Impfung von Kindern – wissenschaftlicher Unsinn?

Der Streit der Politik mit der Stiko über die Impfung von Kindern und Jugendlichen im Juli ist noch in guter Erinnerung. Ebenso das dünne Feigenblatt der Begründung („Gefahr der sozialen Ausgrenzung“), mit der die Stiko dann im August dem Drängen der Politik doch nachgegeben hat. Diese Entscheidung wird weiterhin bezweifelt, weil das Risiko für die gefährlichen Herzmuskelentzündungen vor allem bei jungen Männern stark unterschätzt werde:

Gleichzeitig haben andere europäische Länder wie Dänemark und Schweden die Impfung mit dem Impfstoff von Moderna für Kinder gestoppt, berichtet die Pharmazeutische Zeitung:

„Myokarditis und Perikarditis“ sind Varianten der Herzmuskelentzündung

Neben den vorsichtigen (und vergeblichen) Zweifeln der Stiko, ob der Nutzen einer Impfung bei jungen Menschen die Risiken aufwiegen kann, gibt es unter Ärzten und Wissenschaftlern auch eine wesentlich radikalere Position, nämlich die, dass die Impfung (mit jedem der verfügbaren Impfstoffe) grundsätzlich schadet und ein echtes Desaster für die Gesundheit vor allem der Kinder und jungen Leute sind. Diese Position von mehreren Impfstoffexperten, u.a. Vanden Bossche, kann ich als medizinischer Laie nicht zuverlässig beurteilen.
Es lohnt sich aber, sie zu kennen, denn dass mit der Impfung von Kindern und jungen Menschen gegen eine Krankheit, vor der zunächst nur Alte und Vorerkrankte geschützt werden sollten, vielleicht etwas Grundlegenderes nicht stimmt, zeigen bereits die oben verlinkten Berichte mit milderen Einwänden.

Deswegen hier der noch wesentlich deprimierendere Bericht über die Thesen von Geert Vanden Bossche:

C-Pandemie in einer Grafik

Die schöne Grafik oben von Thorsten Wiethölter zeigt, dass Corona in Deutschland im Jahr 2020 keine zusätzliche Sterblichkeit gegenüber anderen Jahren verursacht hat.

Sie spiegelt also statistisch und im Rückblick genau das wieder, was der Gerichtsmediziner Klaus Püschel nach ca. 100 Obduktionen von Corona-Toten bereits Mitte April 2020 festgestellt hatte:
Laut Püschel hätten die von ihm untersuchten Todesopfer so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie „auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären“
Dann wären sie immer noch im selben Jahr gestorben und ebenfalls in die oben gezeigte Statistik eingegangen, nur mit einer anderen Todesursache, die für diese Statistik aber keinen Unterschied macht.
Diese eine Grafik beweist also auch auf einen Blick, dass sämtliche Medienberichte über eine Pandemie, die in Deutschland angeblich wütete, 2020 ganz ohne Grundlage in den harten Daten waren.

Eigene Plausibilisierungen

Ich hatte mir dieselben Daten des statistischen Bundesamtes bereits im März angesehen und aufbereitet, um entsprechende Behauptungen von Dritten zu verifizieren. Hier dabei entstandene Grafiken, die die Entwicklung der Sterbezahlen übers Jahr zeigen:

Sterbefälle in der Altersgruppe 0-79 Jahre in den Jahren 2016-2021

Man sieht in dieser Grafik, dass in der Altersgruppe von 0-79 Jahren das Jahr 2020 nicht auffällig ist gegenüber dem Jahr 2018, als es im Frühjahr eine starke Grippewelle gab. Im Frühjahr 2020 ist dagegen nichts zu erkennen, aber ein etwas kleinerer Buckel am Jahresende.
In der Altersgruppe über 80 Jahren sah das Bild dann doch etwas anders aus:

Sterbefälle in der Altersgruppe 80+ Jahre 2016-2021

Hier erkennt man am Jahresende 2020 eine ausgeprägtere Sterbewelle unter den sehr alten Menschen als im Frühjahr 2018.
D.h. es sind in absoluten Zahlen am Jahresende 2020 mehr Menschen über 80 gestorben als in der schweren Grippewelle im Frühjahr 2018.
Diese Darstellung berücksichtigt aber nicht, dass die Gesamtzahl der über 80-Jährigen im Jahr 2020 größer war als im Jahr 2018.
In der Alterspyramide Stand 2018 waren zwei stärkere Jahrgänge noch 78 und 79 Jahre alt:

Alterspyramide (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Durch diesen Effekt ist die Altersgruppe der Über-80-Jährigen von 2018 bis 2020 von 5,4 auf 5,9 Mio kräftig, um fast 10%, gewachsen.
Die Grafik von Thorsten Wiethölter ganz oben fasst zusammen, dass wegen dieses Basiseffekts im Jahr 2020 auch das individuelle Risiko eines Über-80-Jährigen zu versterben nicht höher war als 2018!

Erbsenzählerei im vollen Detail

In diesem Videobeitrag erläutert Marcel Barz im vollen Detail solche Effekte in der Sterbestatistik und anderen Statistiken zur Pandemie

Ups, die Zensurplattform Youtube hat das Video von Marcel Barz inzwischen als wichtig identifiziert und gelöscht. Deshalb hier noch eine andere Kopie:

In seinem Beitrag spielt auch dieser Vergleich eine Rolle:

Deutschland versus Schweden

Er zeigt, dass die alterskorrigierten Zahlen in Deutschland und Schweden praktisch dasselbe Bild zeigen, dass also dieses positive Bild nicht durch die strengen Maßnahmen in Deutschland entstanden sein kann.

Die Daten von Marcel Barz stimmen sehr gut mit denen überein, die Jens bereits vor ihm aufbereitet und auf Twitter veröffentlicht hatte:

Sterbewahrscheinlichkeit nach Altersklassen 2016-2020 in Deutschland:

Sterbewahrscheinlichkeit (in Promille statt Prozent) nach Altersklassen 2010-2020 in Schweden:

In beiden Ländern war 2020 kein besonders sterbeträchtiges Jahr, mehr zwar als das besonders günstige 2019, aber weniger als die meisten anderen.

Fazit

Viele Autoren kommen mit Daten aus seriösen Quellen zum Ergebnis, dass 2020 in Deutschland keine Killer-Pandemie unterwegs war und in Schweden (bei viel weniger Maßnahmen) ebenso wenig.
Es lag also eher nicht daran, dass die harten deutschen Maßnahmen besonders wirksam waren.

Ausblick

Das Statistische Bundesamt hat seine Sonderauswertung zur Todesursachenauswertung 2020 auf Mitte Oktober verschoben, also auf nach der Bundestagswahl:

Man darf auch schon gespannt sein auf die Über- /Untersterblichkeit im Jahr 2021. Die fällt nämlich bisher in verschiedenen Ländern ganz verschieden aus:

Nachtrag 31.08.2021
Neuestes Update von Jens zur Sterblichkeit in Deutschland 2021:


Der Ex-Offizier und Video-Autor Marcel Barz ist ein sehr interessanter Mensch, der sich ein Lehm-Haus gebaut hat. Faszinierend:

Wohnen im Lehmhaus in Brandenburg

Nachtrag 17.9.2021
Das Video von Marcel Barz wurde auf Youtube zunächst gelöscht, dann wieder online gestellt. Inzwischen haben sich die Faktenchecker der Arbeit angenommen.
Die schlechteste Arbeit kommt natürlich mal wieder von Volksverpetzer/Laschyk. Er ist eine Lusche und denkt eigentlich immer, er habe etwas widerlegt, sobald er daran vorbeigeredet hat:

In typischer Faktenficker-Manier könnte ich jetzt damit beginnen, dass es gar kein „Fake-Video“ war, sondern ein unbestreitbar echtes Video.
Bei den Inhalten weicht er dann auf Zahlen aus dem Ausland aus, obwohl Marcel Barz doch nur über Zahlen aus Deutschland (und Schweden) gearbeitet hat. Was soll das? Marcel Barz wollte zeigen, dass sich in den dt. Zahlen keine Pandemie finden lässt. Und das hat er geschafft. Um zu zeigen, dass das kaum das Verdienst der Maßnahmen sein kann, nimmt er schwedische Zahlen, die ziemlich genauso aussehen, obwohl es dort viel weniger Maßnahmen gab. Das ist Logik! Völlig unlogisch ist es dagegen, darauf mit amerikanischen Zahlen oder spanischen zu reagieren.
Während Barz über die Ganzjahreszahlen spricht, greift sich Laschyk kurze Perioden heraus, um ihn zu widerlegen. Auch das ist statistisch aber nicht möglich. Es gibt immer wieder Perioden mit Über- oder Untersterblichkeit, die sich in normalen Jahren abwechseln und ausgleichen. In Jahren mit mehr Sterblichkeit, zB 2018 und 2020 bei den Über-80-Jährigen (siehe meine Grafiken oben!) bleibt dann im Jahressaldo ein Plus übrig. Der Punkt von Barz (und Wiethölter) ist aber, dass dieser kleine Überschuss 2020 nicht größer war als 2018, wenn man alterskorrigiert, also berücksichtigt, dass die Alterskohorte über 80 in den 2 Jahren um mehr als 9% gewachsen ist. Barz und Wiethölter sind an dem Punkt von einem Dampfplauderer wie Laschyk nicht angreifbar. Laschyk schwurbelt einfach nur herum.

Hier hat Marcel Barz die Fragen und Unterstellungen einer anderen Faktencheckerin von Correctiv veröffentlicht, erläutert und mit Leichtigkeit widerlegt.
These: Diese Faktenchecker-Journos von Volksverpetzer und Correctiv wären allesamt nicht in der Lage, selbstständig einen statistischen Datensatz wie die Sterbezahlen des Statistischen Bundesamts aufzubereiten, um Bevölkerungsdaten zu korrigieren und dann in einem klar strukturierten Video vorzustellen, wie es Marcel Barz getan hat.

Lasst die Hände von unseren Kindern

Guter Vortrag von Andreas Sönnichsen.
Er ist immer sehr korrekt, vorsichtig und moderat in seinen Aussagen.
Gerade deshalb lohnt es sich aufzupassen, wo er sehr klar und deutlich wird:

Prof. Dr. Andreas Sönnichsen ist Mediziner und Hochschullehrer und Spitzenkandidat der Partei ‚die Basis‚ in Bayern für die Bundestagswahl gemeinsam mit Christian Kreiß und Frank Roedel.

Stiko kippt wahrscheinlich um

Die Stiko, die sich eine Weile tapfer gewehrt hatte gegen eine Empfehlung für die Impfung bei Kindern und Jugendlichen, wird sich der Politik wahrscheinlich beugen. Das kündigte schon diese Geschichte an:

Auch solche Kommentare dienten wahrscheinlich dazu, den Druck der Politik nach außen wegzunehmen, um der Stiko vor einer geänderten Empfehlung Glaubwürdigkeit zu verschaffen.
Jedenfalls haben sich jetzt die Nachrichten deutlich ins Gegenteil bzw. in die von der Politik gewünschte Richtung entwickelt:

Nachtrag 30.08.2021
Nach der (erwarteten) Kehrtwende der Stiko gibt Kritik aus verschiedenen Richtungen:

Auch Prof. Kekule hat sich im Focus kritisch geäußert:

Auffällig ist, dass sich Stiko-Chef Mertens zur neuen Entscheidung nicht selbst geäußert, sondern einen anderes Mitglied der Kommission vorangelassen hat.
Nach dieser entschiedenen Äußerung bei ‚Lanz‘ ist das aber nicht überraschend. Seine eigenen Enkel würde er wohl weiter nicht impfen lassen:

Nachtrag 4.10.2021
Dr. Steffen Rabe, Autor des Impf-Blogs, über die Impfung der Kinder gegen Corona. Er unterstützt die von der Stiko zunächst geäußerten Vorbehalte und erklärt ihre Kehrtwende mit politischem Druck:

Impfung als Kommunion

Radio München hat einen guten Audio-Beitrag zu den religiösen Aspekten der Corona-Impfung im Programm:

Der religiöse Aspekt ist umso interessanter, als die tatsächliche Schutzwirkung der Impfung insbesondere gegen die sogenannte Delta- bzw. indische Variante mehr als nur in Zweifel steht:

Schutzwirkung im Zweifel

CDC-Studie: Bei einem Ausbruch in Massachusetts mit 469 Positiven waren 74% vollständig geimpft. Bei 69% Geimpften in der entsprechenden Kohorte, ist also keine Schutzwirkung ableitbar.
79% von diesen hatten Symptome: Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Das ist nach allen Maßstäben sehr viel, weil Corona bei Ungeimpften oft symptomlos bleibt.
4 mussten hospitalisiert werden: das sind mit 0.86% der Positiven nicht gerade wenige.
Hohe Viruslast: also ansteckend waren die Kranken (natürlich) auch.
Diese Delta-Variante scheint so ziemlich alle Mythen zu widerlegen, die über Corona bisher verbreitet wurden.

Auch in Israel hat sich das Infektionsrisiko durch die Impfung nicht verbessert.

In UK, wo auch besonders früh und viel geimpft wurde, sind die Todesfälle MIT Corona bereits wieder weit über deutsches oder schwedisches Niveau angestiegen:

Bei Hospitalisierungen sieht es nicht wesentlich anders aus

Wo ist die positive Wirkung der Impfung?

Zahlen aus Schottland (entsprechende Zahlen werden für ganz UK nicht gesammelt und veröffentlicht) passen zu Massachusetts und zeigen, wie viele der Toten einer Woche geimpft waren:

Mit einer guten Wirksamkeit der Impfung und diesen Impfquoten ist das alles nicht gut vereinbar:

Vor allem sind die Todesfälle mit Corona in UK auch mehr als vor einem Jahr, als es eine Impfung noch gar nicht gab. Auch mit dem zeitlichen Verlauf der Impfung scheint es nicht zusammenzuhängen:

Israel hat am schnellsten viel geimpft (legt aber seit längerem nicht mehr viel zu), Dänemark, Deutschland und Schweden dagegen spät. UK kam dazwischen.
Die Schweden waren lange die Impfunwilligsten – bisher ohne jeden Nachteil beim Krankheitsgeschehen.

Nebenwirkungen weiter hoch

Der Chef-Pathologe meiner Alma Mater fordert mehr Obduktionen von toten Geimpften:

Mehr als 40 Menschen habe man bereits obduziert, die binnen zwei Wochen nach einer Impfung gestorben sind. Schirmacher geht davon aus, dass 30 bis 40 Prozent davon an der Impfung gestorben sind
Natürlich wird das auch bestritten. Aber meine eigene kleine Sammlung von Presseberichten über Todesfälle nach Impfung und die fast stereotype Leugnung eines Impfzusammenhangs spricht für seine These.

Meschnig lesen

Der Autor des intelligenten Radio-München-Beitrags, Alexander Meschnig, hat ziemlich viel geschrieben. Das muss man sich merken und vielleicht das eine oder andere Buch auch mal lesen:

Die södergenannte Impfung

Hat er das wirklich gesagt: die sogenannte Impfung?

Ja, das hat er am 27.7. im Heute-Journal gesagt. Hier der kurze Ausschnitt:

Markus Söder spricht im Heute Journal über die sogenannte Impfung

Und hier die Langfassung mit dem Ausschnitt bei 4:10 min.

Die sogenannte Impfung

Ist es nun eine Impfung oder nur eine sogenannte Impfung, also keine richtige oder normale Impfung?
Die Theorie, dass es keine richtige Impfung ist, kenne ich bisher nur als sogenannte Verschwörungstheorie. Hier auf diesem Blog wurde das (bisher) noch von niemandem behauptet, nur, dass vielleicht ein wenig viele mit der Impfung sterben.

Aber der Faktenfuchs des BR weiß Bescheid:

‚es gebe „eine Handvoll Akteure mit böswilligen Absichten“, die solche Behauptungen aufstellen beziehungsweise teilen, wohlwissend, dass diese nicht stimmen

Schwer vorstellbar, dass der BR den Herrn Ministerpräsidenten meint. Ist Söder diese Bezeichung nur so rausgerutscht oder will er das Publikum so langsam auf eine neue Wahrheit einstimmen?

„Grundlegung einer Impfpflicht“

Gehen wir davon aus, dass es sich um einen Versprecher handelt, werden wir sofort freudig an den CSU-Bundestagsabgeordneten Georg Nüsslein erinnert, der sich ebenfalls böse versprochen hat am 18. November im Bundestag:

Und siehe da, die Debatte um die Impfpflicht ist immer noch da, sogar mehr denn je, wie das Interview mit Markus Söder im ZDF zeigt. Die Impfpflicht wird seit längerem immer mal wieder gefordert, auch wenn der Abgeordnete Georg Nüsslein inzwischen nicht mehr im Bundestag ist und auch nicht mehr in der CSU ist. So schnell kann’s gehen: Nüsslein geht und die Impfpflicht kommt.

Wenn Söder auch Recht hat, dann handelt es sich also um die Pflicht zu einer sogenannten Impfung. Prost Mahlzeit!

Nachtrag 1.8.2021
Wenn die Impfung keine richtige Impfung ist: was dann?
Hier dazu eine sehr gute Beobachtung:


„Alle Ärzte sind sich einig“

Im Netz kursiert ein Video, in dem ein gestandener Chefarzt (Chirurg) kurz nach der Pensionierung so ziemlich alles in Frage stellt, was uns die Politik als medizinisch-wissenschaftliche Wahrheit zu Corona verkaufen will.

Prädikat: absolut hörenswert!

Dr. Sarnes ist ein weiterer Arzt, der nicht zum großen Konsens gehört, auf den sich die Politik, ihre Hofvirologen und Pandemie-Simulanten berufen. Einer von vielen.

Authentizität

Es ist ein Leichtes, sich mit Texten und Fotos zu vergewissern, dass Dr. Thomas Sarnes derjenige ist, der zu sein er behauptet. Er war bis Ende 2019 Chefarzt der Chirurgie und Leitender Chefarzt der Oberhavel-Klinik in Oranienburg nördlich von Berlin.

Beiträge zeichnen Entwicklung nach

Seit seiner Pensionierung, also durch die ganze Corona-Zeit hindurch, hat Dr. Sarnes eine schöne Serie von Beiträgen im Rügener Inselreport veröffentlicht, die eine bemerkenswerte Entwicklung nachzeichnen:

Mai 2020: Warum Angst ein schlechter Ratgeber ist
Diese Bundesregierung hat energisch reagiert und ich sage, das war richtig so…
Das Handeln der Medien ist aus meiner Sicht unverantwortlich

Oktober 2020: Dr. Sarnes zu Maskenpflicht, Statistik und Politikern
„Das ganze Thema der Masken ist ja eine Posse. …Es wird eine Menge an Unsinn geredet und es wird immer wieder versucht, einer Maske eine positive medizinische Bedeutung zuzumessen. Da fällt immer gerne der Begriff der Studien, die das angeblich klar belegen würden. Man muss aber zur Kenntnis nehmen: es gibt nicht eine einzige Studie, die eine positive Wirkung oder einen Effekt einer Mund-Nasen-Maske belegen kann. Im Gegensatz dazu gibt es unzählige Studien, die die Wirkungslosigkeit wissenschaftlich belegen. In meinen Augen als Arzt ist die Verpflichtung für Kinder, eine Maske zu tragen, eine Form von Körperverletzung. Hier kann ich nur zu energischem elterlichen Widerstand gegen diese Verantwortungslosigkeit aufrufen“

November 2020: Was sind PCR-Tests und RNA-Impfstoffe?
„Das, was das RKI meldet sind keine Infektionen, sondern es sind positive Testergebnisse…
Die gegenwärtige Anwendungsweise steht der eigentlichen Benutzung und dem Sinn und Ziel dieses Tests völlig entgegen
Medizin ist genau das Gegengesetzte von dem, was wir hier gerade erleben. Es macht mir Angst, dass auch unsere Amtsärzte scheinbar Probleme haben, hier frei zu arbeiten. Gerade sie wissen sehr genau, was Inzidenzen bedeuten. Ich habe kein Verständnis dafür, dass Impfungen, wenn sie denn überhaupt erforderlich sind, nicht von den behandelnden Ärzten gemacht werden, sondern in anonymisierten „Impfzentren“ durchgeführt werden sollen“

Dezember 2020: Hommage an meine Lehrer
Es wurde aber behauptet, es gäbe Kranke, also Infizierte, die keine Beschwerden hätten, selbst nichts von ihrer Erkrankung spüren oder wüssten, dennoch aber andere anstecken und so in Lebensgefahr bringen könnten. Dazu als Arzt meine feste Überzeugung aus Wissen und langer Erfahrung bestehend, das gibt es nicht. Hier ist auch nicht der Virologe gefragt. Diese Themen bearbeiten die Wissenschaftler auf dem Gebiet der Infektionsbiologie. Dazu gibt es auf höchster wissenschaftlicher Ebene klare Positionen. Man hätte den Sommer nutzen können, hier zur Vernunft zu kommen, alle inneren und äußeren Verstrickungen zu lösen und zur Normalität zurück zu finden. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Menschen in diesem Land ohne Frage den Politikern verziehen“

Februar 2021: Warnung: „Versucht so etwas nie wieder!“
Sofortige Änderung der Teststrategie. Testzentren schließen, Routinetestungen unterlassen, Eingangstestungen in Kliniken beenden. Testungen werden nur noch in den Arztpraxen durchgeführt im Rahmen der Diagnostik und zwar nach Ermessen des Arztes. …Ich nenne das „Rückführung von Kompetenz“ vom Politiker zum Arzt. Dann werden wir auf ganz einfache Art nur noch die Kranken haben. Und dann dürfen wir auch diese Zahl, die wir ermitteln, Inzidenz nennen. Die Letalität von COVID-19 hat die WHO beziffert mit rund 0,14 %. Das ist nicht weltbewegend, weil wir diesen Wert dann ermitteln von den Kranken, nicht von den positiv getesteten Menschen. Abkehr von der 0-Covid-Strategie. Das ist so absurd und realitätsfern, dass ich mir Sorgen mache

März 2021: Wissenschaft oder Politik? Impfschutz oder Impfrisiko?
„Es gab früher, als Medizin noch von Ärzten gemacht wurde den Grundsatz, niemals in eine aktive bzw. laufende Krankheitswelle hinein zu impfen. Aber gut, vielleicht hat sich ja auch hier, seit Medizin von Politikern gemacht wird, die „Erkenntnis“ geändert
Was mir persönlich Angst macht, ist diese Leichtigkeit und Hemmungslosigkeit, mit der sie unsere Grundrechte nehmen und diese dann, wenn wir artig machen was sie sagen, als Privilegien angeboten werden“

Auf der ‚Schwarzen Liste‘

Ein bemerkenswertes Interview beschäftigt sich damit, dass und wie Dr. Sarnes auf eine ‚Schwarze Liste‘ des Bundesgesundheitsministeriums geraten ist, weil er angeblich ‚unrichtige Gesundheitszeugnisse‘ ausgestellt haben soll:
Ich war ein klinisch tätiger Chirurg und Orthopäde und komme schon aus diesem Grund gar nicht in den Verdacht, Atteste zu derartigen Problemen auszustellen. Ich würde sehr erstaunt sein, wenn man mir ein solches, von mir ausgefülltes und unterzeichnetes Attest als Begründung zu dem Vorwurf auf den Tisch legen könnte

Nachtrag 16.7.2021

Stiko gegen die Politik

Ein sehr schönes Beispiel von Ärzten mit Amt, die mit der Politik nicht übereinstimmen und das auch öffentlich äußeren, haben in den letzten Wochen Mitglieder der Stiko (Ständige Impfkommission) gegeben. Stiko-Chef ging mit einem Interview in der taz voran:

Die wichtigsten Aussagen (mit Überschriften von mir):
Gesunde Kinder sind durch Corona nicht ernsthaft gefährdet
Für gesunde Kinder und Jugendliche der Altersgruppe ist das Risiko an Covid-19 zu sterben derzeit rein statistisch gleich null
Long-Covid ist mehr ein Gerücht
Zusammenfassend kann man jedenfalls sagen, dass es zu Long Covid in dieser Altersgruppe einfach keine verlässlichen Daten gibt“
Impf-Risiken sind nicht ausreichend untersucht
„Da lässt sich schon mit Hilfe der Mathematik ableiten, dass die Studie keine Risiken abbilden kann, die seltener als 1:100 sind“
Sehr geringes Krankheitsrisiko und unklare Impfrisiken sprechen gegen die Impfung von Kindern
Wenn die Kinder und Jugendlichen ein sehr geringes Krankheitsrisiko haben, dann müssen wir auch verdammt sicher mit der Impfung sein“

Im Ergebnis gibt es bis heute keine Stiko-Empfehlung für die Impfung von Kindern und Jugendlichen.

Politischer Druck

Und dagegen gibt es offensichtlich Druck aus der Politik:

Klar ist hier nur eines: Die Politik übt Druck auf Ärzte aus, damit Empfehlungen so ausfallen, wie sie es will.
Und wenn die Stiko nachgibt, dann wird die Politik sagen, dass sich „die meisten Ärzte“ und „die Wissenschaft“ einig sind, dass die Impfung richtig ist. Und das ist dann auch sehr schnell die Basis für einen Impfzwang oder für Schikanen gegen Ungeimpfte.

Noch halten viele Ärzte dagegen

Dabei steht Stiko-Chef Mertens mit seiner Haltung unter Medizinern keineswegs allein. Prof Hübner vom Hauner’schen Kinderspital:


Und Prof. Kremsner hat gestern Abend bei Markus Lanz praktisch dieselbe Argumentation vertreten wie Mertens:
„Die Impfstoffe haben derzeit bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zur Krankheit noch zu viele Nebenwirkungen“

Das hat er auch bei Lanz gesagt, und Habeck saß daneben und hat es sogar noch zusammengefasst

Der Streit vor allem zwischen Söder und der Stiko spitzt sich derweil weiter zu:

Und am gestrigen Abend hat Stiko-Chef Mertens bei Lanz selbst gesagt, dass er seine Enkel im Moment nicht impfen lassen würde:

Norbert Walther-Borjahns war regelrecht empört.
Man wird jetzt sehen, wie die Politik damit umgeht, dass sie beim Kinderimpfen auf geballten und anhaltenden Widerspruch von Ärzten stoßen.

Sehr faire Zusammenfassung von Mertens‘ Position in den Stuttgarter Nachrichten: Nur einmal verliert Thomas Mertens die Ruhe

Fazit

Die Politik versucht vorzugeben, was richtige Wissenschaft ist, und diejenigen Ärzte zu dirigieren oder auszusortieren, die dem noch widersprechen.

Nachtrag 20.07.2021
Die Politik lässt nicht locker. Der sächsische Ministerpräsident erklärt sogar öffentlich, warum er eine Empfehlung der Stiko in den nächsten Tagen erwartet:

Im Klartext:
Die Stiko muss liefern, damit die Politik Sicherheit und Akzeptanz bekommt.
Die Frage, ob das Chance/Risiko-Verhältnis der Impfung bei Kindern in Ordnung ist, ist da zweitrangig. Die Notwendigkeit der Impfung auch von Kindern scheint für die Politik a-priori festzustehen. Wodurch?

Auch Stiko-Chef Mertens hat bereits für Wirbel gesorgt und die Berichte über LongCovid bei Kindern als wissenschaftlich unbelegt dargestellt. Das ist für das in Medien häufig bemühte Narrativ äußerst unangenehm:

Nachtrag 25.7.2021
Söder will ein Impfprogramm für Schüler unabhängig vom Votum der Stiko auf den Weg bringen:
„Wir müssen uns für den August auf ein gemeinsames Impfprogramm für Schülerinnen und Schülern festlegen – und zwar unabhängig von der Stiko“
Zur Not lässt die Politik inzwischen auch das Feigenblatt vom medizinischen Konsens fallen, der hinter ihren Maßnahmen stehe.

Dabei geht es nicht nur um die Stiko, sondern zB auch um eine aktuelle Studie der Uni Heidelberg, die nachweist, dass Kinder ohne Impfung und auch ohne starke Erkrankung eine gute Immunität gegen COVID-19 ausbilden:
„Trotzdem zeigten die Kinder 11 bis 12 Monate nach der Infektion stärkere und länger anhaltende spezifische Antikörperspiegel als Erwachsene“
Die Wissenschaftsleugner sitzen in der Politik.

Nachtrag 1.8.2021
Politik will Impfangebote für Jugendliche ausweiten – schon ohne Empfehlung der Stiko. Das ist ein deutlicher Hinweis, dass die Ergebnisse von Wissenschaft und die Meinung von Ärzten zwar willkommen sind, wenn sie passen, die Entscheidungen aber unabhängig von ihnen bereits zuvor feststehen:

Nachtrag 2.8.2021
Karl Lauterbach stellt der Stiko eine ärztliche Bescheingung über ihre Aussagen zur Impfung aus.
Die Mechanismen, mit denen Politiker in einem großen Konsens festlegen, was „die Wissenschaft“ sagt, ist also denkbar einfach:
Wer bisher die lautesten und schlechtesten Prognosen abgegeben hat, darf den Ton vorgeben.


Nachtrag 8.8.2021
Sogar im ZDF sind schon Aussagen von Ärzten gesendet worden, die so gar nicht zum politisch erzeugten Druck zur Impfung der Kinder passen:

ZDF: Freiburger Ärzte gegen Kinderimpfung und LongCovid-Hype

Geradezu beiläufig räumen sie am Ende noch LongCovid bei Kindern als Gerücht vom Tisch.
Wie ist es möglich, dass die Politik trotzdem mit ihrer Panikmache durchkommt?

Die Verwandlung

einer akzeptablen Hypothese in „Verschwörungstheorie“ und wieder zurück ist für die „Wahrheitssysteme“ machbar.

Die Hypothese

um die es hier als eindringliches Beispiel geht, ist die Hypothese, dass das Coronavirus nicht natürlich bzw. zufällig entstanden, sondern in einem Labor künstlich erzeugt worden ist.
Diese These ist früh aufgekommen und hat zunächst ihren wichtigsten Vertreter im französischen Medizin-Nobelpreisträger Luc Montagnier gefunden. Montagniers begründete Vermutung schaffte es aber im April/Mai 2020 im deutschsprachigen Raum nur in eine entlegene Provinzzeitung (aus der sie später auch wieder gelöscht wurde) und z.B. in eine anständige Agrarzeitung:


Beide randständigen Artikel stellten zwar die These einigermaßen sachlich dar, aber vorsichtig mit Diskussion der Möglichkeit von ‚Fake News‘.

Widerlegungsversuche

Wenn auch die Laborthese kaum irgendwo auf Deutsch wissenschaftlich neugierig und korrekt diskutiert wurde, so wurde sie doch prominent und polemisch bekämpft, z.B. im Ärzteblatt schon vor Montagniers Äußerung im März 2020:

Auffällig ist, dass niemand konkret genannt wird, der schon bis zu diesem Zeitpunkt das Gegenteil behauptet hätte, also widerlegt werden sollte, nur ganz namenlos ‚mancher Verschwörungstheoretiker‚.
Und es bleibt festzuhalten, dass es rein logisch von einem echten Gegenbeweis keinen Weg zurück zur Hypothese geben kann. Kommt die Hypothese doch wieder ins Spiel, dann war der ‚Beweis‘ erwiesenermaßen falsch und derjenige, der ihn so genannt hat, hat sich grob getäuscht.

Und beim Faktenerfinder Correctiv wurde später speziell auf Montagniers HIV-These gezielt:

Alice Echtermann von Correctiv ist vorsichtiger als das Ärzteblatt, denn sie erklärt nicht die Laborthese in voller Allgemeinheit für widerlegt, sondern nur speziell Montagniers HIV-These. Aber ihre Argumente waren nicht wissenschaftlich valide, denn weder wird eine These dadurch schon widerlegt, dass andere Wissenschaftler ihr widersprechen, noch dadurch, dass jemand ein Paper zurückzieht.
Zusätzlich sei erwähnt, dass Alice Echtermann eine Kommunikationswissenschaftlerin ist und auf Fake News spezialisiert. Das ist nun allerdings hier keine vertrauenswürdige Qualifikation, denn in einer solchen Debatte unter Naturwissenschaftlern ist ja nicht a priori klar, was wahr ist und was Fake News: natürliche Entstehung ist grundsätzlich genauso eine Möglichkeit wie die Entstehung im Labor. Und die Entstehung im Labor ist ja heute noch (oder wieder) eine Option.
Nicht nur, dass Frau Echtermann hier zu freigiebig mit dem FakeNews-Begriff hantierte, ist ihr aus heutiger Sicht auf die Füße gefallen, sondern auch die Berufung auf den deutschen Virologen-Halbgott Christian Drosten am Ende ihres Artikels:.

Drosten bekleckert sich mit Rum

Drosten hat sich nämlich gegen Montagniers These erstaunlich weit aus dem Fenster gehängt, mit erstaunlich wenig wissenschaftlichen Argumenten. Der Focus berichtete prominent darüber:

Anmerkung: wenn es wirklich „nur eine Antwort“ darauf hätte geben können, hätte es auch nie wieder eine Debatte darüber geben können. Die gibt es aber inzwischen wieder! Der überhebliche Ton, den dieser Focus-Bericht transportiert, ist also in jedem Fall bereits heute als unangemessen identifiziert. Und hier wird nicht nur die HIV-These ausgeschlossen, sondern ganz allgemein jede Entstehung im Labor.

Die (recht kurze) Originalstelle mit Drosten findet sich im Interview mit Drosten beim NDR am 12. Mai 2020:

Auffällig an den Aussagen von Drosten ist zweierlei:
– sie sind sehr emotional und arbeiten stark mit Wiederholungen: erledigt, erledigt, erledigt (bedeutet wohl: geh doch bitte weg!)
– er beruft sich auf einen Konsens, sogar einen lateinischen ‚Konsensus‘, der heute so nicht mehr existiert und damit viel weniger wert war, als er damals hoffte
– nur eines der Argumente hat überhaupt einen wissenschaftlichen Inhalt.
Dieses (grün markierte) statistische Argument ist aber strenggenommen nur ein Argument gegen die Stichhaltigkeit von Montagniers Begründung, nicht aber gegen die Laborherkunft als solche. Montagniers Argument war, dass die Mutation wegen ihrer statistischen Unwahrscheinlichkeit künstlich hergestellt sein MUSS. Auch wenn sie nicht überzufällig wäre, KÖNNTE sie aber immer noch künstlich hergestellt worden sein, denn auch kleine Änderungen können natürlich im Allgemeinen künstlich hergestellt werden.
Zwischenfazit: Drostens Attacke gegen Montagniers These war auffällig emotional und stand gleichzeitig wissenschaftlich auf ziemlich dünnen Beinen. Er hat sich hier für jeden Naturwissenschaftler erkennbar nicht mit Ruhm für eine hochwissenschaftliche Argumentation bekleckert.

Dunkler internationaler Verdacht

Während in Deutschland im Frühjahr 2020 die natürliche Entstehung des Virus eisern als absolute Wahrheit verteidigt wurde, gab es international, vor allem in angelsächsischen Medien wie Newsweek bereits drastische Nachrichten und Vorwürfe zu den Laboraktivitäten in Wuhan:

Im Labor in Wuhan sollte angeblich bis kurz vorher an genau dem geforscht worden sein, was 2019 ausgebrochen ist: ein neues Coronavirus mit schärferen Eigenschaften.
Das aus heutiger Sicht besonders Interessante war aber, dass diese chinesischen Forschungen angeblich aus den USA finanziert wurden mit Geldern vom amerikanischen Virologen-Papst Anthony Fauci, der damals noch Präsident Trump beriet und mit ihm über Corona im Clinch lag. Seine ‚leadership‘ in der Pandemie kann dabei durchaus doppeldeutig verstanden werden.

Was damals ausgerechnet in US-Medien berichtet wurde, in deutschen aber gar nicht, passte wiederum ganz hervorragend zu dem, was Montagnier und andere sich als angebliche Hirngespinste ausgedacht haben sollten, warum auch immer.

Große deutsche FakeNews-Wende

Es kommt nicht oft vor (aber in den letzten Jahren immer öfter), dass die deutsche Medienlandschaft fast einstimmig eine 180°-Kehrtwende hinlegt und plötzlich eine These diskutiert und teilweise rehabilitiert, die sie zuvor tief im FakeNews-und „ekligen“ Verschwörungssumpf entsorgt hatte: so eine Aktion ist ja auch immer oberpeinlich, aber manchmal unvermeidlich, wenn sich Medien zu einstimmig und zu weit aus dem Fenster hängen, um unerwünschte Ansichten zu diffamieren.
Genau das ist aber mit der Laborthese im Februar 2021 passiert. In mehr Medien als sie zuvor diffamiert wurde, wurde sie jetzt offen diskutiert, teilweise zustimmend, teilweise ablehnend, aber jedenfalls nicht mehr außerhalb jeder Diskussion:

Auffällige Punkte:

  • Bilder untermauern oftmals die Laborthese, auch wenn der Text ihr vehement widerspricht
  • Der NDR, der ein Jahr zuvor noch Drostens Unsinn-Verdikt über die Laborthese verbreitet hatte, berichtet erstaunlich positiv über Wiesendangers „neue“ Erkenntnisse
  • Der SPIEGEL, der zunächst kein gutes Haar an Wiesendanger ließ („krude Corona-Studie“) legte erst kürzlich („aktuelle Recherchen befeuern die Theorie“) zugunsten der Laborthese nach und gab dem ganzen noch einen gruseligen, anti-chinesischen Oberton („Todesschreie der Marderhunde“)

Der Medienjournalist Stefan Niggemeier, der an gekonnter Medienkritik selbst ganz gerne eine Meinung serviert, kritisierte einerseits die Qualität der Studie und die Medien:

und garnierte das Ganze damit, dass er ebenfalls und entschieden die Laborthese rehabilitierte:
„Dabei ist die Frage nach dem Ursprung des Virus zweifelsohne brisant und offen: Selbst die WHO räumte nach einigem Hin und Her ein, dass sie die These, dass das Virus aus einem Labor kommen könnte, nicht ausgeschlossen hat

Mit diesem höchsten Segen hat der Medien-Mainstream in Deutschland eine heikle Operation abgeschlossen:
Seine eigenen starken Meinungen über die Laborthese abgefrühstückt und das Tor in eine Zukunft geöffnet, in der die Laborthese offensichtlich noch eine Rolle spielen wird.

Gut gealtert

sind meine Kommentare zum Thema Laborthese. Ich habe:

Mit dem Ende der pauschalen, unwissenschaftlichen Verleumdung der Labortheorie als „FakeNews“ oder „Verschwörungstheorie“ endet allerdings nicht das Lügen insgesamt, sondern:

Fragen werden bleiben, der Spin auch

Selbst, wenn die Laborthese sich als richtig erweisen würde, wären folgende wichtigen Fragen immer noch offen:

  • Wurde das Virus absichtlich oder durch einen Unfall freigesetzt?
    (Bisher wurde und wird in erster Linie die Unfallthese ins Gespräch gebracht)
  • Sind die Orte der Entstehung und der Freisetzung dieselben?
    (Bei der Unfallthese ist das fast zwingend erforderlich, bei einer absichtlichen Freisetzung keineswegs, denn das Virus kann dafür an den Freisetzungsort transportiert werden)
  • Waren die Viren, die zunächst in Wuhan/China und dann in Bergamo/Europa auftraten, wirklich identisch?
    (Ein Nein könnte gut erklären, warum China so viel weniger Tote hatte als Europa und Amerika. Chinesische Medien berichteten 2020 von einem Reimport des Bergamo-Virus als Ursache einer neuen kleineren Infektionswelle)

Diese Fragen, die naturgemäß in China ganz anders beantwortet werden als in den USA sind vor allem interessant im Zusammenhang mit dem Nebel, der sich um die Finanzierung der Aktivitäten in Wuhan rankt, siehe den oben erwähnten Newsweek-Beitrag von 2020: Nebel aus chinesischen Forschern und amerikanischem Geld. Internationaler Nebel, sehr undurchsichtig.

Weitere offene Fragen und Möglichkeiten zwischen natürlicher Entstehung und Erzeugung in einem chinesischen Labor behandelt dieser interessante Artikel:

Er behandelt 4 verschiedene Thesen:

Die These Nr. 2 betrifft die Wuhan-Militärspiele kurz vor dem Ausbruch – und ist eine (immer noch) unaussprechliche Verschwörungstheorie.

Vom selben Autor gibt es auch einen schönen Beitrag über die Hofvirologen Drosten und Fauci:

Sehr interessant ist auch dieser Artikel des britischen Autors Jonathan Cook:

Ausblick

Eine Prognose ist mit dieser Vorarbeit leicht:
Die Laborthese wird mehr Fahrt aufnehmen, häufiger und dringlicher vorgebracht werden. Kritik daran wird in den Mainstream-Medien weiter zurückgedrängt werden.

Und gerade heute kam das neue Cicero-Heft ins Haus:

Der Artikel ist nicht ganz plump, erwähnt immerhin einmal auch die Geschichte, dass Faucis Organisation die Forschung an Fledermausviren in Wuhan finanziert hat, aber es geht doch um China, China und China.

Das Editorial dazu gibt es online hier.
Recht amüsant liest sich die Passage über Trump und Biden:
„Doch der ehemalige US-Präsident war ein denkbar schlechter Gewährsmann. Denn einem notorischen Lügner wie ihm konnte man leicht unterstellen, dass er mit seinem Geraune lediglich ablenken wollte vom eigenen Versagen im Kampf gegen Corona. Und so war die Sache, zumindest in der Öffentlichkeit, schnell abgehakt.
Doch siehe da: Auch unter Trumps Nachfolger Joe Biden ist plötzlich wieder von der Laborthese die Rede. Und zwar mit reger Beteiligung amerikanischer Geheimdienste, die nach und nach gezielt Indizien lancieren, wonach das Virus keineswegs von einem Markt in der chinesischen Metropole Wuhan stammt, sondern aus dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Wuhan Institute of Virology“

Zwei Anmerkungen dazu:
– die Schuldzuweisung für das voreilige „Abhaken“ der Laborthese geht vor Trump an die Medien. Das ist oben recht breit ausgeführt.
– Ich für mein Teil bin nicht überzeugt, dass ich einem dementen Greis wie Biden mehr Vertrauen entgegenbringen sollte als einem „notorischen Lügner“ wie Donald Trump. Nein, Trump war wenigstens noch in der Lage, selbstständig zu lügen.

Lautsprecher Lauterbach

Zwei hervorragende Beiträge von Bernhard Kirner zu Karl Lauterbach und seiner Narrenfreiheit in den Medien. Heute das glatte Gegenteil von gestern erzählen? Karl Lauterbach muss dafür vor allem in den öffentlich-rechtlichen Medien mit kaum einer kritischen Frage rechnen.
Er geniesst nämlich völlige Narrenfreiheit:

Er habe schon im Januar gewusst, dass wir einen guten Sommer haben werden und Ende Mai werde Deutschland endgültig durchstarten. Ach ja, die verschwundene dritte Welle – wo es exponentiell aufwärts gehe, da gehe es eben auch wieder exponentiell abwärts
So ist er, der Fliegen-Karle: Frechheit siegt!
Zu den vorher erkennbaren Fehlprognosen zur „3. Welle“, die jetzt eben klein geredet oder auch komplett unter den Teppich gekehrt werden, vergleiche auch diesen Beitrag.

Zuvor hatte Bernhard Kirner bereits weitere Horror-Prognosen Lauterbachs aufs Korn genommen und als völlig gegenstandslos enttarnt:

Es ist, als seien solche Horror-Visionen, raffiniert und intelligent konstruiert, um panische Angst zu schüren, niemals abgegeben worden.
Das funktioniert nur deshalb, weil Medien einem Gauner wie Lauterbach volle Rückendeckung geben, wenn ihre Geschichten zu Staub zerfallen, während sie andere nicht mehr einladen, weil sie sich (angeblich) geirrt hätten:

Nachtrag 9.7.2021
Oskar-Lafontaine hat in einem Facebook-Beitrag Lauterbach explizit als ‚Covid-Heulboje‘ bezeichnet:


Nachtrag 26.7.2021
Beitrag zu Karl Lauterbach bei kla.tv

Von Brüssel nach Waterloo

Heute ging eine Szene durch die sozialen Medien, bei der gestern in Brüssel eine junge Frau von einem Polizeipferd umgeritten und schwer verletzt wurde:

Offensichtlich nicht gewalttätige junge Frau wird von einem Polizeipferd von hinten umgeritten: alles nur für ihre Gesundheit

Die Szene ist ab Sekunde 28 auch in diesem längeren Video des belgischen Sportsenders DHSports enthalten, der auch andere Berichte und auch Fotos von verletzten Polizisten auf seiner Website bereithält:

Übersetzung des französischen Tweets:
„Heute in Brüssel viele zehn Polizisten, zu Pferde oder zu Fuß, mit Aufstandsausrüstung + Wasserwerfern, um eine Versammlung im Bois de la Cambre aufzulösen, 1 Frau schwer verletzt durch ein Pferd! Diese ganze Armee ist mobilisiert im Namen der Epidemie“

Und folgende längere Szene von hinter den Polizeilinien habe ich ebenfalls im Netz gefunden:

Deutsche Medienberichte

Die Auseinandersetzungen waren der Tagesschau einen Bericht wert:

Das in den Bericht eingebettete Video zeigt die Szene mit der umgerittenen Frau nicht, aber einige Szenen, die die Gewalt gegen die Polizei dokumentieren.

Die ZEIT betont die Illegalität der Veranstaltung:

berichtet aber im Gegensatz zu anderen Zeitungen nur von 3 verletzten Polizisten (siehe auch belgische Berichte unten).

Einen langen, ziemlich guten und um Objektivität bemühten Artikel hat die Frankfurter Rundschau:

Hier ist auch der Vorfall mit der umgerittenen Frau enthalten.

Belgische Medienberichte

In Le Soir gibt es einen Bericht mit vielen Fotos und Videoausschnitten.

Die Anwesenden sind (gegen 17 Uhr) offensichtlich nicht so betrunken wie in dt. Berichten behauptet und rufen „Freiheit! Freiheit! Freiheit!“

Ein belgischer Medienbericht von Sudinfo ist besonders informativ zu dem Vorfall mit dem Polizeipferd, enthält nicht nur das Video, sondern auch zahlreiche Fotos und eine Zusammenfassung des Polizeiberichts:

Demnach wurden 26 Personen verletzt, davon nur 3 Polizisten. (Über den Zustand der umgerittenen Frau ist nichts bekannt)
6 Polizeifahrzeuge wurden beschädigt, 5 hatten die Scheiben eingeschlagen und die Reifen zerstochen. Mehrere Polizeipferde müssen zum Tierarzt.
Ca. 20 Personen wurden am Donnerstagabend in Gewahrsam genommen, gegen 4 ein Haftbefehl erlassen und eine Person steht bereits am 22 April vor Gericht.

La Libre Belgique berichtete dagegen am Freitag von 23 verletzten Polizisten unter insgesamt 26 Verletzten. Mit 3 bis 23 Polizisten gibt es doch eine erhebliche Bandbreite. Von den verletzten 8 Teilnehmern seien 2 ins Krankenhaus gekommen.
DHNet berichtet, dass nur ein Polizist ins Krankenhaus gekommen sei und dieses bereits wieder verlassen habe. Auch zwei leichtverletzte Teilnehmer seien ins Krankenhaus gekommen.

Über die umgerittene Frau findet man keine spezifischen Berichte.

Der Kanal 7sur7 hat ein Interview mit einer anonymen Organisatorin des Events im Park, das ‚La Boum‘ genannt wird. Sie sagt mehr oder minder, dass es eine Gaudi hätte werden sollen, um aus dem Alltag auszubrechen und die Leute zum Lachen zu bringen. Der Veranstaltungssektor habe seit einem Jahr alles verloren. Sie spricht von einem ‚Boisson d’Avril‘, einem Aprilscherz bzw. einer April-Gaudi, die sie im Park veranstalten wollten.
Im Nachrichtenteil berichtet der Sender von erneut 11 Verhaftungen am Freitag, davon nur eine mit Haftbefehl wegen Schlägen gegen ein Pferd. Kuriosum: zwei Pferde seien reiterlos in ihre Kaserne zurückgekehrt.

Alles in allem kann ich jetzt nicht behaupten, dass belgische Medien besser und umfassender über die Vorfälle im Park berichtet hätten als deutsche Medien, aber sie stellten definitiv mehr Fotos und Videos online, die zeigen, dass die jungen Leute keineswegs so betrunken oder generell gewalttätig waren, wie in manchen Berichten behauptet.

Lage: auf dem Weg nach Waterloo

Der Stadtpark ‚Bois de la Cambre‘ liegt an der Nationalstraße von Brüssel nach Waterloo:

Corona-Lage in Belgien ist jetzt unkritisch

Nicht ganz so schlecht ist die Corona-Lage in Belgien, das anfangs das am schwersten betroffene Land in Europa war. Belgien zählt derzeit weniger „Fälle“, also positive Tests, als Frankreich oder Schweden, aber mehr als Deutschland:

Bei den Corona-Toten sieht es noch besser aus. Belgien liegt etwa auf dem Niveau von Schweden und Deutschland, aber deutlich unter Frankreich:

Und diese relativ entspannte Lage spiegelt sich auch im Sterblichkeitsmonitor Euromomo wieder, der alle Todesfälle unabhängig von der Ursache misst:

In Belgien liegt die Sterblichkeit derzeit auf normalem Niveau, in Deutschland herrschte in den letzten Wochen sogar Untersterblichkeit.

Maßnahmen unrechtmäßig

Die Corona-Maßnahmen in Belgien sind nach einem Gerichtsurteil unrechtmäßig erlassen.
Das bestritt auch die Tagesschau am Tag vor den Auseinandersetzungen nicht:

Die Maßnahmen sind unrechtmäßig, aber was nicht passt, kann und wird noch passend gemacht werden, so die Tagesschau.
Rechtmäßigkeit hin oder her, das Ergebnis steht in jedem Fall fest.
Lockerungen sind jedenfalls nicht in Sicht. Ob das etwas mit der Gewalt in Belgien zu tun haben könnte?

Nachtrag 12.4.2021
Gute Nachricht: die umgerittene Frau aus dem Park ist zwar K.O. gegangen, aber nicht gefährlich verletzt worden. Es hätte aber natürlich böse ausgehen können.

Wir haben keinen Einfluss

Dieses Video-Fundstück einfach mal anhören und wirken lassen:

Ich gehe davon aus, dass Christian Lindner hier die Wahrheit sagt:
Die Landesregierung NRW hatte keinen Einfluss darauf, wie sie das Gerichtsurteil gegen die Ungleichbehandlung verschiedener Läden umsetzte. Die Entscheidung, alle Läden auf stärkere Gängelung statt auf Lockerung zu vereinheitlichen, kam aus Berlin (oder darüber), nicht aus Düsseldorf.
Die Landeskabinette werden noch nicht einmal anständig informiert. Das erinnert an alte Geschichten.
Und die Bundeskanzlerin hat offensichtlich zunehmend Probleme mit diesem inoffiziellen Überbügeln der Landesebene (Lindner: „Ausnahmezustand“) und würde es deshalb gerne formalisieren, die Länder also offiziell entmachten.
Der Angriff auf die verfassungsmäßige, föderale Ordnung kommt also von ganz oben.

Ausgangssperren

Und Lindner hat auch bei den Ausgangssperren Recht:

Das zeigt zum Beispiel auch der Vergleich mit Frankreich, wo seit dem 14. Januar landesweit eine Ausgangssperre ab 18:00 Uhr gilt. So haben sich seither die ‚Inzidenzen‘ in Deutschland und Frankreich auseinanderentwickelt: in die falsche Richtung!

Die Daten sind sehr eindeutig: es ist unmöglich, dass die Fallzahlen ein guter Indikator sind und Ausgangssperren gleichzeitig wirksam. Beides passt nicht zusammen, und daran krankt die gesamte Corona-Politik.