Der pensionierte Gerichtsmediziner Johann Missliwetz hat sich auf einer Veranstaltung der oberösterreichischen MFG über Corona-Risiken und Impf-Risiken geäußert:
Johann Missliwetz mit
Sein eingangs vorgestelltes (realistisches) Beispiel einer 36-jährigen Patientin, einmal als Corona-Opfer und einmal als Impf-Opfer, illustriert die ungleiche Bewertung solcher an sich ähnlichen Fälle, die ich bereits im Januar des letzten Jahres in einem Blogbeitrag dokumentiert hatte. Seine kritische Einstellung zur Corona-Politik ist durchaus mit der von Chefarzt Thomas Sarnes zu vergleichen. Einer von sehr vielen, die in der offiziellen Öffentlichkeit keine Rolle spielen. Von Johann Missliwetz kann man sich zB durch seine Einführung in die Gerichtsmedizin einen Eindruck ohne Corona-Bezug verschaffen oder im Zusammenhang mit einem konkreten Fall von 2015.
Die Forderung nach mehr Obduktionen von Toten nach Impfung deckt sich mit dem, was der Heidelberger Pathologe Schirmacher bereits im August gefordert hat: „Er geht von einer beträchtlichen Dunkelziffer an Impftoten aus…Von den meisten Patienten, die nach und möglicherweise an einer Impfung sterben, bekämen die Pathologen gar nichts mit. Schirmacher geht davon aus, dass 30 bis 40 Prozent davon an der Impfung gestorben sind“
Für noch aktive Mediziner ist es sehr viel riskanter, sich kritisch zur Corona-Politik zu äußern:
Auch eine Grazer Notärztin, die sich spontan und im Zusammenhang mit zwei von der Impfung ausgelösten Notfällen negativ zur Corona-Impfung geäußert hat, bekam Ärger mit der Ärztekammer:
Nachtrag 21.12.2021 Dieses Video von Dr. Thomas Sarnes habe ich gerade erst gefunden:
Überraschung am Abend: Der Virologe Kekulé wird des Dienstes an der Hochschule Halle enthoben:
„Die Gründe, die zur vorläufigen Dienstenthebung Kekulés geführt haben, werden in dem Brief nicht genannt“ Interessant und etwas unerwartet. So kritisch wie Andreas Sönnichsen hat sich Kekulé nie geäußert. Die Gründe mit der Lehrtätigkeit wirken jedenfalls vorgeschoben, denn bei einem Professor, der nicht „umstritten“ ist, wird da regelmäßig ein Auge zugedrückt. Es ist schließlich verständlich, dass ein Hochschullehrer der „zweifellos hervorragende wissenschaftliche Arbeit“ leistet, nicht „so viel Zeit hat“ für seine Lehrtätigkeit.
Nachtrag 22.12.2021 Ich habe Kekulé in den letzten Wochen nicht so recht mitbekommen, weil ich seit Jahren praktisch nie fernsehe, aber nach einer kleinen Suche erschließt sich mir schon, warum er gesäubert werden musste: Er hat das Narrativ von der Erlösung durch Impfung gekillt, sanft zwar, aber doch deutlich:
„Falsche Versprechen“ an Geimpfte? Geht gar nicht!
Weiteres Foul von Kekulé:
Zweifel zu säen an der Wirksamkeit einer Booster-Impfung gegen Omikron, die die armen Politiker gerade dem schon skeptischen Publikum verkaufen müssen: Was hat sich der Mann nur dabei gedacht? War doch klar, dass es darauf eine Antwort geben muss!
Der Leiter der Intensivstation der Unfallklinik Murnau, Wolfram Popp, hat auf einer Demonstration einer Gruppe Pflegekräfte der Klinik gegen die Impfpflicht für sie in Murnau folgendes Interview gegeben. Hören Sie mal rein und gewinnen Sie einen eigenen Eindruck von seinen Aussagen:
Angeblich prüft die Klinik Maßnahmen gegen den Angestellten. Er habe seine Funktion missbraucht: „Dieser hat am 6. Dezember 2021 im Rahmen einer Protestaktion gegen die Impfpflicht in seiner Funktion als Führungskraft der Klinik den Nutzen der Corona-Schutzimpfungen in Frage gestellt. Dabei hat er seine Funktion missbraucht, um seine privaten Ansichten öffentlich und unautorisiert im Klinikkontext zu verbreiten„
Wer sich das Video angesehen hat, weiß, dass er den Nutzen der Impfungen nicht generell in Frage gestellt hat, sondern vor allem für gesunde und fitte Jüngere und auch für sich selbst mit knapp über 50 mehr Risiken als Nutzen sieht.
Bleibt eine Frage: Wie kann sich die Führungskraft einer Klinik in diesem Land noch öffentlich kritisch äußern, ohne „ihre Funktion zu missbrauchen“? Besteht Meinungsfreiheit im Jahr 2021 darin, entweder zuzustimmen oder zu schweigen?
Und eine Anmerkung: Was Wolfram Popp über die 2021 zunehmende Anzahl an Herzkreislauf- und neurologischen Notfällen in Murnau und Bayern gesagt hat, deckt sich mit dem, was ich im letzten Beitrag berichtet habe. Hier nochmals die Grafik aus dem RKI-Bericht dazu:
Es rauscht im Blätterwald. Nach Monaten, in denen nur ‚Schwurbler‘ darüber berichtet haben, ist jetzt in größeren Medien angekommen, dass es 2021 (im auffälligen Gegensatz zu 2020) eine andauernde Übersterblichkeit gibt.
Die Zahlen sind nämlich eindeutig: im Herbst 2021 liegen die Zahlen der Corona-Toten um etwa 1/3 niedriger als 2020:
Tägliche Corona-Tote in Österreich 2020 und 2021
Noch deutlicher wird das, wenn man nicht die täglichen Todesfälle plottet, sondern die Summe aller Todesfälle seit 1. Oktober:
Corona-Tote seit 1. Oktober in Österreich 2020 und 2021
Entgegen allen anderslautenden Meldungen sterben im Herbst 2021 also viel weniger Menschen mit Corona als 2020. Gleichzeitig liegen die Zahlen aller Toten, also ursachenunabhängig, 2021 höher als 2020:
Alle Toten in Österreich 2020 und 2021
(Der letzte Datenpunkt in KW 46 fällt mutmaßlich deshalb aus der Reihe, weil es für 2021 noch Nachmeldungen geben wird, für 2020 aber nicht, KW 46 liegt schließlich nicht einmal 3 Wochen zurück)
Der Artikel spekuliert über einige mögliche Ursachen, ohne zu einem Schluss zu kommen. Eine Möglichkeit diskutiert er aber ausdrücklich nicht: Die Möglichkeit, dass die Impfung evtl. zwar die Zahl der Corona-Toten reduziert, aber dieser Effekt durch Tote wegen der Nebenwirkungen mehr als aufgehoben wird.
Übersterblichkeit 2021 ist unbestritten
Der Effekt einer Übersterblichkeit in 2021 gegenüber 2020 und noch mehr gegenüber allen anderen Vorjahren wird nicht nur aus Österreich berichtet, sondern z.B auch aus Deutschland und aus Großbritannien.
Die Grafik zeigt, dass 2021 seit KW 16 die Sterblichkeit über allen Vorjahren 2017-2020 liegt mit Ausnahme weniger Sommerwochen, in denen 2021 die Hitzewelle ausgefallen ist, die in den Vorjahren regelmäßig zu einer erhöhten Sterblichkeit geführt hat. Die Grafik zeigt auch (rote Linie unten), dass die Übersterblichkeit 2021 insbesondere gegenüber 2020 nicht durch Corona-Tote erklärt werden kann. Das zeigen auch andere Datenquellen. Diese Zahlen waren nämlich 2020 und 2021 sehr ähnlich:
Corona-Tote Deutschland nach Johns-Hopkins-Universität
Wie kommt also die deutliche Übersterblichkeit 2021 zustande, wenn nicht durch Corona-Tote?
Gesamtsterblichkeit in Schottland 2021 (rote Kurve) im Vergleich zu den Vorjahren
Auch in England und Wales lag die Sterblichkeit in KW46 16,9% über dem 5-Jahres-Durchschnitt, etwas mehr als in den Vorwochen, im Trend aber ähnlich. Und auch hier ist die Übersterblichkeit nur zum Teil durch Corona-Tote zu erklären:
12,103 deaths were registered in England and Wales in the week ending 19 November 2021 (Week 46).
This was
▪ 53 more than the previous week ▪ 1,753 (16.9%) more than the five-year average
Die gesamteuropäische Sicht auf die regionale Übersterblichkeit von KW40-KW47 gibt es bei Euromomo:
Neben Österreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich fallen auch die Niederlande, Belgien, Slowenien, Ungarn, Estland, die Ukraine und zuletzt Spanien durch hohe Übersterblichkeit (mittelblaue oder dunkelblaue Färbung) auf.
Herzprobleme?
In keinem der oben verlinkten Artikel wird die Ursache der Übersterblichkeit in Österreich, Deutschland oder dem Vereinigten Königreich überzeugend geklärt.
Und solche Fälle gibt es auch im Vereinigten Königreich nicht selten. Der Telegraph zählte 3 in einer Woche, vermied aber die Antwort auf die Frage nach der Ursache. Dem britischen PoC, Ex-Fußballer und Sportkommentator Trevor Sinclair wurde kurzerhand die Sendung gekappt, als er nach einer möglichen Ursache für den Kollaps von John Fleck fragte:
Deshalb war er so frei die Frage nochmals selbst auf Twitter zu stellen und mehr als 10000 Likes einzusammeln:
Everyone I speak to about these heart problems suffered by footballers (which worryingly seem to be happening more regularly) are they linked to covid vaccines or not??
„Jeder, mit dem ich über diese Herzprobleme von Fußballern spreche (die beunruhigenderweise zur Zeit häufiger aufzutreten scheinen), [will wissen], ob sie mit COVID-Impfstoffen zu tun haben oder nicht“
Britische Zeitungsberichte bestätigen inzwischen, dass es eine starke Zunahme von Herzproblemen in der Breite der Bevölkerung gibt. Von bis zu 300000 Fällen ist im ‚Evening Standard‚ die Rede:
„Bis zu 300000 Menschen stehen vor Herzkrankheiten wegen Stress-Störungen nach der Pandemie“
Die angegebene Ursache wirft Fragen auf: – ist die Pandemie denn in UK schon vorbei? (In Deutschland nicht) – warum traten diese Stress-Störungen erst 2021 auf und nicht schon 2020? – und was ist mit der Frage von Trevor Sinclair nach einer anderen Ursache?
Und auch in Deutschland gibt es eine Häufung u.a. von Notfällen mit Herzproblemen:
Der RKI-Bericht dazu enthält u.a. folgende Grafik über das erhöhte Niveau von Herzkreislaufproblemen in Notaufnahmen ab Mai in 2021:
Einen ähnlichen zeitlichen Verlauf zeigen die Notaufnahmen aus neurologischen Gründen:
Herzprobleme durch Impfung
Dabei ist ein Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und Herzproblemen gerade junger Männer sehr wohl bekannt.
„Allerdings sind auch nach der Impfung mit Biontech/Pfizer Fälle von Myokarditis oder Perikarditis aufgetreten, jedoch deutlich seltener. Betroffen sind vor allem junge Männer und männliche Jugendliche – warum es den Geschlechterunterschied bei dieser Nebenwirkung gibt, ist noch nicht geklärt“
Also grundsätzlich ist der Zusammenhang sehr wohl bekannt. Es könnte sich also lohnen, etwas genauer nach einem rein quantitativen Fehler zu suchen.
Fazit
In einigen europäischen Ländern gibt es in 2021 eine markante Übersterblichkeit gegenüber den Vorjahren und auch gegenüber dem Pandemie-Jahr 2020
In großen Medien und offiziellen Verlautbarungen gibt es zur Ursache zwar Rätselraten, aber keine überzeugende Antwort
Ein Zusammenhang mit den 2021 gerade im Sport häufiger als normal zu beobachtenden Herzproblemen scheint auch zahlenmäßig naheliegend
Ein Zusammenhang zu den in 2021 durchgeführten Corona-Impfungen ist tabu und wird nur von ‚Schwurblern‘ und unvorsichtigen Teilnehmern des medialen Betriebs zur Diskussion gestellt, aber nicht gerne diskutiert.
Nachtrag 6.12.2021 Sehr informatives, knappes Video über die deutschen Zahlen und die selektive Berichterstattung:
Zusammenfassung in einer Grafik:
und einem kurzen Text des ’subjektiven Studenten‘: „Die prozentuale Übersterblichkeit in Deutschland nimmt von Woche zu Woche zu. Im letzten Jahr gab es zu dem Thema (selber Zeitraum) zig Artikel – damals ca. 8%. Heute liest man nichts dazu. Jemand eine Idee warum?„
Gestern schrieb ich, dass der Zusammenhang zwischen der Impfung und Herzproblemen und damit der Sterblichkeit eine rein quantitative Frage sei, also keine des Ob, sondern nur des Wieviel. Heute bestätigt ein Artikel der Frankfurter Rundschau, dass Bewegung in der Sache jederzeit möglich ist:
Die dramatische Bebilderung eines Problems, das immer noch klein geredet wird, finde ich außerdem problematisch. Offensichtlich werden die Leser mit einem Problem aufgeputscht, das einerseits verharmlost wird, von dem aber hinterher niemand behaupten kann, er habe davon nichts wissen können, weil er gar nicht darüber informiert wurde. Strategie einer anderen Art von Spannung!
Der Autor Alex Berensonbehauptet, die Impfung würde auch in Schweden eine Übersterblichkeit verursachen. Die Impfquote ist dort etwas höher als in Deutschland oder Österreich. Allerdings lässt sich diese im Vergleich zu den oben diskutierten Ländern bei Euromomo praktisch nicht erkennen: Das Problem scheint also wesentlich weniger ausgeprägt bis kaum relevant zu sein, aus welchem Grund auch immer.
Nachtrag 9.12.2021 Das statistische Bundesamt hat die Sterbefallzahlen am Dienstag aktualisiert. Das Problem besteht in KW 47 unvermindert fort. Die Übersterblichkeit ist durch Corona-Tote nicht erklärbar:
Ganz besonders deutlich wird das im direkten Vergleich mit demselben Zeitraum in 2020 (rot gestrichelte Kästen) und mit farblicher Markierung der Flächen von Über-(rot) und Untersterblichkeit (grau) gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2016-2019:
Nachtrag 15.12.2021 Wenn eine Information ein großes Publikum erreicht und für Zweifel an einem offiziellen Narrativ weckt, muss ein ‚Faktencheck‘ her, der die Fakten in ein besseres Licht rückt. In ganz wichtigen Fällen kommt der von der Tagesschau:
Wie es in einem solchen Faktenfick leider häufig vorkommt, ist der wissenschaftlich dünn und logisch ungenügend. Alle Einzelargumente laufen darauf hinaus, dass ein Zusammenhang zwischen Impfung und häufigeren Herzkreislaufproblemen nicht nachgewiesen sei oder nicht zwingend, weil es auch andere mögliche Ursachen oder Zufälle gäbe. Die Nichtnachweisbarkeit, sofern man sie denn akzeptiert, beweist aber keinesfalls die Nichtexistenz eines Zusammenhangs („Es gibt keinen Zusammenhang“). Auch in den Detailanalysen stecken zahlreiche Fehler und Lücken. So argumentiert z.B. der Kardiologe Stephan Baldus, dass der Anstieg der Herzprobleme im Mai zeitlich nicht zur Impfung von jüngeren Männern passt und zur Myokarditis, die diese auslösen kann. Das mag stimmen, aber niemand hat behauptet, dass diese Notfälle vor allem bei jüngeren Männern auftreten und immer auf eine Myokarditis zurückzuführen sind. Schnelle Herzinfarkte auch bei älteren Männern und Frauen zählen da nämlich auch dazu: Dann passt das nämlich zeitlich sehr gut, wovon dieses „überspezifische Dementi“ ablenkt.
Nachtrag 4.1.2022 Aus unerwarterer Ecke gibt es jetzt Zahlen dazu auch aus den USA, und die sind brutal. Der Chef eines regionalen Lebensversicherung hat erklärt: „(Versicherte) Todesfälle bei Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren sind 2021 um 40% gestiegen“ Dazu sagt er noch: “Um ihnen klarzumachen, wie schlimm das ist: ein 3Sigma- oder Einmal-in -200Jahren-Ereignis wäre ein Anstieg um 10% im Vergleich zu vor der Pandemie…Deshalb sind 40% ganz außerhalb von dem, was man je gehört hat“
Selten wurde der Stumpfsinn dessen, was in Medien den Menschen als zweifelsfreie Wissenschaft verkauft wird, so grotesk demonstriert wie in diesem Ausschnitt aus einer ORF-Sendung:
2/2: auch Sohn hatte Schlaganfall. Mit dieser Information rudern die 2 Herren zurück und empfehlen doch eine vorherige Untersuchung. Keiner der beiden Herren empfiehlt der Frau sich bzgl. Impfschadengesetz an das Sozialministerium zu wenden. #Irrsinn#propagandalive@ORFpic.twitter.com/GVGH1tQe71
Hier wird offensichtlich nicht sachorientiert beraten, sondern es werden Vorurteile gepflegt, die keineswegs in Frage gestellt werden dürfen. Zu den Vorurteilen gehört es, dass Schlaganfälle nach Impfung extrem selten sind und sowieso nur bei AstraZeneca auftreten. Dagegen steht:
Ein Einzelfall kann mit einem Seltenheitsargument aus der Ferne nicht entschieden werden. Dafür sind Details in jedem Fall Voraussetzung.
Schlaganfälle treten nicht nur mit AstraZeneca auf. Hier ein ebenfalls in einem Medium verschwurbelter Fall mit Moderna:
Diskussion dieser ebenfalls grotesken Medien-Wissenschaft hier.
Wissenschaftliche Tatsache ist, dass Schlaganfälle bei einer COVID-Erkrankung durch das Spike-Protein verursacht werden können. Entsprechend können sie auch bei jeder Impfung auftreten, die mit dem Spike-Protein arbeitet, sei es eine mRNA- oder eine Vektor-Impfung. Das ist keine Frage des Ob, sondern der Häufigkeit: durch Ferndiagnose wissenschaftlich nicht seriös ausschließbar, aber eben politisch unpassend.
Die Thüringer Landtagsabgeordnete Dr. Ute Bergner (früher FDP, heute ‚Bürger für Thüringen‘) hat eine statistische Auswertung in Auftrag gegeben. Sie hat die Arbeit von Prof. Dr. Rolf Steyer und Dr. Gregor Kappler veröffentlicht:
der thüringischen Gesundheitsministerin übergeben und darüber auch im Landtag vorgetragen:
Das wichtigste Ergebnis ist diese Grafik:
Relative Sterbehäufigkeit in KW36-40 und Impfquote in den deutschen Bundesländern. Jedes Bundesland ist entsprechend seiner Bevölkerung größer oder kleiner dargestellt
Die Grafik zeigt, dass Länder mit höherer Impfquote eine höhere Übersterblichkeit haben als Sachsen und Thüringen. Wenn über alle Bundesländer hinweg die Korrelation zwischen aktueller Impfquote und Sterbefällen im Zeitraum Anfang September bis Anfang Oktober berechnet wird, ergibt sich ein positiver Wert von +0.31. Das bedeutet, dass statistisch eine hohe Impfquote eher zu mehr Sterbefällen führt. Die Korrelation ist nicht besonders stark, geht aber für eine vermeintlich gesundheitsförderliche Maßnahme wie eine Impfung eindeutig in die falsche Richtung. Die Auswertung hat zwei Schwachpunkte
Den ausgewählten Zeitraum von KW 36-40 Es ist nicht ganz klar, warum sich eine Impfung irgendwann bis Sommer 2021 genau in diesem Zeitraum positiv auf Sterbefälle auswirken sollte. Der Zusammenhang kann sich durchaus in den nächsten Wochen und Monaten noch (mehrfach) ändern. Es wird aber schwierig bleiben, eine richtige Metrik für die Gesundheit der Bevölkerung zu finden.
Die Granularität der Einheit ‚Bundesland‘ ist sicherlich nicht optimal, allein schon, weil die Größe der Bundesländer stark variiert. Landkreise wäre sicherlich besser, aber die Daten scheinen nur pro Bundesland vorzuliegen.
Weitere Auswertungen
Der auf diesem Blog bereits früher zitierte und verlinkte Thorsten Wiethölter hat praktisch zum selben Zeitpunkt ähnliche Korrelationsrechnungen veröffentlicht und ist zu für die Impfung noch ungünstigeren Ergebnissen.
Impfquote und Corona-Todesfälle KW36-42, also über einen etwas längeren Zeitraum
Mit einer Korrelation von +0.449 zwischen Impfquote und Corona-Todesfällen fällt das Ergebnis noch ungünstiger für die Impfung aus. Man sieht zB, dass das Land Brandenburg bei den Corona-Todesfällen viel niedriger liegt als bei allen Todesfällen und damit den Korrelationswert verbessert, weil es eine niedrige Impfquote hat, während Bremen (HB) mit hoher Impfquote bei den reinen Corona-Todesfällen höher liegt als bei allen Todesfällen.
Noch stärker ist die von Wiethölter berechnete Korrelation zwischen Impfquote und Corona-Intensivfällen:
Eine Korrelation von +0.543 ist schon beachtlich. Der Wertbereich reicht schließlich nur von -1 bis +1. Man sieht deutlich, dass die Messpunkte nicht sehr weit von der Regressionsgerade entfernt liegen. Nur Schleswig-Holstein (SH), das über die ganze Pandemie wenige Kranke und Tote hatte, liegt auffällig weit von der Geraden entfernt. Brandenburg liegt aber mit einer um mehr als 10 Prozentpunkte niedrigeren Impfquote kaum schlechter, ebenso Sachsen-Anhalt.
Wichtig ist bei all diesen Auswertungen: Sie zeigen keinen statistischen Hinweis auf eine positive Wirkung der Impfung auf schwere Verläufe und Todesfälle. Das ist aber genau die Behauptung, die Politik und Medien als eine wissenschaftliche Wahrheit nur postulieren, nicht aber belegen.
Ein Arzt meldet sich erneut
Speziell zur Impfung hat sich auch Dr. Sarnes wieder mit einem Video gemeldet: „Noch nie in der Geschichte gab es eine Situation, in der den Menschen von der Regierung mit einer solchen Aggressivität eine medizinische Behandlung aufgezwungen wurde„
Nachtrag 25.11.2021 Na, wer sagt’s denn, die kleine statistische Auswertung hat sogar eine Reaktion der Tagesschau provoziert: „Die von den Autoren errechnete Korrelation von +0,31 ist zudem nicht ‚erstaunlich hoch‘„ Richtig. Das habe ich ebenfalls gesagt. Aber warum ist sie überhaupt positiv, wenn der Nutzen der Impfung so unbestritten groß ist? Diese Frage muss natürlich erst einmal gemieden werden! „Zudem wäre die Ermittlung einer Korrelation nur ein erster Anhaltspunkt“ – richtig. „Weiterhin sei die Auswahl des Untersuchungszeitraums von gerade einmal fünf Wochen problematisch“ – hatte ich oben auch geschrieben. „So geht das Paul-Ehrlich-Institut davon aus, dass es seit Beginn der Impfkampagne bis September in nur 48 Fällen möglich oder wahrscheinlich ist, dass der Tod tatsächlich auf die Impfung zurückzuführen ist“ – kein Argument gegen die Auswertung, sondern möglicherweise einfach ein Fehler des PEI. Zum Schluß werden noch die Autoren zitiert: „Die Impfung als Todesursache sei nur eine von vielen denkbaren Hypothesen – mehrere davon könnten richtig sein, aber: ‚Ich habe nicht den Eindruck, dass die Sterbefälle nach Impfung sorgfältig auf ihre Ursachen untersucht werden. Zumindest legen mir das berichtete Einzelfälle nahe.'“ Da kann ich wieder nur zustimmen!
Nachtrag 19.12.2021 Auch in Westeuropa ist eine eindeutige Korrelation (in der erhofften Richtung) zwischen Impfquote und Übersterblichkeit nicht erkennbar: Erläuterungen und Ergänzungen zu der Grafik gibt es hier.
Dieses sehr gute Interview mit Norbert Häring bitte anschauen, solange es bei Youtube noch nicht gelöscht ist:
Das Blog von Norbert Häring ist eine Fundgrube. Er schießt sehr selten zu schnell, recherchiert sorgfältig und macht deshalb auch selten Fehler. Er spielte (als einer von 4 Ökonomen) bereits in meinem allerersten Blog-Beitrag über Corona eine Rolle: es war schon damals relativ klar, dass es einen starken Zusammenhang (in der einen oder anderen Richtung) zwischen Corona und der Wirtschaft gab.
IT-Trends die ich (aus Sicht des Kundennutzens) bis heute nicht verstanden habe:
den intelligenten Kühlschrank, der selbst die Milch nachbestellt
Auslagern von kritischen Unternehmensanwendungen und -daten in die Cloud, d.h. meist zu Amazon (AWS)
Digitalisierung der Schulen, insbesondere der Grundschulen
Alle diese Hypes ergeben natürlich dann Sinn, wenn man sie allein aus Sicht der Anbieter, der Tech-Konzerne, ihres Gewinn– und Machtstrebens betrachtet
Anzeige eines Interessenskonflikts: Ich bin seit über 25 Jahren in der IT tätig.
Nachtrag 8.11.2021 Norbert Häring, Max Otte und Mathias Bröckers im Gespräch mit Walter von Rossum. Es ist wie immer in solchen Runden interessant, worin sie sich einig sind und wo die Unterschiede liegen.
Prof. Martin Haditsch, Mediziner und Hochschullehrer, hat sich in einem langen Interview über viele Aspekte der Corona-Pandemie und -Impfung geäußert:
Interessant sind speziell die Passagen über die Zählung von teilweise geimpften Todesfällen als ungeimpfte und das Langfristrisiko der Impfung: das dürfte auch Joshua Kimmich interessieren.
Ich hatte ja bereits früher qualifizierte Hochschulmediziner und eh. Chefärzte auf dem Blog, die sich ähnlich kritisch geäußert haben. Von einem Konsens DER medizinischen Wissenschaft kann also keine Rede sein. Und Kimmich hätte jedes Recht, die Impfung aus Vorsicht lieber noch ein Weilchen bleibenzulassen. Es geht ja gar nicht darum, ob noch etwas ganz Neues gefunden wird, sondern darum, ob irgendwann noch mehr von dem zugegeben wird, was manche bereits berichten. Bei der Schweinegrippe dauerte es weniger als ein Jahr, bis es Berichte über Narkolepsie-Fälle nach der Impfung gab, aber mehrere Jahre bis endgültig klar war, dass diese Berichte stimmten und nicht fehlerhaft waren. Heute würde man sagen: keine Verschwörungstheorie. Ähnliche Berichte über untragbare und häufigere Nebenwirkungen der Corona-Impfung gab es schneller. Und es würde noch etwas dauern, bis zugegeben würde, dass auch sie stimmen und inakzeptabel sind.
Es wurde ein Sommer, wie er z.B. in meiner Kindheit in den 1970er Jahren häufiger vorkam: viel Regen, wenig Wärme. Mein schönster Tag im August an der Nordsee war ein Tag mit Sonne und 21°C auf Langeoog:
Toller Strand auf der Seeseite, tolle Wellen, aber anders als 2007, 2009 und 2012 in diesem Jahr ohne jedes Südsee-Feeling. Damals in den heißen Jahren hatten wir im August einige Mal 30°C. Dieses Jahr hätten sie an der Küste eigentlich keinen so echten Freibad-Tag gehabt, sagte uns ein Mädchen auf einem Reiterhof bei Dornum. Daheim am Alpenrand war es ein wenig besser, denn bei uns war der Sommer im Juni:
Bayerische Riviera 😎 Bad war gestern sehr angenehm nach dem schweißtreibenden Auf- und Abstieg. An heißen Tagen ist der kühle See genau richtig. Zur Zeit hat der Walchensee 18° C. pic.twitter.com/vFMlrgGcd2
— Andreas Müller 🌳🚵♀️ 🇮🇨 97%🌾 (@buerger18) June 20, 2021
Zu dem Zeitpunkt lag bei 2000 Meter noch ungewöhnlich viel Schnee, die Weilheimer Hütte in Sichtweite hatte deshalb noch geschlossen. Dann kam der große Juli-Regen, danach ein kühler August und dann kam der Herbst. Nicht ganz so früh mit viel Schnee wie letztes Jahr, aber früher als vor zwei und auch vor drei Jahren lag auf 2000m Höhe wie hier auf der Seekarspitze wieder ordentlich Schnee:
Mitte Oktober 2021 Achensee: Schnee über 1600m
Es war zwar kühl, aber ein wunderbarer Touren-Oktober in diesem Jahr mit schönem, sonnigem Bergwetter und ohne Batz auf den Wegen. Normales Wetter ohne globale Erwärmung ist auch nicht unbedingt eine Katastrophe!
International blieb es auch ziemlich kalt
Im Frühjahrsbeitrag hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass es gleichzeitig nicht nur in Deutschland und Europa und vielen Regionen der Nordhalbkugel kalt war, sondern auch in Südafrika und Brasilien auf der Südhalbkugel. Dieser Trend hat sich jetzt durch einen spektakulären Kälterekord bestätigt: Die Wetterstation Scott-Amundsen am Südpol auf 2835m Seehöhe (Wikipedia: Jahresdurchschnittstemperatur beträgt −49 °C, mit Schwankungen zwischen −13 °C und −82 °C) hat gerade einen neuen Allzeitrekord vermeldet, der in Deutschland kaum beachtet wurde:
Die Durchschnittstemperatur im Winterhalbjahr von -61°C von März bis September lag 2,5°C unter dem 30-jährigen Durchschnitt. Und das ist ein markanter Ausstieg aus jedem Erwärmungstrend, wie diese Zeitreihe grafisch aufzeigt:
Natürlich wird in vielen Publikationen der Eindruck bestritten, dass solche Minus-Rekorde, auch wenn sie in diesem Jahr vielfach aufgetreten sind, einen Erwärmungstrend widerlegen, aber das muss man nicht zu 100% ernst nehmen: eine fortgesetzte Reihe von Kälterekorden muss zwingend einen Erwärmungstrend irgendwann widerlegen. Nur wann das endgültig passiert ist, ist noch nicht klar.
Medienecho
Ich habe keinen vernünftigen Bericht in einem großen „seriösen“ deutschen Medium über den Rekordwinter in der Antarktis gefunden. Offensichtlich ist diese Tatsache, selbst mit (wenig überzeugenden) Relativierungen, nicht gut für den Glauben an das Klimawandel-Narrativ. RTL hatte was dazu, aber garniert mit dem Blödsinn, dass es „in Europa drückend heiß“ war. Wir haben alle erlebt, dass es in Europa nicht drückend heiß war, jedenfalls nicht überwiegend, sondern vielleicht mal eine Woche im Süden oder Südosten, wo es regelmäßig mal heiß ist im Sommer. Normale Sommerhitze eben. Diverse Wetterseiten haben es allerdings berichtet, und oppositionelle Medien haben sich die Kältewelle natürlich nicht entgehen lassen, um mal wieder ein wenig am Narrativ der gefährlichen und ewigen Erwärmung der Erde zu kratzen. EIKE hat natürlich berichtet. Nicht von der Scott-Amundsen, sondern von der dt. Neumayer-Station gab es sogar eine Zeitreihe mit stark fallendem Trend:
Dazu gab es davor schon einen Hintergrundbericht über die langfristige Abkühlung der Antarktis, der dadurch nur noch bestätigt wurde.
DieMehrheit der Medienkonsumenten wurde darüber aber weit weniger informiert als über irgendeinen Waldbrand in Kalifornien oder Australien.
Fazit
Daten, die auf ein Ende des Erwärmungstrends der letzten Jahrzehnte hinweisen, haben sich 2021 auffällig gehäuft und verdichtet. Das Phänomen ist global beobachtbar und passt besser zu einer Prognose des Klima-Außenseiters David Dilley, der eine Abkühlung ab 2020 vorhersagte, als zu den in vielen Medien beliebteren Modellen mit der ewigen Erwärmung:
Ausblick
Der Münchner Merkur kündigt seit September ständig und immer schriller einen harten Winter an:
Ich bin ja kein Experte und weiß deshalb nicht, wie der Winter wirklich wird, sondern lese nur und belustige mich mit den Texten:
Merkur warnt vor Kälte in der Erwärmung
Der Winter soll also normal werden, aber trotzdem irgendwie zu kalt für uns wärmeverwöhnte Klimageschädigte. Ich übersetze das mal: Es könnte kalt werden, aber bitte trotzdem nicht an der globalen Erwärmung zweifeln! Aber vielleicht kommt es auch anders: Wenn der Meteorologe kräht auf dem Mist, dann ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.
Gleichzeitig haben andere europäische Länder wie Dänemark und Schweden die Impfung mit dem Impfstoff von Moderna für Kinder gestoppt, berichtet die Pharmazeutische Zeitung:
„Myokarditis und Perikarditis“ sind Varianten der Herzmuskelentzündung
Neben den vorsichtigen (und vergeblichen) Zweifeln der Stiko, ob der Nutzen einer Impfung bei jungen Menschen die Risiken aufwiegen kann, gibt es unter Ärzten und Wissenschaftlern auch eine wesentlich radikalere Position, nämlich die, dass die Impfung (mit jedem der verfügbaren Impfstoffe) grundsätzlich schadet und ein echtes Desaster für die Gesundheit vor allem der Kinder und jungen Leute sind. Diese Position von mehreren Impfstoffexperten, u.a. Vanden Bossche, kann ich als medizinischer Laie nicht zuverlässig beurteilen. Es lohnt sich aber, sie zu kennen, denn dass mit der Impfung von Kindern und jungen Menschen gegen eine Krankheit, vor der zunächst nur Alte und Vorerkrankte geschützt werden sollten, vielleicht etwas Grundlegenderes nicht stimmt, zeigen bereits die oben verlinkten Berichte mit milderen Einwänden.
Sie spiegelt also statistisch und im Rückblick genau das wieder, was der Gerichtsmediziner Klaus Püschel nach ca. 100 Obduktionen von Corona-Toten bereits Mitte April 2020 festgestellt hatte: Laut Püschel hätten die von ihm untersuchten Todesopfer so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie „auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären“ Dann wären sie immer noch im selben Jahr gestorben und ebenfalls in die oben gezeigte Statistik eingegangen, nur mit einer anderen Todesursache, die für diese Statistik aber keinen Unterschied macht. Diese eine Grafik beweist also auch auf einen Blick, dass sämtliche Medienberichte über eine Pandemie, die in Deutschland angeblich wütete, 2020 ganz ohne Grundlage in den harten Daten waren.
Eigene Plausibilisierungen
Ich hatte mir dieselben Daten des statistischen Bundesamtes bereits im März angesehen und aufbereitet, um entsprechende Behauptungen von Dritten zu verifizieren. Hier dabei entstandene Grafiken, die die Entwicklung der Sterbezahlen übers Jahr zeigen:
Sterbefälle in der Altersgruppe 0-79 Jahre in den Jahren 2016-2021
Man sieht in dieser Grafik, dass in der Altersgruppe von 0-79 Jahren das Jahr 2020 nicht auffällig ist gegenüber dem Jahr 2018, als es im Frühjahr eine starke Grippewelle gab. Im Frühjahr 2020 ist dagegen nichts zu erkennen, aber ein etwas kleinerer Buckel am Jahresende. In der Altersgruppe über 80 Jahren sah das Bild dann doch etwas anders aus:
Sterbefälle in der Altersgruppe 80+ Jahre 2016-2021
Hier erkennt man am Jahresende 2020 eine ausgeprägtere Sterbewelle unter den sehr alten Menschen als im Frühjahr 2018. D.h. es sind in absoluten Zahlen am Jahresende 2020 mehr Menschen über 80 gestorben als in der schweren Grippewelle im Frühjahr 2018. Diese Darstellung berücksichtigt aber nicht, dass die Gesamtzahl der über 80-Jährigen im Jahr 2020 größer war als im Jahr 2018. In der Alterspyramide Stand 2018 waren zwei stärkere Jahrgänge noch 78 und 79 Jahre alt:
Alterspyramide (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Durch diesen Effekt ist die Altersgruppe der Über-80-Jährigen von 2018 bis 2020 von 5,4 auf 5,9 Mio kräftig, um fast 10%, gewachsen. Die Grafik von Thorsten Wiethölter ganz oben fasst zusammen, dass wegen dieses Basiseffekts im Jahr 2020 auch das individuelle Risiko eines Über-80-Jährigen zu versterben nicht höher war als 2018!
Erbsenzählerei im vollen Detail
In diesem Videobeitrag erläutert Marcel Barz im vollen Detail solche Effekte in der Sterbestatistik und anderen Statistiken zur Pandemie
Ups, die Zensurplattform Youtube hat das Video von Marcel Barz inzwischen als wichtig identifiziert und gelöscht. Deshalb hier noch eine andere Kopie:
In seinem Beitrag spielt auch dieser Vergleich eine Rolle:
Deutschland versus Schweden
Er zeigt, dass die alterskorrigierten Zahlen in Deutschland und Schweden praktisch dasselbe Bild zeigen, dass also dieses positive Bild nicht durch die strengen Maßnahmen in Deutschland entstanden sein kann.
Die Daten von Marcel Barz stimmen sehr gut mit denen überein, die Jens bereits vor ihm aufbereitet und auf Twitter veröffentlicht hatte:
Sterbewahrscheinlichkeit nach Altersklassen 2016-2020 in Deutschland:
Sterbewahrscheinlichkeit (in Promille statt Prozent) nach Altersklassen 2010-2020 in Schweden:
In beiden Ländern war 2020 kein besonders sterbeträchtiges Jahr, mehr zwar als das besonders günstige 2019, aber weniger als die meisten anderen.
Fazit
Viele Autoren kommen mit Daten aus seriösen Quellen zum Ergebnis, dass 2020 in Deutschland keine Killer-Pandemie unterwegs war und in Schweden (bei viel weniger Maßnahmen) ebenso wenig. Es lag also eher nicht daran, dass die harten deutschen Maßnahmen besonders wirksam waren.
Ausblick
Das Statistische Bundesamt hat seine Sonderauswertung zur Todesursachenauswertung 2020 auf Mitte Oktober verschoben, also auf nach der Bundestagswahl:
Man darf auch schon gespannt sein auf die Über- /Untersterblichkeit im Jahr 2021. Die fällt nämlich bisher in verschiedenen Ländern ganz verschieden aus:
Mittwochs ist Bergfest. Daher gibt es heute mal wieder ein Länder-Rätsel. Es geht um die Sterblichkeit in europ. Ländern im Jahr 2021.
Welche Länder verbergen sich hinter A-F? Zur Wahl stehen: Deutschland, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Schweden und Litauen.
Der Ex-Offizier und Video-Autor Marcel Barz ist ein sehr interessanter Mensch, der sich ein Lehm-Haus gebaut hat. Faszinierend:
Wohnen im Lehmhaus in Brandenburg
Nachtrag 17.9.2021 Das Video von Marcel Barz wurde auf Youtube zunächst gelöscht, dann wieder online gestellt. Inzwischen haben sich die Faktenchecker der Arbeit angenommen. Die schlechteste Arbeit kommt natürlich mal wieder von Volksverpetzer/Laschyk. Er ist eine Lusche und denkt eigentlich immer, er habe etwas widerlegt, sobald er daran vorbeigeredet hat:
In typischer Faktenficker-Manier könnte ich jetzt damit beginnen, dass es gar kein „Fake-Video“ war, sondern ein unbestreitbar echtes Video. Bei den Inhalten weicht er dann auf Zahlen aus dem Ausland aus, obwohl Marcel Barz doch nur über Zahlen aus Deutschland (und Schweden) gearbeitet hat. Was soll das? Marcel Barz wollte zeigen, dass sich in den dt. Zahlen keine Pandemie finden lässt. Und das hat er geschafft. Um zu zeigen, dass das kaum das Verdienst der Maßnahmen sein kann, nimmt er schwedische Zahlen, die ziemlich genauso aussehen, obwohl es dort viel weniger Maßnahmen gab. Das ist Logik! Völlig unlogisch ist es dagegen, darauf mit amerikanischen Zahlen oder spanischen zu reagieren. Während Barz über die Ganzjahreszahlen spricht, greift sich Laschyk kurze Perioden heraus, um ihn zu widerlegen. Auch das ist statistisch aber nicht möglich. Es gibt immer wieder Perioden mit Über- oder Untersterblichkeit, die sich in normalen Jahren abwechseln und ausgleichen. In Jahren mit mehr Sterblichkeit, zB 2018 und 2020 bei den Über-80-Jährigen (siehe meine Grafiken oben!) bleibt dann im Jahressaldo ein Plus übrig. Der Punkt von Barz (und Wiethölter) ist aber, dass dieser kleine Überschuss 2020 nicht größer war als 2018, wenn man alterskorrigiert, also berücksichtigt, dass die Alterskohorte über 80 in den 2 Jahren um mehr als 9% gewachsen ist. Barz und Wiethölter sind an dem Punkt von einem Dampfplauderer wie Laschyk nicht angreifbar. Laschyk schwurbelt einfach nur herum.
Hier hat Marcel Barz die Fragen und Unterstellungen einer anderen Faktencheckerin von Correctiv veröffentlicht, erläutert und mit Leichtigkeit widerlegt. These: Diese Faktenchecker-Journos von Volksverpetzer und Correctiv wären allesamt nicht in der Lage, selbstständig einen statistischen Datensatz wie die Sterbezahlen des Statistischen Bundesamts aufzubereiten, um Bevölkerungsdaten zu korrigieren und dann in einem klar strukturierten Video vorzustellen, wie es Marcel Barz getan hat.
Nachtrag 26.10.2021 Ein Artikel des MDR bestätigt viele Punkte der Inhalte von oben: