MH370 und der Chip-Krieg

Vor mehr als 10 Jahren verschwand der Flug MH370 von den Radarschirmen. Der Chipkrieg izwischen den USA und China ist in den letzten 2 Jahren so offen eskaliert, dass er eine schlüssige Erklärung liefern könnte.

Am 8. März 2014, also vor mehr als 10 Jahren, verschwand der Flug MH370 der Malaysian Airlines auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking spurlos.

Wer zum 10. Jahrestag erfahren wollte, dass man nichts Neues weiß, wurde bei der Tagesschau gut bedient:

Von einem ganz anderen Kaliber war dieses lange Gespräch mit Ashton Forbes auf dem Redacted-Kanal von Clayton Morris, der sehr viele altbekannte Fakten und neue Details zum Verschwinden des Flugs vorstellt:

Seine These ist, dass das Flugzeug von den USA entführt wurde, weil 20 Entwickler, 12 Malaysier und 8 Chinesen, des Chip-Herstellers Freescale Semiconductor, einer Motorola-Tochter, an Bord und dabei waren, nach China überzulaufen. Der Flug war auf dem Weg von Malaysia nach China. Er versucht diese These mit vielen Details zu beweisen.
Die konventionelle Erklärung durch einen Piloten-Selbstmord verwirft er als Cover-Up-Geschichte. Das ist auch im Hinblick auf den Germanwings-Absturz ein interessanter Punkt.

Chip-Krieg

Die Tatsache, dass 20 Entwickler von Freescale Semiconductor an Bord waren, war schon 2014 bekannt, sowohl international, als auch zum Beispiel durch diesen BILD-Artikel.
Damals war es noch nicht so bekannt, dass zwischen den USA und China ein Chip-Krieg im Gange war. Aber in der Zwischenzeit ist das sehr viel klarer geworden und wurde in den letzten Jahren prominent diskutiert, auch im Hinblick auf die wachsende Bedeutung der Künstlichen Intelligenz.

Hier ein Artikel der Deutschen Welle aus diesem Jahr:

Wir haben das in den letzten 2 Jahren regelmäßig auch im Zusammenhang mit der wiederaufflammenden Taiwan-Krise gehört, dem wichtigsten Produktionsstandort für die US-Chipindustrie.
Im Jahr 2023 wurde auch das vor genau 2 Jahren erschienene Buch zum Thema ein Bestseller:

2023 auf vielen Bestseller-Listen gefeiert: Chip-Krieg

Es war ebenfalls im Jahr 2022, dass die US-Regierung die Sanktionen gegen die chinesische Chipindustrie drastisch verschärfte:

Die hier beschriebenen Sanktionen sind so hart, dass u.a. US-Entwickler, die weiterhin für chinesische Firmen arbeiten mit dem Verlust ihrer US-Staatsbürgerschaft bedroht werden.

Fazit

Erst mehr als 8 Jahre nach dem Verschwinden von MH370 hat sich also 2022 in vollem Licht ein Konflikt gezeigt, der mit seiner Schärfe eine drastische geheime Tat um MH370 und einen jahrelang sehr hohen Vertuschungsaufwand erklären könnte.

Nachtrag 16.10.2025
Niederlande verstaatlichen (enteignen?) Chip-Unternehmen Nexperia:
Überraschend hat die niederländische Regierung die Chipfirma Nexperia übernommen – aus Sorge, dass es wegen der chinesischen Eigentümer zu Versorgungsengpässen kommen könnte:
Nexperia hat chinesische Eigentümer, und genau darum geht es bei dem Fall. Die Behörde begründete ihr Vorgehen mit „administrativen Mängeln“ bei dem Unternehmen. Die Verstaatlichung diene dem Erhalt wichtiger technologischer Fähigkeiten in Europa. „Der Verlust könnte ein Risiko für die wirtschaftliche Sicherheit der Niederlande und Europas darstellen.“ Nun könne man schädliche Entscheidungen rückgängig machen oder blockieren. Die Produktion könne jedoch fortgesetzt werden.

Nexperia stellt sogenannte Kleinsignaldioden und -transistoren her. Diese werden als elektronische Schalter beispielsweise in Kopfhörern, Smartphones oder Autos verbaut. Unter den Chipherstellern, die auch für die Autobranche fertigen, wie etwa die deutsche Infineon, gehört Nexperia zu den Kleineren. Ihren Sitz hat das Unternehmen im niederländischen Nijmegen. Nexperia entstand aus einer Abspaltung vom weitaus größeren Hersteller NXP. NXP wiederum gehörte früher zum Elektronikkonzern Philips, wurde dann aber davon aber ebenfalls abgespalten.

Der wichtigste Produktionsstandort für Nexperia ist Hamburg, wo das Unternehmen etwa 1600 Menschen beschäftigt. Eigentümer von Nexperia war seit 2019 das chinesische Unternehmen Wingtech, das von staatlichen und lokalen Behörden kontrolliert wird. Das hat die Niederländer offenbar gestört. Die USA hatten Wingtech zwar 2018 auf die schwarze Liste gesetzt – Begründung: Gefahr für die nationale Sicherheit –, die jetzige Entscheidung habe damit aber nichts zu tun, heißt es aus Den Haag. Wingtech geht juristisch gegen die Entscheidung vor.

Der Fall reiht sich in eine Serie von Bemühungen westlicher Staaten ein, um den technologischen und militärischen Aufstieg Chinas zu bremsen. Die Niederlande spielen in diesem Konflikt eine Schlüsselrolle, da sie die Heimat von ASML sind. Der Konzern mit Hauptsitz in der Nähe von Eindhoven ist der weltweit führende Anbieter von Maschinen zur Chip-Produktion. Ohne ASML-Maschinen können High-End-Chips nicht hergestellt werden. Auf Druck der USA hat die Regierung in Den Haag den Export dieser Technologie nach China stark eingeschränkt. Für diese Maschinen spielen auch die deutschen Hersteller Zeiss (Optik) und Trumpf (Laser) eine entscheidende Rolle“