Hier die Definition der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guerot:
Stimmt das?
Faschismusdefinitionen umstritten
Es ist festzuhalten, dass die Definition von Faschismus im Allgemeinen umstritten ist, wie u.a. auch die Wikipedia berichtet:
„Eine Definition von ‚Faschismus‘ gestaltet sich schwierig…
Was Faschismus ist oder sein soll, wurde vornehmlich von seinen Gegnern bestimmt…
Ein übergreifender (generischer) Faschismusbegriff, der die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bestehenden Regime in Italien, im NS-Staat und in Japan umfasst, ist in der historischen Forschung umstritten“
Indizien
Es gibt durchaus Indizien dafür, dass es dort, wo sie Ulrike Guérot sie vermutet, tatsächlich Parallelen zum historischen Faschismus der 1920er und 30er Jahre gibt:
Corona
Lange vor Guérot hatte der Wissenschaftsphilosoph Prof. Michael Esfeld aus Lausanne in der Instrumentalisierung der Wissenschaft für die Legitimierung des Ausnahmezustands eine Parallele zu Eugenik und Rassentheorien der 1920 Jahren erkannt. Ebenso wie Ulrike Guérot hat Michael Esfeld ein Buch über die Beschädigung des Rechtsstaats durch die Corona-Politik veröffentlicht:

Am Ende mündete diese Corona-Politik schließlich in den faschistoiden Versuch, einen Impfzwang durchzusetzen. Dieser hätte den Nürnberger Kodex verletzt, der ausgerechnet als Lehre aus pseudowissenschaftlichen Zwangsbehandlungen der NS-Zeit gedacht war:
„die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson unbedingt erforderlich (ist). Das heißt, dass die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muss, ihre Einwilligung zu geben; dass sie in der Lage sein muss, unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Nötigung, Übervorteilung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; dass sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muss, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können“.
In einer orwellschen Verdrehung der Dinge hat sich die Justiz aber entschlossen, nicht die Verletzung dieses Kodex zu verfolgen, sondern die Erinnerung an ihn.
Klima-„KONSENS“
Genau wie bei Corona gibt es auch beim Klima bzw. seiner angeblichen Katastrophe die deutliche Tendenz unter den Wohlmeinenden und „Engagierten“, die Wissenschaft für geklärt und Widerspruch zu einem Verbrechen zu erklären:
Dabei ist dieser Konsens eine Illusion (um nicht zu sagen: ein Betrug) und der Widerspruch hat nicht nur bedeutende Personen, sondern auch bedeutende Argumente auf seiner Seite.
Dissensverbot im KRIEG
Guérot selbst bietet ein gutes Beispiel dafür, dass auch beim Thema Ukraine ein Dissensverbot wirksam durchgesetzt werden soll. Im Juni 2022 lieferte sie sich bei Lanz dieses Wortgefecht mit Agnes Strack-Zimmermann:
Im Herbst 2022 erschien ihr letztes Buch, in dem sie ihren Standpunkt wiederholte, dass der Krieg in der Ukraine mehr als einen Vater habe:

Im Februar 2023 wurde ihr angeblich wegen Plagiatsvorwürfen ihre Professorenstelle gekündigt:
Die Plagiatsvorwürfe (in einem nicht wissenschaftlichen Buch) sind natürlich vorgeschoben, die wahren Gründe für ihren Status „umstritten“ sind nicht nur oben, sondern auch im Artikel genannt. Der Prozess um ihre Kündigung ist im Januar 2024 immer noch nicht abgeschlossen und erneut (auf April 2024) verschoben worden: „Die Verlegung hat bereits Tradition„, mutmaßlich aus Mangel an Substanz.
Keine Kandidatur für BSW
Entgegen früheren Pressemeldungen
kandidiert Ulrike Guérot nicht auf der Liste der BSW für das Europa-Parlament, zumindest nicht auf einem der ersten 10 Plätze.
Über die Hintergründe ist nichts bekannt, aber das politische Verhältnis scheint ungetrübt:
Nachtrag
Auf der Suche nach dem wirklichen Faschismus, darf man natürlich solche Meinungsäußerungen nicht aus dem Blick verlieren: