„Alle Ärzte sind sich einig“

Im Netz kursiert ein Video, in dem ein gestandener Chefarzt (Chirurg) kurz nach der Pensionierung so ziemlich alles in Frage stellt, was uns die Politik als medizinisch-wissenschaftliche Wahrheit zu Corona verkaufen will.

Prädikat: absolut hörenswert!

Dr. Sarnes ist ein weiterer Arzt, der nicht zum großen Konsens gehört, auf den sich die Politik, ihre Hofvirologen und Pandemie-Simulanten berufen. Einer von vielen.

Authentizität

Es ist ein Leichtes, sich mit Texten und Fotos zu vergewissern, dass Dr. Thomas Sarnes derjenige ist, der zu sein er behauptet. Er war bis Ende 2019 Chefarzt der Chirurgie und Leitender Chefarzt der Oberhavel-Klinik in Oranienburg nördlich von Berlin.

Beiträge zeichnen Entwicklung nach

Seit seiner Pensionierung, also durch die ganze Corona-Zeit hindurch, hat Dr. Sarnes eine schöne Serie von Beiträgen im Rügener Inselreport veröffentlicht, die eine bemerkenswerte Entwicklung nachzeichnen:

Mai 2020: Warum Angst ein schlechter Ratgeber ist
Diese Bundesregierung hat energisch reagiert und ich sage, das war richtig so…
Das Handeln der Medien ist aus meiner Sicht unverantwortlich

Oktober 2020: Dr. Sarnes zu Maskenpflicht, Statistik und Politikern
„Das ganze Thema der Masken ist ja eine Posse. …Es wird eine Menge an Unsinn geredet und es wird immer wieder versucht, einer Maske eine positive medizinische Bedeutung zuzumessen. Da fällt immer gerne der Begriff der Studien, die das angeblich klar belegen würden. Man muss aber zur Kenntnis nehmen: es gibt nicht eine einzige Studie, die eine positive Wirkung oder einen Effekt einer Mund-Nasen-Maske belegen kann. Im Gegensatz dazu gibt es unzählige Studien, die die Wirkungslosigkeit wissenschaftlich belegen. In meinen Augen als Arzt ist die Verpflichtung für Kinder, eine Maske zu tragen, eine Form von Körperverletzung. Hier kann ich nur zu energischem elterlichen Widerstand gegen diese Verantwortungslosigkeit aufrufen“

November 2020: Was sind PCR-Tests und RNA-Impfstoffe?
„Das, was das RKI meldet sind keine Infektionen, sondern es sind positive Testergebnisse…
Die gegenwärtige Anwendungsweise steht der eigentlichen Benutzung und dem Sinn und Ziel dieses Tests völlig entgegen
Medizin ist genau das Gegengesetzte von dem, was wir hier gerade erleben. Es macht mir Angst, dass auch unsere Amtsärzte scheinbar Probleme haben, hier frei zu arbeiten. Gerade sie wissen sehr genau, was Inzidenzen bedeuten. Ich habe kein Verständnis dafür, dass Impfungen, wenn sie denn überhaupt erforderlich sind, nicht von den behandelnden Ärzten gemacht werden, sondern in anonymisierten „Impfzentren“ durchgeführt werden sollen“

Dezember 2020: Hommage an meine Lehrer
Es wurde aber behauptet, es gäbe Kranke, also Infizierte, die keine Beschwerden hätten, selbst nichts von ihrer Erkrankung spüren oder wüssten, dennoch aber andere anstecken und so in Lebensgefahr bringen könnten. Dazu als Arzt meine feste Überzeugung aus Wissen und langer Erfahrung bestehend, das gibt es nicht. Hier ist auch nicht der Virologe gefragt. Diese Themen bearbeiten die Wissenschaftler auf dem Gebiet der Infektionsbiologie. Dazu gibt es auf höchster wissenschaftlicher Ebene klare Positionen. Man hätte den Sommer nutzen können, hier zur Vernunft zu kommen, alle inneren und äußeren Verstrickungen zu lösen und zur Normalität zurück zu finden. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Menschen in diesem Land ohne Frage den Politikern verziehen“

Februar 2021: Warnung: „Versucht so etwas nie wieder!“
Sofortige Änderung der Teststrategie. Testzentren schließen, Routinetestungen unterlassen, Eingangstestungen in Kliniken beenden. Testungen werden nur noch in den Arztpraxen durchgeführt im Rahmen der Diagnostik und zwar nach Ermessen des Arztes. …Ich nenne das „Rückführung von Kompetenz“ vom Politiker zum Arzt. Dann werden wir auf ganz einfache Art nur noch die Kranken haben. Und dann dürfen wir auch diese Zahl, die wir ermitteln, Inzidenz nennen. Die Letalität von COVID-19 hat die WHO beziffert mit rund 0,14 %. Das ist nicht weltbewegend, weil wir diesen Wert dann ermitteln von den Kranken, nicht von den positiv getesteten Menschen. Abkehr von der 0-Covid-Strategie. Das ist so absurd und realitätsfern, dass ich mir Sorgen mache

März 2021: Wissenschaft oder Politik? Impfschutz oder Impfrisiko?
„Es gab früher, als Medizin noch von Ärzten gemacht wurde den Grundsatz, niemals in eine aktive bzw. laufende Krankheitswelle hinein zu impfen. Aber gut, vielleicht hat sich ja auch hier, seit Medizin von Politikern gemacht wird, die „Erkenntnis“ geändert
Was mir persönlich Angst macht, ist diese Leichtigkeit und Hemmungslosigkeit, mit der sie unsere Grundrechte nehmen und diese dann, wenn wir artig machen was sie sagen, als Privilegien angeboten werden“

Auf der ‚Schwarzen Liste‘

Ein bemerkenswertes Interview beschäftigt sich damit, dass und wie Dr. Sarnes auf eine ‚Schwarze Liste‘ des Bundesgesundheitsministeriums geraten ist, weil er angeblich ‚unrichtige Gesundheitszeugnisse‘ ausgestellt haben soll:
Ich war ein klinisch tätiger Chirurg und Orthopäde und komme schon aus diesem Grund gar nicht in den Verdacht, Atteste zu derartigen Problemen auszustellen. Ich würde sehr erstaunt sein, wenn man mir ein solches, von mir ausgefülltes und unterzeichnetes Attest als Begründung zu dem Vorwurf auf den Tisch legen könnte

Nachtrag 16.7.2021

Stiko gegen die Politik

Ein sehr schönes Beispiel von Ärzten mit Amt, die mit der Politik nicht übereinstimmen und das auch öffentlich äußeren, haben in den letzten Wochen Mitglieder der Stiko (Ständige Impfkommission) gegeben. Stiko-Chef ging mit einem Interview in der taz voran:

Die wichtigsten Aussagen (mit Überschriften von mir):
Gesunde Kinder sind durch Corona nicht ernsthaft gefährdet
Für gesunde Kinder und Jugendliche der Altersgruppe ist das Risiko an Covid-19 zu sterben derzeit rein statistisch gleich null
Long-Covid ist mehr ein Gerücht
Zusammenfassend kann man jedenfalls sagen, dass es zu Long Covid in dieser Altersgruppe einfach keine verlässlichen Daten gibt“
Impf-Risiken sind nicht ausreichend untersucht
„Da lässt sich schon mit Hilfe der Mathematik ableiten, dass die Studie keine Risiken abbilden kann, die seltener als 1:100 sind“
Sehr geringes Krankheitsrisiko und unklare Impfrisiken sprechen gegen die Impfung von Kindern
Wenn die Kinder und Jugendlichen ein sehr geringes Krankheitsrisiko haben, dann müssen wir auch verdammt sicher mit der Impfung sein“

Im Ergebnis gibt es bis heute keine Stiko-Empfehlung für die Impfung von Kindern und Jugendlichen.

Politischer Druck

Und dagegen gibt es offensichtlich Druck aus der Politik:

Klar ist hier nur eines: Die Politik übt Druck auf Ärzte aus, damit Empfehlungen so ausfallen, wie sie es will.
Und wenn die Stiko nachgibt, dann wird die Politik sagen, dass sich „die meisten Ärzte“ und „die Wissenschaft“ einig sind, dass die Impfung richtig ist. Und das ist dann auch sehr schnell die Basis für einen Impfzwang oder für Schikanen gegen Ungeimpfte.

Noch halten viele Ärzte dagegen

Dabei steht Stiko-Chef Mertens mit seiner Haltung unter Medizinern keineswegs allein. Prof Hübner vom Hauner’schen Kinderspital:


Und Prof. Kremsner hat gestern Abend bei Markus Lanz praktisch dieselbe Argumentation vertreten wie Mertens:
„Die Impfstoffe haben derzeit bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zur Krankheit noch zu viele Nebenwirkungen“

Das hat er auch bei Lanz gesagt, und Habeck saß daneben und hat es sogar noch zusammengefasst

Der Streit vor allem zwischen Söder und der Stiko spitzt sich derweil weiter zu:

Und am gestrigen Abend hat Stiko-Chef Mertens bei Lanz selbst gesagt, dass er seine Enkel im Moment nicht impfen lassen würde:

Norbert Walther-Borjahns war regelrecht empört.
Man wird jetzt sehen, wie die Politik damit umgeht, dass sie beim Kinderimpfen auf geballten und anhaltenden Widerspruch von Ärzten stoßen.

Sehr faire Zusammenfassung von Mertens‘ Position in den Stuttgarter Nachrichten: Nur einmal verliert Thomas Mertens die Ruhe

Fazit

Die Politik versucht vorzugeben, was richtige Wissenschaft ist, und diejenigen Ärzte zu dirigieren oder auszusortieren, die dem noch widersprechen.

Nachtrag 20.07.2021
Die Politik lässt nicht locker. Der sächsische Ministerpräsident erklärt sogar öffentlich, warum er eine Empfehlung der Stiko in den nächsten Tagen erwartet:

Im Klartext:
Die Stiko muss liefern, damit die Politik Sicherheit und Akzeptanz bekommt.
Die Frage, ob das Chance/Risiko-Verhältnis der Impfung bei Kindern in Ordnung ist, ist da zweitrangig. Die Notwendigkeit der Impfung auch von Kindern scheint für die Politik a-priori festzustehen. Wodurch?

Auch Stiko-Chef Mertens hat bereits für Wirbel gesorgt und die Berichte über LongCovid bei Kindern als wissenschaftlich unbelegt dargestellt. Das ist für das in Medien häufig bemühte Narrativ äußerst unangenehm:

Nachtrag 25.7.2021
Söder will ein Impfprogramm für Schüler unabhängig vom Votum der Stiko auf den Weg bringen:
„Wir müssen uns für den August auf ein gemeinsames Impfprogramm für Schülerinnen und Schülern festlegen – und zwar unabhängig von der Stiko“
Zur Not lässt die Politik inzwischen auch das Feigenblatt vom medizinischen Konsens fallen, der hinter ihren Maßnahmen stehe.

Dabei geht es nicht nur um die Stiko, sondern zB auch um eine aktuelle Studie der Uni Heidelberg, die nachweist, dass Kinder ohne Impfung und auch ohne starke Erkrankung eine gute Immunität gegen COVID-19 ausbilden:
„Trotzdem zeigten die Kinder 11 bis 12 Monate nach der Infektion stärkere und länger anhaltende spezifische Antikörperspiegel als Erwachsene“
Die Wissenschaftsleugner sitzen in der Politik.

Nachtrag 1.8.2021
Politik will Impfangebote für Jugendliche ausweiten – schon ohne Empfehlung der Stiko. Das ist ein deutlicher Hinweis, dass die Ergebnisse von Wissenschaft und die Meinung von Ärzten zwar willkommen sind, wenn sie passen, die Entscheidungen aber unabhängig von ihnen bereits zuvor feststehen:

Nachtrag 2.8.2021
Karl Lauterbach stellt der Stiko eine ärztliche Bescheingung über ihre Aussagen zur Impfung aus.
Die Mechanismen, mit denen Politiker in einem großen Konsens festlegen, was „die Wissenschaft“ sagt, ist also denkbar einfach:
Wer bisher die lautesten und schlechtesten Prognosen abgegeben hat, darf den Ton vorgeben.


Nachtrag 8.8.2021
Sogar im ZDF sind schon Aussagen von Ärzten gesendet worden, die so gar nicht zum politisch erzeugten Druck zur Impfung der Kinder passen:

ZDF: Freiburger Ärzte gegen Kinderimpfung und LongCovid-Hype

Geradezu beiläufig räumen sie am Ende noch LongCovid bei Kindern als Gerücht vom Tisch.
Wie ist es möglich, dass die Politik trotzdem mit ihrer Panikmache durchkommt?

Die Verwandlung

einer akzeptablen Hypothese in „Verschwörungstheorie“ und wieder zurück ist für die „Wahrheitssysteme“ machbar.

Die Hypothese

um die es hier als eindringliches Beispiel geht, ist die Hypothese, dass das Coronavirus nicht natürlich bzw. zufällig entstanden, sondern in einem Labor künstlich erzeugt worden ist.
Diese These ist früh aufgekommen und hat zunächst ihren wichtigsten Vertreter im französischen Medizin-Nobelpreisträger Luc Montagnier gefunden. Montagniers begründete Vermutung schaffte es aber im April/Mai 2020 im deutschsprachigen Raum nur in eine entlegene Provinzzeitung (aus der sie später auch wieder gelöscht wurde) und z.B. in eine anständige Agrarzeitung:


Beide randständigen Artikel stellten zwar die These einigermaßen sachlich dar, aber vorsichtig mit Diskussion der Möglichkeit von ‚Fake News‘.

Widerlegungsversuche

Wenn auch die Laborthese kaum irgendwo auf Deutsch wissenschaftlich neugierig und korrekt diskutiert wurde, so wurde sie doch prominent und polemisch bekämpft, z.B. im Ärzteblatt schon vor Montagniers Äußerung im März 2020:

Auffällig ist, dass niemand konkret genannt wird, der schon bis zu diesem Zeitpunkt das Gegenteil behauptet hätte, also widerlegt werden sollte, nur ganz namenlos ‚mancher Verschwörungstheoretiker‚.
Und es bleibt festzuhalten, dass es rein logisch von einem echten Gegenbeweis keinen Weg zurück zur Hypothese geben kann. Kommt die Hypothese doch wieder ins Spiel, dann war der ‚Beweis‘ erwiesenermaßen falsch und derjenige, der ihn so genannt hat, hat sich grob getäuscht.

Und beim Faktenerfinder Correctiv wurde später speziell auf Montagniers HIV-These gezielt:

Alice Echtermann von Correctiv ist vorsichtiger als das Ärzteblatt, denn sie erklärt nicht die Laborthese in voller Allgemeinheit für widerlegt, sondern nur speziell Montagniers HIV-These. Aber ihre Argumente waren nicht wissenschaftlich valide, denn weder wird eine These dadurch schon widerlegt, dass andere Wissenschaftler ihr widersprechen, noch dadurch, dass jemand ein Paper zurückzieht.
Zusätzlich sei erwähnt, dass Alice Echtermann eine Kommunikationswissenschaftlerin ist und auf Fake News spezialisiert. Das ist nun allerdings hier keine vertrauenswürdige Qualifikation, denn in einer solchen Debatte unter Naturwissenschaftlern ist ja nicht a priori klar, was wahr ist und was Fake News: natürliche Entstehung ist grundsätzlich genauso eine Möglichkeit wie die Entstehung im Labor. Und die Entstehung im Labor ist ja heute noch (oder wieder) eine Option.
Nicht nur, dass Frau Echtermann hier zu freigiebig mit dem FakeNews-Begriff hantierte, ist ihr aus heutiger Sicht auf die Füße gefallen, sondern auch die Berufung auf den deutschen Virologen-Halbgott Christian Drosten am Ende ihres Artikels:.

Drosten bekleckert sich mit Rum

Drosten hat sich nämlich gegen Montagniers These erstaunlich weit aus dem Fenster gehängt, mit erstaunlich wenig wissenschaftlichen Argumenten. Der Focus berichtete prominent darüber:

Anmerkung: wenn es wirklich „nur eine Antwort“ darauf hätte geben können, hätte es auch nie wieder eine Debatte darüber geben können. Die gibt es aber inzwischen wieder! Der überhebliche Ton, den dieser Focus-Bericht transportiert, ist also in jedem Fall bereits heute als unangemessen identifiziert. Und hier wird nicht nur die HIV-These ausgeschlossen, sondern ganz allgemein jede Entstehung im Labor.

Die (recht kurze) Originalstelle mit Drosten findet sich im Interview mit Drosten beim NDR am 12. Mai 2020:

Auffällig an den Aussagen von Drosten ist zweierlei:
– sie sind sehr emotional und arbeiten stark mit Wiederholungen: erledigt, erledigt, erledigt (bedeutet wohl: geh doch bitte weg!)
– er beruft sich auf einen Konsens, sogar einen lateinischen ‚Konsensus‘, der heute so nicht mehr existiert und damit viel weniger wert war, als er damals hoffte
– nur eines der Argumente hat überhaupt einen wissenschaftlichen Inhalt.
Dieses (grün markierte) statistische Argument ist aber strenggenommen nur ein Argument gegen die Stichhaltigkeit von Montagniers Begründung, nicht aber gegen die Laborherkunft als solche. Montagniers Argument war, dass die Mutation wegen ihrer statistischen Unwahrscheinlichkeit künstlich hergestellt sein MUSS. Auch wenn sie nicht überzufällig wäre, KÖNNTE sie aber immer noch künstlich hergestellt worden sein, denn auch kleine Änderungen können natürlich im Allgemeinen künstlich hergestellt werden.
Zwischenfazit: Drostens Attacke gegen Montagniers These war auffällig emotional und stand gleichzeitig wissenschaftlich auf ziemlich dünnen Beinen. Er hat sich hier für jeden Naturwissenschaftler erkennbar nicht mit Ruhm für eine hochwissenschaftliche Argumentation bekleckert.

Dunkler internationaler Verdacht

Während in Deutschland im Frühjahr 2020 die natürliche Entstehung des Virus eisern als absolute Wahrheit verteidigt wurde, gab es international, vor allem in angelsächsischen Medien wie Newsweek bereits drastische Nachrichten und Vorwürfe zu den Laboraktivitäten in Wuhan:

Im Labor in Wuhan sollte angeblich bis kurz vorher an genau dem geforscht worden sein, was 2019 ausgebrochen ist: ein neues Coronavirus mit schärferen Eigenschaften.
Das aus heutiger Sicht besonders Interessante war aber, dass diese chinesischen Forschungen angeblich aus den USA finanziert wurden mit Geldern vom amerikanischen Virologen-Papst Anthony Fauci, der damals noch Präsident Trump beriet und mit ihm über Corona im Clinch lag. Seine ‚leadership‘ in der Pandemie kann dabei durchaus doppeldeutig verstanden werden.

Was damals ausgerechnet in US-Medien berichtet wurde, in deutschen aber gar nicht, passte wiederum ganz hervorragend zu dem, was Montagnier und andere sich als angebliche Hirngespinste ausgedacht haben sollten, warum auch immer.

Große deutsche FakeNews-Wende

Es kommt nicht oft vor (aber in den letzten Jahren immer öfter), dass die deutsche Medienlandschaft fast einstimmig eine 180°-Kehrtwende hinlegt und plötzlich eine These diskutiert und teilweise rehabilitiert, die sie zuvor tief im FakeNews-und „ekligen“ Verschwörungssumpf entsorgt hatte: so eine Aktion ist ja auch immer oberpeinlich, aber manchmal unvermeidlich, wenn sich Medien zu einstimmig und zu weit aus dem Fenster hängen, um unerwünschte Ansichten zu diffamieren.
Genau das ist aber mit der Laborthese im Februar 2021 passiert. In mehr Medien als sie zuvor diffamiert wurde, wurde sie jetzt offen diskutiert, teilweise zustimmend, teilweise ablehnend, aber jedenfalls nicht mehr außerhalb jeder Diskussion:

Auffällige Punkte:

  • Bilder untermauern oftmals die Laborthese, auch wenn der Text ihr vehement widerspricht
  • Der NDR, der ein Jahr zuvor noch Drostens Unsinn-Verdikt über die Laborthese verbreitet hatte, berichtet erstaunlich positiv über Wiesendangers „neue“ Erkenntnisse
  • Der SPIEGEL, der zunächst kein gutes Haar an Wiesendanger ließ („krude Corona-Studie“) legte erst kürzlich („aktuelle Recherchen befeuern die Theorie“) zugunsten der Laborthese nach und gab dem ganzen noch einen gruseligen, anti-chinesischen Oberton („Todesschreie der Marderhunde“)

Der Medienjournalist Stefan Niggemeier, der an gekonnter Medienkritik selbst ganz gerne eine Meinung serviert, kritisierte einerseits die Qualität der Studie und die Medien:

und garnierte das Ganze damit, dass er ebenfalls und entschieden die Laborthese rehabilitierte:
„Dabei ist die Frage nach dem Ursprung des Virus zweifelsohne brisant und offen: Selbst die WHO räumte nach einigem Hin und Her ein, dass sie die These, dass das Virus aus einem Labor kommen könnte, nicht ausgeschlossen hat

Mit diesem höchsten Segen hat der Medien-Mainstream in Deutschland eine heikle Operation abgeschlossen:
Seine eigenen starken Meinungen über die Laborthese abgefrühstückt und das Tor in eine Zukunft geöffnet, in der die Laborthese offensichtlich noch eine Rolle spielen wird.

Gut gealtert

sind meine Kommentare zum Thema Laborthese. Ich habe:

Mit dem Ende der pauschalen, unwissenschaftlichen Verleumdung der Labortheorie als „FakeNews“ oder „Verschwörungstheorie“ endet allerdings nicht das Lügen insgesamt, sondern:

Fragen werden bleiben, der Spin auch

Selbst, wenn die Laborthese sich als richtig erweisen würde, wären folgende wichtigen Fragen immer noch offen:

  • Wurde das Virus absichtlich oder durch einen Unfall freigesetzt?
    (Bisher wurde und wird in erster Linie die Unfallthese ins Gespräch gebracht)
  • Sind die Orte der Entstehung und der Freisetzung dieselben?
    (Bei der Unfallthese ist das fast zwingend erforderlich, bei einer absichtlichen Freisetzung keineswegs, denn das Virus kann dafür an den Freisetzungsort transportiert werden)
  • Waren die Viren, die zunächst in Wuhan/China und dann in Bergamo/Europa auftraten, wirklich identisch?
    (Ein Nein könnte gut erklären, warum China so viel weniger Tote hatte als Europa und Amerika. Chinesische Medien berichteten 2020 von einem Reimport des Bergamo-Virus als Ursache einer neuen kleineren Infektionswelle)

Diese Fragen, die naturgemäß in China ganz anders beantwortet werden als in den USA sind vor allem interessant im Zusammenhang mit dem Nebel, der sich um die Finanzierung der Aktivitäten in Wuhan rankt, siehe den oben erwähnten Newsweek-Beitrag von 2020: Nebel aus chinesischen Forschern und amerikanischem Geld. Internationaler Nebel, sehr undurchsichtig.

Weitere offene Fragen und Möglichkeiten zwischen natürlicher Entstehung und Erzeugung in einem chinesischen Labor behandelt dieser interessante Artikel:

Er behandelt 4 verschiedene Thesen:

Die These Nr. 2 betrifft die Wuhan-Militärspiele kurz vor dem Ausbruch – und ist eine (immer noch) unaussprechliche Verschwörungstheorie.

Vom selben Autor gibt es auch einen schönen Beitrag über die Hofvirologen Drosten und Fauci:

Sehr interessant ist auch dieser Artikel des britischen Autors Jonathan Cook:

Ausblick

Eine Prognose ist mit dieser Vorarbeit leicht:
Die Laborthese wird mehr Fahrt aufnehmen, häufiger und dringlicher vorgebracht werden. Kritik daran wird in den Mainstream-Medien weiter zurückgedrängt werden.

Und gerade heute kam das neue Cicero-Heft ins Haus:

Der Artikel ist nicht ganz plump, erwähnt immerhin einmal auch die Geschichte, dass Faucis Organisation die Forschung an Fledermausviren in Wuhan finanziert hat, aber es geht doch um China, China und China.

Das Editorial dazu gibt es online hier.
Recht amüsant liest sich die Passage über Trump und Biden:
„Doch der ehemalige US-Präsident war ein denkbar schlechter Gewährsmann. Denn einem notorischen Lügner wie ihm konnte man leicht unterstellen, dass er mit seinem Geraune lediglich ablenken wollte vom eigenen Versagen im Kampf gegen Corona. Und so war die Sache, zumindest in der Öffentlichkeit, schnell abgehakt.
Doch siehe da: Auch unter Trumps Nachfolger Joe Biden ist plötzlich wieder von der Laborthese die Rede. Und zwar mit reger Beteiligung amerikanischer Geheimdienste, die nach und nach gezielt Indizien lancieren, wonach das Virus keineswegs von einem Markt in der chinesischen Metropole Wuhan stammt, sondern aus dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Wuhan Institute of Virology“

Zwei Anmerkungen dazu:
– die Schuldzuweisung für das voreilige „Abhaken“ der Laborthese geht vor Trump an die Medien. Das ist oben recht breit ausgeführt.
– Ich für mein Teil bin nicht überzeugt, dass ich einem dementen Greis wie Biden mehr Vertrauen entgegenbringen sollte als einem „notorischen Lügner“ wie Donald Trump. Nein, Trump war wenigstens noch in der Lage, selbstständig zu lügen.