023
Andreas Sönnichsen wurde anscheinend auch in der nächsten Instanz in Salzburg freigesprochen.

Böhmermann und die Pseudowissenschaft

Schönes, aber (zu) langes Video mit Dirk Pohlmann und Markus Fiedler über Böhmermanns Machwerk gegen die Waldorfschulen:

Kurzfassung:
Jan Böhmermann hat eine hanebüchene Sendung gegen Waldorfschulen gemacht und sich dabei auf die dubiose GWUP und ihren Ober-Nichtwissenschaftler Oliver Rautenberg gestützt: Alles Nazi oder was?

Oliver Rautenberg & Co.

Der im Video als Dreh- und Angelpunkt von Böhmermanns Erkenntnissen identifizierte Oliver Rautenberg ist schon eine merkwürdige Socke: hat weder Medizin noch eine Naturwissenschaft gelernt, schwelgt aber in einem merkwürdigen Glauben an eben diese Wissenschaften
(Merke: „Glaube an die Wissenschaft ist Glaube, keine Wisenschaft“)
Tatsächlich glaubt er an praktisch allen pseudowissenschaftlichen Unfug, der uns in den letzten 10 Jahren als wissenschaftliche Wahrheit untergejubelt werden sollte. Eine kleine Tweet-Sammlung:

Es scheint diesen „Wissenschaftsgläubigen“ bis heute nicht zu stören, dass die wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit seiner heiligen Corona-Kühe von Lockdown bis Impfung bis heute nicht erbracht sind bzw. die Wirksamkeit sogar explizit widerlegt wurde.
Außerdem scheint er ein wenig umgänglicher Mensch und Impf-Faschist zu sein. Das mit dem Impf-Faschismus betrifft auch andere Zulieferer von Böhmermanns Waldorf-Hetze und Helfer von Rautenberg:

Ist das eine Sekte? Hetze gegen Menschen, die die Corona-Politik für unsinnig überzogen gehalten haben, scheint ein einigendes Band dieser pseudowissenschaftlichen wissenschaftsgläubigen Truppe zu sein.

Die Übermedien-Connection

Es scheint recht vielfältige Beziehungen zwischen dem Medienkritik-Magazin Übermedien und der Anti-Anthroposophie-Bewegung zu geben:

Kein Interessenkonflikt

Weder habe ich eine Waldorfschule besucht, noch eines meiner Kinder. Auch sonst unterhalte ich (zufällig) keine Beziehungen zu den Waldorfschulen oder irgendjemandem, der in irgendeiner Weise (als Lehrer, Förderer etc.) mit Waldorfschulen oder der Anthroposophie verbunden ist.
Mir geht es rein um das Prinzip, dass Denken und Menschen existieren und ihre Meinung haben dürfen, obwohl sie einer Scientology-ähnlichen Sekte wie den Pseudowissenschaftsgläubigen im Umfeld von Oliver Rautenberg ein Dorn im Auge sind.

Nachtrag 5.2.2023
„Glaube an die Wissenschaft ist Glaube, keine Wissenschaft“
beschreibt zunächst ein allgemeines Risiko eines Wissenschaftsglaubens, der nicht in der Lage oder willens ist, die Ergebnisse von Wissenschaft zu überprüfen, mindestens zu plausibilisieren.
Glaube an die WissenschaftTM ist dagegen mehr als ein Hinweis auf einen sektenartigen Kult. In jeder Sekte gibt es naive Gläubige und Verantwortliche, die letztlich genau wissen, dass sie lügen, betrügen und unterdrücken.

Nachtrag 13.02.2023
Wenn jemand noch nicht wusste, dass Schwarzer und Wagenknecht auch (verkappte) Anthroposophen sind, dann weiß er es seit dem 10.2.2023:

Man könnte allerdings das Pferd auch umgekehrt aufzäumen und behaupten, dass es bei den Skeptikern, der GWUP und ähnlichen Vertretern, nicht um Wissenschaft oder Anthroposophie-Kritik, nicht um Klima und nicht um Gender geht, sondern um Politik, nämlich um die Zersetzung der „alten“ Linken, der „alten“ Grünen und des „alten“ Feminismus.

Rautenberg selbst lässt wenig Zweifel an der letztendlichen Stoßrichtung der Aufnahme von Hinz und Kunz in seine Anthroposophie-Kritik:

Leider macht sein Vergleich noch nicht einmal Sinn: Wozu braucht sein Nachbar einen Baseballschläger, wenn seine Kinder schon ermordet sind, die Frau vergewaltigt und das Haus in Flammen? Zu meiner Zeit bei der Bundeswehr haben die Waffen vor der Tat der Abschreckung gedient.
Das leuchtete mir damals ein, und auch die Fallbeispiele bei der „Gewissensprüfung“ für Kriegsdienstverweigerer stiegen nicht in dem Moment in die Diskussion ein, wo das Kind bereits so tief in den Brunnen gefallen war.

Doof wie ein Brot

Annalena Baerbock ist offensichtlich keine normale Außenministerin. Was ist sie dann?

Manchmal wird es überraschend einfach, zum Beispiel hier:

Die Aufgabe von Außenminister:Innen ist es (normalerweise), bis zum letzten Moment vor dem Ausbruch des großen Krieges schöne Worte zu verwenden, um Hoffnung zu erhalten. Wenn es schiefgeht und sie vom bösen Chef überstimmt werden müssen („Tragödie“), gehen sie als Friedenskämpfer bis zur letzten Minute in die Geschichtsbücher ein. In Deutschland ist es umgekehrt:

Man spricht in solchen Fällen davon, dass jemand wieder mal „einen Baerbock geschossen“ hat. Das muss sogar der Mainstreamjournalismus einräumen:

Keine Überraschung bei Profis

Bereits am 8.2.2022, also 14 Tage vor Kriegsbeginn, posierte Annalena Baerbock mit Stahlhelm (und Maske:-) in der Ostukraine:

Kein Soldat im Ukrainekrieg trägt Maske, Außenminister keinen Stahlhelm

Immerhin lag die Kriegsgefahr zu dem Zeitpunkt schon für viele in der Luft.
Fast ein Jahr zuvor, im Mai 2021, ahnten aber die meisten von uns noch nichts vom bevorstehenden Krieg, Robert Habeck allerdings hatte schon „unkonventionelle Ideen“ mit Stahlhelm und erhielt dafür Unterstützung vom Springer-Verlag:

Baerbock und Habeck sind ein Team

Und Helmut Schleich brachte das ebenfalls im Frühjahr 2021 im Bayerischen Rundfunk schon sehr deutlich zum Ausdruck:

Fazit

Keine Überraschung für diejenigen also, die genau hinschauten: Annalena Baerbock ist eine sehr ehrliche Person, die nicht aus ihrer Haut kann.
Man könnte auch sagen, dass sie einen Spezialauftrag ausführt, bei dem es am Ende nicht auf einen Schönheitspreis ankommt: Agentin 007?
Bei einer Agentin sind die augenfällige Doofheit und ihre stille Schläue auch kein Widerspruch, denn die Kühnheit ist der Kern der Jobbeschreibung.

Nachtrag 30.1.2023
Das wäre jetzt keine Überraschung, unabhängig davon, dass es in der BILD steht:
„Der Kanzler ist genervt von seiner Außenministerin. Grund: Ihre Querschüsse, die seiner Politik widersprechen. Aktuelles Beispiel: Baerbock sagte plötzlich, dass ‚wir einen Krieg gegen Russland führen‘.“

Nachtrag 9.2.2023
10 Tage nach BILD jetzt auch in der ZEIT:

Nachtrag 19.02.2023
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat unsere Klügste von Putin eine Drehung seiner Politik um 360° verlangt, eine gute erfüllbare Forderung:

Baerbock ist so etwas wie ein pinkfarbenes Strickhuhn auf dem modernen deutschen Eierkopf:

Lady Gagack & Freunde

Es geht um Deutschland

Emmanuel Todd sieht Deutschland als den Großen Preis des Krieges in der Ukraine und Europa in tiefer Verwirrung.
Im Interview mit der Weltwoche hat er die Ursachen des Krieges, den Einsatz und die Folgen analysiert: ein Weltkrieg.
Dieser Blogbeitrag vergleicht seine heutigen mit früheren Aussagen Emmanuel Todds und den eigenen Veröffentlichungen.

Wegen der irrwitzig-absurden Corona-Politik blieb 3 Jahre lang kaum noch Zeit für die Ideen und Veröffentlichungen von Emmanuel Todd. Ich habe auch immer wieder nach seinen Äußerungen gesucht, aber nichts gefunden. Die Hintergründe offenbart er selbst in seinem jüngsten Interview, ausgerechnet und exklusiv in einer deutschsprachigen Zeitung:

Dieses Interview hat es nun wirklich in sich: Todd schwimmt mal wieder komplett gegen den Strom der veröffentlichen Meinung, er korrigiert in einigen wichtigen Punkten seine früheren Einschätzungen und bestätigt einige von denen, die ich in der Zwischenzeit hier auf dem Blog veröffentlicht habe.

Bei der Weltwoche registrieren und selbst lesen

Zunächst einmal empfehle ich jedem Selberdenker, den Text des n.m.E. brillanten Historikers, Demografen und Sozialanthropologen selbst und ohne Interpreten bei der Weltwoche zu lesen und zu bedenken.
Diese lesenswerte Schweizer Zeitung bietet die Möglichkeit, sich direkt unter dem Artikel zu registrieren und dann bis zu 5 kostenpflichtige Artikel kostenlos zu lesen. Dieses exklusiv auf Deutsch gegebene Interview ist es wert, einer der fünf Beiträge zu sein.
Man findet das Interview darüberhinaus auch als PDF im Netz, wenn man das nicht will oder seine 5 kostenlosen Beiträge bereits verbraucht hat.

Inhalte und Abgleich

Ich stelle hier eine kleine Liste von Inhalten zusammen und gleiche sie mit früheren Blogbeiträgen von mir ab, die ich mit oder ohne Inhalte meines Lieblingssozialwissenschaftlers Emmanuel Todd geschrieben habe:

Interview exklusiv auf Deutsch

Todd berichtet, dass er sich in Frankreich und auf Französisch nicht zum Ukraine-Krieg geäußert hat:
„Frankreich spielt in diesem Krieg keine Rolle. Sein Gewicht ist null. Macron redet, Macron reist – alle lachen über Macron. Er ist nicht der Schlimmste, denn er ist bei weitem nicht der Russenfeindlichste“
„Mir ist sehr wohl bewusst, dass ich völlig anders denke und fühle als meine Zeitgenossen. Darum habe ich mich nicht mehr geäußert“
„Ihnen gebe ich das erste Interview, denn Sie schreiben auf Deutsch. In diesem Krieg geht es um Deutschland
Außerdem habe er in Japan einen Bestseller zum Ukraine-Krieg veröffentlicht, weshalb er gerade dort unterwegs war.

Mitgefühl mit den Deutschen

Ich habe sehr viel Mitgefühl mit den Deutschen…
Deutschland ist ein Land, das sich vom Krieg losgesagt hat. Ein Land praktisch ohne Armee. Das so wenig Kinder zeugt, dass seine hauptsächlichste Sorge darin besteht, Arbeitskräfte für die Erhaltung seiner Industrie ins Land zu holen…
Deutschland hingegen hat seine Industrie aufrechterhalten. Es interessiert sich nur für die Wirtschaft. Seine Logik war: Russland liefert Gas, unsere beiden Länder sind komplementär. Und seit 1945 sorgt Amerika in einer Welt, für die wir keine Bedrohung mehr sein wollen, für unsere Sicherheit. Aus dieser durch und durch rationalen Überlegung heraus entstand das Projekt Nord Stream. Es ging darum, die von der Ukraine und Polen erhobenen Abgaben zu umgehen. Deutschlands Tragödie besteht darin, dass es noch immer daran glaubte, von den Vereinigten Staaten beschützt zu werden

Ich habe bereits früher darauf hingewiesen, dass Todd keineswegs germanophob ist, nur kritisch bezüglich der Schattenseiten deutscher Tugenden.

Amerika als Gegner Deutschlands

Im Interview fährt er fort:
„Zbigniew Brzezinski hatte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in «Die einzige Weltmacht» Eurasien als neues «großes Schachbrett» der Weltpolitik bezeichnet. Die russischen Nationalisten und Ideologen wie Alexander Dugin träumen tatsächlich von Eurasien. Auf diesem «Schachbrett» muss Amerika seine Vorherrschaft verteidigen – das ist die Doktrin Brzezinskis. Also die Annäherung von Russland und China verhindern. Die Finanzkrise von 2008 hat deutlich gemacht, dass Deutschland mit der Wiedervereinigung zur führenden Macht in Europa wurde und damit auch ein Rivale der USA. Bis 1989 war es politisch ein Zwerg. Nun ließ Berlin seine Bereitschaft erkennen, sich mit den Russen einzulassen. Der Kampf gegen diese Annäherung wurde zu einer Priorität der amerikanischen Strategie. Dass sie das Gasabkommen torpedieren wollten, hatten die USA stets deutlich gesagt. Der Ausbau der Nato in Osteuropa war nicht in erster Linie gegen Russland gerichtet, sondern gegen Deutschland.
Deutschland, das seine Sicherheit Amerika anvertraut hatte, wurde zur Zielscheibe der Amerikaner. Ich empfinde sehr viel Mitgefühl für Deutschland. Es leidet an diesem Trauma des Verrats durch den beschützenden Freund – der 1945 auch ein Befreier war“

Die Möglichkeit, dass es genau so kommen könnte, hatte Todd bereits 2014 ziemlich genau und treffsicher skizziert:
„Man muss also etwas ganz Anderes ins Auge fassen für die kommenden 20 Jahre als den Ost-West-Konflikt: der Machtzuwachs des deutschen Systems legt nahe, dass die USA und Deutschland auf einen Konflikt zulaufen. Das entspricht einer intrinsischen Logik, die auf den Kräfteverhältnissen und der Dominanz basiert. Es ist nach meiner Meinung unrealistisch, sich ein friedliches Einverständnis für die Zukunft vorzustellen

Ursache des Krieges

„Der Westen hat Russland provoziert. Der amerikanische Politologe John Mearsheimer hat nüchtern festgehalten, dass die Zusammenarbeit der Briten und Amerikaner mit seiner Armee die Ukraine faktisch zum Nato-Mitglied machte. Sie wurde aufgerüstet, um Russland anzugreifen. Putins Angriff war eine defensive Invasion. Er hatte diese Reaktion angekündigt und mit Krieg gedroht…
Mearsheimer argumentierte, dass die Ukraine für Russland von
existenzieller Wichtigkeit sei. Den Sieg Putins hielt er für eine Gewissheit. Er dachte aber auch, dass die USA die Ukraine aufgeben würden. In diesem zweiten Punkt irrte er sich. Dieser Krieg ist auch für sie von existenzieller Wichtigkeit: Falls Russland gewinnt, bricht das imperiale System der Vereinigten Staaten zusammen. Ihre Verschuldung ist phänomenal. Zur Erhaltung ihres Wohlstands sind die USA auf den Tribut der anderen Länder angewiesen“

„Ich leide wegen der Ukraine, es ist schrecklich, was ihr angetan wird. Sie war nie wirklich das Problem. Am Anfang ging es darum, die europäische Wiedervereinigung unter deutscher Vorherrschaft zu vereiteln. Die geostrategischen Beziehungen belegen es. Die Wahrheit der Nato sieht so aus: Sie besteht aus der Achse Washington–London–Warschau–Kiew. Deutschland und Frankreich sind ihre Juniorpartner, mit ihrer vorherrschenden Stellung in Europa ist es vorbei. Die Polen und die Ukrainer beschimpfen und beleidigen permanent die Deutschen. Für sie ist das unerträglich. Die Macht, die sie zu beschützen vorgab, hat nichts unversucht gelassen, um die vorherrschende Stellung Deutschlands in Europa zu zerschlagen. Deutschland befindet sich in einer Lage, die es in kognitiver Hinsicht überfordert“

Weltwoche: Was sagt die Demografie über die Ukraine aus?
Todd:
Es hat seit 2001 keine Volkszählung gegeben. Die Bevölkerung nimmt rapide ab. Welche Regionen sind betroffen, wer ist ausgewandert, wer ist geblieben? Man weiß es nicht. Heute wird das Land als angehende Demokratie verklärt. Zu Beginn des Kriegs war es ein failed state und völlig korrupt. Die Ukraine wird fremdfinanziert, sie ist kein klassischer Staat mehr. Das wenige, was ich weiß: Das Land ist fähig, Krieg zu führen. Aber ich habe keine Ahnung, wie es funktioniert. Kaum war es befreit, weigerte es sich, die Kontrolle über die russischen Gebiete abzugeben. Das ist ein bekanntes Verhalten, diesen Fall hat es zwischen den Weltkriegen mehrfach gegeben. Der Anspruch der Ukraine, zwei relativ kleine Regionen gegen deren Willen und jenen des zehnmal mächtigeren Nachbarn Russland behalten zu wollen, ist nicht vernünftig. Er ist absurd. Russland verlangte Garantien für seine Sicherheit. Und es forderte für die russischen Bevölkerungen im Donbass und auf der Krim, die wirklich russisch sind, ein Leben, das ihre kulturelle Autonomie respektiert. Dieser Krieg hätte nicht ausbrechen dürfen. Wie alle Kriege.“

Wer hat Nordstream gesprengt?

„Natürlich die Amerikaner. Aber das ist völlig unwichtig. Es ist normal“

„Die Deutschen wollten nicht in den Krieg. Scholz, der mir ein sehr vernünftiger Mensch zu sein scheint, wurde kritisiert, weil er sich nicht engagieren wollte. Krieg ist grauenhaft, scheußlich, ekelhaft, schrecklich.
Die Deutschen wissen nur zu genau, dass Nord Stream von den Amerikanern
zerstört wurde. Durch eine gemeinsame militärische Aktion der Amerikaner,
Briten und Polen. Gegen Deutschland. Aber sie können es nicht sagen. In Tat
und Wahrheit sind die Deutschen von den Amerikanern angegriffen worden.
Man wollte sie vom russischen Gas abkoppeln“

Das ist natürlich die rationalste Erklärung und sie ist sehr gut bestätigt:

Todd hält es für faszinierend, dass Gesellschaften so verwirrt sein können, dass sie etwas Anderes glauben:
„Wichtig ist die Frage: Wie kann eine Gesellschaft glauben, dass es die Russen
gewesen sein könnten? Wir haben es hier mit einer Umkehrung der
möglichen Realität zu tun. Das ist viel schlimmer. Das Studium einer solchen
Gesellschaft ist faszinierend. Darüber schreibe ich jetzt ein Buch. Es wird
mein letztes sein. Meine Tätigkeit als Autor begann mit dem Essay über den
Zusammenbruch der Sowjetunion. Ich will sie mit einem Werk der Vernunft
über den dritten Weltkrieg abschließen“

Der Westen, Europa und Deutschland sind verwirrt

„Der Westen hat die Russen völlig unterschätzt, sein intellektuelles Defizit ist erschreckend“

„Das Verhalten des Westens ist für mich ein einziges Rätsel…
Die Zeitungen erzählen uns, wie die Russen auf Gefängnisse schießen, die sie besetzt haben. Dass sie Atomkraftwerke beschießen, die sie vor Ort kontrollieren. Dass sie Pipelines in die Luft jagen, die sie selber gebaut haben“

Die Europäer schwadronieren von Frieden und der Verbreitung ihrer humanistischen Werte ohne Armee. Das geopolitische Denken ist ihnen abhandengekommen. Zwischen der offensiven Strategie der Amerikaner und der defensiven Strategie der Russen befinden sich die Europäer in einem atemberaubenden Zustand der geistigen Verwirrung. Das gilt ganz besonders für Deutschland“

„Einerseits ist das Zusammenspannen der chinesischen und deutschen Wirtschaft vernünftig. Und weil China langfristig ein Verbündeter der Russen bleiben wird, bedeutet es auch, dass Deutschland nicht vollständig im westlichen Lager aufgeht. Gleichzeitig wird diese provozierende Reise nach China durch die Anerkennung des Holodomor als Genozid kompensiert. Das ist grotesk. Im Kontext eines beginnenden dritten Weltkriegs will das deutsche Parlament darüber bestimmen, was ein Genozid ist und was nicht. Die Deutschen sind sich der Tragweite dieses Schritts nicht bewusst. Sie setzen damit den Holodomor – der, nebenbei gesagt, proportional weniger Tote forderte als die Große Hungersnot in Irland – auf eine Stufe mit der Shoah. Mit ein bisschen Boshaftigkeit könnte man die Abstimmung im Bundestag als antisemitisch bezeichnen. Dass sie Auschwitz relativiert. In diesem Krieg hat man den Eindruck, als wolle die Welt Deutschland in den Wahnsinn treiben“

„Allerdings wünschte ich mir, dass die Deutschen begreifen würden: Die Seite des Guten, auf der sie stehen möchten, ist diesmal nicht jene der Vereinigten Staaten. Das Gute bedeutet: diesen Krieg beenden. Aber als Historiker analysiere ich ihn ohne Sentimentalität“

„Die Deutschen tun so, als würden sie zum Westen gehören. Auch das ist Teil ihrer Neurose. Durch den Krieg ist die führende europäische Wirtschaftsmacht wieder zu einem verängstigten, bevormundeten Protektorat geworden. Aber ich kann die Deutschen sehr wohl verstehen. Auch mich hat dieser Krieg in eine tiefe Sinnkrise gestürzt…
Ich dachte immer, wir, die Franzosen, seien Dummköpfe. Und ich tröstete mich mit England, wo drei meiner Enkel leben. Ich habe in Cambridge studiert, es ist meine geistige Heimat. Aber heute ist England ein verwirrtes Land im Untergang. Seine Presse und seine Regierung frönen einem Kriegsdelirium, wie es nicht einmal in Deutschland zu beobachten ist.
Bei allem, was ich in den letzten Jahrzehnten geschrieben habe, auch zum
Irakkrieg: Nie habe ich die Engländer auch nur mit einem einzigen Wort
kritisiert. Jetzt bringen sie mich zur Verzweiflung“

Das ist allerdings nachvollziehbar. Seine Bewunderung für England war enorm und hat sich als übertrieben bis unbegründet herausgestellt: Die Brexit-Hoffnungen liegen in Trümmern, sind fast schon vergessen. Der Ukraine-Krieg scheint als einzige Hoffnung auf Größe übrig zu sein.

Amerikaner und Russen denken rational und brutal

Weltwoche: Der Realitätsverlust unterscheidet Europa von den Russen?
Todd:
Auch von den Amerikanern, die sehr wohl wissen, was sie tun. Ihre Vorstellung von Macht ist klar und zynisch. Zur Durchsetzung ihrer Interessen haben sie immer wieder Kriege geführt – auch angezettelt. Sie können Putin sehr wohl verstehen. Auch die Russen sprechen von Machtverhältnissen, aber ihre Sprache ist defensiv

„Was in Russland passiert, ist mir völlig klar. Ich verstehe Putins Denken und Handeln und kann es in drei Minuten erklären. Die Russen sind brutal und rational, sogar ihre Lügen sind quasi vernünftig“

Mir war sehr früh aufgefallen, dass Russen und Amerikaner bei den nackten Fakten über den Krieg übereinstimmen.

Wie geht es weiter?

Mit Weltkriegen ist es immer dasselbe: Es kommt völlig anders, als man denkt. Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs waren alle überzeugt, dass er sehr schnell vorbei sein würde. 1940 galt die Maginot-Linie als unüberwindbar und Frankreichs Armee als stärkste der Welt. Diesmal herrschte die Vorstellung von den übermächtigen Russen. Völlig unerwarteterweise hat die ukrainische Armee dem Angriff standgehalten –dank der Unterstützung. Die Sanktionen wurden in der Überzeugung erlassen, dass sie Russland in die Knie zwingen würden. Aber seine Wirtschaft ist nicht zusammengebrochen. Kein Mensch kann das erklären. Das Bruttosozialprodukt von Russland – Belarus inbegriffen – beträgt 3,3 Prozent des gesamten Bruttosozialprodukts des Westens. Gegenüber dem Dollar hat der Rubel seit Ausbruch des Kriegs um 23 Prozent zugelegt, 36 Prozent gegenüber dem Euro. Inzwischen stellt sich nicht mehr die Frage, ob die russische Wirtschaft widerstehen kann. Sondern die europäische“

„Auf beiden Seiten kommen zusehends weniger hochentwickelte Waffen zum Einsatz, man kann nicht abschätzen, welche Seite zuerst aufgeben wird. Der Krieg macht das fundamentale Problem der Amerikaner bewusst: Es fehlt ihnen an Ingenieuren. In den USA werden 7 Prozent der Studenten zu Ingenieuren ausgebildet. In Russland sind es 25 Prozent“
Weltwoche: Bei einem vergleichbaren intellektuellen Niveau?
Todd:
„Es ist in Russland zweifellos höher. Die Amerikaner kompensieren ihr Defizit mit der Einwanderung. Die Hälfte der amerikanischen Wissenschaftler und Ingenieure kam außerhalb des Landes zur Welt. Es handelt sich vor allem um Inder und Chinesen. Man kann sich ausrechnen, was passiert, falls China die Auswanderung seiner Studenten verbietet. Die Waffenindustrie ist auf Ingenieure angewiesen. Auch eine moderne Armee besteht aus Ingenieuren. Ich habe Putins Texte gelesen. Er weiß um die Schwäche der Amerikaner und die Deindustrialisierung. Ihm ist bewusst, dass ihre Wirtschaft zum Teil auf fiktiven Werten beruht und sie ihren Wohlstand der Notenpresse verdanken. Deshalb hat er es gewagt, sie anzugreifen. Ich habe keine Ahnung, wie es sich mit dem gegenwärtigen Kräfteverhältnis verhält. Die Nato ist dabei, ihre Bestände zu verbrauchen. Russland genauso. Trotz seines lächerlich kleinen Bruttosozialprodukts ist es in der Lage, den Amerikanern zu widerstehen“

Weltwoche: Putin und die Russen sind intelligenter?
Todd:
„Ihre Strategie setzt auf die «longue durée» des amerikanischen Niedergangs. Amerika kompensiert ihn mit dem Druck auf seine alten Protektorate. Die Kontrolle über Europa – vor allem Deutschland – und Japan ist zu seiner Priorität geworden. Gegen seinen Krieg im Irak hatten Chirac, Schröder und Putin an einer gemeinsamen Pressekonferenz protestiert. Seither hat Amerika das erreicht, was man auf Deutsch die «Gleichschaltung» Europas nennt. Der Rest der Welt aber hält es mit Russland. Als es kommunistisch war, verbreitete es Angst und Schrecken. Es war atheistisch, imperialistisch. Heute steht Russland für eine konservative Weltsicht und verteidigt die Souveränität der Völker und Nationen, die alle ein Recht auf Existenz haben“

Weltwoche: Und jetzt ist es ein Weltkrieg.
Todd:
„Wenn Russland überlebt, den Donbass und die Krim behält, wenn seine Wirtschaft weiterhin funktioniert und es seine Handelsbeziehungen neu gestalten kann, mit China und Indien – dann hat Amerika den Krieg verloren. Und in der Folge wird es seine Alliierten verlieren. Deshalb werden Amerika und die Nato weitermachen. Und darum handelt es sich um einen Weltkrieg, der andauern wird. Seine hauptsächlichste Ursache ist die Krise des Westens“

„Der Westen hat seine Werte verloren und befindet sich in einer Spirale der Selbstzerstörung. Europa gerät wieder unter die amerikanische Herrschaft. Wegen seiner schwachen Demografie wird nicht China die Welt beherrschen, sondern Indien zur Supermacht aufsteigen. Russland ist im Begriff, sich als kulturell konservative, in technischer Hinsicht fortschrittliche Großmacht neu zu bestimmen. Doch obwohl es die traditionellen Werte der Familie verteidigt und die LGBT-Bewegung bekämpft, wird seine Geburtenrate nicht besser. Das bedeutet, dass es bereits in der gleichen metaphysischen Krise steckt wie der Westen“

Über die indische Stärke und Strategie habe ich im Juni 2022 einen Beitrag geschrieben, der damit voll kompatibel ist.

Eine Warnung zum Schluss

„In der Ukraine führen sie gegeneinander Krieg. Wenn er nicht gestoppt wird, werden ihn alle verlieren“

Nachtrag 15.1.2023
Am 12.1. hat auch der Figaro ein Interview mit Emmanuel Todd veröffentlicht.
Mathias Bröckers hat Auszüge auf dem Umweg über das Englische auf Deutsch gebracht.
Wer lieber die englische Zusammenfassung von Arnaud Bertrand liest, findet sie hier:

und hier.

Die Fuggerzeitungen

Sehr schöne Radiosendung des Bayerischen Rundfunks, zufällig gehört heute, dem 26.12.2022, um 13 Uhr, aber bereits 2020 gesendet: 24 hochinformative Minuten über die Entstehung der ersten Zeitungen und ihrer „Korrespondenten“ in Norditalien, genutzt u.a. von den Fuggern in Augsburg.

Textuelle Zusammenfassung der Radiosendung beim BR verfügbar

„Novellanten…sie galten als unglaubwürdig und wurden der Spionage verdächtigt“.
Bezahlt und genutzt wurden sie von finanzstarken Bankiers und mächtigen Politikern.
Das Korrespondentennetz der katholischen Fugger erstreckte sich nicht nur nach Norditalien, Wien und zum Kaisersitz in Prag, sondern über Frankreich (Lyon) auch nach Spanien und Portugal.
Die regelmäßigen Nachrichtenbriefe gelangten in Tagen nach Augsburg, wo sie von den Fugger-Brüdern eifrig gelesen, annotiert, beantwortet, gesammelt und archiviert wurden.
Von Anfang an waren Nachrichtenagenturen und Nachrichtendienste schwer zu unterscheiden.

Ja, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen Informations- und Bildungsauftrag öfter so gut erfüllen würde, würde man den Beitrag auch gerne bezahlen.

Schwarzgrüne Energiekrise II: Keine Kohle

Akt 1: Der Kernenergie-Ausstieg

Akt 2: Der Kohle-Ausstieg

Die schwarzgelbe Bundesregierung Merkel II hat nach dem Kernenergieausstieg durchaus klar und ehrlich gesagt, dass der Ausstieg aus der Kernenergie für eine ganze Weile u.a. mehr Kohleverstromung bedeuten würde:
Wenn wir schneller aus der Kernenergie aussteigen und in die erneuerbaren Energien einsteigen, dann brauchen wir für die Zeit des Übergangs fossile Kraftwerke. Auch daran führt kein Weg vorbei
(Quelle war 2019 noch verfügbar, wurde aber danach gelöscht oder verschoben)

An der Kohleverstromung wollte konsequenterweise auch die GroKo Merkel IV im Jahr 2018 noch stärker festhalten. Da hatte sie die Rechnung aber nicht mit den internationalen grünen Lobbygruppen gemacht:

Neben dem berufsmäßigen Klimaheuchler und -stimmungsmacher Al Gore, ist auch die Lobbyorganisation Campact einen genaueren Blick wert.

2018/19: SPD und Länder sturmreif geschossen

Wenn Sie fragen, warum ich diese Energiekrise als „schwarzgrün“ bezeichne, dann hat das viel mit der Kohle zu tun. Prominente Sozialdemokraten haben sich nämlich noch in der letzten GroKo unter Merkel massiv gegen einen schnellen Kohleausstieg gewehrt, nicht aus idealistischen Gründen, sondern weil in ihren Kernländern NRW und Brandenburg Arbeitsplätze daran hängen. Hier eine kleine Liste von Äußerungen aus den Jahren 2018 und 2019:

Da sind mir in die Liste der Sozialdemokraten doch prompt auch zwei Christdemokraten hineingerutscht, die nicht wirklich einverstanden waren mit einem schnellen Kohleausstieg. Und weder Kretschmer noch Laschet waren bei der Presse besonders wohlgelitten.
Bemerken Sie das Prinzip, liebe Leser?
Die waren alle einem höheren Willen im Weg und wurden danach politisch ziemlich schnell und erfolgreich an den Rand gedrängt: viele Medien haben mehr oder minder subtil daran mitgewirkt.

Und die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit von Energie hingen tatsächlich daran, denn der Kohleausstieg hat kurzfristig der Versorgungssicherheit einen größeren Schaden zugefügt als der Ausstieg aus der Kernenergie.

Das haben im Jahr 2022 sogar die Grünen zugeben müssen:

Bei der Kohle mussten und konnten sie plötzlich angesichts der (vorhersehbaren und nicht nur von mir vorhergesehenen) Energiekrise mehr nachgeben als bei der Kernenergie.

2020/21: Tempolimit fällt beim Kohleausstieg

2020 und 2021 wurde aber erst noch einmal richtig Gas gegeben, um den finanziellen Schaden für Deutschland zu maximieren: Die Politik schenkte den Konzernen viel Geld, damit sie wertvolle Stromerzeugungskapazität beschleunigt stilllegen:

Und im Laufe des Jahres 2021 ging das lustige Spiel munter weiter:

Im Sommer 2021 war also alles bestens vorbereitet für die Energiekrise im Jahr 2022, die schon im Dezember 2021 bekannt war.

Ich kann mir nicht helfen, aber auch für mich wirkt das unwiderstehlich wie ein sehr sorgfältig geplantes und organisiertes Programm, um die Energieversorgung Deutschlands und seiner Industrie zu zerstören: politische Hindernisse mit grünen Ideen abräumen, wirtschaftliche Interessenten rauskaufen, dann abschalten, abschalten, abschalten, bevor auch das Gas weg ist.

Die Mitmacher: Söder und Merz

Und der besondere Opportunist Markus Söder, inzwischen Ministerpräsident von Bayern, war auch 2021 wieder dabei beim beschleunigten Ausstieg aus der Kohle:

Und er hatte jetzt Verstärkung von Friedrich Merz, der vor einem Jahr noch nichts war in der CDU, außer 2x gescheiterter Kandidat für den Parteivorsitz der Partei:

Fazit

Hatte mich noch beim Kernenergieausstieg 2011 nur ein Stirnrunzeln gestreift, so war mir 2018 beim Thema Kohleausstieg bereits klar, das hier etwas faul ist, weil das nicht auch noch gleichzeitig funktionieren kann. Anfang 2020 schrieb ich bereits, dass es um unsere Zukunft geht, die von Hysterie bedroht wird.

Im Ergebnis sehe ich das Thema ‚Energiekrise‘ durchaus ähnlich:

Aber es ist falsch, das allein auf die Grünen einzuschränken. Ich habe in den ersten beiden Teilen dieser Doku deutlich gezeigt, dass Unionspolitiker wie Merkel, Röttgen, Merz und Söder (aufsteigend) durchaus ihren Beitrag dazu geleistet haben.
Und manche Sozialdemokraten waren nicht besser, andere mussten allerdings politisch erst kleingemacht werden, bevor das gute organisierte Desaster für die deutsche Energieversorgung perfekt war.

Weiter geht es demnächst auf diesem Blog mit dem nächsten Akt, der beweisen wird, dass die Grünen für das sog. Klima wenig erreicht haben, es ihren Sponsoren jedenfalls nie darum gegangen sein kann:

Akt 3: Der Gasausstieg

Anselm im Winter

Schöner Videoausschnitt vom ‚Deframing Channel‘:

Anselm Lenz für junge Naive gab es dort.
Hier ist für die Erwachsenen, und die wissen oder ahnen zumindest, dass die Opposition gegen einen großen politischen Coup nicht dem Zufall überlassen werden kann.
Deshalb gibt es kontrollierte Opposition, die sich (von ihren Anführern) zum Beispiel bereitwillig in eine Ecke manövrieren lässt, damit sie zwar Leute anzieht und von echter Opposition abzieht, aber nicht wirklich wirksam wird.
Anselm Lenz war früh gekommen, nämlich von der taz, die ihn sofort in die Pfanne haute, als er von dort in die Corona-Opposition ging. Diffamierung adelt eben auch, ist aber trotzdem kein Gütesiegel. Und von der Polizei verhaftet zu werden, adelt in der Opposition auch.

Was tun gegen falsche Vortänzer in den richtigen Reihen?

Infos von allen

Infos kann man von allen beziehen. Zum Beispiel von BaBaBartunek schon vor mehr als einem Jahr:

Da hatte er ein ziemliches bisschen Recht:
„Dein Humor ist köstlich! Auch wenn ich nicht bei allem bei dir bin, bei Anselm Lenz aber total bei dir. Vielen Dank“

Stephan Bartunek ist übrigens auch Schauspieler (wie Lenz). Er hat vor Jahren einmal versucht, mich über einen anderen Blogger auszuhorchen. Wenn ich über Personen befragt werde, nicht über Themen, dann merke ich mir das grundsätzlich gerne und erinnere mich bei Gelegenheit auch daran.
Bei Bartunek erinnerte ich mich bei diesem Tweet:

Bartunek, der bei Lenz einen guten Riecher (oder gute „Infos“) hatte, lag bei der Impfpflicht total daneben. Sein Argument ist übrigens leicht als idiotisch erkennbar: die Berechtigung einer Impfpflicht kann nie aus dem abgeleitet werden, was Impfgegner sagen. Nie. Entweder ist die Krankheit tödlich und die Impfung hochwirksam – oder eben nicht:

Seine eigene Corona-Wende hatte er bereits mit einem unwissenschaftlichen Argument begründet: Er hatte eine „süße“ Frau kennengelernt, und die war vulnerabel, weshalb die Angst begründet war und überhaupt Solidarität. Das muss diese „Wissenschaft“ sein!
Nach jahrelanger Arbeit in alternativen Medien diffamiert er jetzt plötzlich alle seine ehemaligen Mitstreiter, von Ken Jebsen bis Daniele Ganser.
Ein unguter Zug vom Bartunek: eine Saulus-Paulus-Drehung.

Inhalte

Die Spekulation über kontrollierte Opposition erübrigt sich weitgehend, wenn die Inhalte gut geprüft werden. Dabei fallen sowohl die unrealistischen als auch die unehrlichen Helden durch. Reiner Füllmichs Corona-Klagen waren mir schon lange suspekt gewesen, als andere mehr und mehr Misstrauen äußerten, u.a. auch Stephan Bartunek.
Mit den Worten eines anderen Bloggers, den ich gerne lese:

„Bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser“

Impfpflicht in der „Buntewehr“

Der Deframing Channel hat nach der Episode über Anselm Lenz auch die Weltwoche und Alice Weidel zitiert:
Geimpfte und geboosterte Bundeswehr-Soldaten sind deutlich öfter mit Corona infiziert als die weniger geimpfte deutsche Bevölkerung

Es wäre auf jeden Fall ein guter epidemiologischer Test für die Impfung, sich die 100% geimpfte Bundeswehr genau anzusehen und mit dem Rest der Bevölkerung im Alter von 20-50 Jahre zu vergleichen: Häufigkeit von Corona, Schwere der Verläufe.
Einzig relevante Frage: Stimmen die Daten?
Jede Partei hätte die Chance, solche Themen aufzugreifen und die Probleme mit der Impfung zu bearbeiten, die auch meine Recherchen bestätigen. Da war von Anfang an etwas faul, logisch und empirisch nicht überzeugend.

Nachtrag 28.12.2022
Weitere ehemalige Mitstreiter des „Demokratischen Widerstands“ kritisieren, die Blattlinie:

Impftote: Obduktionen unerwünscht

Passend zur Frage nach der offiziell ungeklärten Übersterblichkeit 2021 und 2022 hat der Mitteldeutsche Rundfunk einen bemerkenswerten Beitrag veröffentlicht:

Die Obduktion des 76-jährigen nach Impfung verstorbenen Mannes ergab eine vielfache Entzündung der Lunge, des Gehirns (Enzephalitis), der Blutgefäße (Vaskulitis) und des Herzens (Myokarditis).
Die Obduktion wurde auf private Initiative der Angehörigen und gegen erheblichen, dreisten Widerstand der Charité durchgeführt.

Uraltbekannte Tatsachen

Die Impfung macht Entzündungen

Die Tatsache, dass die MRNA-Impfung von Pfizer zu Entzündungen aller Art führen kann, war schon vor Beginn der Impfkampagne bekannt. Hier ein Beitrag des Österreichischen Rundfunks (ORF) von Dezember 2020:

Zu den „klassischen Nebenwirkungen“ gehört also:
„Nebenwirkungen ergeben sich vorwiegend daraus, dass das Immunsystem Botenstoffe ausschüttet und dass diese Entzündungsphänomene hervorrufen. Dieser Mechanismus ist in der Regel im Alter eher reduzierter als bei Jungen.“

Obduktionen waren nie erwünscht

Schon im Februar 2021 gab es Furore (natürlich damals nur unter „Schwurblern“) darüber, dass der Generalstaatsanwalt von Stuttgart Obduktionen von Toten nach Impfung möglichst vermeiden wollte. Er rechtfertigte sich:

Von erheblichem Belang erscheint mir zudem, dass in seriösen Quellen keine fassbaren Hinweise auf eine mögliche Kausalität zwischen Impfung und Todeseintritt älterer Menschen recherchiert werden konnte. Weder auf der Homepage des RKI noch des Paul-Ehrlich-Instituts finden sich entsprechende valide Hinweise. Bei den dort angesprochenen Todesfällen erscheint eine Kausalität mit den Impfungen vielmehr eherausgeschlossen“

Das war ein Vorurteil: es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Was RKI und das PEI nicht sehen (wollten), existiert nicht. Alles das ist inzwischen längst widerlegt. Myokarditis etwa, auch tödliche, ist eine gut belegte Nebenwirkung der Impfung (offiziell anerkannt, aber weiter verharmlost). Sie war zum damaligen Zeitpunkt ebenso klar vorhergesagt wie die Vaskulitis, die Entzündung der Blutgefäße.

Mehr Obduktionen wurden gefordert

Zum Beispiel von Prof. Schirmacher im Sommer 2021:

„Der Direktor des Pathologischen Instituts in Heidelberg warnt gar vor einer hohen Dunkelziffer an Impftoten und beklagt: Von den meisten Patienten, die nach und möglicherweise an einer Impfung sterben, bekämen die Pathologen gar nichts mit“..
Geimpfte sterben meist nicht unter klinischer Beobachtung. Der leichenschauende Arzt stellt keinen Kontext mit der Impfung her und bescheinigt einen natürlichen Tod und der Patient wird beerdigt

Seine Ergebnisse wurden praktisch sofort geleugnet, werden aber durch den Fall des MDR bestens bestätigt: Impftote bleiben unerkannt, wenn die Angehörigen keinen Verdacht schöpfen und auf Obduktionen bestehen. Von alleine erkennt das Medizinsystem kaum einen Fall. Das ist eine Grundvoraussetzung dafür, von einer sicheren Impfung und „sehr seltenen“ Nebenwirkungen sprechen zu können.

Medienversagen

Medien haben schwere Nebenwirkungen der Impfung immer wieder für sehr, sehr selten erklärt, tun es teilweise immer noch, widerlegen die Behauptung aber inzwischen allein schon dadurch, dass sie ständig über neue Fälle schwerer bis tödlicher Impfnebenwirkungen berichten.

Im Rückblick ergibt sich die absurde Situation, dass alles immer schon bekannt war, aber nach Kräften geleugnet wurde. Was Medien wie der MDR und andere jetzt gerne als Erkenntnisfortschritt verkaufen wollen, ist im Lichte dieser Tatsache nur ein Kräfteschwund der Leugnerszene in den etablierten Medien und der Politik.

Die Tatsache, dass über potenziell tödliche Nebenwirkungen immer wieder berichtet wurde, wenn auch merkwürdig verschwurbelt, macht auch Schadensersatzklagen fast unmöglich: Risiken waren bekannt und wurden auf den Aufklärungsbögen unterschrieben. Rein formal betrachtet war die Impfung immer freiwillig, der hohe Druck informell und juristisch schwer greifbar: ganz perfide eingefädelt!

Impfbereitschaft im Keller

Trotz der ständigen Verschwurbelung der tatsächlichen Risiken durch Politiker und Medien ist die Tatsache bei vielen Deutschen, Schweizern und Österreichern angekommen, dass die Impfung kein Erfolgsmodell ist, sondern ziemlich unwirksam und ziemlich gefährlich. Deshalb ist die Bereitschaft zum Impfen im Keller, woran auch Werbekampagnen nichts mehr ändern:

Weil der großartige deutsche Gesundheitsminister für jeden Bürger bis zu 8 Impfdosen bestellt (Nachtrag 7.12.2022: europaweit sind es sogar bis zu 11 Impfdosen/Person) und bezahlt hat, wird ein Großteil dieser Dosen entsorgt werden müssen. Das Geld wurde sinnlos verschwendet, aber die Pharma freut’s natürlich trotzdem.


Nachtrag 19.12.2022

Schirmacher-Paper widerlegt Sicherheit der Impfung

Im Artikel hatte ich die Veröffentlichungen Prof. Schirmacher in diversen Ärztezeitungen erwähnt, in denen er auf eine Dunkelziffer an Impftoten hingewiesen und mehr Obduktionen gefordert hatte.
Verteidiger der Impfung hatten darauf hingewiesen, dass Schirmacher diese „Behauptungen“ nicht in einem wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht und sie auch nicht wiederholt habe. Wiederholt hat er sie allerdings bereits im März 2022 ausführlich in der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung. Den Podcast findet man ohne Bezahlschranke hier (als Podcast Nr. 99). Schirmacher sagte dort u.a. wörtlich:
„Bei Personen, die überraschend und im engen zeitl. Zusammenhang mit der Impfung verstorben sind, haben wir in 30% der Fälle die Impfung als ursächlich identifiziert…
Bei MRNA-Impfstoffen haben wir hier in Heidelberg als erste weltweit Herzmuskelentzündungen mit tödlichem Ausgang dokumentiert“
Inzwischen hat auch der im Juli eingereichte wissenschaftliche Artikel dazu das Review durchlaufen und ist veröffentlicht worden:

Schirmacher et al. weisen darin jenseits von vernünftigem Zweifel nach, dass mehrere der von ihnen obduzierten plötzlich und unerwartet verstorbenen und in der Regel wenige Tage nach der Impfung tot im Bett gefundenen Personen auch an der Impfung gestorben sind:

Insbesondere zeigen die Heidelberger Pathologen in einem geschickten Beweis, dass die präparierten Herzmuskel ähnliche Bilder der Gewebezerstörung zeigen wie die Oberarmmuskel an der Einstichstelle der Impfnadel: Infiltration des Muskels mit Ansammlungen von verschiedenen weißen Blutkörperchen, u.a. Makrophagen:

Diese an den Tagen nach der Impfung oft ungewöhnlich schmerzenden Einstichstellen waren den ‚Impflingen‘ in Medien oft als Beweis für die Wirksamkeit der Impfung verkauft worden. Tatsächlich waren sie aber die Folge einer Muskelschädigung, die am Herzmuskel nicht gar so selten zum Tode führte, häufiger jedenfalls als in vielen Beschönigungen behauptet. Sowohl die auch auf diesem Blog besprochenen Herzprobleme von Sportlern als auch mindestens ein Teil der Übersterblichkeit von 2021 dürfte also durchaus auf genau diese Ursache zurückgehen.
So sieht es jedenfalls der englische Arzt John Campbell und bespricht und feiert die Veröffentlichung aus Heidelberg in einem Video als den bisher noch ausstehenden klinischen Beweis auch seiner Vermutungen:

Auch der US-amerikanische Arzt Peter McCullough hat diese Veröffentlichung in diesem Sinn besprochen. Eine deutsche Version davon gibt es hier.

Nachtrag 12.01.2023
Niedersachsen finanziert im Normalfall seit 1.1.2023 keine Obduktionen nach dem Tod von Geimpften mehr: