Der Demokratie einen Maulkorb

Essay von Peter Hitchens, erschienen im Critic, eine ‚Tour d’Horizon‘ durch die geistige Entwicklung Englands in den letzten 25 Jahren.
Meine Übersetzung, meine Hervorhebungen:

Aus dem langen Rückzug aus Recht, Vernunft und Freiheit ist nun eine wilde Flucht geworden. Er wurde von vielen Dingen verursacht: der Pöbel-Hysterie, die nach dem Tod von Prinzessin Diana aufblühte; der Vernichtung des Bildungswesens; der Verbreitung intoleranter Sprachregelungen, die dafür gemacht waren, der universitären Lehre und dem Journalismus eine Einheitsmeinung aufzuerlegen; den unaufhörlichen, vom Staat geförderten Panikanfällen wegen des Terrors; dem Kollaps und Verfall von Institutionen und Traditionen.

All das ist am Ende zusammengeflossen zu einer einzigen Kraft, und wir scheinen machtlos gegen sie zu sein. Absurderweise ist der Moment zufällig, an dem sie ihre maximale Kraft erreicht haben, eine wilde, unverhältnismäßige Panikreaktion auf eine reale, aber begrenzte Pandemie.

Außerhalb des totalen Krieges und seiner Obszönitäten haben wir nicht gesehen, was wir jetzt erleben. Wenn man die Vorgänge der letzten Monate auflistet, die sich auf die Verfassung beziehen, stellt man den selbstgefälligen geschwätzigen Klassen von Großbritannien auch die Frage, an was sie das erinnert: die Neutralisierung des Parlaments zu einem Ja-Sager, der von der Exekutive kontrolliert wird; das Ende des politischen Pluralismus; die Einführung einer Regierung mit Notverordnungen; das Verschwinden der letzten Spuren einer unabhängigen Beamtenschaft; das dröhnende Schweigen der Medien und Gerichte über diese Vorgänge; die Unterwerfung der Polizei unter Verordnungen statt Gesetze.

Außerdem sollten diejenigen, die sich jahrelang gegen Zensur auf dem Campus gewehrt habe, jetzt aber merkwürdig still sind, noch bestimmte Folgen für individuelle Bürger auf die Liste schreiben: die Streichung ihrer Bewegungsfreiheit ohne Bedingungen; einen de-facto Hausarrest; willkürliche Bestrafung; erzwungene Arbeitslosigkeit; Behinderungen im inneren Reiseverkehr; die Sprengung des Familienlebens bis hin zu angeordneter Trennung von lebenden Ehepartnern am Ende ihres Lebens und dem Verbot, an Begräbnissen teilzunehmen; die Abschaffung der Versammlungsfreiheit.

Dazu kommt eine Kluft im Leben der Zivilgesellschaft, die so breit ist, dass jede verbleibende unabhängige Einrichtung und Körperschaft dauerhaft verwundet worden ist, und die Gewohnheiten einer freien Gesellschaft vergessen und verkümmert. Dazu zählt auch die zwangsweise Aussetzung von Gottesdiensten, die faktische Streichung von Ostern, des höchsten und umstürzlerischsten aller christlichen Feiertage; die Verhinderung oder harte Bestrafung von Versammlungen jeder Art (mit Ausnahme derjenigen, die von den Behörden selektiv gebilligt werden) und die Streichung von Bildungsveranstaltungen; die Einführung von Sprechen unter Zwang durch das erzwungene Tragen von Gesichtsbedeckungen, die öffentlich anzeigen, dass jemand sich dem Staat unterworfen hat und der utopischen und unwissenschaftlichen Politik, die diesen Staat leitet.

Ich habe etwas Ärger gehabt, weil ich angeblich zu viel Aufregung um die letzten dieser Punkte mache. Vielleicht weil ich viel Zeit mit Leben oder Reisen in Despotien verbracht habe, verstehe ich den Sinn und die Natur von Massenpropaganda besser als diejenigen, die das nicht gemacht haben. Sie ist nicht dafür da, um Ihre Zustimmung zu erreichen. Sie ist dazu da, Ihnen zu sagen, dass Sie machtlos dagegen sind und ohne Protest offiziellen Lügen zuhören müssen.

Es ist immer mehr ein Nachteil in jeder Debatte, irgendetwas über das Thema zu wissen, über das diskutiert wird. Dieser offensichtliche Aspekt der Masken-Verordnungen ist bisher denjenigen entgangen, die gerade erst begonnen haben, als Bürger eines Knechtstaats zu leben. Aber ich bleibe verblüfft, dass so viele entweder nicht sehen können oder vorgeben, nicht sehen zu können, welche enorme Symbolik es bedeutet, wenn eine Bevölkerung aus Angst vor dem Staat angetrieben wird, viel von ihrer Individualitöt zu opfern und eine Art von Kleidung anzunehmen, die mit Unterwerfung in Beziehung steht. Ich frage mich manchmal, wo in solchen Momenten alle die Amateur-Freudianer sind, die mir normalerweise so bereitwillig ihre Analyse meiner Schwächen anbieten. Eine Zigarre ist manchmal nur eine Zigarre, aber eine Maske ist selten nur eine Maske.

Der Covid-Maulkorb fordert ein außergewöhnliches Maß an Selbstverleugnung

Die Regierung selbst hat, als sie noch ehrlich war, wiederholt und explizit in ihren eigenen Dokumenten zugegeben, dass diese Gesichtsbedeckungen von wenig praktischem Nutzen sind: die heilige Wissenschaft stand damals gegen sie. Sie schrieb in einem am 23. Juni veröffentlichten Dokument, dass „die Evidenz des Nutzens von Maskentragen zum Schutz anderer schwach ist und der Effekt wahrscheinlich klein ist“ (und kein Experiment seither hat daran etwas geändert).

In jedem Fall wurden sie eingeführt, lange nachdem die Krankheit das Schlimmste erledigt hatte. Wenn diese zugegebenermaßen nutzlosen Dinge Party-Armbändchen oder Jacken-Buttons wären oder die kleinen roten Flaggen, die Bürger der Warschauer-Pakt-Staaten früher an kommunistischen Feiertagen gezwungenermaßen auf den zerfallenden Balkonen wehen lassen mussten, wäre ihr Zweck offensichtlich.

Aber sogar jenen scheußlichen totalitären Verpflichtungen fehlte eine wichtige Sache, die das Tragen von Gesichtsbedeckungen erfordert. Der Corona-Maulkorb erfordert einen außerordentlichen Akt der persönlichen Selbstverleugnung. Auf einer Demonstration gegen den Lockdown kürzlich in Melbourne wurden Polizisten dabei beobachtet, wie sie diese Maulkörbe zwangsweise um die Gesichter der verhafteten Protestierer banden, die schon in Handschellen waren und unfähig, sich zu wehren. Die beteiligten Polizisten, von denen viele schweren Körperschutz trugen, führten unwissentlich deren wahren Zweck vor: uns in mundlose Diener der Macht ohne Stimme zu verwandeln. Es ist faszinierend, sich an die ersten Bilder von Gefangenen zu erinnern, die in Guantanamo ankamen, in Ketten und gedemütigt in orangenen Overalls. Auch sie tragen die kleinen blauen Maulkörbe über ihren Mündern, die jetzt, 20 Jahre später, von normalen Bürgern überall getragen werden. Ganz sicher kann niemand argumentieren, dass dieses Extra-Bestandteil der Unterwerfung und Herabsetzung eine Maßnahme der Gesundheitsvorsorge war:

Vor welchem Virus schützten diese Masken?

Zweifellos gefällt diese Selbstverleugnung und Selbstauslöschung manchen. Schauen Sie hin und Sie werden sehen, dass manche sie mit einer Art Stolz tragen. Aber die meisten sehen perplex und gefangen aus, als ob sie durch einen Schlitz in einer Mauer lugten, hinter der sie in der Falle sitzen. Und der ständige Anblick – auf Straßen, in Bahnhöfen und im Fernsehen – von Tausenden anderen, die genauso unterdrückt sind, hält die Angst, den Alarmzustand und die Panik am Leben, die die Regierung nun für die absehbare Zukunft aufrechterhalten muss.

Die meisten Menschen mögen es ganz gern, Angst zu haben, und viele mögen die Freiheit nicht und die Verantwortung, die sie mit sich bringt

Wer denkt, das sei Angstmacherei, muss ein erstaunliches Dokument lesen, das der Öffentlichkeit immer noch viel zu wenig bekannt ist. Es ist ein Dokument, das am 22. März 2020 SAGE Kommittee der Regierung vorgelegt wurde, und es trägt die Überschrift „Überredung“.

Zitat in einem Tweet von Peter Hitchens (@ClarkeMicah) vom 17. August 2020

Die Schlüsselstelle lautet:
Wahrgenommene Bedrohung: Eine erhebliche Zahl von Menschen fühlt sich persönlich noch nicht genug bedroht; es könnte sein, dass sie beruhigt werden durch die niedrige Todesrate in ihrer Altersgruppe, obwohl das Niveau der Besorgnis vielleicht steigt. Wer ein gutes Verständnis von der Bedrohung hat, hat eine positive Einstellung zu Corona-Abstandsmaßnahmen, wie in Hongkong festgestellt wurde. Das gefühlte Niveau der persönlichen Bedrohung muss durch eindrucksvolle emotionale Botschaften erhöht werden unter denjenigen, die allzu sorglos sind. Um wirksam zu sein, muss dieses die Menschen auch handlungsfähig machen, indem sie Aktionen anbietet, mit denen sie die Bedrohung reduzieren können.

Dokumente dieser Art sind nicht dafür gedacht, an die Öffentlichkeit zu gelangen. In besseren Zeiten als diesen, solchen mit aktiven und kritischen Medien, hätte diese spezielle Passage – mit ihrer klaren Konsequenz, dass es die Aufgabe des Staates sei, uns mit Angst zum Einverständnis zu treiben – zum Sturz der Regierung führen können. Wie die Dinge jetzt liegen, wird es Ihnen schwerfallen, sie in der britischen Presse überhaupt erwähnt zu finden. Das passiert, ist aber schwer zu finden und nicht auf den ersten Seiten irgendeiner Tageszeitung. Und zwar nicht wegen Zensur oder irgendeiner abgestimmten Aktion.

Es passiert weil die meisten Leute, die ja ihr ganzes Leben in entspannter Freiheit gelebt haben, ziemlich unfähig sind zu glauben, was vor ihren Augen passiert. Es ist ein Paradox nach der Art von Chesterton, das Chesterton selbst nie geschrieben hat: eine Regierung ändert das Wesen des Staats erfolgreich und ohne Opposition, weil niemand glauben kann, was er sieht, weshalb es jeder höflich ignoriert.

Genauso gab es verschiedene Ausbrüche von Panik und Emotion, die das Land nach dem Ende des Kalten Krieges erschüttert haben. Es gab tiefgehende Angriffe auf die Vernunft. Es waren gleichzeitig Angriffe auf die Selbstbeschränkung der Regierung und die Herrschaft des Rechts, die hauptsächlich auf der Kraft der Vernunft beruht. Die meisten Leute haben es ganz gern, vor etwas Angst zu haben, und viele mögen die Freiheit nicht und die Verantwortung, die mit ihr einhergeht. Die Ehrlichen unter uns geben das zu.

Weil die Sowjetunion das Zeughaus der Unterdrückung war, stand politische Freiheit im Westen unter besonderem Schutz

Einstmals, vor Charles Darwin, den Schlachten von Ypern und der Somme (also dem 1. Weltkrieg, Anmerkung des Übersetzers), bediente der christliche Glaube diese Bedürfnisse. Die Gottesfurcht war der Anfang der Weisheit, und der ergebene Dienst an Christus war perfekte Freiheit. Der Glaube bot das Ewige Leben und half den Menschen, den Tod in der Zeit als normal zu akzeptieren. Dieser Glaube half, die irdische Freiheit am Leben zu halten, weil, wie Edmund Burke (Stammvater des englischen Konservatismus) erläuterte, der wirklich gottesfürchtige Mensch nichts Anderes fürchtet. Kein Despot kommt weit, wenn solche Männer in nennenswerter Zahl vorhanden sind.

Aber immer weniger glaubten das, und die Notwendigkeit, dass etwas diesen Glauben ersetzte, hatte eine Menge zu tun mit dem Aufstieg autoritärer Bewegungen überall in einem immer säkularisierteren Europa in den 1930er Jahren. Nach dem Zynismus und der Akzeptanz der Idee, dass der Zweck die Mittel heilige, wurde der Säkularismus noch stärker.

Aber 50 Jahre lang lieferten die sowjetische und die nukleare Bedrohung einen Ersatz – ein Armageddon zum Fürchten und einen Grund im Westen, sich um den Staat zu scharen. Er bot einen unerwarteten Bonus, der uns alle schützte, obwohl wir es damals nicht wussten. Weil die Sowjetunion das Zeughaus der Unterdrückung war, stand die politische Freiheit im Westen under besonderem Schutz, solange der Kreml unser Feind war. Die Freiheit war es, so nahmen wir an, für die wir kämpften und standen. Regierungen, die behaupteten, uns vor der sowjetischen Tyrannei zu schützen, konnten es nicht sehr weit treiben beim Beschränken der Freiheit auf ihrem eigenen Gebiet, so sehr sie das auch gewollt haben wollen.

Dieser Schutz endete, als die Berliner Mauer fiel. Im selben außerordentlichen Moment befreite der Kollaps des russischen Kommunismus revolutionäre Radikale überall im Westen. Der grässliche, gescheiterte Breschnew-Staat konnte ihnen nicht mehr wie ein fauliger Albatross um den Hals gehängt werden. Sie wurden nicht länger als potenzielle Verräter betrachtet, nur weil sie links waren. Eric Hobsbawm und seinesgleichen konnten sich endlich dem Establishment anschließen. Tatsächlich ließen Festungen des Establishments wie die BBC jetzt politische und kulturelle Linke in ihren Leitungspositionen zu.

Antonio Gramscis Überdenken der Revolution – die Universität erobern, die Schule, das Fernsehen, die Zeitung, die Kirche, das Theater statt der Kaserne, des Bahnhofs und des Postamts – konnte endlich in Gang kommen. In diesem Moment begann der lange Marsch der 1960er-Linken durch die Institutionen sein Ziel zu erreichen, als sie erstmals in die wichtigen Positionen kamen. Und so verschwand eine der Hauptschutzmauern der Freiheit und der Vernunft genau dann, als sie am meisten gebraucht wurde.

Wer glaubt, dass die Gesichtsmaske bald der Vergangenheit angehören wird, sollte sich erinnern, dass die irrationalen Maßnahmen für Flughafen-„Sicherheit“ (immer noch in Kraft sind)

Die alberne Berichterstattung der BBC über den Machtantritt des Blair-Regimes mit den nordkoreanisch falschen Massen, die die Union Jacks schwenkten, die sie verachteten, und der Atmosphäre einer neuen Morgendämmerung war nicht so lächerlich, wie sie wirkte. Der Mai 1997 war wirklich ein Regime Change. Illiberale Utopisten waren immer zahlreicher am Steuer und die Kulturrevolution hatte endlich politische Kraft.

Dann kam der neue Feind, die gesichtslose, ständig sich verändernde Bedrohung durch den Terrorismus, gegen den beinahe alle Mittel erlaubt waren. Um ihn zu bekämpfen, gaben wir bereitwillig den Habeas-Corpus auf, und die echte Unschuldsvermutung und ließen es zu, dass wir behandelt werden, als seien wir frisch verurteilte Gefangene jedes Mal, wenn wir durch einen Flughafen gingen.

Diejenigen, die denken, die Ära der Gesichtsmaske sei bald vorüber, sollten sich daran erinnern, dass die irrationalen Maßnahmen der Flughafen-„Sicherheit“ (beinahe völlig nutzlos, sobald die einfache Sicherheitsmaßnahme eingeführt war, die Öffnung der Tür zum Cockpit zu verweigern) sind nicht nur seit September 2001 in Kraft geblieben: sie wurden verschärft. Jedoch sind sie im Großen und Ganzen beinahe populär. Diejenigen, die gegen sie murren, wie ich es manchmal mache, sehen sich mit scharfen Belehrungen von unseren Mitbürgern konfrontiert, die so tun, als seien wir verantwortungslos und rücksichtslos.

Millionen begrüßten diese neue Gefahr als eine Ausrede, um eine Freiheit aufzugeben, die ihnen in Wahrheit nicht viel bedeutete

Nun ist eine neue Furcht mitten unter uns angekommen, noch gesichtsloser, unsichtbarer, ewiger (und hart zu besiegen – wie können Sie jemals ein Virus eliminieren?). Es gibt beinahe keine schlimme Aktion, die mir ihr nicht entschuldigt werden kann, einschließlich der Strangulierung einer bereits wackligen Wirtschaft, für die diejenigen jahrzehntelange bezahlen werden, die exzentrisch oder glücklich genug sind, immer noch zu arbeiten. Millionen haben diese neue Gefahr als Entschuldigung begrüßt, eine Freiheit aufzugeben, auf die sie tatsächlich sowieso nicht viel gaben.

Als Nation produzieren wir jetzt mehr Angst, als wir lokal verbrauchen können, und verstecken uns in unseren Wohnungen, während die Zivilgesellschaft verdampft. Wir stehen begeistert in der Schlange, um unsere Freiheit abzugeben und unsere Maulkörbe abzuholen und unsere digitale ID. Und diejenigen unter uns, die herausschreien, bis wir heiser sind, dass das eine Katastrophe ist, stoßen auf Schulterzucken von den geschwätzigen Klassen, und Gemaule „setz endlich die verdammte Maske auf“ vom Mob. Wenn ich nicht längst verzweifelt wäre, würde ich jetzt verzweifeln.

Meine Kommentare:

* Ich kannte Peter Hitchens bisher nicht, finde aber diesen Text bemerkenswert, auch wenn er gelegentlich die Vergangenheit über alle Maßen idealisiert.
* Der Idiot war sein Bruder Christopher, ein Trinker bis zum Delirium, und linker Einpeitscher für den Irakkrieg, den sein konservativer Bruder für eines der vielen Desaster hält, die England heruntergewirtschaftet haben.
* Wenn Peter der Meinung ist, dass „revolutionäre Radikale“ wie Hobsbawm den Westen übernommen haben, meint er zweifellos auch seinen verstorbenen Bruder Christopher
* Die merkwürdige Verkehrung, dass heute Konservative den Status Quo als zunehmend totalitär kritisieren und die Ideale der Aufklärung verteidigen, während „Linke“ zu jakobinischen Verteidigern des Macht-Establishments und seiner intoleranten Übergriffe mutieren, kennen wir auch aus Deutschland.
* Die Corona-Hysterie als schändlich und als Wiederholung und Fortsetzung der 911- und Terror-Hysterie zu sehen, wie es Peter Hitchens tut, ist in Deutschland immer noch eher im linken Spektrum angesiedelt, dort aber nicht mehr unumstritten, wahrscheinlich nicht einmal mehr mehrheitsfähig.

Zusammentreffen in Bergamo

Bis zum heutigen Tag habe ich keine voll befriedigende Erklärung gehört, warum die Corona-Epidemie gerade in den norditalienischen Provinzen Bergamo und Brescia so tödlich zugeschlagen hat.
Sucharit Bhakdi nannte die (wie in China oder auch in Belgien) schlechte Luft der Region und die daraus folgende Lungenvorbelastung als eine Ursache. Prof Hockertz wies früh auf schlechte Krankenhaushygiene in Italien hin. Faktenchecks bestätigen das. Warum schlug die Coronawelle dann aber so regional unterschiedlich zu? Eine weitere genannte Ursache war das Championsleague-Spiel Bergamo:Madrid als Superspreader-Event.

In einem Interview mit Radio München über das Impfen hat Prof. Hockertz jetzt eine weitere potenzielle Ursache genannt:

Prof. Stephan Hockertz warnt vor millionenfacher vorsätzlicher Körperverletzung und weist am Ende auf eine Meningitis-Zwangsimpfung hin, die der tödlichen Corona-Welle um Bergamo und Brescia um wenige Wochen vorausgegangen war. Er spricht ab Minute 29:50 von 35000 im Januar gegen Meningokokken Geimpften in dieser Region

Die Tatsache einer Massenimpfung gegen Meningitis (Hirnhautentzündung) als solche scheint Prof. Hockertz nicht erfunden zu haben.
Am 18.Januar 2020 erschien dieser Artikel in BSNews aus Brescia:

Meningitis-Notfall: 34000 Menschen zwischen Brescia und Bergamo geimpft


Einige Zahlen aus dem Artikel:
„In wenigen Wochen wurden fast 34.000 Menschen gegen Meningocco C geimpft, mit Spitzenwerten von 70% des erwarteten Ziels“
„In Brescia wurden 9200 Menschen durch Spezialkliniken geimpft, zusätzlich zu 1700 Menschen, die von Ärzten und Kinderärzten behandelt wurden, 1000 Studenten und 300 Arbeiter“
„In den vom außerordentlichen Plan betroffenen Gemeinden der Provinz Bergamo – inkl. Gallera – wurden 21.331 Bürger geimpft, davon 1680 Schüler direkt in Schulen und 2414 Arbeitnehmer in ihren Unternehmen

Meningitis-Impfung in der Grippesaison gefährlich

Im Interview sagte Hockertz zu dieser Impfung:
Wenn wir von Mengikokken-Impfungen sprechen, dann habe ich eine erhöhte Sterblichkeitsrate zB dann, wenn die Menschen parallel mit einer anderen Infektion zu kämpfen haben. Das ist ja sowieso auch immer eine große Schwierigkeit bei Zwangsimpfungen, dass ich jeden Einzelfall anamnetisch mir anschauen muss: hat dieser Mensch zurzeit eine Infektion, hat er andere Schwierigkeiten mit dem Immunsystem, denn eine Impfung stellt ja immer eine Belastung des Immunsystems dar. Wenn ich mir die Menigokokken-Impfung anschaue, dann ist diese sicherlich risikoreich…
Danach kommt die Passage über das Zusammentreffen dieser Impfung in Bergamo und Brescia mit der Corona-Welle. Selbst anhören!

Ich wundere mich sehr, dass ich bisher über diese Meningitis-Massenimpfung in der Region gar nichts gehört und gelesen habe im Zusammenhang mit der Ursachenanalyse für das Corona-Desaster. Ein relevanter Aspekt könnte es ja durchaus sein.
Als Einwand gegen eine vorschnelle Schlussfolgerung mache ich noch geltend, dass der italienische Artikel ausdrücklich auch viele Impfungen bei Schulkindern, Studenten und Arbeitnehmern erwähnt, während die Todesfälle bekanntermaßen (wie überall in der Welt) stark bei sehr alten Menschen aufgetreten sind. Das Durschnittsalter der Corona-Toten in der Region Bergamo soll über 80 Jahren gelegen haben.
Eine Ursache-Wirkung-Beziehung von Meningitis-Impfung und dem Verlauf der Corona-Erkrankung müsste durch eine Detailkorrelation von beidem natürlich erst noch etabliert werden.

Gates sieht Super-Chance

Bill Gates lässt in einem Interview mit der US Chamber of Commerce Foundation die Katze aus dem Sack:

Das Transkript des ganzen Interviews findet sich hier mit Datum vom 26.6.2020. Es wird auch aus dem Interview klar, dass das Interview kürzlich, also nach dem Ausbruch von Corona 2020, stattgefunden hat. Gates sagt in dem Ausschnitt im Video:

„In fact, the testing could have been ramped up very quickly. A few countries that have almost avoided the epidemic entirely like Taiwan, New Zealand, and Australia, they took their experience and actually prepared, and moved a lot faster. We have to prepare for the next one. That will get attention this time

„Tatsächlich hätten die Tests sehr schnell ausgeweitet werden können. Einige wenige Länder, die die Epidemie beinahe vollständig vermieden haben wie Taiwan, Neuseeland und Australien, haben ihre Erfahrungen gemacht und sich tatsächlich vorbereitet und schneller gehandelt. Wir müssen uns auf die nächste vorbereiten. Und die wird dann wirklich Aufmerksamkeit bekommen

Vor dem letzten Satz macht er eine Pause und baut er auch stimmlich sehr stark Spannung auf, und als er ihn ausspricht, läuft ihm ein unwiderstehliches Grinsen übers Gesicht wie einem schlechten Pokerspieler, der weiß, dass er 4 Asse oder einen Royal Flush auf die Hand bekommen hat. Und auch seine Frau grinst im Standbild ganz glücklich, obwohl es doch um eine für viele Menschen sehr schlimme Sache geht (Remember: 500000 Tote weltweit). Das war aber noch gar nix, das nächste Release wird wirklich richtig cool:

Die natürlichste Frage der Welt lautet: Was weiß Gates? Und woher?

Ist das die 2. Welle, über die selbst ein intensiver Medienkonsument wenig Beunruhigendes weiß und Schlimmes nur vermuten kann?

Ist es dieselbe 2. Welle, die Markus Söder in derselben Woche auch ganz sicher kommen sah:
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Was tun?

Sich Gedanken darüber machen, wie eine 2. Welle aussehen könnte.
Unnötige Risiken meiden: Menschenmengen, Super-Spreader-Events, Flugreisen
Abwehrkräfte stärken: Sommer an der frischen Luft verbringen, viel schlafen, sich gut ernähren
Vorräte überprüfen: Lebensmittel, Nudeln, Reis, Konserven, Falt-Wasserkanister, Werkzeug, wichtige Ersatzteile für Haus und Fahrrad etc.
Kontakte knüpfen und pflegen: Kontakte zu welchen Menschen sind wirklich wichtig, wenn es wieder Kontaktbeschränkungen gibt? Wer tickt ähnlich bei der Virus-Angst? Wer ist stabil und zuverlässig? Wer sorglos oder panisch?
Nachrichten verfolgen: welche Nachrichten sind wirklich neu und nicht die übliche langweilige Panikmache oder die übliche Schlamperei?

Das Leben geniessen! Es wird nichts besser davon, dass man es sich schon vor der nächsten Welle vermiesen lässt.


In Ulm und über Ulm hinaus

Der Volkswirt Prof. Christian Kreiß von der Hochschule Aalen hat am Wochenende in Ulm eine sehr gute Rede über die wirtschaftlichen Folgen und möglichen Hintergründe der Corona-Krise gehalten.
Seine ökonomische Denkrichtung könnte man als sozialliberal im besten Sinne bezeichnen. Aber hier seine Rede:

Prof. Christian Kreiß auf der Corona-Demo in Ulm am 14.06.2020

Nachtrag 17.06.2020
Das Video mit der Rede von Prof. Kreiß auf dem Kanal von GD-TV Schwäbisch Gmünd wurde von Youtube gelöscht wegen „Verstoß gegen die Community-Richtlinien“ (eine Farce von Argument). Deshalb musste ich das Video von einem anderen Kanal einbetten. Urteilen Sie selbst über diese „Community-Richtlinien“:

Nachtrag 14.07.2020
Auch das zweite Video ist gelöscht. Hier geht es zu einer Kopie bei KenFM.

Mit dieser Ansicht ist er nicht weit von den Zusammenhängen entfernt, die ich bereits am 15.03. auf diesem Blog erörtert habe: Corona und Wirtschaftskrise gehören zusammen, und die Wirkrichtung könnte täuschen. Tatsächlich hat er selbst das auch bereits am 30.03.2020 besser erörtert.
Kreiß hat früher im Spiegel über das passende Thema ‚gekaufte Forschung‘ und für die Grünen-Bundestagsfraktion ein Gutachten über geplanten Verschleiß geschrieben. Das daraus entstandene Buch wurde hier besprochen.

https://www.spektrum.de/fm/47/thumbnails/Kreiss_GeplanterVerschleiss.jpg.4104235.jpg

Wahre Worte zum Farewell

Die wahren Worte kamen von Richard Grenell, dem scheidenden US-Botschafter in Deutschland. Er sagte:

Sie machen einen großen Fehler, wenn Sie denken, der amerikanische Druck sei vorbei. Sie kennen die Amerikaner nicht

Er sagte das als Antwort auf die Interpretation von Noah Barkin:
„Deutschland atmet kollektiv auf“ – wegen Grenells Abschied, der während seiner zweijährigen Amstzeit dafür bekannt war, sehr undiplomatisch Druck auf das ‚Partnerland‘ Deutschland auszuüben.

Barkin hat für sein Aufatmen ca. 1600 Likes erhalten, Grenell für die Antwort aber im etwa selben Zeitraum 28000.
Am nächsten Tag legte Grenell nochmals mit Details zu seinen konkreten Forderungen nach:

Sie wollten immer, dass ich aufhöre, öffentlich zu fordern, dass Sie Ihre Verpflichtungen gegenüber der NATO bezahlen und Nordstream 2 beenden. Aber das ist US-Politik. Und ich arbeite für das amerikanische Volk

Grenells patzige Antwort an Andreas Nick, CDU-Politiker

Dafür bekam er 47200 Likes, steht damit also keineswegs isoliert.

Abgleich mit der „Theorie“

Ich finde die Nennung von Details gut, weil ich sie mit alten Beiträgen abgleichen kann, in denen ich über Dasselbe spekuliert hatte. Diese Forderungen tauchen nämlich so ähnlich immer wieder aus verschiedenen Mündern auf, nicht nur von einem etwas rüpeligen Botschafter.
So war mir vor mehr als einem Jahr aufgefallen, dass der SPIEGEL kaum verklausuliert einer Beraterin von Joe Biden ähnliche Forderungen in den Mund legte und Merkel einen Tritt in den Hintern formulierte:

Einige Wochen später hat die Kanzlerin ganz schlimm gezittert.
Gegen Jahresende hat sich mir der Eindruck aufgedrängt, dass das womöglich und sehr wahrscheinlich auch mit dem (von Grenell betriebenen und jetzt als dauerhaft angekündigten) Druck gegen Nordstream 2, der Pipeline zur Hölle, zu tun hat.

Zensuren für Grenell

Auf Twitter hat Grenell für seine Arbeit auch Zensuren bekommen. Natürlich lobte ihn Donald Trump junior:
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Lob gab es auch von Nile Gardiner , einem britischen Außenpolitik-Pundit:

Er sagte sinngemäß, dass Grenells harte Worte in Deutschland dringend nötig seien.

Und ein interessantes Zeugnis kam auch von Peter R. Neumann, dem auf diesem Blog bekannten Terror- und Coronaexperten. Leider hat Neumann um den 28. Mai herum große Teile seiner Twitterhistorie gelöscht, so dass ich sie zunächst nicht mehr gefunden habe. Aber Google kennt sogar zwei Tweets von ihm zu Grenells Abschiedsworten:

Und im Google-Cache ließ sich auch der Originaltext noch finden:
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Und später am Tag entstand noch eine (gegenüber Grenell) höflichere Variante des Tweets:
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Zusätzlicher Adressat war jetzt der neokonservative Publizist und Politiker David Frum.
Die Quintessenz seines Zeugnisses lautet: Grenell hat Recht, aber er verprellt die Verbündeten und ist deshalb ineffektiv.
Bei diesem Zeugnis überrascht es nicht, dass sich Neumann als Anhänger von Joe Biden sieht:
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Passt: gleiche Außenpolitik wie Trump, aber mit anderem Image.
Und ganz nebenbei haben wir gelernt, dass Peter R. Neumann im Kern Außenpolitik macht. Da liegt es auch nahe, dass Terrorismus und Corona im Kern keine Science sind, sondern Felder oder Werkzeuge der Außenpolitik und Neumann dort als sogenannter ‚Spindoktor‘ wirkt.

Ausblick

Neuer Botschafter, also Nachfolger von Grenell, wurde Jeremy Issacharoff

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Das klingt jetzt noch nicht so, als würde er sich von Grenell distanzieren und eine völlig andere Politik machen.

Die Korönung des George

Die Meldung über die Corona-Infektion von George Floyd ist völlig nutzlos für das Verständnis des Falls.
Sie erlaubt aber einen Einblick in die Techniken des medialen Themenwechsels.

Was könnte uns diese Meldung sagen wollen:

Mögliche Motive

Ich sehe mindestens zwei unabhängige Motive für diese irrelevante Meldung:

  1. George Floyd soll implizit als krank-ansteckender Typ dargestellt, der gewalttätige Polizist Chauvin zumindest teilweise vom berechtigten Vorwurf der Tötung eines wehrlosen Mitmenschen entlastet werden
  2. Die ‚Todesursache Corona‘, die in den meisten Fällen ein Sterben ‚mit Corona‘, nicht an Corona bedeutet, wird als eher zweifelhafte Diagnose vorgeführt.

Beide Punkte lassen sich kaum explizit machen, weil sie nicht PC sind, und bleiben deshalb beim Leser eher als (unguter) Beigeschmack hängen, wenn er die Meldung wieder hinter sich lässt, ein wenig ratlos ob ihrer medizinischen Absurdität.
Nur der österreichische ‚Kurier‘ deutet in seiner Meldung den Punkt 2 mehr als nur an, was ihn ein wenig aus der Reihe heraushebt. In den letzten Wochen war es unschicklich zu erwähnen, dass ein Sterben ‚mit Corona‘ eher wenig über die Todesursache aussagt. Der Fall Floyd zeigt da natürlich mustergültig, wie absurd die Zählung des RKI sein kann.

Zwischen beiden Motiven gibt es auch einen gewissen Widerspruch, weil Punkt 1 nicht wirkt auf die sogenannten „Verschwörungstheoretiker“, denen Punkt 2 und die damit verbundene Desinformation schon lange bewusst ist. Aber als schlechter Nachgeschmack können natürlich beide Eindrücke gemeinsam im Kopf des Lesers zurückbleiben, wenn er sich bisher wenig um die merkwürdigen Begleitumstände dieser Pandemie gekümmert hat.

Auffällig ist auch, dass die gelisteten Artikel tendenziell eher im Boulevard- und Billig-Journalismus angesiedelt sind.
Dieser Punkt wird besonders am Beispiel der BBC deutlich, die diese Meldung nicht in ihrer englischsprachigen Ausgabe, sondern im Liveticker der Pidgin-Ausgabe bringt. Auch die WELT hat die Meldung nicht in einem eigenen Artikel, sondern nur in einem Corona-Liveticker gebracht.

Linksliberale Medien kombinieren anders

In Medien, die seriöser wirken wollen, findet man diese platte Meldung über Corona (lat. die Krone) bei George Floyd nicht so leicht.
Hier werden eher wie in der ZEIT, die beiden Themen ‚Corona‘ und ‚Rassendiskriminierung‘ sorgsam zu einem Potpourri des Bösen und (natürlich) der Läuterung zusammengerührt, für die George Clooney einmal mehr der richtige „alte weiße Mann“ ist:

Ganz ähnlich schmeckt die ‚Süddeutsche‘ den Eintopf ab:

Die Klage über die Durchsetzung der Abstandsregeln durch die Polizei kommt ihr allerdings in Berichten über Demonstrationen in Deutschland nicht in den Sinn: Die SZ klagt hierzulande eher darüber, dass die Regeln von der Polizei nicht durchgesetzt werden. Während sie bei den Demonstrationen in den USA auch teilweise massive und tödliche Gewalt nicht kriminalisiert und pauschal allen Protestierenden anlastet, stellt sie Demonstranten in Deutschland auch dann bereitwillig unter Extremismusverdacht, wenn von ihnen keinerlei Gewalt ausgeht:
„Die Polizei sprach am Sonntag von einer ‚teils großen Aggressivität‘. Viele Teilnehmer skandierten unter anderem ‚Freiheit‘, ‚Widerstand‘, ‚Volksverräter‘ und ‚Wir alle sind das Volk'“
Viele Ladenbesitzer und Gewaltopfer in den USA wären wahrscheinlich sehr froh, wenn auch dort nur ’skandiert‘ werden würde. Aber dort gelten natürlich ganz andere Maßstäbe. Es geht ja um eine gute Sache.

Der Hype ist tot. Es lebe der Hype!

Es würde mich nicht überraschen, wenn diese Episode mit dem positiven Corona-Test bei George Floyd einen deutlichen Einschnitt in der Intensität der Corona-Berichterstattung markieren würde, die sich so wie bisher aktuell nicht länger verkaufen lässt.
Wenn die platteren Medien diese Corona-Welle in dieser Art auslaufen lassen, verebbt sie auch in den ‚feineren‘ Medien und muss auf neue Entwicklungen hoffen.
Aber ein neuer Hype, mit dem sich die Öffentlichkeiten vieler Länder gleichzeitig treiben lassen, steht ja zum Glück bereits unter vollem Dampf.

Nachtrag 07.06.2020
Bin ein wenig überrascht, wie schnell es geht:
Wenn sich 14 Tage nach solchen „Super-Spreader-Events“ keine gewaltige 2. Infektionswelle zeigt oder zeigen lässt, wird es niemandem mehr zu erklären sein, dass Abstandsregeln notwendig sind:
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Falsche Schutzmänner immer dreister

Zunächst eine eilige Durchsage des Bayerischen Rundfunks:


Bayerns Ministerpräsident warnt vor einem Ende der Corona-Auflagen. Im ARD extra betonte Markus Söder, dass er eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen für richtig halte. Würden die Maßnahmen beendet, seien die Menschen „schutzlos ausgeliefert“.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Betrüger Bürger mit immer dreisteren Geschichten vor falschen Gefahren warnen, um so ihr Vertrauen zu erschleichen und sie anschließend um ihr Vermögen zu erleichtern.:

Die Masche ist bekannt, aber die Dimension übertrifft alles bisher Dagewesene:

Als ein Bote im September 2020 den Koffer mit den Diamanten sowie eine Uhr im Wert von 175 000 Euro abholen wollte, konnten ihn Fahnder der Münchner Polizei festnehmen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 31-jährigen Abholer erhoben. Demnach war er Teil einer professionell arbeitenden Bande.

Er hatte im März 2020 erstmals Kontakt zu der ehemaligen Angestellten einer Anwaltskanzlei aufgenommen, sich als Polizeibeamter ausgegeben und behauptet, sie werde von einem Virus bedroht. Bereits im März und April 2020 übergab die Geschädigte Freiheitsrechte von unschätzbarem Wert an die Betrüger − im Glauben, es handle sich um Polizisten, die ihre Werte sicher verwahrten.

Daraufhin erhöhten die Betrüger den Druck: Ein Anrufer, der sich als Polizeibeamter Marcus Sör vorstellte, bewegte die Frau dazu, eine App auf ihrem Telefon zu installieren und sich nur noch in „seriösen“ Medien zu informieren.

Zuletzt trat er fast täglich auf den Plan und erzählte, unschuldige Bürger würden von Verschwörungstheoretikern gefangen gehalten und bedroht. Da sie mit allen Wassern gewaschen seien, dürfe sie sich auf keine Gespräche mit ihnen einlassen. Das Vermögen der alleinstehenden Frau werde benötigt, um Tausende Mitbürger vor einer tödlichen Krankheit zu retten.

Viren im Kabarett

Volker Pispers hat schon vor fast 10 Jahren die Themen brillant verbunden:

Warum hat er eigentlich 2015 seine Kabarett-Karriere beendet? Großer Verlust.

Helmut Schleich, Bayerns bester Strauss-Imitator, hat zum Thema aktuell ein schönes Schleichfernsehen produziert:

Und das vergleichen Sie dann mal mit Wilfried Schmickler. Keine Ahnung

Viel Vergnügen! Mehr oder weniger.

Der Horror der zweiten Welle

Kein Zweifel, die wirtschaftliche Krise als 2. Welle des Corona-Horrors wird schlimm werden. Das ist längst klar, aber nicht Thema dieses Beitrags.
Wie groß ist aber die vielbeschworene Gefahr wirklich, dass es zu einer 2. Infektionswelle kommt, die dazu noch schlimmer als die erste sein soll?
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Vieles spricht gegen eine schnelle 2. Welle

Erstens läuft die erste Welle fast überall aus:

In Italien hatte die Welle des Todesfälle ihren Höhepunkt bereits Anfang April erreicht, in Belgien stieg sie bezogen auf die Einwohnerzahl am höchsten und geht seit Mitte April zurück, aber auch in Schweden geht es seit Ende April runter.
Warum also sollte es in Deutschland bald eine zweite Welle geben, nur weil sich die Maßnahmen mit den Lockerungen dem schwedischen Niveau annähern? Um das zu verhindern, reicht ein Minimum an Disziplin. Massenveranstaltungen mit zu viel Tuchfühlung einfach meiden!

Dagegen spricht auch der Viren-Kalender. Die Corona-Zeit ist seit Mai vorbei und beginnt erst im Dezember wieder:

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Deshalb erwarten auch Corona-nahe Experten eine zweite Welle erst ab Spätherbst. Auch Cristian Drosten ist auf diese Linie eingeschwenkt:
„Christian Drosten blickt demnach aber mit Sorge in Richtung Herbst und Winter: Er frage sich was passiert, wenn man nun sehr glimpflich über den Sommer kommen sollte, bis zum Herbst aber immer noch kein spezifisches Medikament zur Verfügung habe“

Was für eine 2. Welle spricht

Kriegsrhetorik und Mitwirkung von Terrorexperten

Auffällig ist die öffentliche Kriegsrhetorik im Zusammenhang mit dem Virus:
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Noch deutlicher als Merkel wurde Macron:
undefinedDas klingt eher merkwürdig, dürfte aber irgendeine Realität ausdrücken. Also Vorsicht! Der Feind ist da draußen und er schläft nicht, sondern kann jederzeit und überraschend zuschlagen – ohne Rücksicht auf den Kalender!

Und dann sind da noch diese Terror-Experten, die plötzlich auch bei Corona das große Wort führen und sich für eine Impfung stark machen:
undefinedEin Virus ist zwar kein Terrorismus, macht aber auch schön Angst, und Terror-Experten liefern auch hier das Beruhigungsmittel: eine Impfung/Vertrauen zu staatlichen Maßnahmen. Wenn das Angebot nicht angenommen wird, hilft vielleicht eine 2. Welle?

Das Virus ist tückisch

Es tauchen immer wieder Berichte auf, dass die Erkrankung COVID-19 auch besonders tückische Verläufe hat und bleibende Schäden in verschiedenen Organen verursacht. Die Universitätsklinik Innsbruck berichtete über Lungenschäden bei Sporttauchern, das Universitätsspital Zürich über Gefäßveränderungen in verschiedenen Organen. Nach milden Verläufen der Corona-Erkrankungen bei Kindern wird insbesondere aus den USA über Symptome mit Zusammenhang zum Kawasaki-Syndrom berichtet.
Ich kann nicht beurteilen, welche quantitative Bedeutung solche Erkrankungen bisher haben, aber es ist doch deutlich, dass es jenseits des Infektionsgeschehens auch zu einer zweiten Welle an Erkenntnissen über die Schädlichkeit des Virus kommen kann, die erneut zu panischen Reaktionen aus Bevölkerung und Politik führt.

Die Macht der Corona-Tests

Ob eine Infektionswelle als zweite Corona-Welle oder als neue Epidemie interpretiert wird, hängt auch davon ab, ob die aktuell verwendeten Corona-Tests auf sie ansprechen. Manche behaupteten, Drostens Test sei nicht sehr selektiv und nicht ausreichend evaluiert, er produziere falsche Positivergebnisse. Drosten bestreitet das. Wichtig ist aber festzuhalten, dass vorhandene Tests eine Schlüsselrolle spielen, wenn es um die Frage geht: zweite Welle oder anderes Virus? Und nicht alle Tests sind gut.

Viren aus dem Labor

Für Furore hat die Behauptung des Nobelpreisträgers Luc Montagnier gesorgt, das Corona-Virus sei im Labor künstlich mit HIV-Bestandteilen hergestellt worden. Manche erklären das für eine Verschwörungstheorie, andere nur für unwahrscheinlich. Wieder andere halten es für unwiderlegt.
Spinnt man den Verdacht aber zuende, kommt man unschwer zu einem Worst-Case-Szenario für eine zweite Welle:

  1. das Corona-Virus stammt aus dem Labor
  2. es wurde nicht allein, sondern mit ähnlichen Verwandten hergestellt
  3. auf alle Varianten reagieren die vorhandenen Corona-Tests positiv
  4. schon vor Herbst wird eine zweite Variante in Umlauf gebracht
  5. die zweite Variante ist heimtückischer als die erste

Fazit

Aktuell spricht nur noch wenig für eine ernsthafte, zweite Corona-Welle vor dem nächsten Winter. Dafür sind die Warnungen davor aber recht verbreitet und eindringlich, gerade auch von Politikern.
Viele Vermutungen, die aber alle auch bestritten werden, lassen sich recht mühelos zu einem ganz üblen Worst-Case-Szenario von einer verheerenden zweiten Corona-Welle zusammenbasteln. Es ist aber völlig unklar, was von solchen Vorhersagen zu halten ist, auch wenn sich einige Aspekte davon („Zweite Welle kommt“, „China ist schuld“, „Bill Gates steckt dahinter“,…) bereits heute in den Nachrichten finden lassen.
Es wäre jedenfalls schön, wenn uns die zweite Welle erspart bliebe, wonach es vorläufig erst einmal aussieht.

Nachtrag 29.05.2020 zum Abschnitt ‚Das Virus ist tückisch‘
Ein Artikel im Focus zu Lungenveränderungen durch das Virus:
„Beobachtungen sind alarmierend
Was mich etwas beunruhigt, ist, dass vier bis acht Wochen nach Entlassung nur zwei der 31 Patienten wieder eine normale Lunge haben
Es wird sicherlich noch einige Überraschungen geben“
Auf dieser Schiene werden sicher noch einige Artikel kommen. Die ist fast ideal, um immer wieder einmal nachzulegen.

Nachtrag 06.06.2020 zum Thema Corona-Tests
Warum die Diskussion um den PCR-Test nicht endet:
„Der Nachweis von viraler RNA weist möglicherweise nicht auf das Vorhandensein eines infektiösen Virus hin, oder darauf, dass 2019-nCoV der Auslöser für klinische Symptome ist“
Inzwischen verzichten die WHO und die amerikanische Lebens- und Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA auf den Nachweis des angabegemäß SARS-CoV-2-spezifischen ORF1-Gens im Rahmen des PCR-Tests; der Nachweis des unspezifischen, auf Coronaviren im allgemeinen hinweisenden E-Gens reicht jetzt aus
erklärt die US-Seuchenschutzbehörde CDC, dass der RNA-Nachweis durch diese Art von Tests weder eindeutig ein ansteckendes Virus noch eindeutig denjenigen Erreger identifiziert, der für klinische Symptome der getesteten Patienten ursächlich ist


Nachtrag 14.06.2020
Dieser Beitrag in Strategika51, der mir durch ein frz. Blog bekanntgemacht wurde, beschreibt die neuesten Berichte aus Peking als Beginn der 2. Corona-Welle, die ansteckender und tödlicher sein soll als die erste. Siehe auch hier und hier.

Nachtrag 15.06.2020
Anscheinend handelt es sich bei dem neuen Ausbruch in Peking um eine Mutation:
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„Das Virus, das für den neuen Corona-Ausbruch in Peking verantwortlich ist, ist nicht mit dem Virus identisch, dass die Pandemie vor Monaten ausgelöst hatte“
„Hinter dem neuen Corona-Ausbruch in Peking steckt vermutlich eine Mutation. Das Virus, das in China Hauptstadt entdeckt wurde, sei nach einer vorläufigen Sequenzierung des Genstamms anders als der Typ, der das Land vorher heimgesucht hat, sagte Zeng Guang, Epidemiologe des Gesundheitsamtes nach Angaben der staatlich kontrollierten «Global Times» am Sonntag“
„Das Virus sei bis zu einem Hackbrett auf dem Xinfadi-Großmarkt zurückverfolgt worden, auf dem importierter Lachs verarbeitet worden sei“
Nicht erwähnt ist, ob die Mutation mit denselben Tests positiv testet, die schon zuvor verwendet wurden.

Nachtrag 16.06.2020
Bei der Mutation in China soll es sich laut einem chinesischen Pressebericht tatsächlich um den Reimport der europäischen Variante handeln:
Yang Peng, a researcher from Beijing CDC told China’s Central Television (CCTV) via telephone interview that it has been preliminarily determined that the virus found on the samples from the market is related to strains China has seen from imported cases. Genome sequencing showed that the coronavirus came from Europe
Das würde dann gleichzeitig das Risiko für Europa durch diesen Ausbruch kräftig reduzieren: das Virus kennen wir inzwischen.

Nachtrag 19.06.2020
Ein Beitrag von Dirk Pohlmann, der mir wie eine gute Übersetzung James Corbetts (mit eigenen Quellen) ins Deutsche erscheint: „Ein Virus als Waffe“

Nachtrag 01.07.2020
Sehenswerter Videobeitrag mit vielen wichtigen Aspekten zum Corona-Komplex.
Das wichtigste Bein, auf dem der Corona-Hype steht, ist der Corona-Test. Und der ist nicht ordentlich validiert und die Blaupause dazu stammt von Christian Drosten.

Fake News über Falschnachrichten

Die Tagesschau verbreitet hochoffiziell im ARD-Verbund „recherchierte“ Falschnachrichten:

Mit Hilfe des Faktenfuchs des Bayerischen Rundfunks hat die ARD angeblich ein besonders prominentes Beispiel für Falschnachrichten identifiziert:

Mit Rot habe ich die Vorwürfe an Bhakdi markiert, mit Grün Tatsachenbehauptungen, mit Gelb Meinungen. Der Faktenfuchs und die Tagesschau haben in dem beanstandeten Video tatsächlich keine Falschnachrichten gefunden, nur eine falsche Meinung von Bhakdi.
Er war und ist nämlich der Meinung, dass die Gefährlichkeit des Virus überschätzt wurde, weil die Daten lückenhaft seien. Diese zentrale Tatsachenbehauptung von ihm über Datenlücken wird pikanterweise im Tagesschau-Artikel ausdrücklich bestätigt. Ob man bei so lückenhaften Daten eher weniger (Bhakdi) oder eher mehr (Bundesregierung) Vorsicht walten lassen sollte, ist also kein Streit über Falschnachrichten, sondern ein reiner Meinungsstreit. Und gerade bei Meinungen über Fakten ist es wichtig, verschiedene kompetente Meinungen anzuhören.

Prominentes Beispiel ja, aber wofür?

Sucharit Bhakdi ist tatsächlich sehr schnell prominent geworden und das von der Tagesschau bemängelte Video hat Stand heute fast 2.5 Mio Aufrufe erhalten.
Jeder kann sich selbst davon überzeugen, dass Bhakdi in diesem Video vom 29. März eher wenig behauptet und sehr viel fragt nach der Qualität der Daten, auf die die Bundesregierung ihre nie dagewesenen Entscheidungen aufbaut:

Von der Tagesschau fälschlich als prominentes Beispiel für Falschnachrichten bezeichnetes Video

Diese Fragen sind sehr berechtigt und stehen im Zentrum der Kritik von vielen qualifizierten Medizinern und Wissenschaftlern, die einen Vorwurf teilen: es wurde mit zu wenig echtem Wissen eine zu große Gefährlichkeit des Virus angenommen und mit extremen Maßnahmen beantwortet, deren Wirksamkeit auch nicht gesichert war.

Sucharit Bhakdi hat als qualifizierter Seuchenmediziner im Ruhestand einen Youtube-Kanal gegründet, um seine Meinung, sein Entsetzen über die Coronapolitik der Bundesregierung in sehr moderatem Ton und an der Sache orientiert zu äußern. Er ist offensichtlich politisch nie in Erscheinung getreten. Damit ist Sucharit Bhakdi ein sehr prominentes Beispiel für Bürgersinn und den Wert von Meinungsfreiheit.

Faktencheck ist Meinungskampf

Weil Fehler bei Entscheidungen unter Druck und Informationsmangel immer möglich (und bei Einsicht auch verzeihlich) sind, ist es nicht nur absurd, sondern auch gefährlich, Fachkritik wie die von Sucharit Bhakdi mit Falschnachrichten in einen Topf zu werfen.
Auch handwerklich hat die Tagesschau hier ganz schlechte Arbeit geleistet: Hätte sie ein Video von Bhakdi nach Falschnachrichten absuchen wollen, dann hätte sie sich dieses frühere Video vornehmen müssen. Erstens enthält es wesentlich mehr Tatsachenbehauptungen und zweitens ist es offensichtlich auch mehr ins Unreine gesprochen als das spätere, das man auch als Versuch einer Verwissenschaftlichung und Konsolidierung seines Standpunkts verstehen kann. Hier darf man nach Fehlern und Falschannahmen suchen.
Ob mögliche Fehler und Falschannahmen dann auch Fake News sind, ist eine ganz andere Frage: auch Bundesregierung und Robert-Koch-Institut haben in der Corona-Pandemie bereits viele Fehler gemacht, wie Kurswechsel zB bei der Kommunikation über die Sinnhaftigkeit von Masken beweisen. Aber ihnen würde die Tagesschau deshalb niemals „Falschnachrichten“ vorwerfen, oder? An diesem Vergleich erkennt man:
Dieser Art der Faktenchecks geht es weniger um Fakten als um Parteinahme im Meinungskampf, im Zweifel immer auf der Seite von Regierung und Behörden. Sie nähren deshalb den Vorwurf, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Staats- und Regierungsfunk sei. Und das ist noch nicht der Gipfel des Hineinregierens in die Informationsfreiheit des Bürgers.

Pandemie vorbei, Bilanz kommt

Behörden wie das RKI und die Bundesregierung haben seither einen weiteren Monat verschlafen, in dem sie auf Bhakdis berechtigte Fragen hin hätten veranlassen können, dass die riesigen Datenlücken geschlossen werden, um so schnell wie möglich die drastischen Beschränkungen von wirtschaftlicher Aktivität und Grundrechten aufheben zu können.

Inzwischen kommt die Pandemie an ihr vorläufiges Ende. Die Hinweise darauf mehren sich in vielen Ländern und werden sehr bald nicht mehr kleinzureden sein, dass der Höhepunkt schon vor langer Zeit überschritten wurde:

Gleichzeitig steht eine riesige Wirtschaftskrise vor der Tür, die auch vorhergesehen war, und die jetzt wahrscheinlich einen einschneidenden Politikwechsel erzwingen oder in einem katastrophalen Crash enden wird:

Nachtrag 13.05.2020
Bernd Zeller bringt (als generelles Phänomen) exakt auf den Punkt, was die Tagesschau über dieses Video von Bhakdi an Fake News produziert hat:
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Nachtrag 14.05.2020
Dass Sucharit Bhakdi nicht fair behandelt worden ist, zeigen solche Quacksalbereien im FREITAG, halb Entschuldigung für erlittenes Unrecht, halb Weiterbeschuldigung des Opfers, weil er mit den „falschen Leuten“ gesprochen hat:

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Die Frage liegt auf der Hand, warum sich eine „linke“, „oppositionelle“ Zeitung berufen fühlt, wie eine Florence Nightingale des Journalismus, die Opfer der Kriegsmaschinerie des staatlichen Rundfunks auf dem Schlachtfeld zu verbinden.

Nachtrag 3.6.2020
Amazon soll sich geweigert haben, das e-Book von Sucharit Bhakdi ins Programm zu nehmen. Das Buch soll jetzt in 14 Tagen als Taschenbuch erscheinen:

Nachtrag 25.06.2020
Im Deutschlandfunk hat der Statistiker Antes zuletzt darüber gesprochen, dass
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die von ihm (und ebenso Sucharit Bhakdi) monierten Datenlücken bis heute, also in ganzen 3 Monaten, nicht geschlossen worden sind:
Von den Wissenslücken, die ich damals (Ende März) beklagt hatte, ist eigentlich erschreckend wenig gefüllt worden…
Da diese Tests völlig willkürlich und…unter chaotischen Bedingungen ausgewählt werden…, können wir daraus nichts ziehen

Dieses Video bringt die abstrusen Maßstäbe lustig auf den Punkt, mit dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk Wissenschaftler entweder bereitwillig zu Wort kommen lässt oder mit FakeNews rigoros ausgrenzt:

Nachtrag 1.7.2020
In seinem Buch „Corona: Fehlalarm?“ berichtet Bhakdi auch über diesen Tweet des Bundesgesundheitsministeriums zwei Tage, bevor die Einschränkungen tatsächlich verkündet wurden:

Er wurde noch nicht einmal gelöscht, ist jetzt noch online. Dazu zwei treffende Punkte von Bhakdi:

Fake News = alles, was die Bundesregierung gerade nicht hören möchte

„Haben wir nicht ein Problem, wenn unsere Regierung selbst Fake News verbreitet?“