Demokratie als Medien-Posse

Die jahrelange Vertuschung und plötzliche Enthüllung von Joe Bidens Demenz entlarven „unsere Demokratie“ als eine inszenierte Posse. Medien sagen uns, welche Politiker wir „gut“ finden sollen und schießen die Gewählten genau in dem Moment ab, in dem sie es für richtig halten.

Es ist plötzlich und unerwartet aufgefallen, dass US-Präsident Biden ein dementer Tattergreis ist, der keinen klaren Gedanken fassen und keinen geraden Satz mehr herausbekommen kann (und wahrscheinlich schon eine ganze Weile Windeln trägt)

Mediales Erwachen

Bei der großen Fernsehdebatte am 27. Juni haben es alle diese Medien nach Jahren des Beschweigens auch gemerkt:

Und deshalb teilen sie uns alle denselben Gedanken zur gleichen Zeit mit. Nur ein paar besonders bornierte deutsche Medien, vor allem der ÖRR, wollten das Offensichtliche auch danach noch ein paar Stunden beschönigen.

5 Jahre zu spät

Dabei ist es gar nicht gestern klar geworden, sondern schon seit Jahren.
Dieses Video zum Beispiel ist fast 5 Jahre alt und diskutierte eine Live-Debatte aus dem Vorwahlkampf 2019:

Biden 2019: „Kandidat für Betreutes Wohnen“

Ich hatte es vor der Wahl 2020 in einem Blogbeitrag gebracht. Man beachte das Titelfoto, in dem Biden ebenso altersbeeinträchtigt wirkte wie bei CNN am letzten Donnerstagabend:

Blogbeitrag vom 26. Oktober 2020

Man konnte damals alles schon lesen, was sich inzwischen bestätigt hat:

  • Biden hatte schon damals deutliche Zeichen von Demenz gezeigt
  • Biden hatte in seiner Zeit als Vizepräsident viel mit der Ukraine zu tun gehabt
  • Biden meinte es nur gut mit uns Europäern (Stichwort: Nordstream)
  • Schwarze Wähler waren nicht begeistert von Biden (heute noch weniger)

Aber das Wichtigste war doch Bidens Demenz und ihre Beschönigung gerade auch in dt. Medien.
Die Episode mit dem demokratischen Gegenkandidaten Castro wurde damals in dt. Medien nicht komplett verschwiegen, sondern manchmal auch als „Witz“ eines Konkurrenten abgetan:

2019: Merkur vernebelt den Hinweis auf die Demenz von Biden

Auch wieder inszeniert

Auch die Enthüllung von Bidens Demenz war eine Inszenierung.
Dafür spricht bereits der Termin lange vor dem Nominierungsparteitag der Demokraten im August: dafür gab es eigentlich keine Notwendigkeit, aber es war eine Voraussetzung, um danach evtl. doch noch einen Ersatzkandidaten zu finden.
Dafür sprechen auch viele Zeitungsberichte, die die Debatte im Vorfeld zur Bewährungsprobe hochgeschrieben hatten.
Dafür spricht auch das Format der Auseinandersetzung mit Trump: der geteilte Bildschirm, wie im Titelbild zu sehen, begünstigte den fernseherfahrenen Trump, der keine Mühe hatte, die (verunglückten) Wortbeiträge von Biden mit seinen Blicken und dem Mienenspiel wirksam zu kommentieren

Trump kommentiert live und überlegen auch mit Blicken Bidens Gestammel

Warum gerade jetzt?

Natürlich hätte Biden längst durch einen anderen Kandidaten ersetzt werden können, nein, müssen. Wenn schon nicht rechtzeitig, warum wurde gerade im Juni die Notbremse gezogen?
Einerseits haben sich die Umfragen für ihn und seine Vizepräsidentin Kamala Harris nicht gut entwickelt. Trump profitierte schon seit Monaten von den vielen Videos auf Sozialen Medien, die Bidens Aussetzer zeigten, und Kamala Harris hat sich als dem Wähler unverkäuflich erwiesen. Aber dieses Argument aus der Sicht der demokratischen Partei hatte sich in den letzten Monaten nicht abrupt verändert.
Ein anderer Grund könnte der Streit zwischen den Regierungen Biden und Netanjahu über den Krieg in Gaza gewesen sein. Der hatte sich seit Jahresanfang entwickelt und wurde recht offen ausgetragen und berichtet:

Dieser Streit war aber keine Laune der Regierung Biden, sondern entsprang einer tiefen Empörung in der demokratischen Partei, der sich die Regierung Biden nicht entziehen konnte, wollte sie wiedergewählt werden. Insbesondere die Jugend in der eigenen Partei und an den Universitäten hatte begonnen, sich erheblich gegen den Krieg in Gaza zu engagieren.
Weil dieses Problem große Teile der demokratischen Partei betraf, während die Republikaner sehr geschlossen nicht nur hinter Israel, sondern auch hinter Netanjahu standen, so wie Trump bereits in seiner 1. Amtszeit, würde dieser Grund für die plötzliche Enthüllung von Bidens Demenz auch nicht für einen Wechsel zu einem anderen demokratischen Kandidaten, sondern zum Kandidaten Trump sprechen:


Trump ist bedingungsloser für die Unterstützung des grausamen Gaza-Kriegs als Biden und will gleichzeitig den Ukraine-Krieg beenden, den er Biden in derselben Debatte als Fehler angelastet hat:

In einem international beachteten Podcast ging Trump sogar so weit zu sagen, dass Putin den Krieg vermeiden wollte, aber durch Bidens Politik gezwungen wurde, ihn zu beginnen.
Im Kampf zwischen Trump und Biden geht es also auch um die Frage, welcher von zwei Kriegen Priorität hat für die USA. Weil der Ukraine-Krieg verloren zu gehen droht bzw. militärisch schon verloren ist und der Streit der Biden-Regierung über Gaza mit Israel eskaliert ist, könnte der Schleier gerade in diesem Juni von Bidens Demenz gezogen worden sein – nach gerade einmal 5 Jahren.

Trump hat mit der Wahl seines Vizes J.D. Vance diesen Standpunkt zu beiden Kriegen nochmals bekräftigt. Und dieser Standpunkt ist zum Beispiel auch bei einigen Oppositionsmedien wie dem Kontrafunk sehr deutlich zu finden, während andere gegen beide Kriege opponieren.

Zwei schwache Kandidaten

Wie kam es dazu, dass mit Trump und Biden gleichzeitig zwei schwache Kandidaten gegeneinander antraten? Christian Rieck hat eine interessante Erklärung:

In aller Kürze:
Wenn ein Kandidat schwach ist, haben die Hintermänner der anderen Seite jeden Grund, einen nur etwas stärkeren Kandidaten ins Rennen zu schicken. Damit maximieren sie nämlich bei guten Siegchancen ihren eigenen Einfluss auf die Regierung.

Beim dementen Präsidenten Biden seit 2021 ist das so offensichtlich, dass sich die Frage (schon lange) stellt, wer in seiner Amtszeit wirklich regiert hat:

Nostra culpa

Ihr kollektives Versagen bei der Aufgabe, Bidens Zustand korrekt zu berichten, wird inzwischen auch in deutschen Medien thematisiert.
Den Anfang hat bei Übermedien der Chef persönlich gemacht: „das Beispiel Joe Biden mahnt, dass Verschweigen oder Herunterspielen keine gute Idee ist„. Hinterher ist auch Stefan Niggemeier immer ganz besonders schlau, aber vorher hat er entsprechende Hinweise auf Bidens Zustand auch persönlich sehr stramm abgebügelt. Stattdessen beschäftigte sich sein Medium damit, amerikanische Journalistinnen als Opfer zu stilisieren, wenn sie wegen ihrer abstrusen Lobhudeleien für Biden blöde angepöbelt wurden. Das Beispiel zeigt sehr deutlich, warum es damals und dann jahrelang unmöglich war, damit durchzukommen, dass Joe Biden einfach nicht mehr ganz bei Verstand war: das war etwas ganz und gar Unmoralisches, nichts, worüber ein „seriöses“ Medium seine Leser informieren mochte.

Seit gestern gibt es auch beim SPIEGEL einen solchen Artikel über das Versagen der Medien, aber nur der amerikanischen:

Das sind jetzt alles nur wohlfeile Reden über Journalismus, wie er sein sollte, aber eben fast nie ist. Wenn es politisch passt, werden diese Medien auch beim nächsten Mal wieder leugnen und lügen!

Ausblick: die letzte Runde

Wenn ein objektiv schwacher Politiker einmal angeschossen ist, muss die Sache zuende gebracht werden, denn die schlechten Wahlaussichten, die die Attacke nach innen in die Partei begründen, sind ja durch sie nicht besser geworden, sondern viel schlechter.
Wer will schon einen zum Präsidenten wählen, der jetzt auch von allen „guten“ Medien als dement bezeichnet wird, nachdem ihn Gegenkandidat Donald Trump schon vor der letzten Wahl als „schläfriger Joe“ verspottet hatte?
Jetzt steht ja plötzlich in der Zeitung, dass er nach 16 Uhr nicht mehr fit ist. Und so überbieten sich die Medien und Prominenten jetzt plötzlich mit Nachrichten zu Bidens Untauglichkeit, die das bis vor kurzem immer als FakeNews bezeichnet hatten:

Biden muss gehen, ob die Wahlniederlage dadurch nach dem Hickhack aber geringer ausfallen wird, ist keineswegs sicher. Er kann nämlich formal betrachtet nur freiwillig gehen und wenn, dann kann seine unpopuläre Vizepräsidentin nicht so einfach übergangen werden.
Die Vorwahlen sind ja vorbei und können nicht einfach entsorgt werden, wenn es noch ein wenig „demokratisch aussehen“ soll.
Trumps Kampagne hat jetzt auch durch das Attentat weiter Fahrt aufgenommen. Dazu demnächst mehr.

Fazit

Medien können eine Demokratie leicht zu einer Posse machen, indem sie ihre Leser über wichtige Fragen komplett falsch informieren und diejenigen sogar diffamieren, die die Wahrheit sagen. Das machen sie inzwischen sehr oft, sehr gerne und sehr gerissen, um ihrer Meinung (oder der ihrer Eigentümer) politische Geltung zu verschaffen. Wenn das bei einem Thema wie Bidens Demenz mal endet, bedeutet das keinesfalls, dass die Medien jetzt geschlagen sind. Es kann auch einfach bedeuten, dass sie sich anders orientieren, um ihre politischen Loyalitäten in einer neuen Runde voranzubringen.
Der Gelackmeierte ist immer derjenige, der glaubt, dass Medien wirklich in erster Linie gut informieren wollen. Information muss man sich holen, sie wird einem nicht serviert.
Man sieht es ja: auch jetzt werden wir nicht informiert, worum es bei der inszenierten Enthüllung von Bidens Demenz wirklich gehen könnte. Davon lenken uns genau die vielen Artikel über den Journalismus ab, wie er hätte sein sollen, aber auch gerade jetzt wieder nicht ist: man drischt weiter leeres Stroh, um über das Wesentliche zu schweigen.

Zum Schluss noch ein Schmankerl aus US-Medien zum Thema

„Bidens Verstand ist rasiermesserscharf“ 🤡

Nachtrag 22.7.2024

Jimmy Dore hat sich inzwischen zum Demenz-Ende von Biden geäußert, das er vor fast 5 Jahren voraussah:

Er ist davon überzeugt, dass Biden 2020 Präsidentschaftskandidat wurde, um 2020 und 2024 einen Kandidaten zu haben, der nicht der Kandidat der Parteibasis ist. 2020 gab es wegen COVID so gut wie keine öffentlichen Auftritte des Kandidaten Biden. Jetzt ist der Vorwahlkampf schon beendet, und die Parteiführung kann mit den Delegiertenstimmen die Kandidatin aufstellen, die ihr gefällt. Die Vorwähler sind raus.

Nachtrag 28.12.2024
Jetzt, zum Ende der Amtszeit, kommen aber die Enthüllungen über Bidens Zustand und die Vertuschungen Schlag auf Schlag! Das Wall Street Journal hat knallhart recherchiert und der STERN berichtet schonungslos: „Biden wurde abgeschirmt„. Wer das früher wusste, ist aber weiterhin ein Rechter:

Die Frage ist nur, wer herrscht im Weißen Haus wirklich?“ LOL!