Energiezukunft statt Klimahysterie

Im letzten Beitrag wider die Diffamierung und Hetze gegen Daniele Ganser bin ich wieder auf seinen Vortrag von 2016 in München bei der ÖDP gestoßen, einer bayerischen und besseren grünen Partei:

Energieabhängigkeit hinter der Nebelwand

In diesem sehr sehenswerten Vortrag und auch in seinem Buch von 2012 Erdölrauschträgt der Historiker Dr. Daniele Ganser hervorragend vor, warum die enorme Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, vor allem aus dem Mittleren Osten, strategisch, wirtschaftlich und moralisch so riskant ist, (meine Meinung:) viel riskanter als der Klimawandel.
Das stützt meine bereits in einem Beitrag skizzierte Überlegung, ob der „menschengemachte Klimawandel“ nicht eher eine offizielle Nebelwand für einen Kurswechsel aus geopolitischen Gründen ist, für deren öffentliche Präsentation Daniele Ganser seit Jahren verleumdet wird. Eine Nebelwand deshalb, weil die Politik damit die Öffentlichkeit (teilweise) in dieselbe Richtung lenken kann, ohne aber ihre eigenen früheren Fehler und Verbrechen thematisieren zu müssen, darunter Beteiligung an und Deckung von schwersten Kriegsverbrechen, die heute noch durch die brutale und rechtlose Verfolgung von Julian Assange fortgesetzt werden.

Perspektiven für die Energiezukunft

Ein Bereich, in dem „Klimaschutz“ und Energiegeopolitik definitiv nicht zu denselben Entscheidungen führen würden, ist aber die Verstromung heimischer Kohle. Aus dem Blickwinkel der Energiegeopolitik ist diese ein enormes Plus für die Versorgungssicherheit 😁 der eigenen Bevölkerung, aus Sicht der Klimaschutzbewegung dagegen der maximale Schädling ☹️.

Trotzdem gibt es aber einen weiten Bereich, in dem Klimaschutzziele und die Ziele einer  Verringerung der Energieabhängigkeit zusammenfallen, vor allem dann wenn sie geschickt in die richtige Richtung getrimmt werden:

  • keine ideologisch reinen Lösungen (wie Fahrverbote für Verbrenner, Ölheizungen etc.), die unverhältnismäßig teuer sind und neue Abhängigkeiten schaffen
  • Konzentration auf Energieeffizienz und andere Lösungen, die auch wirtschaftlich rentabel sind
  • Bonus für Dezentralisierung (wichtig in Krisenfällen, z.B. bei Blackouts) und direkten Bürgereinfluss statt für vom Staat administrierte oder von Konzernen beherrschte Zentrallösungen.
    Beispiele: Photovoltaik mit Speicher und Notstromfunktion auf Ein- und Mehrfamilienhäusern, private oder kommunale Blockheizkraftwerke (BHKW)
  • Anzapfen der für „Klimaschutz“ vorgesehenen Fördergelder und durch die Geldpolitik bereitgestellten billigen Kredite für Lokalisierung, sichere Einkommen, Autonomie und Krisenresistenz

Ein wesentlicher Vorteil dieser Denkweise besteht auch darin, dass 20% weniger Energieabhängigkeit für das Leben der Menschen in Deutschland und Europa ein schöner Erfolg wären, 20% weniger deutsche oder europäische CO2-Emissionen für das Weltklima dagegen nicht mehr als ein Furz:
World_fossil_carbon_dioxide_emissions_six_top_countries_and_confederations

In einem späteren Beitrag werde ich ein entsprechendes Projekt vorstellen und unter solchen erweiterten Renditeaspekten durchrechnen.

Timing auch für Ganser zu schwer

Zurück zu Gansers Buch: er brüstet sich damit, dass er in seinem Buch als Erster nachgewiesen habe, dass die konventionelle, also ohne Fracking durchgeführte, Erdölförderung seit 2006 rückläufig sei. Das war 2012, und ich erinnere mich daran, dass ‚Peak Oil‚ zwischen 2005 und 2010 ein ganz heißes Thema war, getrieben durch hohe Ölpreise. Jetzt ist 2020, und die Ölpreise sind immer noch sehr niedrig, so niedrig, dass es die Fracking-Industrie ernsthaft bedroht. So niedrig, dass die Preise weder durch den mysteriösen Drohnenangriff auf die saudischen Ölanlagen noch durch die kriegerischen Akte im Irak ernsthaft gestiegen sind.
Diese Beobachtung bestätigt eine Grundregel bei solchen Prognosen: anfangs bleibt meist viel mehr Zeit für eigenes Handeln, als die viel zu alarmistischen Prognosen vermuten lassen, aber wenn diese Zeit abgelaufen ist, dann geht es oft sehr schnell und für Gegenmaßnahmen ist es dann zu spät. Deshalb:
In der Ruhe der Verfolgung ernsthafter Interessen mit pragmatischen Lösungen liegt die Kraft, nicht in der Klimahysterie.

Nachtrag 05.02.2020
Hier ein Artikel und eine Sendung des Schweizer-Radios DRS 2 von 2012 über Gansers Buch, die beide auch die wichtige Frage des Timings und des kurzfristig übertriebenen Alarmismus illustrieren:

Das Thema Peak Oil galt 2012 vielen noch als brandheiß. Inzwischen ist es aber völlig durch die sogenannte Klimakatastrophe (die keine Katastrophe ist) verdrängt bzw. ersetzt. Immerhin erkennt Ganser:
Natürlich gibt es mittelfristig immer noch Erdöl, auch 2050 noch. Die Frage ist, in welcher Menge und zu welchem Preis
Hier greift mein Ansatz. Energieeffizienz: unbedingt und schon immer!; Substitution: gerne, wo es ökologisch und ökonomisch lohnt, dabei lieber etwas zu viel als zu wenig; Dekarbonisierung um jeden Preis: auf gar keinen Fall!

Nachtrag 18.02.2020
Ich habe das Buch jetzt ganz gelesen. Es ist nicht schlecht, aber in den groben Linien nicht sonderlich neu für mich, in den Details allerdings schon. In den Details habe ich aber auch Einiges zu meckern:

  1. Es gibt einige Schreibfehler im Buch, und manche kehren so oft wieder, dass ich mich frage, ob es bei Orell Füssli kein Lektorat mehr gibt: „Umfall“ statt „Unfall“ kommt zum Beispiel einige Male vor.
  2. Während Ganser im Buch durchgehend und mit guten Argumenten über die absehbare Erschöpfung der Öl- (und auch Gas-) Reserven schreibt, erwähnt er ein Mal, dass die Kohlevorkommen mit Sicherheit noch länger reichen: Jahrhunderte statt Jahrzehnte. Das bringt ihn natürlich in Argumentationsnöte, was deren Einsatz angeht. Hier differenziert er nicht in Knappheits- und Versorgungsargumente einerseits und Klimaargumente andererseits, obwohl beide zu einer ganz verschiedenen Bewertung der Kohleverstromung führen müssen (siehe oben!). Stattdessen nimmt er es einfach als Fakt hin, dass Europa wegen seiner Klimaziele nicht auf Kohle setzen kann. Ich sehe das mit einer gewissen Klimaskepsis anders und könnte mir durchaus vorstellen, in einer Energiekrise der europ. Versorgungsicherheit den Vorzug zu geben.
  3. Ähnlich sieht es mit der Kernenergie aus. Hier betrachtet er die Versorgungslage mit Uran und anderen Kernbrennstoffen überhaupt nicht, sondern zitiert die Skepsis der Bevölkerung, die Schwierigkeiten Kernkraftwerke zu versichern und Ausstiegsbeschlüsse europ. Länder. Er verschiebt also die Debattenebene mit einem gewissen grünen Vorurteil, das auch in diesem Zitat über den „Umfall“ von Fukushima deutlich wird:
    „Die Kombination von Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe brachte großes Leid über Japan und forderte 15848 Tote“
    Er verschweigt also, dass das Leid durch die Todesfälle sehr ungleich verteilt war und zu praktisch 100% durch den Tsunami entstanden ist, während der kerntechnische Unfall keinen einzigen direkten Toten verursacht hat. Hier berichtet Ganser unlauter ganz im Sinne grüner Vorurteile.
  4. Ganser argumentiert in seinem Buch so, als ob der Ölpreis von nun an immer nur weiter steigen würde. Das mag langfristig stimmen, war aber kurzfristig eher unwahrscheinlich und ist auch nicht so gekommen:
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    Ganser hat ganz offensichtlich auf dem Höhepunkt der Peak-Oil-Blase gearbeitet und gedacht: Prognosen bleiben schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.
  5. Auch bei seinen Peak-Oil- und Peak-Gas-Prognosen hat seine Urteilskraft eine Schlagseite. Er zitiert die ASPO, Association for the Study of Peak Oil und Peak Gas, zur Gasförderung Nowegens:
    „Die ASPO Deutschland glaubt, dass Norwegen möglicherweise schon 2011 bei 120 Milliarden Kubikmeter pro Jahr das Fördermaximum Peak Gas erreicht hat“.
    Wir sind jetzt in der glücklichen Lage, dass wir diese Prognose mit 8 Jahren Abstand überprüfen können. Dabei stellen wir fest, dass sie zu pessimistisch war:

Im Jahr 2011 hatte die Erdasförderung Norwegens eine kleine Delle und ist von gut 106 auf 100,5 Milliarden Kubikmeter gefallen, bevor sie 2017 mit 123,2 Milliarden Kubikmeter ein (vorläufiges) Maximum erreicht hat. Für 2019 berichten und für 2020 erwarten die Norweger:
„Diese ging von knapp 120 auf rund 113 Mio. Kubikmeter zurück. Grund dafür war, dass Unternehmen die Produktion aufgrund der Marktsituation zurückgehalten haben, so die Behörde. Das Öldirektorat rechnet aber schon in diesem Jahr mit einer Trendwende. Die Prognose für 2020 liegt bei einer Gesamtförderung von 238,5 Mio. Kubikmetern, die Erdgasproduktion schätzt das Direktorat auf rund 117 Mio. Kubikmeter“.
(Hier gehen Millionen und Milliarden durcheinander, aber Milliarden ist wohl richtig)
Die Gasförderung erreichte im Jahr 2011 keinen Peak und lag noch 2018 bei 120 Milliarden Kubikmeter und es soll so weitergehen. Wie lange die Förderung auf diesem Niveau bleibt, muss sich aber erst noch zeigen. Die ASPO Schweiz, deren ehrenamtlicher Präsident Daniele Ganser von 2006 bis 2012 war, hat ihren Peak aber schon überschritten und wurde Ende 2018 aufgelöst.

Auch wenn es erstens länger dauert, als zweitens die Peak-Experten denken, bin ich aber nach dem Buch noch überzeugter davon, dass wir uns in den nächsten Jahrzehnten auf eine spürbare Verknappung bei Öl und Gas einstellen sollten. Entsprechende Investitionen, zB eine sparsamere Öl- oder Gasheizung oder ihre Ergänzung um eine mit einer Solaranlage versorgte elektr. Wärmepumpe, könnten wirtschaftlich sein und würden in jedem Fall die Versorgungsicherheit durch eine längere Tankreichweite verbessern. Das wäre doch ein greifbares, schönes Ziel, ganz unabhängig vom CO2-Ausstoß und einem (vielleicht) durch ihn beförderten Klimawandel!

Nachtrag 20.02.2020
Ein Detail scheint mir noch besonders zitierwürdig:
Ted Trainer von der University of New South Wales in Australien ist Befürworter der Energiewende, beklagt aber, dass die Vertreter der erneuerbaren Energien das Potenzial ihrer Lieblingstechniken ‚übertreiben und ihre Schwächen und Limiten ignorieren‘. Es werde noch sehr lange dauern, um den Anteil der erneuerbaren signifikant auszubauen
Es ehrt Ganser und zeigt seine Lauterkeit, dass er diese kritische Stimme so fair wiedergibt und als Quelle dieses Buch angibt. Zum (extrem teuren) Buch hat der Autor auch eine Kurzfassung veröffentlicht, die u.a. hier positiv besprochen wird. Viele der dort vorhandenen Argumente finden sich bis heute bei Kritikern der Energiewende – weil sie schwer widerlegbar sind und deshalb von den Befürwortern nicht beantwortet, sondern mit Ausflüchten und Beschweigen ignoriert werden.
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Nachtrag 16.2.2021
Ganser hat mal wieder einen Vortrag gehalten:

Und eine Menge guter Leserbriefe in den Nachdenkseiten verursacht. Der Leserbrief Nr. 40 ist mir aufgefallen, weil er genau die Hintergründe für die Corona-Krise vermutet, die ich vor einem Jahr oben als mögliche Hintergründe der Klimakrise diskutiert habeDrohender Energiemangel nach dem Scheitern militärischer Energieraubzüge!
Getarnt durch das Beschwören einer Klimakrise bzw. einer Viruskrise, die ja beide daraufhin gesteuert werden, die Wirtschaft herunterzufahren.

Skandal: FDP Bautzen für Freiheit!

Eigentlich  eine sehr erfreuliche Nachricht, aber nicht für  den Medienstar der Bautzener Grünen, Annalena Schmidt:AnnalenaSchmidt

Dem FDP-Vertreter ist voll zuzustimmen:
Er spricht sich gegen den Antrag aus. Er sorgt sich vor einer gefährlichen Entwicklung „hin zur Beschneidung der Freiheit im Geiste und der freien Meinungsäußerung“ klagt die regierungsamtliche „Botschafterin für Demokratie und Toleranz“ über einen demokratisch und frei gewählten Stadtrat, der einfach nur ihren Antrag nicht unterstützen mag:
AntragSchmidt

Es ist nicht eigentlich die Aufgabe eines Stadtrats, die Verleihung eines ‚Bautzener Friedenspreises‘ durch einen Verein an einen Historiker und Vortragsreisenden zu bewerten oder sich davon zu distanzieren, denn das findet (eigentlich) völlig unabhängig von staatlicher Bevormundung im zivilgesellschaftlichen Raum statt.

Wer ist also dieser Daniele Ganser, dass sich ein Stadtrat so „entschieden von der Verleihung des sogenannten Bautzener Friedenspreis“ an ihn distanzieren soll?

Vorgeschichte 2016 in München

Annalena Schmidts Antrag in Bautzen ist keineswegs originell, denn exakt dieselbe Art der Diffamierung gegen Ganser gab es schon 2016 in München, als unter anderem die Süddeutsche Zeitung Stimmung machte gegen seine Einladung durch die ÖDP (eine Partei aus Bayern, die mindestens so grün ist wie Frau Annalena Schmidt aus Hessen in Bautzen) und die Katholische Arbeitnehmerbewegung Freising:
SZ2016Die erwähnten Proteste gab es übrigens ausschließlich in Medien. Der Vortrag in München fand trotzdem statt und war ausgebucht. Es standen keine empörten Volksmassen vor der Tür, die gegen Ganser die Fäuste geschwungen hätten. Was an dem Vortrag so umstritten gewesen sein soll, kann sich jeder selbst ansehen, denn es gibt eine Videoaufzeichnung von genau dieser Veranstaltung:

Dem Video kann jeder sofort entnehmen, dass Daniele Ganser kein Rechter ist, sondern ein klassischer akademischer Ökopax (und Tesla-Fahrer). Im „Kampf gegen Rechts“ hat sich aber Annalena Schmidt ihr bundesweites Image erworben, eine Kämpferin „für Demokratie und Toleranz“ zu sein. Und mit dem so zügig gebastelten „Toleranz“-Image will sie jetzt in Bautzen wie andere zuvor in München und Freising gegen den gut informierten und menschenfreundlichen Ganser vorgehen und alle, die ihn noch einladen? 🤔

Es geht nicht um Ganser

Es geht um die Diffamierung jedes Zweifels am offiziellen Ablauf des 11. September 2001. Er war nämlich der erste, der in einer deutschsprachigen Zeitung breit auf das Problem von WTC-7 hingewiesen hat. Zuvor war den meisten Lesern gar nicht bekannt, dass ein 3. Gebäude eingestürzt ist, in das auch kein Flugzeug hineingeflogen war. Mir auch nicht. Diese verdächtige Information hat sich u.a. durch Gansers Vortragsaktivitäten erst langsam verbreitet. Im angelsächsischen Ausland hatte dagegen früh der merkwürdige Fehler für Aufsehen gesorgt, dass bei der BBC über den Einsturz des Gebäudes schon berichtet wurde, als es im Live-Bild noch stand:

Das war mehrere Stunden nach dem Einsturz der beiden hohen WTC-Türme. Ganser berichtete in seinen Vorträgen auch, dass der Einsturz von WTC-7 im ersten 911-Bericht vergessen und erst in einem späteren NIST-Bericht erklärt worden ist. Eine offizielle Video-Fassung des NIST gibt es auch:

Auch da finden sich interessante Informationen:
Noch niemals ist ein Hochhaus vorwiegend wegen eines Brandes eingestürzt…Wir haben es mit einer neuen Art von Zusammenbruch zu tun.
heißt es gleich zu Beginn. Natürlich gab es auch seither keinen vergleichbaren Fall mehr. Auch sonst ist der NIST-Bericht sehenswert. Er erläutert nämlich, wie unsymmetrisch von einer einzelnen Ecke ausgehend der Einsturz abgelaufen sein soll, obwohl man im Video von außen sieht, wie gleichzeitig das Gebäude in seiner ganzen Breite sauber auf seine Grundfläche fällt – wie bei einer kontrollierten Sprengung eben.

Solche Informationen sind längst stärker verbreitet und von Daniele Ganser ganz unabhängig geworden.

Weitere interessante Quellen ohne Ganser

Eine der größten medialen Niederlagen für die Staatsversion der Attentate vom 11. September war aber die Veröffentlichung einer rein technischen Arbeit von Vertretern der amerikanischen Ingenieur-Organisation „Architects & Engineers for 9/11 Truth“ in „Europhysics News“, dem Mitteilungsblatt der Dachorganisation der Europäischen Physikalischen Gesellschaften. Dabei wurden solche verstörenden Detailfotos von Vorgängen viele Stockwerke unterhalb der aktuell einstürzenden Etagen gezeigt:
AE911ThruthSquibs

Besonders bemerkenswert sind diese horizontalen und sehr weiten (viele 10m) Ausbrüche (bursts) sehr stark beschleunigten Materials, die stark auf Explosionen auf diesen Etagen hinweisen, die den darüber sichtbaren Zusammenbruch erst möglich machen. Ebenso interessant sind in dem Bericht die Fotos von geschmolzenem Stahl, der erst weit oberhalb der vom NIST angegebenen Temperaturen von ca. 1000° C, nämlich bei ca. 1500° C, auftreten kann.
Daneben werden auch Berechnungen zum weniger bekannten Einsturz des dritten, nicht von einem Flugzeug getroffenen Gebäudes, WTC-7, vorgestellt.
Natürlich gab es in demselben Journal später noch eine Gegendarstellung, deren Autoren niemals eine Distanzierung eines deutschen Stadtrats zu befürchten haben. Diese bezeichnen andersdenkende Ingenieure dagegen in dem Artikel wiederholt pauschal als ‚Laien‘ und liefern zum Einsturz von WTC-7 keinerlei neue Informationen, sondern fassen lediglich die bekannte NIST-Erklärung (s. Video oben) nochmals zusammen.

In 2019 gab es einen Vortrag von Ansgar Schneider in Wien, der auf sehr viele dieser  technischen Details ausführlich eingeht:

BuchSchneider

Ansgar Schneiders Buch gibt es zB hier.
Einen Bericht über  sein Buch findet man hier.
Und hier noch ein Interview.
Und dann gibt es auch noch die offensichtlich spontanen Aussagen eines bekannten New Yorker Bauunternehmers vom 11.09.2001 über die Unglaublichkeit, dass die Twin Towers mit ihrem äußeren Stahlkorsett nur von Flugzeugen durchstoßen und zum Einsturz gebracht werden konnten:

Interessante Informationen gibt es auch schon lange zum Einschlagsort des 3. Flugzeugs bei Shanksville/Pennsylvania. Das soll das Loch sein, in dem es im Boden verschwand:
shanksville_crater_flight_93
Sieht schon einigermaßen unglaubwürdig aus: da müssten wenigstens ein bisschen Trümmer liegen, z.B von abgeschlagenen Flügeln oder der Schwanzflosse, die ja kein Projektil ist, sondern ein aerodynamisches Bauteil aus Leichtmetall.
Gerhard Wisnewski hat für den WDR schon 2003 eine Sendung gemacht, in der sich der Bürgermeister von Shanksville und andere antsprechend äußerten und die Wisnewski dann seine Aufträge beim WDR kostete:

Dabei passt das ja eigentlich alles ganz gut zusammen und auch zu dem, was sich bis heute so an 911-Merkwürdigkeiten angesammelt hat.

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 sind voller Merkwürdigkeiten, die öffentlich immer wieder nach demselben Muster behandelt werden:
1. Beschweigen so lange wie möglich
2. Kritische Berichte nach Erscheinen mit Gegendarstellungen kontern
3. Öffentlichkeitswirksame Berichte als ‚Verschwörungstheorie‘ diffamieren
4. Prominente Boten solcher Zweifel öffentlich strafen und ausgrenzen

Zweifel am offiziellen Ablauf des 11. Septembers sind eines der stärksten Tabus im öffentlichen Raum und in wichtigen Medien. Wer dieses Tabu als Journalist klar bricht, ist seinen Job sofort los. Wer es sonst öffentlich tut, muss mit endlosen und unermüdlichen Kampagnen zahlloser Akteure „für Toleranz“ rechnen, die Zweifel eben nicht tolerieren wollen.

Wie geht es in Bautzen weiter?

Annalena Schmidt hat mit der üblichen moralischen Empörung berichtet:
AnnalenaSchmidt2Die Sächsische Zeitung berichtet wie die Bundesmedien sehr positiv über Schmidt und ihre Position im Stadtrat. Aber es gibt auch zivilere lokale Stimmen.
Hier kann man ein wenig nachlesen, wie sich die Parteien im Bautzner Stadtrat zur Vergabe des Friedenspreises an Ganser geäußert haben. Das letzte Ton-Statement dort von Teilnehmern der 30-Personen-Demo gegen die Verleihung finde ich auch „tendenziell“ uninformiert und gutgläubig „hat man mir gesagt“. Da werden offensichtlich Leute auf die Straße geschickt mit viel Gefühl vom Wahren und Guten im Bauch und wenig Wissen im Kopf.

Auch in Bautzen sprechen nicht unbedingt diejenigen für eine Zivilgesellschaft, die diesen Anspruch am aggressivsten im Munde führen.

Nachtrag 02.02.2020
Es gibt einen Videobeitrag von der Bautzner Preisverleihung, der die extreme Diskrepanz zwischen der öffentlich-rechtlichen Fernseh- und privaten Presse-Darstellung zu dem darstellt, was anscheinend vor Ort wirklich abgelaufen ist: Massenandrang und sehr viel Zustimmung:

Wahnsinn!

Nachtrag 06.02.2020
Fundstück:
„Frau Schmidt, im Bereich Toleranz müssen Sie noch ein wenig üben.“
Toleranzbotschafterin
Auch die verschränkten Arme deuten ein darauf hin, dass sie sich ein wenig als Dompteuse des Stadtrats und der Stadt versteht.

Nachtrag 13.02.2020
Es ist einigermaßen absurd, dass die drei „linken“ Parteien im Stadtrat von Bautzen fast unisono gegen Ganser hetzen, während der Fraktionsvorsitzende der CDU folgende Stellungnahme abgibt:
„Herrn Gansers Reden, seine pazifistische Grundeinstellung und seine Forschungsergebnisse sind ja auch im Internet und in seinen Büchern leicht und schnell für jedermann einsehbar. Wer das macht, stellt schnell fest, dass es eine perfide üble Nachrede darstellt, ihn als ‚Verschwörungstheoretiker’ zu bezeichnen“
Und ein FDP-Stadtrat sagt:
„Der Unmut der drei Fraktionen (von SPD, Grünen und Linke) hat sich doch nur daran entzündet, dass deren Antrag nicht mehr öffentlichkeitswirksam diskutiert werden konnte“.
Das Beispiel zeigt sehr schön, dass die Fronten längst ganz anders laufen als das Links-Rechts-Paradigma uns weismachen will. Deshalb:
Immer ganz genau auf den Einzelfall schauen und sich mit Parteiloyalitäten nicht in die Irre führen lassen!

Nachtrag 1.3.2020
Der Antrag auf Distanzierung von der Preisverleihung wurde vom Stadtrat Bautzen abgelehnt:

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Sie schweigt sich völlig aus über die Mehrheit, mit der ihr Antrag abgelehnt wurde. Dasselbe gilt auch für diese Anklageschrift gegen die Stadtratsmehrheit im Deutschlandfunk. Aus dem Text lässt sich immerhin mühsam erschließen, dass der Antrag (für den Zustimmung nach der festen Meinung von Frau Schmidt „Pflicht“ gewesen wäre) mit mindestens 23:7 Stimmen abgelehnt wurde, also mit einer 3/4-Mehrheit.

Nachtrag 26.10.2020
Das gleiche Spiel wie vor der Preisverleihung in Bautzen wurde vor den Jazztagen in Dresden gespielt:

Auch das ‚Sachsen Fernsehen‘ beteiligte sich daran, und die Sächsische Zeitung, die sich letztes Jahr schon beteiligte, war dieses Mal auch wieder an Bord:

Auch das Ergebnis ist aber wieder dasselbe wie letztes Jahr und wie in Bautzen: die Veranstaltung mit Ganser fand gestern trotzdem statt. Es waren sogar zwei:

Wie in Bautzen war auch in Dresden die SPD auf der Seite der Ganser-Verfolger vertreten. Ihr Sprecher für Kultur droht dem Festival sogar explizit Konsequenzen für die Zukunft an:
Im Zweifel wird diese abermalige Entscheidung, Herrn Ganser wieder einzuladen, für die kommende Zeit Konsequenzen hinsichtlich der Förderung durch die öffentliche Hand haben müssen

Nachtrag 14.02.2021
Annalena Schmidt ist von Bautzen nach Dresden gezogen und hat ihr Mandat im Stadtrat abgegeben. In der taz gab es dazu eine Bilanz aus ihrer Sicht:

Sie konzentriert sich ganz auf die Themen ‚rechts‘ und Klima. Ihre krachend gescheiterte Kampagne gegen die freie Rede von Daniele Ganser erwähnt sie mit keinem Wort. Die passt nicht so ganz in das Framing, denn Ganser ist weder rechts, noch ein Gegner der Klimapolitik.

Nach ihrem Abgang von Bautzen hat Annalena Schmidt positive Berichterstattung auch erhalten bei MDR und Sächsischer Zeitung. Kritik an der Rolle Annalena Schmidts wiederum nur in der Lokalpresse, beim Bautzener Boten.